Kriegsberichter und ihre Kameras

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Stereohans

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Servus,

ich hoffe, dieses Thema ist euch nicht zu makaber. Aber eines meiner Lieblingsbücher ist immer noch "Unreasonable Behaviour" von Don McCullin. Der war bei allen großen (und ein paar kleineren) Kriegen der Nachkriegszeit dabei und brachte erschütternde Bilder mit. Seine Nikon rettete ihm sogar einmal das Leben, weil sie eine für ihn bestimmte Kugel auffing - Kamera kaputt, Photograph wohlauf.

Don verliert über sein "gear", also seine Ausrüstung, nicht viele Worte, lässt aber immerhin durchblicken, dass er irgendwann von Pentax (wohl die Spotmatic) auf Nikon umgestiegen ist.

Als ich neulich den Film "War Photographer" anschaute, stellte ich fest, dass James Nachtwey offensichtlich mit EOS arbeitet. Ein vor vielen Jahren in der Color Foto porträtierter englischer Kriegsberichter (an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnere) erzählte, dass er im ersten Irak-Krieg neben der F4 auch manuelle Nikons dabei hatte, weil er der Zuverlässigkeit der Elektronik im Wüstenstaub nicht recht traute.

Wo ich mit diesem Thread hin will? Für mich ist es journalistisches und persönliches Interesse, womit meine Berufskollegen an der Front fotografieren und wie sie das tun. Vielleicht habt ihr ja auch etwas gelesen oder gesehen oder könnt sogar persönliche Erfahrungen einbringen.

EIN THREAD ZUR VERHERRLICHUNG DES KRIEGES SOLL DAS ABER NICHT WERDEN.

Interessant wären aus meiner Sicht jedenfalls Stories, Links und auch Bilder - nicht unbedingt der Kriegsschauplätze, sondern eher jener, die von dort berichten. Weil die unter allen denen, die unsere Lieblingskameras benutzen, wohl den außergewöhnlichsten (nicht "schönsten") Job haben.

Gruß, Hans
 
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Im Nachbarforum hat ein Österreicher seine Irakerfahrungen mit ein paar Bildern mal geschildert.Hier noch einer der mit der Leica M8 dort im Einsatz war,allerdings ist der "spaß" auf englisch.
 
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Die Irak-Erfahrungen des Österreichers sind spannend, die Reaktionen seiner Forumskollegen irgendwo zwischen haarsträubend und eigenartig. Was die Geschichte allerdings aus meiner Sicht vollends schräg macht, sind die horrenden Summen, mit denen das amerikanische Militär Fotos getöteter Soldaten samt Rechten kauft, um deren Veröffentlichung zu verhindern. Das ist Zensur mit neuen Mitteln. Bleibt nur zu hoffen, dass morgen Obama gewählt wird und dieser sinnlose Krieg bald ein Ende findet.

Gruß, Hans
 
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Nicht direkt wirklich Krieg, aber "Joker" knipst in Full Metal Jacket offenbar mit mehreren F-Photomics.

Gruß Erik
 
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Nicht direkt wirklich Krieg, aber "Joker" knipst in Full Metal Jacket offenbar mit mehreren F-Photomics.

Gruß Erik

Und der National-Geographic-Photograph, den Clint Eastwood in "Die Brücken am Fluss" darstellt, hat auch eine wunderschöne F. Frage mich jetzt nur, ob mir dann auch eine Frau wie Meryl Streep über den Weg läuft, wenn ich mit der Nikon Landschaftsaufnahmen mache ;).

Gruß, Hans
 
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Das Blättern in alten amerikanischen Ausgaben der National Geographic ist übrigens immer lohnenswert, nicht nur, wenn man etwas über bewaffnete Auseinandersetzungen lesen will. Neulich fiel mir auf, wie erbärmlich körnig seinerzeit (Mitte der 80er) Innenaufnahmen bei schlechtem Licht wurden - da pushte man die Farbfilme wohl in absolut "jenseitige" Regionen, um überhaupt noch etwas aufs Bild zu bekommen - und mangels besserer Alternativen wurde das in der NG auch gedruckt.

Gruß, Hans
 
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