Kugelpanorama mit D7000 und 12-24

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tberking

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Hallo Panoramafreaks,

vor Kugelpanoramen habe ich immer gescheut... in einer der letzten CT'-DVDs war aber ein Tutorial welches mir die Scheu davor erstmal genommen hat.

Allerdings hatte der Fotograf eine FX mit Diagonalfisheye, ich aber nur eine DX (D7000) und ein 12-24mm (TOKINA ATX 124).

Stativ mit Panoramakugelkopf ist vorhanden (fotopro ROLLEI C5i) ggf. könnte ich was stabileres ausleihen.

Der Kauf eines L-Winkels wohl unumgänglich (Novoflex ca. 80€).

Oder brauch ich einen "Nodalpunktadapter... was weiß ich was das ist...?"ich schau mal bei WIKI

Was ich zu Kugelpanoramen gelesen hab, ist wohl Hochformat üblich. - oder? Warum?

Meine konkrete Frage: Hat jemand Erfahrung mit der Kombi DX i.V. 12-24mm und kann mir Tipps geben bez. Anzahl der Aufnahmen, horizontale und vertikale Winkel, Hochformat oder Querformat?

Mir ist bewusst, ich kann noch Tage weiter im NET nach Infos suchen, ich kann mich hinsetzen, die Formelsammlung rauskramen und rechnen, ich kann mich ins Wohnzimmer stellen und probieren.

... aber vielleicht hat ja schon jemand Erfahrungen mit der Kombi DX + 12-24 und mag mir helfen.

Ich wünsch Euch einen schönen Abend
TB
 
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Zur Erstellung eines Kugelpanoramas musst du zuerst ein sog. sphärisches Panorama erzeugen. Die entsprechende Software rechnet dir dann ein Kugelpanorama daraus. D. h. du stehst in der Kugel und schaust rundum auf die Bilder oben, unten, rechts, links usw.

Mit den Daten des sphärischen Panoramas kannst du auch einen "little planet" erzeugen. Dann schaust du von aussen auf die Kugel.

Mit deinem 12-24 kannst du das machen.

Google mal:
Kugelpanorama
Little Planet
Nodal Punkt

hier ein Beispiel:
http://www.ralf-michael-ackermann.de/Was sind Kugelpanoramen.htm

Du musst dich ein wenig einlesen. Es ist nicht sooo schwierig.

Gruss Hans
 
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Hallo,

Meine konkrete Frage: Hat jemand Erfahrung mit der Kombi DX i.V. 12-24mm und kann mir Tipps geben bez. Anzahl der Aufnahmen, horizontale und vertikale Winkel, Hochformat oder Querformat?
ein paar Dinge lassen sich einfach im Netz finden, ein paar andere Sachen sollte im Basiswissen jedes Panoramafotografen verankert sein. Zu letzterem gehört, dass Du quasi (wenn man Dich nachts um halb drei aus dem Schlaf reißt) spontan sagen kannst, wie man die Bildwinkel (horizontal, vertikal, diagonal) einer jeden beliebigen Objektiv-Kamera-Kombination berechnen kann, ohne irgendwelche Tabellenwerke oder das Web bemühen zu müssen.

Bildwinkel = 2 * arctan (s / 2b)​
... bitte auswendig lernen ... ich frage nächste Woche ab :eek:.

s ist eine beliebige Strecke auf dem Sensor, b ist die Brennweite.

Beispiel: Wie groß ist der horizontale Bildwinkel eines 12-24/4.0 an DX im Querformat maximal? Antwort: 2 * arctan (23,6 mm / 2*12 mm) = 89,04°

weil ... Dein Sensor 23,6 mm breit ist und bei 12 mm Brennweite der größe Bildwinkel ist. Der Wert gilt natürlich nur bei Fokussierung auf unendlich und nicht für zirkulare Fisheye-Objektive.

Ein Drittel bis ein Viertel der Bildbreite sollte überlappen, so dass also ca. 60° bis 67° Nettobildwinkel übrig bleiben. Das sieht also alles sehr nach 6 Bilder für eine 360° Panorama aus, denn für 5 Bilder bräuchtest Du 72° Nettobildwinkel. In die Vertikale gehts dann analog.

Einen Nodalpunktadapter brauchst Du immer dann, wenn Du gleichzeitig nahe und ferne Bildpunkte hast, wobei sich (wichtig) die nahen Bildpunkte vor die fernen Bildpunkte schieben können. Wenn Du einfach einen leeren, betonierten Parkplatz fotografieren willst, hast Du auch nahe und ferne Bildelemente, aber es kann sich kein naher Punkt vor einen fernen Punkt schieben. Fotografierst Du eine Wiese, kann das sehr wohl passieren (Blümchen vor Hintergrund). Was genau nun "nah" und "fern" bedeutet, kann man ausrechnen, ist aber sehr kompliziert. Deshalb ist zu empfehlen, bei Kugelpanoramen immer (!) einen Pano-Adapter zu verwenden, da die Charakteristik dieses Pano-Typs typischerweise nahe und ferne Bildelemente enthält. Bei einfachen (einzeiligen) Landschaftspanoramen ist dies nicht immer notwendig.

Hochformatig macht man gerne einzeilige Panoramen ... einfach damit man mehr vertikalen Bildwinkel hat ...zulasten natürlich der Anzahl der Bilder. So kann man mehr Details aus dem Motiv holen ohne auf ein mehrzeiliges Panorama gehen zu müssen.

Bei Kugelpanoramen sieht es komplett anders aus. Da muss ohnehin 360° in zwei Richtungen abgedeckt werden und da ist es schon fast egal, wie rum man die Kamera hält. Es werden Kugelpanoramen gerne mit Fisheye-Objektiven gemacht. Bei einem horizontalen Bildwinkel von 180° oder knapp darunter braucht es drei Bilder im Querformat in der Horizontalen plus ein Nadir- plus ein Zenit-Bild. Mit 5 Bilder ist man da fertig. Hier Hochformat zu verwenden wäre völlig unsinnig, da dann 7 Bilder erforderlich wären.

Bei Deinem 12-24er musst Du Dir überlegen, wie Du mit der gewünschten Brennweite möglichst wenig Bilder bzw. Zeilen aufnehmen brauchst. Das kann Hochformat sein, muss aber nicht.

Ciao
HaPe
 
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Deshalb ist zu empfehlen, bei Kugelpanoramen immer (!) einen Pano-Adapter zu verwenden, da die Charakteristik dieses Pano-Typs typischerweise nahe und ferne Bildelemente enthält. Bei einfachen (einzeiligen) Landschaftspanoramen ist dies nicht immer notwendig.
....
...Es werden Kugelpanoramen gerne mit Fisheye-Objektiven gemacht. Bei einem horizontalen Bildwinkel von 180° oder knapp darunter braucht es drei Bilder im Querformat in der Horizontalen plus ein Nadir- plus ein Zenit-Bild. Mit 5 Bilder ist man da fertig. Hier Hochformat zu verwenden wäre völlig unsinnig, da dann 7 Bilder erforderlich wären.

HaPe hat es ja bereits gut beschrieben, nur in einem Punkt möchte ich ergänzen:
Mit Fisheye z.B. 8mm an 1,5crop Kamera werden für "flotte" Kugelpanos 4 Aufnhamen im Hochformat! erstellt.
Dies hat eben den zeitlichen Vorteil, der sich bei bewegenden Motiven (Wolken, Menschen, etc.) praktisch immer bewährt.
Allerdings mit dem Nachteil, dass die Abbildung des Zenit nicht ganz so sauber wird, wie wenn man ein Zenitfoto extra aufnimmt.
Gleiches gilt für den Nadirbereich, der aber anders bewertet werden darf, da hier ja ehh das Stativ abgebildet wird, welche meist durch Retusche entfernt wird.

Edit /Nachtrag:
Als Beispiel, wieviel Qualität rauskommen kann, bei nur "schnellen" 4 hochkant Einzelbildern mit dem Sigma 8mm - natürlich am Stativ mit Nodalpunktadapter:
http://panobilder.de/blog/kugelpanorama-aus-4-einzelbildern-ohne-retusche/index.html

Das ist am Strand aufgenommen und zeigt exakt das, was aus PTGUI kommt, ohne Retuschen!
 
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Hallo,


ein paar Dinge lassen sich einfach im Netz finden, ein paar andere Sachen sollte im Basiswissen jedes Panoramafotografen verankert sein. Zu letzterem gehört, dass Du quasi (wenn man Dich nachts um halb drei aus dem Schlaf reißt) spontan sagen kannst, wie man die Bildwinkel (horizontal, vertikal, diagonal) einer jeden beliebigen Objektiv-Kamera-Kombination berechnen kann, ohne irgendwelche Tabellenwerke oder das Web bemühen zu müssen.

Bildwinkel = 2 * arctan (s / 2b)​
... bitte auswendig lernen ... ich frage nächste Woche ab :eek:.

s ist eine beliebige Strecke auf dem Sensor, b ist die Brennweite.

Beispiel: Wie groß ist der horizontale Bildwinkel eines 12-24/4.0 an DX im Querformat maximal? Antwort: 2 * arctan (23,6 mm / 2*12 mm) = 89,04°

weil ... Dein Sensor 23,6 mm breit ist und bei 12 mm Brennweite der größe Bildwinkel ist. Der Wert gilt natürlich nur bei Fokussierung auf unendlich und nicht für zirkulare Fisheye-Objektive.

Ein Drittel bis ein Viertel der Bildbreite sollte überlappen, so dass also ca. 60° bis 67° Nettobildwinkel übrig bleiben. Das sieht also alles sehr nach 6 Bilder für eine 360° Panorama aus, denn für 5 Bilder bräuchtest Du 72° Nettobildwinkel. In die Vertikale gehts dann analog.

Einen Nodalpunktadapter brauchst Du immer dann, wenn Du gleichzeitig nahe und ferne Bildpunkte hast, wobei sich (wichtig) die nahen Bildpunkte vor die fernen Bildpunkte schieben können. Wenn Du einfach einen leeren, betonierten Parkplatz fotografieren willst, hast Du auch nahe und ferne Bildelemente, aber es kann sich kein naher Punkt vor einen fernen Punkt schieben. Fotografierst Du eine Wiese, kann das sehr wohl passieren (Blümchen vor Hintergrund). Was genau nun "nah" und "fern" bedeutet, kann man ausrechnen, ist aber sehr kompliziert. Deshalb ist zu empfehlen, bei Kugelpanoramen immer (!) einen Pano-Adapter zu verwenden, da die Charakteristik dieses Pano-Typs typischerweise nahe und ferne Bildelemente enthält. Bei einfachen (einzeiligen) Landschaftspanoramen ist dies nicht immer notwendig.

Hochformatig macht man gerne einzeilige Panoramen ... einfach damit man mehr vertikalen Bildwinkel hat ...zulasten natürlich der Anzahl der Bilder. So kann man mehr Details aus dem Motiv holen ohne auf ein mehrzeiliges Panorama gehen zu müssen.

Bei Kugelpanoramen sieht es komplett anders aus. Da muss ohnehin 360° in zwei Richtungen abgedeckt werden und da ist es schon fast egal, wie rum man die Kamera hält. Es werden Kugelpanoramen gerne mit Fisheye-Objektiven gemacht. Bei einem horizontalen Bildwinkel von 180° oder knapp darunter braucht es drei Bilder im Querformat in der Horizontalen plus ein Nadir- plus ein Zenit-Bild. Mit 5 Bilder ist man da fertig. Hier Hochformat zu verwenden wäre völlig unsinnig, da dann 7 Bilder erforderlich wären.

Bei Deinem 12-24er musst Du Dir überlegen, wie Du mit der gewünschten Brennweite möglichst wenig Bilder bzw. Zeilen aufnehmen brauchst. Das kann Hochformat sein, muss aber nicht.

Ciao
HaPe



Hallo HaPe,

Danke für die Formel :up: und die weiteren Informationen.

Habe heute ne Menge gelernt.... auch die Auswirkungen des Nodalpunktes werden klarer.

Ich wünsche einen schönen Abend
Torsten
 
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Hallo @HaPe,

dann wollte ich doch nochmal zeigen, was aus Deinen Tipps, Hugin und Gimp rausgekommen ist. Leider ist das 150kb - Bild dann doch nicht mehr so toll.
Das TIFF aus 3*8 jpegs hatte knapp 100MB, da kann man die einzelnen Ziegel zählen.

Gruß und Guten Rutsch
Torsten

picture.php


... und es existiert auch eine Version in der der Fotograf rausgestempelt ist... aber das musste mir ja passieren :steine:
 
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