1. Haptik/Ausstattung
Ein Hardcover mit Format. 24,5cm hoch, 20cm breit und 6cm stark ist es im Regal nicht zu übersehen. Wer es zur Hand nimmt sollte gut gefrühstückt haben: knappe drei Kilo Papiergewicht wollen gestemmt und ausbalanciert werden. Wohl dem, der Platz dafür auf dem Schreibtisch hat.
Das Papier ist matt gestrichen und blättert sich leicht. Ein Lesebändchen hilft dabei, schnell zur zuletzt aufgeschlagenen Seite zu finden. Farbige Kopftitel lassen die Kapitel schon von außen erkennen. Ein netter Einfall, jedoch nicht so präzise zu handlen wie ein gestanztes Register.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Printausgabe um Online-Material zum Download ergänzt wurde. Hier stehen Beispielbilder in RAW sowie Videos und Präsentationen für den Leser bereit.
2. Der Autor
István Velsz ist Fotograf für Landschaft und Städtereportagen. Und er ist ein erfahrener Bücherschreiber, der sich schon an früheren Versionen von Lightroom mit entsprechenden Handbüchern abgearbeitet hat. Man traut ihm zu, das Thema durchdrungen zu haben.
3. Inhalt
Der Stoff gliedert sich in 18 Kapitel. Von der Einführung ins Thema bis hin zur Besprechung von mobilen/online Versionen von Lightroom reicht die Bandbreite. Den größten Einzelposten nimmt Kapitel 13 ein, in dem es um die RAW-Entwicklung und Bildstile geht. Knapp 90 Seiten ist dieses Kapitel stark. Dabei werden so wichtige Dinge wie die Beurteilung von Histogrammen und das Arbeiten mit Gradationskurven ausführlich behandelt. Die Bebilderung ist beispielhaft und zeigt deutlich den Zusammenhang von Aktion und Wirkung auf das Bild.
Farbmanagement, HDR, Panorama, Bibliotheken, Exporte für Web und Druck sind weitere Reiter des Registers. Die hohe Qualität in der Aufbereitung der Themen zieht sich durch. Man kann ein beliebiges Kapitel aufschlagen und findet darin dieselbe Sorgfalt in der Kombination von Text, Screenshots und Bildergebnissen, um das gewählte Thema verständlich und kompetent abzuhandeln. Insofern ist der Untertitel „Das umfassende Handbuch“ schon fast zu zögerlich formuliert. Ein Titel wie „Das Handbuch“ wäre nicht zu hoch gegriffen. Kaum vorstellbar, ein ausführlicheres Kompendium zu Lightroom auf die Beine zu stellen. Wer mit diesem Buch durch ist lässt sich in Lightroom nichts mehr vormachen.
4. Wer braucht dieses Buch?
Bei jedem Lightroom-Anwender und Freund gedruckter Standardwerke sollte dieses Buch im Regal nicht fehlen. Es vermittelt dem Anfänger alle Grundlagen und ist dem Könner ein Nachschlagewerk bei tiefer gehenden Fragen wie beispielsweise der Integration von Metadaten in Videos innerhalb des Bibliothek-Moduls.
Fazit:
István Velsz Handbuch ist eine Lightroom-Bibel. Wer sich mit Lightroom 6 beschäftigt findet hier alles Notwendige, um das Programm zu erlernen oder seine Kenntnisse zu vertiefen. Trotz der umfassenden und didaktisch perfekt gestalteten Aufmachung krankt das Buch jedoch wie alle vergleichbaren seiner Art an einem grundsätzlichen Problem: dem Finden eines ausreichend print-affinen Users. Die Zahl derer, die sich einen 50-Euro-Wälzer anschaffen, um mehr über ein EDV-Programm zu erfahren, dürfte begrenzt sein. Zu stark ist die Konkurrenz durch schnell angeklickte kostenlose You-Tube-Tutorials oder den gezielten Tipp aus einschlägigen User-Foren. Auch die Weiterentwicklung der Software und das sicher bald am Horizont erscheinende nächste Lightroom-Release macht dem Buch das Leben schwer. Neue Software - neues Handbuch. Ein Hase-und-Igel-Rennen, bei dem die Nachschlage-Branche regelmäßig den Kürzeren zieht.
Würde ich es mir kaufen? Als Bücherfan, der gerne in Ruhe offline mehr über Programme erfahren möchte, ja. Als Profi-User, der schnell und effizient mit Lightroom arbeiten und Geld verdienen muss, eher nicht. Gehörte ich zu dieser Klientel würde ich mich auf ein entsprechendes Netzwerk verlassen und mein Bücherregel nicht mit Kilos von Papier belasten. Aber das hat nichts mit der Qualität des Buches an sich zu tun sondern ist eher systembedingt.
Für sich genommen hat István Velsz sehr gute Arbeit geleistet.
5 Sterne - keine Frage!
Ein Hardcover mit Format. 24,5cm hoch, 20cm breit und 6cm stark ist es im Regal nicht zu übersehen. Wer es zur Hand nimmt sollte gut gefrühstückt haben: knappe drei Kilo Papiergewicht wollen gestemmt und ausbalanciert werden. Wohl dem, der Platz dafür auf dem Schreibtisch hat.
Das Papier ist matt gestrichen und blättert sich leicht. Ein Lesebändchen hilft dabei, schnell zur zuletzt aufgeschlagenen Seite zu finden. Farbige Kopftitel lassen die Kapitel schon von außen erkennen. Ein netter Einfall, jedoch nicht so präzise zu handlen wie ein gestanztes Register.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Printausgabe um Online-Material zum Download ergänzt wurde. Hier stehen Beispielbilder in RAW sowie Videos und Präsentationen für den Leser bereit.
2. Der Autor
István Velsz ist Fotograf für Landschaft und Städtereportagen. Und er ist ein erfahrener Bücherschreiber, der sich schon an früheren Versionen von Lightroom mit entsprechenden Handbüchern abgearbeitet hat. Man traut ihm zu, das Thema durchdrungen zu haben.
3. Inhalt
Der Stoff gliedert sich in 18 Kapitel. Von der Einführung ins Thema bis hin zur Besprechung von mobilen/online Versionen von Lightroom reicht die Bandbreite. Den größten Einzelposten nimmt Kapitel 13 ein, in dem es um die RAW-Entwicklung und Bildstile geht. Knapp 90 Seiten ist dieses Kapitel stark. Dabei werden so wichtige Dinge wie die Beurteilung von Histogrammen und das Arbeiten mit Gradationskurven ausführlich behandelt. Die Bebilderung ist beispielhaft und zeigt deutlich den Zusammenhang von Aktion und Wirkung auf das Bild.
Farbmanagement, HDR, Panorama, Bibliotheken, Exporte für Web und Druck sind weitere Reiter des Registers. Die hohe Qualität in der Aufbereitung der Themen zieht sich durch. Man kann ein beliebiges Kapitel aufschlagen und findet darin dieselbe Sorgfalt in der Kombination von Text, Screenshots und Bildergebnissen, um das gewählte Thema verständlich und kompetent abzuhandeln. Insofern ist der Untertitel „Das umfassende Handbuch“ schon fast zu zögerlich formuliert. Ein Titel wie „Das Handbuch“ wäre nicht zu hoch gegriffen. Kaum vorstellbar, ein ausführlicheres Kompendium zu Lightroom auf die Beine zu stellen. Wer mit diesem Buch durch ist lässt sich in Lightroom nichts mehr vormachen.
4. Wer braucht dieses Buch?
Bei jedem Lightroom-Anwender und Freund gedruckter Standardwerke sollte dieses Buch im Regal nicht fehlen. Es vermittelt dem Anfänger alle Grundlagen und ist dem Könner ein Nachschlagewerk bei tiefer gehenden Fragen wie beispielsweise der Integration von Metadaten in Videos innerhalb des Bibliothek-Moduls.
Fazit:
István Velsz Handbuch ist eine Lightroom-Bibel. Wer sich mit Lightroom 6 beschäftigt findet hier alles Notwendige, um das Programm zu erlernen oder seine Kenntnisse zu vertiefen. Trotz der umfassenden und didaktisch perfekt gestalteten Aufmachung krankt das Buch jedoch wie alle vergleichbaren seiner Art an einem grundsätzlichen Problem: dem Finden eines ausreichend print-affinen Users. Die Zahl derer, die sich einen 50-Euro-Wälzer anschaffen, um mehr über ein EDV-Programm zu erfahren, dürfte begrenzt sein. Zu stark ist die Konkurrenz durch schnell angeklickte kostenlose You-Tube-Tutorials oder den gezielten Tipp aus einschlägigen User-Foren. Auch die Weiterentwicklung der Software und das sicher bald am Horizont erscheinende nächste Lightroom-Release macht dem Buch das Leben schwer. Neue Software - neues Handbuch. Ein Hase-und-Igel-Rennen, bei dem die Nachschlage-Branche regelmäßig den Kürzeren zieht.
Würde ich es mir kaufen? Als Bücherfan, der gerne in Ruhe offline mehr über Programme erfahren möchte, ja. Als Profi-User, der schnell und effizient mit Lightroom arbeiten und Geld verdienen muss, eher nicht. Gehörte ich zu dieser Klientel würde ich mich auf ein entsprechendes Netzwerk verlassen und mein Bücherregel nicht mit Kilos von Papier belasten. Aber das hat nichts mit der Qualität des Buches an sich zu tun sondern ist eher systembedingt.
Für sich genommen hat István Velsz sehr gute Arbeit geleistet.
5 Sterne - keine Frage!
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| ISBN: 3836234882 |
