Jaguare im Pantanal

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lokatz

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Vielleicht sind einige von euch ja schon meinem Reisebericht „Natur pur im Pantanal“ gefolgt. (Der ist bei Bedarf hier zu finden: https://www.nikon-fotografie.de/community/threads/natur-pur-im-pantanal.310286/.)

In diesem neuen Reisebericht will ich mich nun auf die Jaguare konzentrieren. Das Pantanal ist schließlich nicht nur das größte Feuchtgebiet der Erde, sondern es weist auch die größte Jaguardichte auf. Onça, wie er in Brasilien heisst, was in einer indigenen Sprache des Landes „Der mit einem Schlag die Beute tötet“ bedeutet, ist besonders im Zentrum des brasilianischen Pantanals, entlang des breiten Flusses Rio São Lorenço, häufig zu sehen. Mit meiner kleinen und netten Reisegruppe von insgesamt nur fünf Fotografen war ich auf diesem Fluß insgesamt achtmal jeweils für etliche Stunden mit dem Boot unterwegs. Dabei haben wir bei jedem Ausflug Jaguare gesehen, wenn auch öfters dieselben.

Jaguare, nach Tigern und Löwen die drittgrößten Raubkatzen, sind anhand ihres Fells recht leicht zu identifizieren. Tatsächlich gab es in der Lodge sogar einen kleinen Führer zu kaufen, in dem jedes in der Gegend gesichtete Tier einzeln mit Namen, Foto und weiteren Informationen aufgeführt war. Wie so viele Tierarten ist auch diese laut der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources leider schon „potentiell gefährdet“.

Aber genug der Vorrede. „Zum Aufwärmen“ will ich zunächst einfach nur einige Fotos dieser beeindruckenden Kraftpakete zeigen.

Man sieht sie am Rio São Lorenço mal fast nicht, ...

2024-09-22 024 Jaguar.jpg
 
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Wann immer ein Jaguar gesichtet wird, sind die Bootsführer verpflichtet, das per Funk an alle anderen weiterzusagen. Auch wenn sie sich gelegentlich ein wenig Zeit damit lassen, sieht es nach einer Viertelstunde oder so dann zum Beispiel so aus:

2024-09-21 003 Boats.jpg

Alle Boote aus der Gegend sind mit Höchstgeschwindigkeit zur Sichtungsstelle gerast und versperren sich nun teilweise gegenseitig die Sicht. Man wartet, ob sich der Jaguar nochmals zeigt. Nun ja.

Dennoch kamen wir fast immer auf unsere Kosten. In der Tat haben wir vielleicht vier- oder fünfmal selbst als Erste eines der Tiere gesichtet und hatten es somit zumindest für ein Weilchen für uns allein. Das waren spannende Momente!

Noch spannender aber war, worüber ich in den nächsten Tagen berichten will: Jaguare auf der Jagd! :)
 
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Schon an unserem ersten vollen Tag auf dem Rio São Lorenço durften wir eine Szene erleben, die bereits völlig als Höhepunkt der gesamten Reise ausgereicht hätte. Es aber nicht war. :sneaky:


Ein oder zwei nahe am Flußufer stehende Boote deuteten auf die Anwesenheit eines Jaguars hin, so dass wir uns dazugesellten. Ja, dort saß in der Tat einer und sah sich interessiert seine Besucher an.

2024-09-19 015 Jaguar.jpg
 
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Plötzlich aber ging er ans Ufer, spähte in die Ferne und stieg unmittelbar danach ins Wasser, um am Ufer entlang zu schwimmen.

2024-09-19 018 Jaguar Killing Capybara.jpg

Wegen einer Baumgruppe hatten wir schlechte Sicht und konnten nicht recht einschätzen, was er gesehen hatte.
 
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Dann ging alles sehr schnell: Der Jaguar erreichte die Baumgruppe, wo ihm ein querliegender Baumstamm das Weiterschwimmen verwehrte. Stattdessen machte er einen gewaltigen Satz über das Hindernis.

2024-09-19 019 Jaguar Killing Capybara.jpg
 
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Nun war es klar: Er war hinter einem Capybara her, zudem einem gar nicht so kleinen Exemplar. Das Capybara, auf deutsch „Wasserschwein“, ist das größte Nagetier der Welt, das über 75kg schwer werden kann. Auf dem Land haben diese Tiere keine Chance wegzulaufen. Sie sind aber bessere Schwimmer als die Jaguare. Logischerweise versuchte dieses Capybara daher, ins tiefere Wasser zu entkommen.

2024-09-19 021 Jaguar Killing Capybara.jpg
 
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... aber kurze Zeit später war die Sache dann doch entschieden: (Bitte Vorsicht, das ist jetzt nichts für zarte Gemüter!)

2024-09-19 023 Jaguar Killing Capybara.jpg

Der Jaguar hatte das Capybara gerade so am Hinterbein erwischt und schleppte nun das zappelnde und quietschende Tier Richtung Land.
 
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