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Island und Radfahren - Autofahrer und Radfahrer mögen da eine ganz unterschiedliche Sicht drauf haben. Ich als Radfahrer habe mitunter alles andere als jugendfrei geflucht, wenn Autofahrer bei ordentlich Wind mit kaum Abstand an einem vorbei gefahren sind (bei Seitenwind kann einen das ordentlich durcheinander wirbel, da man plötzlich Windschatten hat, dann die Verwirbelungen des Wagen und dann wieder im Wind steht).

Als Autofahrer wird man den Radler evtl. als lästiges Übel empfinden, der einen auf einer Straße zum Abbremsen zwingt, weil gerade Gegenverkehr kommt.

Die wirklichen "Rad-Junkies" sind meines Erachtens aber meist nicht die Reiseradler, die in gemächlichem Tempo auf den Straßen gegen Wind, Steigungen und attakierende Seeschwalben kämpfen, sondern Jungs wie die, die auf dem folgenden Foto klein zu erkennen sind.

Die Geschichte zu dem Bild. In Landmannalaugar bin ich abends auf den Blahnukur gestiegen und habe auf eine schöne Lichtstimmung und entsprechende Aussichten gehofft Beim Abstieg kam mir ein Mountainbiker entgegen. Unten angekommen sah ich einen Fotografen und einen jungen Mann, der eine Fotodrohne steuerte. Wie sich herausstellte, haben sie den Biker gefilmt/fotografiert, der sich den Hang einige Male herunterstürzte auf seinem Bike.

Wenn man den losen, sandigen Untergrund kennt und weiß, wie steil es auf der rechten Seiten den Hang runter geht, dann wird einem da ganz anders.

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Aber Respekt. Der Biker hat sein Gefährt jedesmal sicher den Hang runter gesteuert und dann mit Geduld wieder hoch geschoben. Ich vermute, dass dort Aufnahmen für einen Radhersteller gemacht wurden.
 
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Ein kleines und letztes Update hier noch. Während der Zeit in Island und auch danach bin ich ja darum gebeten worden, mal genauer zu erläutern, wie ich das Rad bzw. Kameraausrüstung am Rad gepackt habe.

Da das Wetter heute hier in Sachen Regen ja fast isländische Dimensionen hatte :D (Zum Glück, da hier ja alles knarzetrocken ist), habe ich mir mal die Zeit genommen, und versucht die Frage zu beantworten.

Hier noch einmal das Rad, so wie es bepackt war, in der offenen Ortlieb-Tasche war der Kamerarucksack, den ich für das Foto herausgenommen habe.

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Und hier mal die Ortlieb-Tasche mit dem Rucksack drin, so dass man sehen kann, dass das passt.


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Weitere Bilder und Informationen zum Packsystem mit mehr Bildern, die aber nur am Rade zu diesem Thread, in dem es ja um Island und nicht um Radtaschen geht, passen würden, findet Ihr hier.

http://www.fotografie-achenbach.de/2015/08/16/radreise-und-kamera-wie-packen/
 
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Hab vielen Dank für deinen lesenswerten und bebilderten Bericht, Christoph!
Deine Ausrüstung sieht übrigens genauso aus wie meine geplante Version, ich würde vielleicht noch ein 14er mitnehmen, ansonsten freue ich mich, dass ich auf deine Erfahrungen zurückgreifen kann. ;):up:
 
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Hast Du mal gewogen, wie schwer das Gepäck war [MENTION=4341]digital_eye[/MENTION]?
Ich war vom 1. - 10. August auch mit dem Fahrrad unterwegs und habe mich entschlossen,
die Fotoausrüstung so minimal wie möglich zu halten (Olympus E-PL5 mit Lumix Pancake 20/1.7 in einer Gürteltasche + iPad Air)
und hatte trotzdem 11kg in den Ortlieb-Taschen am Gepäckträger.
 
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Auf dem Hinflug hatte ich 19,9 Kilo im Seesack (3 Ortlieb-Taschen, Zelt ...), nur Kameraausrüstung und Computer waren Handgepäck (wenn ich mich recht entsinne, dann waren das etwa 8kg).

Der Seesack, der aber nicht schwer war, ist in Grindavik geblieben, dafür kamen dann eben noch Lebensmittel dazu (Nudeln, Brot, Müsli, eine 1 1/2 Liter Flasche am Rad ...). Gewogen habe ich nicht, aber aus den Zahlen oben ergibt sich ja, dass es etwa 30 Kilo Gepäck waren.

Wobei da beim Rad noch Luft für mehr Gepäck gewesen wäre (es ist bis 150kg Beladung zugelassen, wobei da der Fahrer natürlich mitzählt).

Gefühlt ist das dann immer so, dass man die ersten beiden Tage flucht (weil man z.B. gerne die gewohnten Gänge fahren würde) und sich dann aber schnell an das Gepäck gewöhnt und die Fahrweise anpasst.

Da ich bei der Kameraausrüstung möglichst wenig Abstriche machen wollte, habe ich bei anderen Teilen umso mehr auf das Gewicht geschaut und versucht, dort möglichst leicht unterwegs zu sein (z.B. Hilleberg Zelt mit unter 2kg Gewicht, nur 1 Topf anstatt normalerweise 2, leichte und kleine ISO Matte, leichter 3 Jahreszeiten Schlafsack). Es sollte ja auch noch etwas Spielraum bleiben für Passagen, an denen man ein paar Tage lang nicht gut einkaufen kann (z.B. zwischen Borgarnes und Olafsvik auf der Snaefellsnes Halbinsel) und man daher mehr Proviant an Bord hat.
 
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Hattest du dein eigenes Rad im Flugzeug mit oder hast du dort eins gemietet? (sorry, wenn das schon irgendwo in den vielen interessanten Beiträgen steht und ich das überlesen habe) ..
 
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Hattest du dein eigenes Rad im Flugzeug mit oder hast du dort eins gemietet? (sorry, wenn das schon irgendwo in den vielen interessanten Beiträgen steht und ich das überlesen habe) ..

Ich hatte mein eigenes Bike dabei. Das ist zwar im Flugzeug immer etwas mit Stress verbunden (kommt es heile an?), aber dann hat man das Bike mit der absolut passenden Geometrie und kennt das Material, was bei einer Panne wichtig sein kann.

Beim Mieten fängt es ja schon damit an, dass man nicht sicher sein kann, dass die Packtaschen optimal passen (bei Ortlieb gibt es z.B. Adapter für unterschiedliche Rohrdurchmesser der Gepäckträger, beim eigenen Bike kann man das also optimal aufeinander anpassen).
 
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