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Hallo zusammen,

nach den gut 2 Monaten Trekking in Nepal bin ich mit einem kurzen Zwischenstop in Malaysia (Kuala Lumpur) mittlerweile seit einigen Tagen in Neuseeland.
Die ersten Eindrücke sind mit Ausnahme des Wetters, das in den letzten Tagen hier fast isländische Dimensionen hatte (nur dass der 48stündige Dauerregen von vor 2 Tagen etwas wärmer war), durchweg positiv. Überall freundliche und entspannte Kiwis und dazu eine abwechslungsreiche Natur.
Ich bin auf die beeindruckenden Naturmomente gespannt, von denen man aber leider (oder zum Glück) nie weiß, wann sie einem widerfahren.

Zum Einstieg in diesen Thread möchte ich einmal drei Bilder zeigen, die die Spannweite dessen, was ich bislang erlebt habe, ganz gut umreißen.

Auckland (Blick auf Skyline und Sky Tower vom Hafen aus)
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Lake Tekapo (die Kirche zum einsamen Hirten, leider war es nachts ziemlich bewölkt, so dass die geplanten Sternbilder nicht möglich waren)
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Abendstimmung am Lake Tekapo
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Anders als in Island (Fahrrad) und Nepal (Trekking) bin ich derzeit mit dem Auto unterwegs. Das hat den Vorteil, dass man dem neuseeländischen Wetter entspannter gegenüber treten kann hat aber auch den Nachteil, dass die Landschaft mitunter schneller an einem vorbei zieht, als das mit Fahrrad oder zu Fuß der Fall wäre.

Ich freue mich, Euch in den kommenden Wochen auf diese Reise durch das Land am sprichwörtlichen anderen Ende der Welt mitnehmen zu können.
 
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Ich schiebe mal noch ein Bild nach, bevor ich mich hier in den Schlafsack verziehe.

Auckland ist, meines Erachtens, eine sehr entspannt und gemütliche Metropole, wenngleich nicht die Hauptstadt. Die ist das deutlich kleinere Wellington. In Auckland sind die europäischen Spuren (in Sachen Architektur) deutlich spürbar. Das betrifft auch die Esskultur (eher britisch geprägt). Aber nach über 2 Monaten in Asien fühlt man sich in Neuseeland näher an zuhause, als man das eigentlich ist.

Am Hafen von Auckland steht ein neues Gebäude, das sich "the cloud" nennt und auch irgendwie eine gewisse Ähnlichkeit zu Wolkenformationen hat.

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Von Auckland aus, wo ich ein paar Tage zum Auspannen geblieben bin (einfach mal nicht jeden Tag die Sachen morgens ein- und abends wieder auspacken, Akkus laden ...) bin ich nach Christchurch geflogen, wo ich den Mietwagen übernommen habe, mit dem ich derzeit auf der Südinsel unterwegs bin.

Anfang Januar wird sich dann ein guter Freund dazu gesellen, und wir werden dann die Nordinsel noch in 2 1/2 Wochen erkunden, bevor es dann Ende Januar wieder nach hause geht.

In Sachen Erdbeben war ich aus Kathmandu ja schon einiges gewöhnt, die zerstörten Tempel ... . Christchurch hat die Eindrücke aber noch einmal überboten, wenngleich der Begriff hier seltsam erscheinen mag. Das Stadtzentrum ist völlig unwirklich. Die Kathedrale zum Teil eingestürzt und abgsperrt. Viele Gebäude abgesperrt und die Schaufenster mit Brettern vernagelt. Oder aber die Gebäude sind schon abgerissen, man hat Freiflächen oder baut gerade neu. Die Stadt erfindet sich derzeit gerade neu.

Der einzige Bereich, in dem im Zentrum von Christchurch halbwegs normales Stadtleben stattfindet, ist eine Laden-Ansammlung in Containern. Hier können Ladeninhaber, deren Geschäftsräume durch das Beben zerstört wurden, einen Neubeginn wagen.
Der Bereich wurde, wie andere Plätze in der Stadt ebenfalls, zudem von Künstlern farblich etwas "aufgefrischt".

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1984/85 war es, als ich in Neuseeland weilte ... Die Umgebung von Auckland als Arbeitsort und Ferien auf der Südinsel ...

Danke für Bilder und ich bin gespannt, was Du uns so alles zeigen wirst, Christoph ....:):up::up::up:
 
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Danke für Bilder und ich bin gespannt, was Du uns so alles zeigen wirst, Christoph ....:):up::up::up:

Ich bin gespannt, was mich hier in den nächsten Wochen erwartet. :)

So ganz an die Chronologie der Reise werde ich mich nicht halten, weil ich ein paar Punkte, die völlig verregnet waren, evtl. noch einmal anfahren werde und dann mein Glück ein zweites Mal versuche.

Da ich gerade ein Bild mit einem Regenbogen von heute morgen bearbeitet habe und mir dann einfiel, dass das nicht der erste Regenbogen war, den ich gesehen habe, habe ich mal zwei Bilder mit Regenbogen, einmal sehr dezent, einmal etwas deutlicher, hochgeladen.

Das erste Bild ist am Leuchtturm von Akaroa entstanden, einem gemütlichen Ort auf der Banks Peninsula nahe Christchurch. Man könnte sich dort ob der Straßennamen und der vielen blau-weiß-roten Fahnen fast in Frankreich wähnen. Der Ort kultiviert diesen Charme und beruft sich gerne auf die Tradition französischer Siedler, die hier an Land gingen.

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Das zweite Foto ist heute morgen entstanden, an den Moreaki Boulders. Kreisrunde Steine direkt am Strand. Je nachdem, ob Ebbe oder Flut ist, inmitten eines feinen Sandstrandes oder vom Wasser des Pazifiks umspült. Ich bin gestern und heute insgesamt 4x an diesem Ort gewesen zu unterschiedlichen Tageszeiten. 4x waren ich und Kamera/Stativ auch pitschenass.

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Ganz wunderbare Eindrücke, Christoph! Erinnern mich sehr an meine eigene Zeit in Neuseeland, du zeigst mir wieder ganz andere, neue Perspektiven.
Das Bild der Boulders find ich Klasse, ein Regenbogen dazu, wer hat das schon? Ein hübsches Schmankerl auch der Sonnenreflex auf der rechten Kuller! :up:

Wie wirst du unterwegs sein? Im Zelt, auf Campingplätzen, bei Farmern, in Hostels? :)
 
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Wie wirst du unterwegs sein? Im Zelt, auf Campingplätzen, bei Farmern, in Hostels? :)

Überwiegend im Zelt, Daniel, ist einfach am flexibelsten gerade jetzt in der Hauptsaison hier. Und die Geräuschkulisse (ganz andere Vögel mit einem völlig anderen Gesang) hat man da am besten.

Die Boulders haben mich, wie gesagt, fasziniert. Abends dicht bewölkt und trüb, waren eigentlich nur Langzeitbelichtungen sinnvoll. Morgens kam aber die Sonne einen kurzen Moment zwischen den Wolken raus. Das war ein wunderbarer Moment, zumal der Strand um kurz vor 6 Uhr völlig menschenleer war.

einmal abends
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und einmal morgens
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Nach ein paar Tagen online Abstinenz habe ich heute nur einen sehr kurzen Tag auf der Straße, weil mir mal nach etwas Pause ist und zudem die Wäsche mal wieder durchgewaschen werden muss.

Es gibt hier Momente, die einfach unbeschreiblich sind, wie vor 2 Tagen an der Curio Bay. Eigentlich bin ich ja mit 180mm Brennweite für Wildlife eher suboptimal ausgestattet, um es vorsichtig auszudrücken. Da die Optiken aber die letzten Monate in Nepal alle getragen werden wollten, habe ich mich für relativ leichte Objektive entschieden.

Abends bin ich an einen Strandbereich gegangen, an dem man versteinerte Bäume sehen kann. Dann ist mir aufgefallen, dass sich etwas weiter entfernt zwei Pinguine am Strand "tummelten". Ihnen mit 180mm hinterher jagen, hätte keinen Sinn ergeben und die Tiere zudem gestört.

So habe ich mich in gehöriger Entfernung hingekauert und auf mein Glück gehofft. Und tatsächlich haben sich beide Tiere langsam angenähert und sind in aller Gelassenheit an mir vorbei gewatschelt. Mir ist fast der Atem stehen geblieben.

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Die Otago Peninsula bietet schöne Aussichten auf die Hügellandschaft und die rauhen Küsten und langen Strände. Hier mal ein Bild der Ostküste etwas nördlich von Sandfly Beach.

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In den Catlins weiter südlich, etwa auf halben Weg von Dunedin nach Invercargill, gibt es etliche Wasserfällle. Mitunter liegen die wunderbar einsam mitten in Wald. Leider sind einige von ihnen derart gesichert und mit Absperrungen versehen (so wie der auf dem nächsten Bild), dass man bei der Wahl der Perspektive nicht viele Möglichkeiten hat.

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Über Invercargill und Te Anau bin ich dann in den Fjordland Nationalpark gefahren. Eigentlich war eine Übernachtung in Te Anau auf dem Hinweg eingeplant. Im Nationalparkzentrum hat man mir dann aber gesagt, dass das Wetter am Milford Sound in den kommenden Tagen deutlich schlechter sein soll. Also weitergefahren.

Die Landschaft ist grandios, aber das Licht war bescheiden. Dichte Wolken, zudem ein heftiger Wind. Daher erspare ich Euch das bekannte Motiv, das es besser auf tausenden Postkarten gibt.

Auf dem Hinweg habe ich etwa 30km vor Milford noch eine kleine Wanderung gemacht auf den Key Mount. Hier mal ein Ausblick vom Gipfelbereich.

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Auf dem Rückweg habe ich dann eine Übernachtung auf einem DOC Platz im Nationalpark eingelegt, direkt an einem Wald mit wunderbar alten Buchen. Dort habe ich dann morgens noch mal eine Runde gedreht, bevor es nach Te Anau zurück ging, um dort mal einen Waschtag einzulegen.

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Queenstown, eine kleine Stadt mit etwa 11000 Einwohnern, ist das Outdoor- oder besser Action-Mekka Neuseelands. Vom Bunjeejump über Jetbot ... kann man da so ziemlich jeden erdenklichen Adrenalinkick buchen.
Mir war der Trubel in Queenstown persönlich irgendwie suspekt ... ein Adrenalinkick bzw. ein Abenteuer ist doch besonders eindringlich, wenn man selbst dafür verantwortlich ist und nicht irgendeine Firma, die alles plant und organisiert.

Ich halte es da ganz mit Henry de Montherlant, der einmal schrieb: Die wahren Abenteuer sind Abenteuer der Seele.

Und diese Abenteuer können eine schöne Wanderung, eine neue Erfahrung, eine interessante Begegnung ... sein. Ich bevorzuge da eher die ruhigen Momente, so dass ich anstatt in Queenstown in Glenorchy Station gemacht habe. Das kleine Dorf liegt am Nordende des Wakatipu Sees und die Natur um den Ort herum ist grandios, ein Reiseführer beschreibt das als "schmerzhaft schön".

Leider war der erste Tag so stürmisch (inkl. Sandsturm mit Staub aus den Flusstälern), dass an größere Aktionen nicht zu denken war. So blieb es bei einer Wanderung am zweiten Tag und einem Spaziergang im Ort abends, als Sturm und Regen mal pausierten.

Steg in Glenorchy
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Heute ging es dann weiter nach Wanaka, wo ich die Weihnachtstage verbringen werde. Einige Wanderungen sind angedacht. Auch hier trifft die Beschreibung aus dem Reiseführer. Der See liegt auf knapp 300m und die Berge um den Ort reichen von ca. 1500 bis gut 3000m.

Hier ein Blick vom 1500m hohen Roys Peak ins Tal und auf den Mount Aspiring im Hintergrund. Ist eigentlich Postkarten Kitsch, aber der darf in einer solchen Landschaft vielleicht auch einmal sein. Ich wäre gerne später dort oben gewesen, aber Auf- und Abstieg mit jeweils knapp 1200 Höhenmetern wollte ich noch bei Tageslicht machen.

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Zuletzt bearbeitet:
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Christoph, kannst Du das letzte Bild bitte noch einmal hochladen? Es wurde von der Forumssoftware zermatscht. Danke.

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Gruß TeJot

Nikon - what else!

 
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Christoph, kannst Du das letzte Bild bitte noch einmal hochladen? Es wurde von der Forumssoftware zermatscht. Danke.


Danke für den Hinweis ... ist hier auf dem Notebook bei wechselnder Beleuchtung nicht immer zu erkennen. Das Bild hat mehr Details, so dass ich da mit meinen Standartwerten nicht hingekommen bin. Wird natürlich gegen eine nicht zermatschte Version ersetzt.
 
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In Wanaka habe ich den 24.12. und heute verbracht und einige kleinere Wanderungen gemacht. Insgesamt aber wirklich zwei ruhige Tage. Weihnachten in Neuseeland ist irgendwie skurril für uns Europäer. man hört die gleiche Weihnachtsmusik, sieht Tannenbäume, aber es ist kurze Hosen Wetter.

Auch die Essgewohnheiten sind andere. Glühwein wäre fehl am Platz. Weihnachten scheint hier prädestiniert für Grillabende zu sein.

Mit einem Bild vom Ufer des Lake Wanaka möchte ich Euch allen schöne Feiertage wünschen.

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Wünsche dir auch ein schönes Kurze-Hosen-Fest!

Deine Bilder wecken Erinnerungen an unseren Neuseeland-Urlaub vor gefühlten Millionen von Jahren.

Würde sehr gerne noch einmal dort hin, aber nachdem mir die 8,5 Stunden Flug nach Tansania schon fast zu viel waren, fürchte ich, dass ich das nicht mehr machen werde.

Aber dafür kann ich ja hier "fremdreisen" :D
 
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Kurz:

Super!
Danke !

Weiter so !

Hab Spass und eine schöne Zeit !

Und komm dann gesund und mit erfrischenden Eindrücken wieder nach Hause :)
 
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Der Baum am/im See von Wanaka hat mich faziniert. Er steht dort völlig allein etwa 15 Meter vom eigentlichen Ufer entfernt. Je nach Wasserstand ist er völlig unter Wasser oder aber die Wurzeln und ein ganz kleiner Felsen kommen zum Vorschein.

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Vermutlich einer der am häufigsten fotografierten Bäume in Neuseeland, so viele Leute waren da abends mit der Kamera.
 
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