Ist der Wald Medizin?

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Danke für den Hinweis.

Ich fürchte nur, daß in Zukunft immer weniger Wald existiert, in dem man oder frau noch Erholung finden kann. Denn
nachdem sich immer mehr Menschen dagegen wehren, wenn ihnen ein - oder meist viele - von diesen unsäglichen
Monster-Windquirls vors Haus gesetzt werden sollen, hat die Politik ja inzwischen beschlossen, daß nun auch Wälder
in Industrieflächen umgewandelt werden dürfen. Und wenn ich mir vorstelle, ich gehe durch einen Wald, in dem die Wege
zu autobahntauglicher Breite aufgeweitet wurden, und dazwischen stoße ich immer wieder auf diese Dinger, für die jeweils
fußballplatzgroße Flächen entwaldet wurden, helfen mir alle Terpene der Welt nicht, um den Ärger und den emotionalen
Stress auszugleichen, den ich dort mit Sicherheit haben werde.

Dann bleibe ich wohl besser zuhause und hole mir meine Terpene in der Apotheke...

Grüße, Christian
 
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Hallo Christian,

wenn der Wald für Autobahnen, Industrieflächen, Windkrafträder und anderem abgeholzt wird, finde ich das auch furchtbar.
Aber andererseits: wir wollen Autofahren, wir benötigen Strom, wir kaufen Möbel, wir heizen...

Irgendwo muss der Rohstoff dafür herkommen. Ich denke, man kann nur dazu beitragen, dass weniger Wald vernichtet wird, indem man das eigene Verhalten überdenkt und anpasst. Eine andere Lösung sehe ich nicht.
Gottseidank werden ja auch immer wieder Wälder unter Schutz gestellt.
Ich glaube, es gibt viele Menschen, die sich für den Erhalt des Waldes einsetzen und das ist auch gut so :)
 
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Den Bericht habe ich eben in Ruhe angeschaut und zurückgedacht an unsere Zeit im Wohnwagen, umrandet vom Wald an einem See.
Es hat uns gut getan.
Aufgegeben haben wir aufgrund der dort immer schlechter gewordenen sanitären Verhältnisse - und das humane Umfeld passte durch neue Leute nicht mehr wie vordem.
Trotzdem denken wir immer wieder wehmütig zurück.

Der Film gibt zu denken.
Nicht alles ist im Wald besser. Hier in der Stadt ist das nächste Krankenhaus in (Makler-Deutsch - scheußlich, aber passend) in "fußläufiger Entfernung".
Mit fortgeschrittenem Alter kommen solche Gedanken auch zum tragen; dennoch muss ja nicht gleich wieder in den Wald ziehen, aber ich werde die Gedanken zu Wald und Natur wieder ernster nehmen.

:danke:
 
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Schöner Bericht danke für den Link:)

Geht man bei meinem Elternhaus aus der Türe steht man quasi schon im Wald, als Kind habe ich also auch viel im Wald gespielt:)

Vllt wollte ich genau deswegen in die Stadt ziehen, aber selbst hier bin ich in 5 Minuten im Wald, in der grünsten Großstadt Deutschlands:D:)
 
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Vor einigen Jahren habe ich mal für eine Weile in St. Peter Ording gelebt.
Was mir nach kurzer Zeit am allermeisten fehlte: Der Wald!

So schön es an der See auch ist, auf den Wald könnte ich nicht verzichten ;)
 
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Ich gehöre zu den Glücklichen, in ein paar Minuten bin ich im Wald und habe meine Ruhe, einfach zum Entspannen. Es gibt Tage da treffe ich kaum Leute da alles abseits von den Wanderrouten ist.
Vielmals nur das Fernglas dabei, was ich bis jetzt nur ein paarmal bereute.

Wolfgang
 
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Ich war auf dem Noredseeinternat in St. Peter Ording, meine Familie (und auch die meiner Frau) wohnen im Wiehengebirge nah an echt grossen Wäldern.

Hier in Frankreich lebe ich echt weitab von Wäldern, und meine Wochenenden verbringe ich so oft es geht auf dem Wasser und am Strand. Wald bedeutet mir echt nix. Feucht, kalt, modrig ....
 
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So schön es an der See auch ist, auf den Wald könnte ich nicht verzichten ;)

Ich hätt gern beides! :D

Rügen hat das ganz gut hinbekommen...

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Auch ich bin gern am Wasser, am Meer oder zumindest in der Nähe von Wasser.

Für uns und unsere Hunde ist die Ostsee seit vielen Jahren die erste Wahl. Aber genau so gern verbringen Hunde und Menschen die freie Zeit im Wald und unter Bäumen.

An der Ostsee ist Rügen die erste Wahl als Kombi dafür. Zuhause haben wir das große Glück in unmittelbarer Nähe einer der schönsten Wälder in der Republik zu wohnen, dem Reinhardswald:

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Meine Dosis Wald hole ich mir auf dem Rücken meiner alten Stute. Heute nicht mehr so viel wie früher, weil sie keine 4-stündigen Ausritte mehr durchhält (die Gute ist ja schon 29), aber ich schaffe es immer noch, mir im Wald Wege zu erschliessen, auf denen ich keinem Wanderer oder Mountainbiker begegne. Wobei ich mir darüber im Klaren bin, dass ich eindeutig gegen das baden-württembergische Waldgesetz verstosse. Wenn es ernst wird, steige ich halt ab, das Führen von Pferden im Wald ist im Gegensatz zum Reiten nicht reglementiert :)
 
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[MENTION=2090]Bettina[/MENTION] [MENTION=1]Klaus Harms[/MENTION]

Da habt ihr recht, deshalb hat mir Rügen auch besonders gut gefallen (oder auch die Mecklenburgische Seenplatte mit dem Müritz National Park).

Nur See mit Deich und Landwirtschaft dahinter finde ich öde, Wald muss sein! ;)
 
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Meine Dosis Wald hole ich mir auf dem Rücken meiner alten Stute. Heute nicht mehr so viel wie früher, weil sie keine 4-stündigen Ausritte mehr durchhält (die Gute ist ja schon 29), aber ich schaffe es immer noch, mir im Wald Wege zu erschliessen, auf denen ich keinem Wanderer oder Mountainbiker begegne. Wobei ich mir darüber im Klaren bin, dass ich eindeutig gegen das baden-württembergische Waldgesetz verstosse. Wenn es ernst wird, steige ich halt ab, das Führen von Pferden im Wald ist im Gegensatz zum Reiten nicht reglementiert :)

Wald mit Pferd ist auch was besonders schönes, habe ich früher auch gemacht, ich beneide Dich ;)

29 Jahre ist aber ein tolles Alter für Dein Pferd! :)
 
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Wald ja, aber seit der vor meiner Haustür vor Jahren zu Deutschlands bestem Premiumwanderweg gekürt wurde, ist es vorbei. Ein Touri-Trampelfpad kreuzt den nächsten und ständig kommen neue hinzu. Von tieffliegenden Montainbikern ganz zu schweigen ... :wuerg:
 
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Ohne Wald kann ich auch nicht sein.
Ich liebe Reisen in Gegenden wie Grönland, Neufundland, Namibia, Senegal, Alaska, Gebirge und Gletscher.
Aber leben möchte ich dort, wo Wald ist.
Meine Wohnung habe ich mir danach ausgesucht, wo ich direkt vor der Türe Wald habe.
Wald ist für mich Leben pur.
Hier kann ich an ruhigen Stellen für Stunden sitzen. Ein Reh kommt vorbei. Ein Wildschwein - mit viel Glück. "Meine" Dachse. Eine Maus. Eichhörnchen jagen sich um die Bäume. Die Jahreszeiten.

Ich habe am Strand gelebt. Den fand ich nach kürzester Zeit langweilig.
Ich finde es komfortabel, eine Stadt in erreichbarer Nähe zu haben.
Aber wohnen möchte ich immer mit Wald hinterm Haus.

Ja, ich finde, Wald ist definitiv Medizin, für mich. Wenn ich stundenlang durch den Wald wandere, am besten alleine, dann bin ich ganz bei mir. Ich kann meine Gedanken kreisen lassen. Ich werde ruhig. Ich finde unendlich viele Details. Ich bewundere die Bäume. Ich werde unwichtig.

Aus einem Wald komme ich immer erleichtert heraus.
Und beglückt.
 
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Ich kann Sylvias Gefühle in Bezug auf den Wald absolut teilen :)

Auf mich hat der Wald schon immer eine totale Faszination ausgeübt.
Für mich ist Wald immer ein Stück Magie. Das Rascheln der Blätter, die Geräusche des Windes in den Wipfeln, der faszinierende Geruch, der nachgiebige, weiche Boden, die Lichtstrahlen, die kleine Inseln auf dem Boden hervorheben, die Pilze, die ihre Köpfe durch den Boden recken, die vielen Tiere die dort leben und ihre Geräusche, Gesänge, Farben, Formen, ihr Verhalten... Das Knacken, Knarzen, Ächzen der Bäume und Äste, das Heulen im Sturm, das Prasseln im Regen, das Leuchten in der Sonne, das fahle, gelbliche Licht bei Gewitter, das Murmeln und Tosen der Bäche im Wald...

Es ist einfach unbeschreiblich und ich bin so froh, es immer wieder erleben zu können. :)

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