Korrosionsschaden durch Kondenswasser?

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Ich würde die Kamera nach Düsseldorf schicken mit einem netten Brief zwecks Hilfe. Die sind dort sehr kulant.:up:
 
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Tröstende Worte hast Du von mir noch nicht gehört, also:

a) Den besten Nikon-Kameraservice, den ich kenne ist AKS in Köln. Einfach mal dort wegen Garantie nachfragen.

b) Nach drei Monaten ist das Gehäuse verrostet? Und das bei einer Kamera, die fast 2000 Euro kostet? Nö. Das ist nicht OK. Da hat Nikon ein Problem, nicht Du.

c) Deine Behandlung erscheint mir völlig angemessen für eine D300 in den Tropen, das klingt eher nach Montagsmodell

d) Herzliches Beileid und viel Glück mit der Kulanz

Frank


Vielen dank für die vielen Beiträge (und tröstenden Worte)!
@Hans-Peter R.: Genau, so habe ich mir die D300 auch vorgestellt.
@jflachmann: Das ist schon klar, dass in einem hermetisch abgeschlossenen Behätnis (z.B. Koffer) sich die Feuchtigkeit erst recht austoben kann. War bei mir nicht der Fall, habe die Kamera meist einsatzbereit umgehängt gehabt, ansonsten in einer nicht ganz dicht schließenden Lowe Pro Tasche. OK,der Fehler war vielleicht, dass ich an kein Silikatsäckchen gedacht habe.
Was übrigens den Schaden anbelangt, es heißt: "Deutliche Korrosionsspuren am Kameragehäuse sichtbar" Das heisst doch wohl, man hat die Kamera anscheinend nur von außen inspiziert und daraus gleich geschlossen, der defekte Autofokus hänge damit zusammen. Können die äußeren Spuren nicht einfach von Schweiß an den Händen kommen? Wäre aber schon auch ungewöhnlich nach so kurzer Zeit.
Aber möglicherweise hängt der defekte AF gar nicht damit zusammen. Na ja, habe noch mal an Nikon gemailt, vielleicht lassen sie sich doch noch erweichen.
Aber am wichtigsten scheint mir, dass hoffentlich keine weiteren Schäden im Kamerainneren eingetreten sind, die langsam krebsartig die empfindliche Elektronik zerstören. Nach dem bisher gesagten scheint mir eine gewisse Entwarnung angesagt, Nikon Kameras halten wohl doch so einiges aus:)
 
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Vielleicht ist die Sache auch anders geartet..... Immer wenn es unerklärliche Aussetzer bei elektronische Geräte gibt in der Garantie oder Gewährleistungszeit und bei Kameras spezial, wird immer öfter der fall Kondenswasser vorgeschoben weil das der einigste Grund ist die Garantie, oder Gewährleistung ab zu lehnen. Kosten sparen nennt man das.
Beispiel: Canon 5D.. Nagelneu… 50 Auslösungen…. Auslöser blockiert… angeblich Kondenswasser festgestellt… keine Garantie….€ 430,-- Reparaturkosten. Da der Gegenstand in der Servicestelle liegt ist es für den Besitzer extrem schwierig den Nachweis zu führen.
Gleichzeitig würde ich mal sagen das wenn das so ist das bei Kondenswasser das Innenleben
von eine Kamera anfängt zu Korrodieren die Kamera sein Geld nicht wert ist weil die Feinblechteile nicht die Oberflächenvergütung haben die es eigentlich braucht um solche Korrosionen zu verhindern. Nach Kondenswasser, der ja entsteht und nicht eindringt müsste es bei Oberflächenvergütete Teile auch wieder trocknen und gut ist. Für die Elektronische Bauteile sehe ich das genau so weil da normalerweise ein Klarlack drauf gehört um einen Kurzschluss zu Verhindern.

Albert
 
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...und bei Wechsel von heißen in kühlere Umgebungen bei hoher Luftfeuchtigkeit die Kamera außerhalb von Taschen oder sonstigen Behältnissen zu lagern.

Löblich, aber unnötig.
Beim Thema 'Kondenswasser' ist nur der Wechsel von Kalt nach Warm kritisch. Warum? Wegen der 'relativen Luftfeuchtigkeit'. Und warum ist die relativ? Weil sie von der Temperatur abhängt.
Luft kann um so mehr gelöstes Wasser (also Wasserdampf; Regen, Schnee, Nebel sind damit nicht gemeint) aufnehmen, je wärmer sie ist. In Zahlen: 20° C warme Luft kann ungefähr 20 Gramm Wasser/cbm aufnehmen, 40° C warme Luft kann ungefähr 50 Gramm Wasser/cbm aufnehmen. Und deswegen bildet sich Kondenswasser nur wenn man vom Kalten ins Warme wechselt: Die warme Luft kühlt sich am kalten Gegenstand (Kamera, Objektiv, Brille) ab, ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung sinkt damit und das überschüssige Wasser legt sich in Tropfen auf den kalten Gegenstand.
Abhilfe schafft eine simple Plastiktüte in die man beim Wechsel von Kalt zu Warm die Kamera steckt - und die Tüte natürlich möglichst luftdicht verschließt. Effekt: Die Kamera wird warm, ohne mit der höher feuchtigkeitsgesättigten Luft in Berührung zu kommen; wenn man sie dann aus der Tüte nimmt bildet sich kein Kondenswasser mehr da die Luft sich an ihr nicht mehr abkühlt.
Die Tütennummer ist natürlich unpraktikabel wenn man in den Tropen shoppen geht und ewig von drinnen nach draußen wechselt, aber vielleicht ganz nützlich für den nächsten Besuch im Tropenhaus. Ebenfalls noch eine Überlegung, von mir aber noch nicht erprobt: Manchmal hängen an den Eingängen solcher Häuser diese Händeföns als Brillentrockner. Wenn man die Kamera darunter hält erwärmt sie sich ebenfalls und es sollte ohne Kondenswasser abgehen.
Einfach etwas Silcagel in den Rucksack zu packen und zu glauben damit sei man aller Probleme ledig, das ist hingegen nach meiner Einschätzung nicht das Mittel der Wahl, das Zeug ist eher etwas für die längerfristige Lagerung oder den Transport, gegen diese kurzfristigen Temperaturschwankungen hilft das nicht wirklich.
So, das alles hilft nun dem TE bei seinem Problem nicht wirklich weiter, aber wenn ich diesen ganzen Quatsch schon lernen mußte, wollte ich euch doch auch etwas damit quälen. ;)

Gruß
Dirk
 
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Hallo Alligator,

ich habe mit Nikon München bislang äußerst negative Erfahrungen gemacht! Ich würde mich an deiner Stelle zunächst mit Nikon in Düsseldorf in Verbindung setzten. Dass eine Kamera bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nach so kurzer zeit Korrosionsschäden aufweisst, kann nur bedeuten, dass da bereits bei der Fertigung was schiefgelaufen ist. Lass dich nicht einschüchtern!

Gruß

Stefan
 
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Andere Idee: Du hast doch bei Deinem Händler Gewährleistung, und zwar sechs Monate, wo die Beweispflicht auf seiner Seite liegt - was sagt denn der dazu?

Viele Grüße

Martin
 
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Der Händler wird mir nicht viel helfen, ich habe eines der günstigen Modelle bei Amazon ergattert (im September bestellt, im Januar geliefert, aber 200€ billiger). Sich mit Amazon herumzuschlagen erscheint mir wenig aussichtsreich.
Ich kann jetzt aber auch nicht einfach die Kamera unrepariert zurückfordern. Erstens kostet das Geld für nix, zweitens - woher weiß ich dass ein anderer Service Point kulanter ist. Vielleicht gibt es ja sogar eine Liste, auf der nun meine Kamera als korrosionsbeschädigt vermerkt ist.
Trotzdem vielen Dank für die vielen Tips und Ratschläge. Natürlich ärgert mich das Ganze, aber ich werde die Reparatur notfalls schon noch zahlen können. Mir ging es vor allem darum die ganze Problematik Tropen-Kondenswasser-Garantieverlust publik zu machen. Man lernt nie aus.
Gruß
KA
 
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ich kenne amazon in der reklamationsabwicklung als außerordentlich kulanten händler bei dem sich viele versandanbieter mal gerne eine große scheibe abschneiden können.

das problem bei der händlergewährleistung ist vielmehr, dass der mangel beim rechtsübergang vorhanden gewesen sein muss. wenn er tatsächlich durch kondenswasser erst nachträglich entstanden ist, greift die händlergewährleistung nicht. das müsste allerdings erst einmal zweifelsfrei geklärt werden.
 
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Der Händler wird mir nicht viel helfen, ich habe eines der günstigen Modelle bei Amazon ergattert (im September bestellt, im Januar geliefert, aber 200€ billiger). Sich mit Amazon herumzuschlagen erscheint mir wenig aussichtsreich.
Ich kann jetzt aber auch nicht einfach die Kamera unrepariert zurückfordern. Erstens kostet das Geld für nix, zweitens - woher weiß ich dass ein anderer Service Point kulanter ist. Vielleicht gibt es ja sogar eine Liste, auf der nun meine Kamera als korrosionsbeschädigt vermerkt ist.

Ich würde einfach mal in Düsseldorf anrufen und den Fall besprechen. Ein gewisses Interesse am Image ihrer Marke dürfte die Vertretung ja wohl haben. Das kostet dich nur ein Telefongespräch und nacher sehn wir weiter.


Gruß

Stefan
 
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Ich würde einfach mal in Düsseldorf anrufen und den Fall besprechen. Ein gewisses Interesse am Imgage ihrer Marke dürfte die Vertretung ja wohl haben. Das kostet dich nur ein Telefongespräch und nacher sehn wir weiter.
Gruß
Stefan

Beiläufig könntest Du erwähnen, dass Du natürlich über das kulante Verhalten der Fa. Nikon hier berichten wirst...:D:D:D
Ciao
Christian
 
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Grade Amazon ist mir als sehr kulanter Versandanbieter bekannt. Da solltest Du auf jeden Fall mal versuchen die Angelegenheit direkt über sie geregelt zu bekommen.
 
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Amazon ist als extrem kulant bekannt.

Der Händler wird mir nicht viel helfen, ich habe eines der günstigen Modelle bei Amazon ergattert (im September bestellt, im Januar geliefert, aber 200€ billiger). Sich mit Amazon herumzuschlagen erscheint mir wenig aussichtsreich.
Ich kann jetzt aber auch nicht einfach die Kamera unrepariert zurückfordern. Erstens kostet das Geld für nix, zweitens - woher weiß ich dass ein anderer Service Point kulanter ist. Vielleicht gibt es ja sogar eine Liste, auf der nun meine Kamera als korrosionsbeschädigt vermerkt ist.
Trotzdem vielen Dank für die vielen Tips und Ratschläge. Natürlich ärgert mich das Ganze, aber ich werde die Reparatur notfalls schon noch zahlen können. Mir ging es vor allem darum die ganze Problematik Tropen-Kondenswasser-Garantieverlust publik zu machen. Man lernt nie aus.
Gruß
KA
 
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Ich würde auch in Dü bei "Nikon selber" anrufen, Dostal & Rudolf ist ja nur eine Vertragswerkstätte.
 
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Was lange währt, ... Das Problem hat sich aufgelöst. Schuld war ich wohl doch zum Teil selbst, weil ich die Kamera mit Sonnencreme versaute (die Wasserfeste, die von der Haut sofort wieder mit dem Schweiß abgeht, nicht aber von der Kamera (vielleicht weil die nicht schwitzt?)).
Dadurch wirkte das Gerät von Außen so verwahrlost, dass der Techniker auf Misshandlung schloss. Nach Zerlegen des Gehäuses konnte er aber keine Korrosion feststellen, die Reparatur wurde nun doch auf Garantie erledigt und ich bin mit Nikon-München wieder versöhnt.
Kondenswasser war es also nicht, so ganz genau weiß ich die Ursache immer noch nicht, nehme aber an dass eine aggressive Mischung aus Sonnencreme und Schweiß die Dichtung am AF Umschalter überwunden hatte. Vermutlich war die Dichtung auch von Anfang an nicht ganz dicht. Wer weiß?
Die Moral von der Geschicht: Lieber einen Sonnenbrand, als Sonnencreme am Kameragehäuse. Oder - man lässt sich einschmieren und behält saubere Hände.;)
Gruß
KA (Alligator)
 
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Und wer bezahlt jetzt die Reparatur?

Was lange währt, ... Das Problem hat sich aufgelöst. Schuld war ich wohl doch zum Teil selbst, weil ich die Kamera mit Sonnencreme versaute (die Wasserfeste, die von der Haut sofort wieder mit dem Schweiß abgeht, nicht aber von der Kamera (vielleicht weil die nicht schwitzt?)).
Dadurch wirkte das Gerät von Außen so verwahrlost, dass der Techniker auf Misshandlung schloss. Nach Zerlegen des Gehäuses konnte er aber keine Korrosion feststellen, die Reparatur wurde nun doch auf Garantie erledigt und ich bin mit Nikon-München wieder versöhnt.
Kondenswasser war es also nicht, so ganz genau weiß ich die Ursache immer noch nicht, nehme aber an dass eine aggressive Mischung aus Sonnencreme und Schweiß die Dichtung am AF Umschalter überwunden hatte. Vermutlich war die Dichtung auch von Anfang an nicht ganz dicht. Wer weiß?
Die Moral von der Geschicht: Lieber einen Sonnenbrand, als Sonnencreme am Kameragehäuse. Oder - man lässt sich einschmieren und behält saubere Hände.;)
Gruß
KA (Alligator)
 
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Hm, ich hab mir die Frage auch vor in etwa 4 Wochen gestellt und habe beim Nikon Kundenservice angefragt, die haben alle (auch in den Fachgeschäften) gemeint "die Kamera wäre weltweit im Profieinsatz) und hält das aus. Kritisch sei nur ein Obejktivwechsel, vor allem wenn man nicht zu den Profiobjektiven greifen würde weil die nicht so gut abgedichtet seien.

Garantie gibt es aber keine, weil eben die Elektronik doch empfindlich sei.

Ich hab mich noch immer nicht entschieden, und der Beitrag bestärkt mich immer mehr auf Film und Mechanik für meinen Tansaniaurlaub umzusteigen.


Jimpy
 
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