15. Mai 2026
Blitzen mobil Folge 4: Zusammenfassung und Fazit
Die Funk-Blitzauslöser
Mobiles Blitzen wird erst mit „entfesselten“ Blitzgeräten wirklich interessant. Gemeint ist hier, dass der Blitz (oder mehrere) abgesetzt von der Kamera frei im Raum platziert werden kann. Für diese Art zu Blitzen ist unbedingt ein Funk-Blitzauslöser zu empfehlen. Hier wird es dann schon etwas komplizierter – die Funkauslöser sind in der Regel proprietär, d.h. sie funktionieren nur mit den Geräten des jeweiligen Herstellers. Oben auf dem Foto aktuelle Funk-Blitzauslöser, v.l.: Godox, Neewer und Rollei. Die meisten Anbieter haben inzwischen mehrere Funkauslöser im Programm, sowohl was die Größe als auch das Bedienkonzept angeht.
Auf die Größe bezogen sind die Unterschiede schnell ausgemacht; wie weit man da gehen will muss jeder für sich entscheiden. Beim Bedienungskonzept kann man inzwischen auch auf Geräte mit Touchscreen zurückgreifen. Wobei grundsätzlich gilt: je kleiner das Gerät umso mehr Bedienungsebenen gibt es, und da ist dann eine gute Bedienungsanleitung von großem Vorteil! Da habe ich persönlich einige Probleme mit dem Winzling von Rollei (TR -Q8ll-Touch) gehabt – einfach geht anders! Wenn man sich dann allerdings etwas eingearbeitet hat, funktionieren die Auslöser alle recht gut und zuverlässig.
Das eigentliche Bedienkonzept ist im Grunde sehr identisch: Man kann eine bestimmte Anzahl Geräte nach einer Zuordnung hinsichtlich des Modus (TTL, Manuell oder HSS), der Blitzleistung, und je nach Blitz eventuell auch noch die Reflektoreinstellung individuell einstellen. Dazu wird jedes Gerät auf eine gemeinsamen Funkkanal und eine Gruppe hin synchronisiert. Die aktuellen Funkauslöser arbeiten alle mit einer Frequenz von 2,4 Ghz und die Reichweite liegt bei bis zu 100m.
Die Ausnahme
Eine lobenswerte Ausnahme, was die Zusammenarbeit mit „Fremdsystemen“ angeht, bildet der neue Q120 von Neewer. Dieser Blitz kann auch mit dem aktuellen Godox 2,4G X System zusammenarbeiten. Dazu muss im Gerätemenü nur der spezielle Godox-Sync-Modus angewählt werden.
Die Bedienteile der kleinen Studio-Akku-Blitze verfügen alle über gut lesbare Displays mit Touchfunktion. Außer einer (Kombi-) Taste zum Ein- und Ausschalten und/oder einem Testauslöser gibt es meist keine Schalter mehr. Die Bedienung der Einsteigerblitze entspricht in der Regel dem herstellereigenen, einheitlichen Bedienkonzept seiner anderen Studioblitze der gleichen Serie. Wer sich mit dem Godox-System auskennt, findet sich auch auf Anhieb mit Neewer zurecht. Bei Rollei muss man sich meist an eine dezimale Leistungsanzeige gewöhnen oder die Anzeige im Menü umstellen, wobei die Einstellung sehr gut im Menü versteckt ist. Da alle Geräte nicht viel größer oder schwerer als die leistungsmäßig gleichen Systemblitze sind, lassen sie sich ähnlich gut und einfach transportieren.
Mit einer Blitzschiene und einem Funkauslöser kann man alle vorgestellten Geräte auch klassisch als Kamerablitz verwenden. Um Bowens-S zu nutzen, ist die preisgünstigste Variante bei allen Blitzen der seit langem bekannte und vielfach genutzte Godox Universal-Bowens-S-Adapter.
Von den Funkauslösern hat mir persönlich der von Neewer am besten gefallen. Er stellt einen guten Kompromiss zwischen Größe und moderner Bedienung dar. Die Blitzgeräte selbst sind im Ergebnis bis auf den leistungsmäßig etwas stärkeren Neewer Q120 sehr ähnlich. Auch die wechselbaren Lion-Akkus bieten in etwa die gleiche Anzahl Blitze pro Ladung. Bei der Verwendung eines Diffusors oder einer Softbox, die leicht 1 bis 1,5 Blenden „fressen“, sollte man an der Kamera mindestens ISO 400 wählen. Damit hat man dann etwas Reserve, da die Lichtstärke bekanntlich im Quadrat abnimmt.
Die Anschaffung eines Mini-Studio-Akkublitzes macht Sinn, wenn man schon einen Systemblitz hat und sich z.B. ein kleines Portrait-Studio einrichten, oder seine Table-Top und Produktfotografie optimieren will. Wer Ambitionen für mehr hat, sollte besser gleich einen leistungsmäßig stärkeren Akku-Studioblitz wählen.
Das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet der Neewer Q120 mit ca. 200,00 €. Der teuerste der hier vorgestellten Mini-Studio-Blitze ist der Godox-AD100Pro ll Pocket Flash mit ca. 279,00 €, da Godox auf Rabatt-Aktionen weitgehend verzichtet.
Adobes neuer Productivity Agent
Adobe hat aktuell den Adobe Productivity Agent vorgestellt, der jahrzehntelange Erfahrung mit der Dokumentenintelligenz von Acrobat in einer einzigen agentenbasierten Oberfläche vereint, um die Art und Weise zu revolutionieren, wie Menschen Informationen verstehen, erstellen und teilen. Der Agent koordiniert Tools und Modelle, um Bilder, Text und umfangreiche Inhalte wie Präsentationen, Podcasts und Social-Media-Beiträge zu generieren und die dialogorientierte Bearbeitung von PDF-Dateien in Acrobat zu ermöglichen. Außerdem erschließt er die neuen Freigabe- und Veröffentlichungsfunktionen in PDF Spaces, einem KI-gestützten Arbeitsbereich, in dem Nutzer:innen Dateien, Links und Notizen kombinieren können, um Recherchen durchzuführen, Erkenntnisse zu gewinnen und Inhalte zu erstellen.
Der neue Productivity Agent und die neuen Funktionen zum Teilen sind in Acrobat Express verfügbar – einem neuen Angebot, das KI-gestützte Dokumentenanalysen, die Erstellung hochwertiger Inhalte und die gemeinsame Nutzung von Informationen an einem Ort vereint – sowie in Acrobat Studio, das alle Funktionen von Acrobat Express sowie KI-gestützte PDF-Tools umfasst.
„Der Productivity Agent von Adobe definiert die Art und Weise neu, wie Menschen mit Informationen arbeiten“, sagte David Wadhwani, President des Geschäftsbereichs Creativity & Productivity bei Adobe. „Wir verbinden die jahrzehntelange Erfahrung von Acrobat im Bereich Dokumentenintelligenz mit Agenten, um Menschen dabei zu helfen, schneller Erkenntnisse zu gewinnen, mühelos visuell ansprechende Inhalte zu erstellen und interaktive Erlebnisse mit maßgeschneiderten Agenten zu teilen, die ihre Absicht vermitteln.“
Ein neuer Maßstab für den Austausch
Adobe hat das PDF entwickelt, das die Art und Weise geprägt hat, wie weltweit wichtige Informationen ausgetauscht werden. Heute werden jedes Jahr mehr als 400 Milliarden PDF-Dateien geöffnet und über 200 Millionen PDF-Dateien in Acrobat versendet. Mit den neuen Veröffentlichungs- und Freigabefunktionen in Acrobat setzt das Unternehmen einen neuen Maßstab und verwandelt Dokumente und Dateien in interaktive, personalisierte Erlebnisse, die informieren, begeistern und zum Handeln anregen. Der Productivity Agent arbeitet im Hintergrund und generiert Titel, Zusammenfassungen und Audio-Übersichten aus Dokumenten und Links in einem PDF Space. Absender:innen können Kontext hinzufügen, Dateien neu anordnen, um Schwerpunkte zu setzen, und einen KI-Assistenten individuell anpassen, der Fragen beantwortet, Vorschläge macht und den Empfänger:innen hilft, die benötigten Informationen leicht zu finden.Dieses neue Format ermöglicht es den Nutzer:innen:
- Einen maßgeschneiderten Bereich zu erstellen. PDF-Dateien, Dokumente, Links und Notizen lassen sich an einem Ort zusammenführen. Der Agent erstellt den Bereich im Handumdrehen, sodass sich die Absender:innen darauf konzentrieren können, das Erlebnis durch Kontext, Struktur, Hervorhebungen und Multimedia-Inhalte zu verfeinern, damit sich die Empfänger:innen auf das Wesentliche konzentrieren können. Wenn Dokumente aktualisiert werden, wird auch das gemeinsame Erlebnis aktualisiert, sodass die Empfänger:innen stets über die neuesten Informationen verfügen.
- Einen KI-Assistenten an die jeweilige Situation anzupassen. Dem KI-Assistenten einfach Ziele und Empfänger:innen mitteilen, damit er Fragen beantwortet, Vorschläge macht und den Empfänger:innen hilft, die Informationen zu erhalten, die sie für sichere Entscheidungen benötigen.
- Die Empfänger:innen mit einer Audio-Übersicht schnell auf den neuesten Stand zu bringen. Der Agent erstellt automatisch eine Audiozusammenfassung der Informationen, um den Empfänger:innen eine Orientierung zu geben, bevor sie sich in die Details vertiefen. Ein vollständig editierbares Skript sorgt dafür, dass jedes Mal die richtige Botschaft vermittelt wird.
- Die eigene Marke einzubinden. Es können Logos und Farbpaletten integriert werden, um ein professionelles, markengerechtes Erlebnis zu schaffen.
- Selbstbewusst Follow-Ups durchzuführen. Der Agent liefert Einblicke in die Interaktion, damit Nachfassaktionen zeitnah und fundiert erfolgen können.
Preise und Verfügbarkeit
Der neue Productivity Agent sowie die Freigabe- und Veröffentlichungsfunktionen sind ab sofort in den Adobe Acrobat KI-Plänen verfügbar, darunter Acrobat Studio, die unverzichtbare Produktivitätslösung mit einem umfassenden Satz an PDF-Tools, PDF Spaces, KI-Assistenten und Adobe Express Premium. Sie sind außerdem in Acrobat Express verfügbar, einem neuen Angebot, das KI-gestützte Dokumenteneinblicke, die Erstellung von Premium-Inhalten sowie Informationen und Freigabefunktionen an einem Ort vereint. PDF Spaces kann von allen eingesehen werden; ein Konto ist nicht erforderlich.Weiterführende Informationen gibt es im Blogpost zum neuen Productivity Agent sowie im Blogpost zu den neuen Freigabefunktionen in PDF Spaces.
Foto-Ausstellung von Jürgen Strasser in Bad Nauheim
Den Mittelpunkt der Ausstellung bilden die beiden Werkreihen Living in a Box und Zukunft findet Stadt. In diesen beiden Serien inszeniert der international angesehene Fotokünstler Jürgen Strasser beinahe grafisch-abstrakte Stadtansichten und spürt steingewordenem Fortschrittsglauben, aber auch Visionen menschenwürdigen sozialen Wohnens nach. Diese »schöne, neue Welt« bricht er mit seiner Serie Tomorrow?! auf. Fotografierte Wirklichkeit und alptraumhafte Metamorphose verschwimmen hier ebenso wie die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei. Eine gänzlich andere Welt erwartet das Ausstellungspublikum in dem Langzeitprojekt Lab of Imagination, an dem er seit dem Winter 2023 gemeinsam mit seiner Frau Christine Steyer arbeitet. Es zeigt abstrakte und surreale Bildkompositionen, die sich an der Schnittstelle zwischen organischer Natur und innerer Gedankenwelt bewegen.
Jürgen Strasser, geboren und aufgewachsen im Berchtesgadener Land. Studium der Politikwissenschaft und Soziologie in Marburg. Langjährige Tätigkeit als Etatdirektor in einer Frankfurter Werbeagentur. 2013 Metierwechsel in das Fach der künstlerischen Fotografie. Jürgen Strasser versteht sich als autonomer, visueller Künstler, lebt wahlweise in Wiesbaden und Worpswede und sein Arbeitsplatz ist die Welt. Seit 2016 ist er verantwortlich für das RAW Photo Festival Worpswede und seit 2022 künstlerischer Leiter der Wiesbadener Fototage. Er ist Mitglied im bbk bremen und berufenes Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).
Ausstellungsort
Kunstverein Bad Nauheim – Galerie in der Trinkkuranlage
Ernst-Ludwig-Ring 1, 61231 Bad Nauheim
Laufzeit: 20. Juni bis 2. August 2026
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage von 11 bis 18 Uhr
Mehr Infos hier:
HOME - JÜRGEN STRASSER PHOTOGRAPHY
Willkommen auf der persönlichen Internetpräsenz des Fotokünstlers Jürgen Strasser und informieren Sie sich über seine aktuellen Ausstellungen sowie Foto- und Buchprojekte.
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