Frage Ist VR/OS am Macro-Objektiv ein Muss?

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Bremenfrosch

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Moinsen,

ich überlege, mir für die D90 ein Macro-Objektiv zu kaufen. Die Verkäufer sowohl im "kleinen Laden" wie im "Supermarkt" fragen immer, wofür ich das Objektiv einsetzen will - ähm, Macro-Fotografie, vom kleinen Gegenstand über Blümchen bis hin zu Insekten. Dann greifen sie ins Regal, stellen auf den Tresen, was sie da haben (einerseits ein Sigma 70, andererseits das Sigma 105), und argumentieren in Richtung ihres Objektivangebots. Meine Frage:

Ist ein VR/OS bei einem Macro-Objektiv unbedingt erforderlich?


wird aber nie umfassend beantwortet. "Macro nur vom Stativ" wird gesagt, ist das auch so bei Insekten? "Zumindest vom Einbein" höre ich dann. Aber dann brauche ich doch keinen VR/OS. Andererseits habe ich überlegt, dass man bei Macros in der Natur normalerweise ausreichend Licht hat für 125tel f8, sollte bei einem 90er Macro an DX reichen. Bei Macros im Innenraum habe ich Zeit, um mit Stativ zu fotografieren.

Daher meine Frage an die Macro-Fotografen: Nutzt Ihr bewusst ein Macro mit VR/OS?

Habe mich bereits etwas festgelegt auf das Tamron 90 Macro, ich schwanke nur noch zwischen mit/ohne VR (oder gar dem Stangen-AF).

Vielen Dank für Tipps.

VG Holger
 
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Ich nutze die Makroobjektive Nikkor 40mm 2.8 (Dx), Nikkor Ais 55mm 2.8, Tamron adaptall 90mm 2.5 und Sigma 150mm 2.8. Das Sigma ist das einzige Objektiv mit Stabilisator. Den Stabilisator nutze ich gerne, wenn ich das Sigma als normales Teleobjektive verwende, ansonsten ist er offline, denn ich fotografiere mit Stativ. Freihändig verwendet ist der Stabilisator im Nahbereich auch längst nicht so effektiv wie im Telebereich. Das ist offenbar physikalisch bedingt und bei allen Makroobjektiven so.
Autofokus verwende ich bei Makroaufnahmen ebenfalls nicht.
 
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Ist ein VR/OS bei einem Macro-Objektiv unbedingt erforderlich?
[ ] Ja
[ ] Nein

Such Dir halt was aus :D

Ich perönlich benutze nur selten ein Stativ für Makros, die aktiven Viecher sind zu schnell und bei den gekühlten habe ich keine Lust, lange im Wasser zu liegen (so eine taufeuchte Wiese hat min. den Durchnässigkeitsfaktor eines stehenden Gewässers ;)).

Von mir also ein :up: für die VR.
 
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VR/OS ist kein Muss, aber oft sehr hilfreich. Das Thema Makrofotografie ist so Vielgestaltig das es keine Ratschläge geben kann, die allumfassend sind. Stativ ist manchmal notwendig, also VR abschalten. Bei manchen Motiven ist ein Stativ aber auch total unbrauchbar.
Bei der Jagt nach Insekten im natürlichen Lebensraum ist ein Makroobjektiv mit VR sicher die erste Wahl, wenn man nicht gerade die kleinen Krabbler in Kältestarre ablichten will und dazu das Stativ einsetzt.

Gruß, Karl
 
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Ich mache keine Makroaufnahme ohne Stativ und daher ist ein VR/OS für mich nur unnötiges Gewicht, anfällige Mechanik usw...
Auch auf den AF könnte ich bestens verzichten, den habe ich bei meinem Makroobjektiv so gut wie noch nie benutzt.

Gruß
Heiko
 
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Hallo,
mir geht's da wie Heiko. Ich mache meine Makros vom Stativ und per manuellem Fokus. Daher brauche ich weder AF noch VR/OS/VC.
Ich fotografiere Insekten und Spinnen. Allerdings nur früh morgens oder abends.
Ich habe übrigens auch das Tamron 90mm ohne VC und bin sehr begeistert. Schärfe und bokeh sind super. Das neue wird nicht schlechter sein!
Würde ich Freihand arbeiten, wäre für mich der Stabi jedoch Pflicht.
 
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Ich nutze das Tamron 90mm mit VC und kann es nur empfehlen. Viele Makros habe ich mit dem Stativ gemacht, aber auch einige ohne; und da war der VC ganz nützlich. Ich finde, dieses Objektiv eignet sich zudem gut für Porträts und auch dort ist der VC kein Nachteil.

Deshalb: Auch von mir ein :up: für VC.
 
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f8 kannst du bei sehr nah vergessen, f14 und kleinere Blende. Da wird oft das Licht schon knapp. Der VR gibt dir dann mehr Spielraum für die Zeit.
Bei einer Neuanschaffung würde ich da keine Kompromisse eingehen, nur mit VR und auch USD. Er ist schneller und genauer wie Stange und für später mal, nicht jede neue Kamera hat einen AF-Antrieb.

Habe das neue 90mm Tamron Makro USD VR seit einem Jahr, gibt nichts zu meckern. Feine Linse.
 
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Ist ein VR/OS bei einem Macro-Objektiv unbedingt erforderlich?



VG Holger

Hallo Holger,

ich würde sagen dass für gute Makros keines der modernen Features unbedingt erforderlich ist. Man braucht weder AF, VR, noch Belichtungsmessung. Jedoch macht jedes dieser Features das Makro-Objektiv universeller. Beispielsweise nutzen viele Fotografen ihre Makro-Objektive auch für Porträts, in welchem Bereich AF und VR wiederum sehr nützlich sein können. Ich würde daher nicht nur schauen, was für Makros unbedingt erforderlich ist. Üblicherweise kauft man Objektiv nicht nur für eine spezielle Anwendung, sondern für viele unterschiedliche Anwendungsbereiche. Universell nutzbare Objektive zu haben, zahlt sich spätestens im Urlaub aus, in den man nicht mit 20 Objektiven fährt, sondern vielleicht mit 2-5, die aber ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichen Motiven abdecken können.
 
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Wenn man bedenkt, dass der Effekt eines VR ab 1:3 deutlich abnimmt und ab 1:2 de facto gar nicht mehr vorhanden ist, relativiert sich der Einsatzbereich für Macros wieder etwas. Mir wäre noch nicht aufgefallen, dass sich der VR negativ aufs Bild ausgewirkt hätte weshalb ich beim Einsatz als kurzes Tele wieder ganz froh bin, ihn zu haben.
 
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ein makroobjektiv ist ein normales objektiv, das lediglich eine verkürzte naheinstellgrenze für den größeren abbildungsmaßstab hat.
da ich das >normale< objektiv für aufnahmen aller art benutze, hatte ich bei der anschaffung auf den VR wert gelegt.
 
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Beides, lieber Holger, beides!

Ich habe von Sigma das 2.8/150 ohne OS. Dieses benutze ich nur vom Stativ (ich fotografiere hauptsächlich Pflanzen). Ich habe aber auch das 105er von Nikon mit VR. Und es gibt Situationen, da bin ich froh, dass dieses Objektiv einen VR hat. Nämlich dann, wenn mir auf Spaziergängen mit der Freundin (zum Beispiel) ein entsprechendes Motiv vor die Linse kommt, und ich gezwungen bin, freihand zu arbeiten.

Aber im Wesentlichen stimmt die Aussage: "Makro immer mit Stativ" schon. Und die Kollegen hier bestätigen das ja auch.
 
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... für meine Makroaufnahmen im Studio bzw. an "ruhenden" Objekten habe ich mir das Sigma 2.8/150 HSM (ohne VR) gekauft. Ein sehr gutes Objektiv - mir fehlt nichts.

Tschüs - Gerhard
 
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Wenn man in den Bereich von 1:1 kommt, dann wird das Verwackeln in die Tiefe das Kritischste, und genau dafür hilft der VR nicht.

Ich habe das 105er Nikon mit VR, aber bei den Makroaufnahmen habe ich nicht das Gefühl das der VR sonderlich hilft.
Der AF übrigens auch nicht wirklich.
 
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AW: Ist VR/OS am Macro-Objektiv ein Muss? >> Vielen Dank <<

Moin zusammen und zunächst allen mein herzliches Dankeschön für Eure Tipps!

Habe mich für das Tamron 90 mit VC entschieden und meine ersten, zaghaften Schritte damit gemacht. Dabei habe ich gemerkt:
  • mit dem VC kann man schon eine Menge anfangen an dem Objektiv aber
  • je näher man an das Motiv kommt (je größer die Vergrößerung) desto weniger nützt der VC,
  • für "richtige" Makros braucht man das Stativ, aber für "zwischendurch" ist der VC Gold wert und
  • Blende, Blende, Blende!
Bei "wunderschönem Grau" am Himmel habe ich mal einige Testaufnahmen gemacht. Alle aus der Hand :dizzy:

16559947562_3c0a771d02_o.jpg

>> Urwald auf der Gartenmauer <<

16373392848_368f1e6c77_o.jpg

>> nächste Abzweigung rechts <<

16375133397_3548b61939_o.jpg

>> Blüte im Winter :dizzy: <<​

Richtige Makros vom Stativ muss ich noch probieren.

VG Holger
 
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schöne scharfe erste Versuche :up:

Ich rase eher freihand auf Insektenjagt durch den Garten. Ehe das Stativ steht, ist der Schmetterling w e c h.

Deswegen ist VR schon nicht verkehrt. Viel Spass mit dem neuen Glas.

Frank
 
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das ist ja langweilig ;).......womöglich noch mit Eisspray behandeln. (ja, sowas habe ich auch schon gelesen)

Habt Ihr keinen Jagttrieb?? :)

LG

Frank
 
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Das Wort Eisspray fällt oft, wenn es um Diskussionen über Makros mit/ohne Stativ geht...man muss aber nicht jedes Märchen glauben :)

Den Jagdtrieb kann man auch früh morgens ausleben. Und die Vorliebe für schönes und nicht zu hartes Licht, auch.

Gruß
Heiko
 
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