
13. September 2024
Vanguard: Veo 5, neue Stativserie!

Nach dem Erfolg der VEO 3-Serie stellt Vanguard nun die VEO 5-Stativserie vor. Mit Hilfe der CNC-Technologie hat Vanguard die Struktur des Stativs leichter gemacht und so leichte und stabile Teile geschaffen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen. So wurde die Stativschulter verkleinert und die jetzt sechseckige Mittelsäule optimiert die Lagerung, verkleinert den Außendurchmesser und erleichtert den Transport.
Das teilbare Mittelsäulensystem ermöglicht die Einstellung der gewünschten Höhe durch einfaches Abschrauben. Für Low-Angle-Fotos müssen nur die Schrauben an der Mittelsäule gelöst und das untere Ende entfernt werden. Der Kugelkopf muss nicht entfernt und ausgetauscht werden.
Das VEO 5 264CB160S ist ein Carbon-Stativ mit 4 Segmenten und einem maximalen Durchmesser von 26 mm. Die Beine lassen sich über einen Silent-Knopf in 3 verschiedenen Öffnungswinkeln von 23°-50°-80° öffnen, so dass man ihn in verschiedenen Positionen verwenden und bei Bedarf das Niveau an jede Unebenheit im Gelände anpassen kann. Die VEO 5-Serie verfügt über Gummifüße und integrierte, einziehbare Spikes, was bedeutet, dass wir mit ein paar Umdrehungen von einem Typ zum anderen wechseln können, entsprechend den Anforderungen des Bodens.
Das Stativset VEO 5 264CB160S enthält den Kugelkopf VEO BH-160S (Arca-kompatibel) mit einer Tragfähigkeit von 15 kg, der über das Dual-Achs-System für maximale Kontrolle und Präzision verfügt. Das Set enthält außerdem eine gepolsterte Tragetasche sowie Inbusschlüssel.

Die VEO 5-Serie optimiert das Gewicht-Last-Verhältnis sowie die Tragbarkeit. Das Modell VEO 5 264CB160S reicht von 144 cm in der Standardhöhe bis 170 cm Arbeitshöhe (ausgefahrene Säule) und hat ein Packmaß von 60,6 cm. Die Beine sind zerlegbar, was auch eine optimale Reinigung des Stativs, insbesondere nach dem Einsatz an sandigen, staubigen oder feuchten Orten ermöglicht. Durch die regelmäßige Wartung/Reinigung verlängert sich die Lebensdauer des Stativs.

Hier das Stativ beim ersten Einsatz mit einer Nikon Z6 in Holland.
Mehr Infos hier:
VEO 5 264CB160S – Stativ aus Carbon mit Kugelkopf
Nach dem Erfolg der VEO 3-Serie stellt Vanguard die VEO 5-Stativserie vor. Mithilfe fortschrittlicher CNC-Technologie haben wir die Struktur des Stativs leichter gemacht und so leichte und stabile Teile geschaffen, ohne seine Integrität und Effizienz zu beeinträchtigen. Die Stativschulter wurde...

JOBO-SW-Rotationsentwicklung
Liebe SW-Analog-Fotofreund:innen, im Juni habe ich einen Workshop zum Thema „Analog-SW-Film-Entwicklung und Hybridnutzung“ , also SW-Filme selbst entwickeln und anschließend mittels Systemkamera oder Scanner digitalisieren, durchgeführt. Um das Ganze realitätsnah umzusetzen, habe ich ein kleines „Pop-Up-Labor“ in meiner Küche jeweils für den Workshop aufgebaut. Schwerpunktmäßig ging es um die SW-Rotations-Entwicklung. Der Workshop war kostenlos und in zwei Teile aufgegliedert:Teil 1: Filmentwicklung

Für die Filmentwicklung stand eine JOBO-Silverfast-Base (Rotationsentwicklungsmaschine) und zur Filmtrocknung ein Trockenschrank (MISTRAL 3) sowie die Jobo-SW-Chemie und das restliche Zubehör zur Verfügung.
Die Teilnehmerzahl war auf 3 Personen pro Termin beschränkt, damit die Teilnehmer jeweils in Ruhe ihr Filmmaterial ausarbeiten konnten. Da die Negative vor dem Digitalisieren mindestens eine Woche aushärten sollten, wurde der 2. Teil, das Digitalisieren, individuell einzeln erledigt.
Die Rotationsentwicklung
Negative im Rotationsverfahren zu entwickeln war sowohl für mich, als auch alle Teilnehmer neu! Zwar gab es Erfahrungen mit dem Verfahren, die sich allerdings auf Papierabzüge mit JOBO-Lift usw. beschränkten. Zum Einstieg konnten die Teilnehmer erst einmal „Trockenübungen“ zur Filmeinspulung im Hellen mit einem Übungsfilm trainieren. Denn das Einspulen im Dunkeln muss unbedingt klappen, da es sonst schnell zu Problemen kommen und sich man die Filme zerstören kann. Und tatsächlich, trotz reichlich Trockenübungen hat dann ein Teilnehmer einen 120er Film so abschneiden müssen, dass 4 von 12 Aufnahmen verloren waren! Letztendlich hat es aber bei den KB-Filmen ohne Zwischenfall funktioniert.

Links das „Pop-Up-Labor“, rechts die Entwicklungsdaten für den 1. Film aus der App.

Links die notwendigen „Trockenübungen“, rechts der erste „Rotations-Durchgang“.
Nach dem die Filme sicher in den Dosen waren, folgte ein wichtiger Teil der Entwicklung: Das Abmessen und Ansetzen des Entwicklers. JOBO liefert den Spezialentwickler in zwei vorgemischten, flüssigen Ansätzen, die direkt vor dem Gebrauch zusammen mit Wasser angesetzt werden. Das Wasser war auf 22° Celsius vortemperiert. Die Entwicklermenge ist abhängig vom Filmtyp und Format bzw. der Dosengröße, kann anhand von Tabellen oder einer App bestimmt werden.
Etwas gewöhnungsbedürftig waren die speziellen Entwicklungsdosen, zumindest was das Verschließen der oberen Verschlussdeckel anging. Beim ersten Durchlauf trat prompt Flüssigkeit beim Einlegen in die Rotations-Maschine aus und der Deckel musste neu angesetzt werden. Natürlich musste diese Zeitverzögerung anschließend in den Entwicklungsvorgang einberechnet werden, was glücklicherweise auch gelang und keine Fehlentwicklung auftrat, die das Ergebnis beeinflusste. Im Anschluss haben wir sicherheitshalber die Filme kurz in der Dose vorgewässert. Dadurch konnten wir die Dichtheit schon ohne Entwickler prüfen. Danach sorgt die Maschine für eine gleichmäßige Bewegung rechts und links herum. Die Rotationszeit muss allerdings händisch gesteuert werden!
Wichtig bei der Rotationsentwicklung ist das präzise Einhalten der vorgegebenen Mischungsverhältnisse, Entwicklungszeit und Temperatur, denn durch die permanente Bewegung ist die Entwicklung auf die Filmfläche bezogen zwar sehr gleichmäßig, aber auch intensiv! Schon eine kleine Zeitverlängerung führt zu sehr dichten Negativen. Anders ausgedrückt: das Einfüllen, Einlegen in die Maschine und auch das Auskippen der Entwicklerflüssigkeit sollte fix und in der Zeit von statten gehen. Danach muss nur kurz zwischengewässert und dann fixiert werden. Das Fixieren ist unkritisch. Wir hatten 6 Minuten gewählt. Anschließend gab es eine Schlusswässerung und ein „kalkfrei-Bad“, bevor die Filme in den Trockenschrank kamen. Getrocknet wurde bei Umgebungstemperatur.
Teil 2: Digitalisierung der entwickelten Negative nach Aushärtung der Negative!
Für die Digitalisierung konnten die Teilnehmer unter verschiedenen Copy-Systemen wie Scanner oder Abfotografieren (auch für 120er Format) wählen.
Links: Scanner, rechts Sigitalisieren mittels Kamera und Kopiervorsatz.Jobo-4Grundsätzlich bietet sich für das Digitalisieren von Analogmaterial das Scannen oder Abfotografieren des Analogmaterials an. Dabei ist das hochauflösende Scannen deutlich zeitaufwendiger als das Digitalisieren mit der Kamera. Der Einsatz einer Kamera ermöglicht darüber hinaus die Möglichkeit mit RAWs zu arbeiten, was die Nachbearbeitung, auch in SW, wegen der Korrekturmöglichkeiten deutlich komfortabler macht. Allerdings hat das Scannen von KB-Filmen mit einem Amateurscanner hinsichtlich der Qualität der Ergebnisse Grenzen, da die Auflösung für größere Prints meist nicht ausreicht.

Negativ-Scannen mit Silverfast.

Ergebnis mit Epson-Scanner (Auflösung 4800 dpi)

Die Workshopteilnehmer haben sich dann auch für das Abfotografieren entschieden. Das jeweilige Ergebnis ist schon bei einer 24 MP-Kamera deutlich besser, wie das Beispiel unten zeigt! Im RAW-Modus geht das Ausarbeiten der Fotos dann noch einmal differenzierter und eignet sich ohne Einschränkung auch für größere Prints.

Gleiches Negativ als RAW (Nikon Z6 und 60mm Makro, Kopiervorsatz) in Lightroom ausgearbeitet.
Insgesamt waren die Teilnehmer mit der JOBO „Rotations-Entwicklung“ sehr zufrieden! Das Verfahren garantiert bei genauem Arbeiten sehr gleichmäßige Ergebnisse.
Mehr Infos hier:

Grow it, show it! Haare im Blick von Diane Arbus bis TikTok

Ob Afro, Locs, Braids oder Cornrows, Bubikopf, Beehive oder Taper: Haare sind fester Bestandteil unserer Alltagskultur und bieten unerschöpfliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wie wir Kopf-, Gesichts- und Körperhaare zeigen oder verbergen, wachsen lassen oder rasieren, ist Ausdruck unserer Persönlichkeit, aber auch der Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen, religiösen oder kulturellen Gemeinschaften. Über Frisuren kommunizieren, optimieren, kaschieren wir ein Stück unserer Identität, grenzen uns ab oder fügen uns ein ins Kollektiv, und senden damit – gewollt oder ungewollt – Botschaften aus.
Die Ausstellung Grow It, Show It! nähert sich über eine große Bandbreite von historischen bis zu aktuellen Fotografien, Videos und Filmclips aus Kunst, Mode und Social Media der geschichtlichen, politischen wie alltagskulturellen Bedeutung von Haaren. Haare – das zeigt die Überblicksschau – stehen im Spannungsfeld zwischen Intimität und öffentlicher Repräsentation. Als Informationsträger zeigen sie sich individuell, angepasst, rebellisch oder solidarisch, und geben Auskunft über Status und Macht. Im Ritual offenbart das Haar seine spirituell aufgeladene Materialität.
Von Fotograf:innen wie Helmut Newton, Chaumont-Zaerpour oder Suffo Moncloa, die Frisuren nicht nur als Accessoires, sondern als zentrales Gestaltungselement inszenieren, bis hin zu Künstler:innen wie Hoda Afshar, Thandiwe Muriu oder Maria Tomanova, die Haare als Mittel des Widerstands und der Emanzipation darstellen: Grow It, Show It! zeigt anhand von Exponaten vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, dass Haare und ihre Inszenierungen nicht nur Gegenstand der Schönheitsindustrie sind, sondern auch von queer-feministischen, körperpolitischen und postkolonialen Diskursen. Gleichzeitig untersucht die umfassende Themenausstellung, auf welche Weise sich Bilder von Haaren im Wandel der Zeit gefestigt und Trends definiert haben und welche zentrale Rolle die Fotografie dabei spielt.
Mit Arbeiten von:
Hoda Afshar, Laura Aguilar, Diane Arbus, Ellen Auerbach, AWA: la revue de la femme noire, BALAM, Jürgen Baldiga, Barber Turko, Carina Brandes, BRAVO, Nakeya Brown, Tessica Brown, Julia Margaret Cameron, Jim Carrey, Chaumont–Zaerpour, Heather Dewey-Hagborg, Rineke Dijkstra, Juan Pablo Echeverri, Anna Ehrenstein, Lotte Errell, Jason Evans, Rotimi Fani-Kayode, Samuel Fosso, Pippa Garner, André Gelpke, Weronika Gęsicka, Camilo Godoy, Nan Goldin, Ulrich Görlich, Henriette Grindat, Carola von Groddeck, F. C. Gundlach, Johann Hinrich W. Hamann, Mona Hatoum, Florence Henri, Florian Hetz, David O. Hill & Robert Adamson, Thomas Hoepker, Ewald Hoinkis, Peter Hujar, Graciela Iturbide, Lebohang Kganye, Jens Klein, Peter Knapp, Herlinde Koelbl, Paul Kooiker, Anouk Kruithof, Andreas Langfeld, Alwin Lay, Zoe Leonard, Madame d’Ora, Mahmoud Manaa, Ana Mendieta, Sabelo Mlangeni, Suffo Moncloa, Marge Monko, Thandiwe Muriu, Nontsikelelo Mutiti, Emmanuel Ndefo, Helmut Newton, Satomi Nihongi, Nicholas Nixon, Fred Odede, Bubu Ogisi, Mobolaji Ogunrosoye, J. D. 'Okhai Ojeikere, Ulrike Ottinger, Helga Paris, Doris Quarella, Rebecca Racine Ramershoven, Alfred A. Rau, Eugene Richards, ringl + pit, Roxana Rios, Torbjørn Rødland, Thomas Ruff, RuPaul, August Sander, Viviane Sassen, Max Scheler, Yinka Shonibare CBE RA, Lorna Simpson, Slavs and Tatars, Annegret Soltau, John Stezaker, Tabboo!, Hank Willis Thomas, Wolfgang Tillmans, Marie Tomanova, Tunga, Danielle Udogaranya (Ebonix), Dorothea von der Osten, William Wegman, Tom Wood, Yatreda, Leyla Yenirce, Sheung Yiu
Grow it, show it!
Haare im Blick von Diane Arbus bis TikTok
13. Sep 2024 – 12. Jan 2025
Museum Folkwang, 45128 Essen, Museumsplatz 1
ÖFFNUNGSZEITEN: Di, Mi 10–18 Uhr, Do, Fr 10– 20 Uhr, Sa, So 10–18 Uhr. Mo geschlossen
Weitere Infos:
Grow it, show it!
Ob Afro, Locs, Braids oder Cornrows, Bubikopf, Beehive oder Taper: Haare sind fester Bestandteil unserer Alltagskultur und bieten unerschöpfliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wie wir Kopf-, Gesichts- und Körperhaare zeigen oder verbergen, wachsen lassen oder rasieren, ist Ausdruck unserer...
© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Vanguard