Ich habe aufgehört Bildkritiken abzugeben.
Warum?
Weil ich zu ehrlich und direkt war.
Manche Leute konnten das nicht vertragen
und deshalb bin ich vom Administrator aus einem anderen Fotoforum entfernt worden.
Ist aber gut so. Ich spare mir dadurch viel Zeit.
Weil ich zu ehrlich und direkt war.
Wenn alle so dächten, würdest Du noch mehr Zeit sparen, denn zumindest unsere Community gäbe es nicht mehr.
sehe ich anders, sollte ein "Werk" nicht für sich allein stehen??
Als erfahrener Kritiker erlaube ich mir darüber
hinaus den Hinweis, daß die Wahl der Maßstäbe
von elementarer Bedeutung ist:
So ist die Leistung eines Schulorchesters anders
zu beurteilen als die eines Profi-Orchesters.
Anders gesagt:
Ein Foto von z.B. [MENTION=62181]Telewatt[/MENTION] (Jan) darf, ja muß
ich anders, durchaus strenger bewerten als jenes
eines blutigen Anfängers.
sehe ich anders, sollte ein "Werk" nicht für sich allein stehen??
Wenn du schreiben würdest "für dich ist das Foto ja ganz gut,- für Jan wäre es scheiße" wäre ich ziemlich beleidigt sein!!
Entweder ist ein Foto ok oder nicht, egal wer es fotografiert hat.
Falls Jan bei der Kritik immer 100 Punkte bekommt und ich immer nur 13, fände ich das nicht schlimm!! aber ich brauche keinen "BehindertenBonus"
charly
sehe ich anders, sollte ein "Werk" nicht für sich allein stehen??
Wenn du schreiben würdest "für dich ist das Foto ja ganz gut,- für Jan wäre es scheiße" wäre ich ziemlich beleidigt sein!!
Entweder ist ein Foto ok oder nicht, egal wer es fotografiert hat.
Falls Jan bei der Kritik immer 100 Punkte bekommt und ich immer nur 13, fände ich das nicht schlimm!! aber ich brauche keinen "BehindertenBonus"
charly
Fundierte Kritik erfordert Erfahrung. Punkt.
Im Falle der Bildkritik bedeutet dies Seh-Erfahrung.
Und die sammelt man am besten in Museen jeder
Art und Epoche anhand von Bildern jedlichen Stils.
Wobei es bei Beurteilungen von Fotos durchaus
nützlich ist, auch und gerade die Geschichte der
Fotografie èn detail verinnerlicht zu haben.
Denn auch wenn Kritik naturgemäß stets subjektiv
ist, stützt sich gute immer auf objektive Kriterien
bzw. Vergleichsmaßstäbe.
Wer dazu auch noch über die theoretischen bzw.
kunst- / fotohistorischen Komponenten verfügt
und – nicht zu vergessen, aber äußerst wichtig –
auch über das sprachliche Handwerkzeug verfügt,
dem dürfte es nicht schwerfallen, zu dem Objekt
seiner Kritik sich angemessen zu äußern.
Als erfahrener Kritiker erlaube ich mir darüber
hinaus den Hinweis, daß die Wahl der Maßstäbe
von elementarer Bedeutung ist:
So ist die Leistung eines Schulorchesters anders
zu beurteilen als die eines Profi-Orchesters.
Anders gesagt:
Ein Foto von z.B. [MENTION=62181]Telewatt[/MENTION] (Jan) darf, ja muß
ich anders, durchaus strenger bewerten als jenes
eines blutigen Anfängers.
Aber eines ist auch klar:
Fairness und klare Kriterien verdienen beide
uneingeschränkt und gleichermaßen.
Oder: Ich finde viele s/w-Fotos altmodisch und langweilig. Soll ich das schreiben?
Du musst doch nichts schreiben. Wer zwingt Dich denn, zu Bildern, die Dir nichts sagen, eine Bewertung abzugeben?
Altmodisch und langweilig sind keine Bewertungkriterien, sondern ein subjektives Gefühl, auf das der Fotograf gern verzichten kann.
Man sollte sich m. E. davor hüten, in einem amateur Fotoforum wie diesem, in dem sich auch ein paar Profis tummeln, eine zweiklassen Gesellschaft zu etablieren. Das schießt auch die "Kritiker" mit ein!
Die Bilder sagen mir ja was: Dass sie so fotografiert sind wie 1970.
Da sind wir wieder am Punkt:
Bitte kritisieren, aber nur wenn es gefällt.
Deshalb: Siehe meinen Beitrag #60.
Werner, da möchte ich deutlich widersprechen. Sven hat von der Sache her schon Recht und assiliisoq hat es noch besser differenziert:Sorry Sven, aber das ist der dümmste und arroganteste Schwachfug, den ich seit langem gelesen habe.
Nein, weil das weder dem Bildautor, noch dem geneigten Publikum irgendeinen Fortschritt bringt. Das sind subjektive Geschmackswertungen und die haben in der Bildkritik eher wenig verloren.Oder: Ich finde viele s/w-Fotos altmodisch und langweilig. Soll ich das schreiben?
Ich sag's mal so: kommt darauf an... So manche Bildsprache entstammt einer bestimmten Zeit, sei es fotografisch oder auch in der Malerei (es gibt in der Stuttgarter Staatsgalerie einen ganzen Bereich der Moderne nach 1950, wo ich mit fast keinem Bild irgendwas anfangen kann, wenn ich es isoliert betrachte - im zeithistorischen Kontext erschließt sich jedoch ein Zugang zum Stil), was auch heißt, dass das, was einstmals als "grandios" empfunden wurde Jahre später nüchtern analysiert nur störend wirkt. Das zeigt aber auch, dass die reine technische Analyse nicht die ganze Bildkritik darstellen kann, denn so manches bis heute "magisch" wirkende Bild hätte gute Chancen auf Platz 1-3 im Wettbewerb "Gegen die Regeln", den wir im Fotoclub Anfang nächsten Jahres intern durchführen werden (ein Experiment).Welche Kriterien soll man anlegen?
Ein Jürgen Teller Foto (harte Schlagschatten vom Aufsteckblitz) würde hier garantiert durchfallen.
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