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04. Mai 2026

Update: STEADIFY: Aus der Hüfte geschossen​

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Kürzlich hat Swift Design sein bekanntes Hüftstativ „Steadify“ in einer überarbeiteten Version vorgestellt. Wir hatten die Möglichkeit, diese neue Variante schon in der Praxis kurz anzutesten. Das Steadify ist quasi ein Kompromiss zwischen klassischem Dreibein und einem Monopod.

Der Hersteller des STEADIFY beschreibt die besonderen Eigenschaften seines Stativs folgendermaßen:

Das „STEADIFY hebt sich durch den fehlenden Kontakt zum Boden von herkömmlichen Stativen ab. Es besteht aus einem stufenlos einstellbaren Monopod, und einer Platte/Clip der am Hosengürtel befestigt wird. Gestochen scharfe Bilder sind nicht nur bei beeindruckenden Landschaftsaufnahmen möglich, sondern auch bei Tieren in Bewegung garantiert – denn, die Hüfte ist der ruhigste Punkt des Körpers und bildet die Achse für alle Bewegungen mit der Kamera. Bei spontanem Positionswechsel ist STEADIFY genauso beweglich wie der Fotograf selbst. Das 3/8“ Stativgewinde des Monopods lässt sich wahlweise mit einer gummierten Universalgabel oder einem Kugelkopf bzw. einem Videokopf ausstatten.“

Swift Design bewirbt sein STEADIFY hauptsächlich für den Einsatz in der Naturfotografie. Das ist sicherlich etwas zu kurz gegriffen, soll (oder kann) es doch das klassische Einbeinstativ ersetzen, und diese Art Stativ kommt natürlich nicht nur in der Naturfotografie zum Einsatz. Darüber hinaus ist es auch für die Beobachtung oder im Schießsport als vielseitige Stütze verwendbar.

Zum Lieferumfang des zum Test angelieferten STEADIFY-Kit gehörte das eigentliche Basisstativ mit neuer Halteplatte/Gürtel-Clip, Minikugelkopf und eine sogenannte Universal-Gabel. Der Kugelkopf ist Arca-Swiss-kompatibel und wohl die für Fotografen meist verwendete Kombination.

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Das STEADIFY ist nur etwas schwerer als ein modernes Einbeinstativ. Es ist aus Aluminium und Leder gefertigt und gut verarbeitet. Kugelkopf und Arca-Swiss-Platte kommen als hochwertiges Zubehör von einem Drittanbieter. Natürlich kann man auch schon vorhandenes Equipment benutzen, da das STEADIFY einen ¼ Zoll Gewindeanschluss besitzt. Die Verstellung des Stativs erfolgt über Drehverschlüsse. Die für die gelieferte Kombi maximale Traglast wird mit 15kg angegeben; diese Angabe erscheint allerdings sehr optimistisch angesichts des mitgelieferten Kugelkopfes. Die Universalgabel ist für den multifunktionalen, schnellen Einsatz gedacht, schränkt aber den Komfort beim Fotografieren ein. Zusammengeschoben misst das Stativ 21cm, und es lässt sich bis auf 65cm ausziehen.

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Der Praxistest​

Das Anlegen des STEADIFY gelingt auf Anhieb, wobei eine zweite Person aber ratsam ist – besonders bei sehr großen Objektiven. Das Handling des STEADIFY ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor dem ersten Einsatz einige ausgedehnte Trockenübungen zu machen, was sich dann in freier Wildbahn auszahlt. Der mitgelieferte Kugelkopf und der Kameraadapter machen im Zusammenspiel mit dem Tamron keinen sehr vertrauenswürdigen Eindruck, aber es funktioniert. Wie die Testfotos zeigen, erfüllt das STEADIFY seinen Zweck. Man kann auch ohne Stabilisierung Verwacklungsunschärfen vermeiden, wenn, ja wenn man seinen Körper kontrolliert ruhig halten kann! Die jeweiligen Grenzen sind natürlich userabhängig und sehr individuell zu betrachten. Nutzt man die vorhandene Stabilisierung bei den Objektiven wird es allerdings sehr easy: Das STEADIFY macht das Fotogerät für die Arme quasi „gewichtslos“, da das Gewicht des Equipments über die Gurtplatte am Körper abgestützt wird. Darüber hinaus hat man, wenn nötig, auch mal eine Hand für was anderes frei.

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Hier mit einem Tamron 150-500.

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500mm; f/6.7; 1/500s; ISO 160, Ausschnitt (150%).

Fazit​

Auch das neue STEADIFY tut was es soll. Es entlastet die Arme und Schultern beim Fotografieren und hilft, die Kamera möglichst ruhig zu halten. Durch die Einsparung des Extragürtels wirkt das alles insgesamt unaufdringlicher und sicher auch praktischer als in der vorherigen Version. Für schwieriges Gelände eine interessante Alternative, besonders in Verbindung mit Objektiven/Kameras ohne Stabi oder alternativ als Basis für einen Gimbal. Für höhere Lasten ist jetzt ein kleines Polster für den Clip dabei!

Muss man ein STEADIFY haben? Das zu beantworten ist schwierig. Ich für meinen Teil als „Bauchträger“ bleibe bei meinem Monopod, zumal ich so etwas schon lange besitze und damit viel Erfahrung bei meinen Motorsporteinsätzen gesammelt habe. Für Wanderfans und Bergsteiger ist das STEADIFY allerdings empfehlenswert – und für jemanden, der noch kein Einbeinstativ sein Eigen nennt, wäre es eine Alternative, wenn auch eine etwas teurere!

Preis, wie hier vorgestellt, 199,00 €.

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Adobe Beta-Version Firefly KI-Assistent​

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Nach der Ankündigung Mitte letzten Monats macht Adobe den Firefly KI-Assistenten nun als öffentliche Beta-Version verfügbar. Der Assistent eröffnet eine neue Möglichkeit, in Adobe Firefly kreativ zu arbeiten: Kreative können mit eigenen Worten beschreiben, was sie erstellen möchten, während der Assistent mehrstufige Arbeitsabläufe über verschiedene Creative Cloud-Anwendungen hinweg koordiniert, darunter Photoshop, Lightroom, Premiere, Firefly und weitere, um diese Ideen zum Leben zu erwecken.

Mit dem Firefly KI-Assistenten können Kreative nun:
  • Anweisungen in produktionsreife Ergebnisse umwandeln – die gewünschten Ergebnisse beschreiben, z. B. die Erstellung von Social-Media-Inhalten aus einem Produktfoto oder die Erstellung eines Moodboards anhand eines Briefings, und der Assistent führt die Schritte in den Kreativ-Apps von Adobe aus, um ein einsatzbereites Ergebnis zu liefern
  • Die professionellen Tools von Adobe nutzen – mit der Einführung der Beta-Version wird der Assistent in der Lage sein, auf über 60 leistungsstarke, professionelle Tools aus der Creative Suite von Adobe zurückzugreifen, darunter Auto-Farbe, Generatives Füllen, Hintergrund entfernen, Vektorisieren, Presets und mehr
  • Format- und Asset-übergreifend arbeiten – in einem einzigen Arbeitsablauf Fotos, Videos und Designs bearbeiten und vom ersten Konzept bis zum fertigen Ergebnis gelangen, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen
  • Projekte mit Creative Skills schnell starten – vorgefertigte Workflows für gängige Aufgaben wie die Stapelverarbeitung von Fotos, die Retusche von Porträts, die Erstellung von Varianten für soziale Medien und das Entwerfen von Produktmodellen
  • Bei jedem Schritt die Kontrolle behalten – ansehen, was der Assistent gerade tut, und jederzeit verfeinern, umlenken oder selbst die Kontrolle übernehmen
Die öffentliche Beta-Version des Firefly KI-Assistenten ist ab sofort weltweit für Kund:innen mit Creative Cloud Pro oder kostenpflichtigen Firefly-Tarifen (Pro, Pro Plus und Premium) verfügbar. Berechtigte Kund:innen erhalten während der Beta-Phase täglich kostenlose Generierungsguthaben, die ausschließlich für die Nutzung des Assistenten bestimmt sind und jeden Tag neu aufgeladen werden.

Mehr Infos hier:

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„Zwischen Farbe und Schwarzweiß“ - Werner Bischof​

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© Werner Bischof Estate _ Magnum Photos

Die Leica Galerie Düsseldorf präsentiert das facettenreiche Schaffen des Schweizer Magnum Fotografen Werner Bischof (1916–1954). Bischof, bekannt für seine ikonischen Schwarzweißaufnahmen, setzte sich überraschend früh auch mit dem Medium Farbe auseinander – bereits 1938 entstanden erste Aufnahmen mit der Devin Tri-Color Camera. Diese bislang wenig bekannten Farbaufnahmen sind ein bemerkenswerter Fund und belegen, dass Farbe für Bischof von Beginn an mehr war als ein technisches Experiment – sie war ein bewusst gewähltes Ausdrucksmittel.

Seltene Farbfotografien, die Bischofs Gespür für Licht, Komposition und Atmosphäre unterstreichen stehen seinen bekanntesten Schwarzweißaufnahmen gegenüber, darunter das ikonische Foto der Shintopriester im verschneiten Meiji-Tempel in Japan und das der Pinguine, die einen Spaziergang durch Edinburgh machen. Diese Bilder verdeutlichen, wie es ihm meisterhaft gelang, Stimmungen einzufangen.

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© Werner Bischof Estate _ Magnum Photos

Bischofs fotografisches Schaffen war geprägt vom Spannungsfeld zwischen dokumentarischer Genauigkeit und künstlerischer Interpretation. In der Nachkriegszeit dokumentierte er eindringlich die Zerstörung Europas sowie später das Leben in Asien und Südamerika. Dabei verlieh er seinen Motiven eine stille Würde - unabhängig davon, ob er in Farbe oder Schwarzweiß arbeitete.

Mit der handlichen Leica entdeckte Bischof schließlich neue, fotografische Möglichkeiten. Die Kamera, ein Symbol für Bewegungsfreiheit, erlaubte ihm, spontane und dynamische Aufnahmen zu machen, die eine neue Ebene der künstlerischen Gestaltung eröffneten. Die Gegenüberstellung von Farb- und Schwarzweißbildern offenbart, wie sich beide Ausdrucksformen in seinem Werk wechselseitig ergänzen- und laden dazu ein, sein Schaffen neu zu entdecken.

Mehr Infos hier:

© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Hersteller/Veranstalter
 
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