Jahresausklang mit Bildern, Musik und Poesie ...

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sam25

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Liebe Fotofreunde

Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken eines Jahresrückblickes. Ich tue dies ohnehin jedes Jahr für mich alleine. Dieses intensive Jahr - nicht nur in fotografischer Hinsicht - war eines der bewegendsten, verrücktesten aber auch spannendsten Jahre überhaupt ...

Gerne nehme ich Euch mit auf meine Reise zurück in das Jahr 2014. Gerne lade ich Euch aber auch ein, mich bei meinen Wünschen und (fotografischen) Träumen für das nächste Jahr zu begleiten.

Ich habe dieses Jahr hier im NF über 200 Themen eröffnet. Und Fotografie ist ja für mich auch eine Dokumentation von mir selbst, meinem Leben und meinem Umfeld. Aber noch in keinem Jahr wie in diesem habe ich drei Dinge zusammen gebracht: Fotografie, Musik und Literatur. Und dies soll mich rückblickend noch einmal begleiten.

Es folgt also schon mal Gesehenes, aber auch Neues, Laufendes. Ich nehme mir Zeit für diesen Rückblick und die Vorschau, werde aber aber Ende Dezember abschliessen. Also stelle ich unregelmässig hier ein. Gerne sind Kommentare willkommen, kritische und andere.

Und letztlich ist es mir ein Anliegen Euch allen Danke zu sagen für die immer und ausnahmslos herzliche und respektvolle Begleitung meiner Bilder, Threads und meine Gedanken. :)


Ich starte die Rückschau mit einem Bild, dass nicht nur mit dem Tier an sich zu tun hat. Es vermittelt für den liebevollen und respektvollen Umgang mit allen Geschöpfen dieser Erde. Da wurden wir dieses Jahr immer und immer wieder getestet. Und für mich als Fotografierender bedeutet das, auch mit meinen Motiven immer respektvoll umzugehen.

Ja, Suri hat wie selten jemand innert kurzer Zeit unser Leben in immenser Art und Weise bereichert... :)


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Gleich zwei - Albert und Johannes haben meinen ersten Thread im Januar - "Trilogie des Lichtes" zum Anlass genommen, um aus dem Titel "Trilogie des Nichts" zu machen ... :)

Die Idee und die Ableitung gefällt mir noch heute. Aus "Nichts" etwas tun, das war auch für mich diese Jahr eine grosse Herausforderung.


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Fotografisch gesehen habe ich - so meine ich - sehr intensiv Konzertfotografie betrieben. Aber es ist schon so, dass sie manchmal weniger an Konzerte erinnern, als halt an Menschen und ihre Emotionen.

Musik ist für mich weitgehend etwas emotionales. Und wenn alles stimmt, dann entstehen solche Bilder.


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Musik höre ich jeden Tag und lasse mich mehr oder weniger berühren. Wenn ich mich auseinander setze damit, dann bin ich in einer anderen Welt.

Und wenn dieser Augenblick im Winter diesen Jahres noch länger gegangen wäre, dann stünde ich wohl immer noch dort und hörte die Zauberflöte von Mozart:

"Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht ..."


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Auch dieses Jahr haben uns immer wieder Tiere begleitet. Die alten sind fast alle geblieben, neue Bewohner kamen dazu.

Die "alte Coquiene", dazumal vor 14 Jahren aus einem Tierheim aus Frankreich mitgenommen, ist immer noch eine treue und spezielle Begleitung. Und gab auch dieses Jahr wiederum wunderschöne Motive ab.


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Oft genügte mir unser Haus und unsere unmittelbare Umgebung für Motive. Oft sass ich im Garten mit einer Kamera, Ruhe und Entspannung suchend mit einer meiner Cam's in der Hand.

Oder es genügte, wenn mich eine Tulpe oder sonst ein Strauß auf dem Esstisch rief ...


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Ich höre viel klassische Musik, nicht nur, aber oft. Ich bin mit klassischer Musik aufgewachsen, mit verbindet viel Bewusstes mit dieser Musik, aber auch viel Unbewusstes.
Es war diese Woche, als ich ein Klavierkonzert von Mozart im Radio hörte, welches mir schlagartig die Tränen in die Augen trieb. Nicht Trauer, aber Berührtheit, ganz tief. Dies waren immer wieder Erfahrung von diesem Jahr, Erfahrungen auch, welche ich immer öfter auch mit Motiven hatte.

Das einer der grössten Dirigenten und Pianist dieses Jahr von der Erdenbühne verschwand hat mich deshalb besonders beschäftigt: Claudio Abbado. Es sind nicht seine Hände, aber sie stehen stellvertretend für sein Wirken.


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Schwarz-weiss ist mir oft Farbe genug. Nicht weil ich Farbe nicht mag, aber ich mag mich oft nicht ablenken von ihnen.

Und dann gehöre ich zu jenen, welche sich Farben am Liebsten selbst zusammenstellen. So wie es Kinder tun: Die Sonne grün und die Wiesen gelb ... :D


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Nebst Wegen die man geht, die man im Nachhinein besser nicht gegangen wäre, gingen wir auch Weg, welche an Magie und Faszination nichts zu wünschen übrig liessen.

Der Kurztrip zu unseren Freunden ins Tessin und der zweimalige Ausflug ins Val Bavona wurden zu einem einmaligen Erlebnis, an welches ich das ganze Jahr hinüber immer wieder daran dachte.

Wie klein waren wir dort, kaum jemand hätte uns rechtzeitig gefunden, wenn wir eingeschneit worden wären. Aber die Stimmung liess mich und meine Frau alles rundherum vergessen.


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Und es sind dann auch Momente, wo man plötzlich Dinge anders oder klarer oder verständlicher sieht.

Als Kind habe ich die vielen heiligen Statuen und Kruzifixe nicht verstanden. Wer bei diesem Wetter in diesem Tal steht, dem steht wohl nur noch diese "Monumente" als Halt und Orientierung zur Verfügung.


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Hände. Hände haben mich auch dieses Jahr immer und immer wieder fasziniert. Vor allem die Hände von Musikern. Wie sie über Tasten und Saiten gleiten, flink, zart und dabei einem Instrument Töne abgewinnen.

Aber ich habe auch gemerkt, dass Hände auch einmal ruhen müssen. Auch meine, welche leider kein Instrument mehr bedienen.

Und das ist ein schöner Gedanke um hier für heute aufzuhören. Heute Abend geht es wieder an ein Konzert. Das letzte für mich - fotografisch - für diese Jahr.


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Oh, das ist schön, Sam. Auf die Fortsetzung dieses Rückblicks freue ich mich jetzt schon.

Und letztlich ist es mir ein Anliegen Euch allen Danke zu sagen . . .

Diesen Dank, lieber Sam, kann ich nur zurückgeben. Ich schrieb es schon mal und wiederhole mich hier gerne:
Für mich bist Du ein Künstler, Sam.
Du bereicherst dieses Forum enorm.
Du inspirierst!
Deine Threads berühren etwas (in mir).

Ohne Dich würde (mir) hier was fehlen.

DANKE!

LG
Bernd
 
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Sam, deine Bilder und auch deine Geschichten gehören für mich das ganze Jahr über zu den Highlights.
Sie können erheitern, sie können trösten... sie bringen immer eine Saite in mir zum klingen.
Ich freue mich schon auf ein neues Jahr mit deinen oftmals ganz speziellen Sichtweisen :)
 
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Danke Bernd, Betti und Albert. Und ja, Albert: die (hoch-) deutsche Sprache ist und bleibt eine Fremdsprache ... aber ich glaube, dass ich es nun korrigiert habe.

Ansonsten bitte ich das Team, mir den Titel doch grammatikalisch auf Vordermann zu bringen ...

Und für heute das wirklich letzte Bild in diesem Thread. Manchmal ist es gut, weiss man im Januar und im Februar nicht, was einem noch erwartet. Jede Katze, so sagt man, habe drei Leben. Yuma hatte drei, das vierte Leben hat sie nicht überlebt....

Tiere bei uns begleiten uns, so wie wir sie begleiten. Jedes Tier begleitet uns auf seine Art. Eine Einsicht, eine Wahrnehmung, welche ich dieses Jahr ganz besonders wahrnahm. Umso mehr hat mich der Tod von Yuma hart getroffen ...


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Wie ich eingangs erwähnt habe, soll es nicht bei eine Rückblick, chronologisch und einem "Schuss Nostalgie" bleiben.

Das Jahr geht noch, aber gestern ist auch Vergangenheit, und heute Morgen ebenfalls. "Vorvergangenheit" haben wir in der Schule noch gelernt, statt "wir gingen" sagen wir "wir sind gegangen".

Ich habe die Unterscheidung bis heute nie richtig verstanden. Passé ist Passé und ob es nun vor einer Stunde war oder vor dreihundert Jahre.

Heute in einer Woche ist erster Advent. Als Kinder haben wir das Wochenende vor dem ersten Advent genutzt, um einen Adventskranz zu machen. Wir sassen dann am Küchentisch und banden die Tannenzweige zu einem Kranz. Da ich schon immer gerne mit Pflanzen arbeitete und generell Dinge gestaltete, freute ich mich immer wieder auf dieses Ritual. Das Singen war aber den Adventsfeiern vorbehalten ...

Der gestrige Abend mit Christin Claas vergesse ich nicht so schnell. Heute Morgen hat es mich hinausgetrieben, in den Nebel, ins Nichts. Und ich habe die 3. Sinfonie von Beethoven gehört. Niemand ist mir begegnet, aber Niemand oder Nichts kann je nach Situation schon genug sein.


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Christin Claas hat sich von Null in die besten fünf Konzerte welche ich je gesehen und gehört hat hinaus katapultiert. Wenn ich das sage, nach hunderten Konzerten, dann ist das eine Leistung.

Was diese Frau, der Gitarrist und der Pianist gestern Abend geboten haben, das ist weltklasse.

Bei Musik ist es immer so: ich bin da identisch. Ich mag unterscheiden zwischen dem Können und dem Empfinden. Aber letztlich lege ich mehr Wert auf das Empfinden. Das ist mir insbesondere auch dieses Jahr wieder aufgefallen. Wenn mich Menschen in Beidem abholen können, dann treffen sie nicht nur mein Herz, sondern auch meine Seele.


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Christin Class begegnete mir heute Morgen immer und immer wieder. Und irgendwie passte Beethovens dritte Sinfonie zu der Stimmung. Und die Musik passte auch zu der Stimme von Christin Claas. Und machmal meinte ich, dass irgendwo im Nebel sang....


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