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Jeden Tag ein Bild - drei Wochen Ferien in der westlichen Bretagne
Heute steht "Arbeit" auf dem Programm, wir müssen dringend Einkaufen, vor allem frische Sachen. Es gibt einen großen "Super U" und einen Biomarkt im nahen Dorf. 6 km sind 4 weniger als zu Hause. Nur der Sprit ist teuerer: 1.90 € für Super 95 E10
Da haben wir gestern noch in der Sonne gesessen. Unsere Terrasse hat glücklicherweise Schiebetüren aus Glas, die den Regen und Wind abhalten, den uns Schottland jetzt schickt... Die Bretonen sind ja sowas wie die Schotten in Frankreich
"Dank" des Regens habe ich jetzt bei der 3.Tasse Cappuccino Zeit etwas zu schreiben und ein paar ausgewählte Bilder zu bearbeiten...
Im Garten tobt ein Braunkelchenpaar herum, mein 500mm liegt zu Hause...
Wir wohnen hier genau im Zentrum der damalig größten Öltankerkatastrophe in Frankreich:
"Die Amoco Cadiz war ein Öltanker der US-amerikanischen Amoco Oil Corporation. Unter liberianischer Flagge fahrend kollidierte sie am 16. März 1978 mit einem Felsen an der Küste der Bretagne und zerbrach in drei Teile, was zum sechstgrößten Ölunfall der Geschichte führte. Die Ladung von 223.000 Tonnen Rohöl sowie der Bunker-C-Treibstoff gelangten ins Meer."
Seitdem ist es Handelsschiffen - vor allem Tankern - verboten nahe der Küste zu fahren, die mit vielen Inseln und Untiefen gespickt ist. Die Bretonen hatten auf Jahre ihre Haupterwerbsquelle, den Fischfang, verloren. Heute ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Als wir im Mai 25 mit der Bellot die Westspitze der Bretagne umrundeten, waren wir so weit draußen, dass die Küste außer Sicht war...
siehe hier: https://www.nikon-fotografie.de/com...chiff-jeden-tag-ein-bild.311625/#post-2988392
Unser Standort ist etwa 12km weiter südlich von Portsall.
Heute sieht man glücklicherweise nichts mehr davon, wenn man den sehr empfehlenswerten Küstenwanderweg entlang geht. Hier die Ansicht nach Norden vom Pointe de Corsen, dem westlichsten Ort Franksreichs:
Fuji X-E3 + XF 2/50mm @ f/8 (AK)
Renate entdeckt auf ihrem täglichem Trainingsmarsch dieses Granittor am Strand in der Nähe, während ich nach Motiven suchend durch die Gegend stromere, findet sie welche
Am Samstag keine Bilder...
Aber am Sonntag, auch so gur wie keine, denn bei 32°C und kein Schatten - Cafés ohne Sonnenschutz draußen - macht uns das keinen Spaß mehr. Also Aktivitäten auf abends verschoben:
Die Sonne geht gleich baden... (XF 55-200 @ 185mm, 22:21 Uhr)
Die kommende Woche soll wieder vorwiegend 20°C haben, uff...
Für den fehlenden Samstag stelle ich mal dieses historisch interessante Bild ein:
Seltsam, ein Leuchtturm der quasi in einer Kathedrale steht:
Der Leuchtturm von Saint-Mathieu
Seit fast tausend Jahren wird alles getan, um das Feuer an der Spitze von Saint-Mathieu am Brennen zu halten. Im Mittelalter, also lange vor dem Bau eines Leuchtturms auf diesem Felsvorsprung, unterhielten die Mönche ein Leuchtfeuer auf der Spitze der Abtei, um den Seeleuten den Weg durch die Brest-Enge und den gefährlichen Kanal von Le Four zu weisen. Es bedurfte vieler Innovationen, um diese Flamme bei Wind und Wetter am Leben zu erhalten.
Als der alte Turm der Abtei einzustürzen drohte, ließ die Marine einen Leuchtturm in unmittelbarer Nähe bauen: höher, stärker, moderner. Der 1835 eingeweihte, 1932 elektrifizierte und seit 2005 ferngesteuerte Leuchtturm von Saint-Mathieu kreuzt seinen Strahl dank seiner Fresnel-Linsen in einer Entfernung von über 40 km. Dieses besonders starke Gerät feierte kürzlich seinen 200 Geburtstag.
Quelle: https://www.iroise-bretagne.bzh/de/spitze-saint-mathieu/der-leuchtturm-von-saint-mathieu/
Dienstag: Exkursion nach Tremazan. Foto (Blick nach N) vom Küstenwanderweg von Penfoul nach Tremazan. Parallel läuft die D127. Rechts im Hintergrund der Leuchtturm "Phare du Four" Trübes Wetter, später leichter Nieselregen. In Tremazan wieder besser, vor allem der Cappuccino am Hafen von Portsall...
(X-E2s mit 200mm)
Doch nicht jeden Tag, aber manchmal auch 2 Bilder pro gutem Tag:
Die Steinreihen von Lagatjar - WIKI: Sie sollen ursprünglich aus bis zu 400 Steinen bestanden haben, so dass die Gesamtlänge des Hauptbauwerkes früher 600 Meter erreichte.Viele der umgestürzten Steine aus weißem Quarzit wurden im Jahr 1928 wieder aufgerichtet, so dass die Reihen heute aus 72 Menhiren bestehen. Die längste Reihe besteht aus 42 Steinen und ist heute etwa 200 Meter lang.
Viele der Steine wurden später wieder als Baumaterial verwendet, das erklärt die Differenz von 400 zu 72. Die drei Reihen bilden ein U.
Bild Nr.2 vom Donnerstag: Pointe de Pen Hir
mit seinen Erbsen: Im Vorfeld liegen "Les Tas de Pois", die Erbseninseln. Schwierige Kletterei dort, Bergschuhe sind angebracht...
Bis 12:15 war die Zufahrt gesperrt, es wurde dort eine Notfallübung mit Gendarmerie und Notärzten mit RTW's und OP Zelt durchgeführt.
Nachtrag für Mittwoch, da waren wir vormittags bei starker Ebbe (mehrere Meter Tiedenhub) an unserer Hausküste zu Fuß unterwegs. 5km nach N bis Lampaul-Plourazel und 10km nach S bis zum Point de Corsen ist die Küste sehr schön und auch durch den "Küstenpfad erschlossen." Es wechseln Klippen mit Sandbuchten und es ist noch kaum was los. Die wenigen Restaurants haben noch zu oder nur am WE auf. In den Bars bekomt man zwar Café oder Bier, aber nichts zu essen... Die Bäckereien haben nur morgens und abends zum Brotkaufen auf.
Also ist mal wieder Kochen für mich angesagt, wie zu Hause...
Freitag - Faulenzertag an der Hausküste bei 20°C hier am Land's End. Ihr müßt schwitzen, wir brauchen wegen des Windes eine Weste! Könnten sogar Muscheln fürs Essen ernten. Tun wir aber nicht, weil mittlerweile enthalten Muscheln bedeutende Mengen an Mikroplastik*, da sie ja Meerwasser in großen Mengen filtrieren...
X-E3, XF18mm, f/8, 1/300sec, 200ASA
Ein paar Kilometer weiter im Inland steigt die Temperatur aber auch schon bald über 25° Paris meldet 38°, zu Hause in Zülpich laut WDR5 schlappe 36,4°C...
* Uguen,M. et al. 2025: "Plastic pollution and marine mussels..." in: Science of the Total Environment 959: 178078
Samstag: morgens Einkaufen, mittags kochen, nachmittags faulenzen, lesen, schreiben. Abends Stimmung von der Terrasse aus aufnehmen:
X-E3 mit 2,8/27mm, Stativ
Montag, Exkursion nach Pontusval zum grauen Granit. Weiter östlich haben wir dann den rosa Granit, wo wir letztes Jahr waren.
Morgens sind wir bei 22° losgefahren, nachmittags gegen 16:00 bei 33°C zurückgekommen.
XF 2/18mm @ f/8
Der Regen ist zwar recht typisch dort, aber meist auch schnell wieder weggeweht.