Von majestätischen Steinböcken in den Alpen bis zu cineastischen Landschaften des amerikanischen Westens – die CALVENDO Jurypreise 2026 feiern die beeindruckendsten Kalenderprojekte des Jahres.
Für uns als Netzwerk Fotografie Community ist diese Bekanntgabe jedes Mal ein echtes Highlight. Warum? Weil die Gewinner-Kalender die enorme Bandbreite unseres Handwerks zeigen und eine perfekte Inspirationsquelle für deine eigenen Projekte sind. Ob spektakuläre Wildlifefotografie, feinfühlige Street-Porträts oder experimentelle Kunst – die Preisträger:innen 2026 zeigen eindrucksvoll, was mit Kamera, Geduld und dem richtigen Auge möglich ist.Wir nehmen dich mit auf eine Reise durch alle Kategorien und stellen dir die ausgezeichneten Werke im Detail vor.

Der Hauptpreis: Kalender des Jahres
Steinböcke - Eindrückliche Könige der Alpen
Fotografin: Michaela KramerKategorie: Kalender des Jahres
Dieses Kalenderprojekt hat die Jury durch seine außergewöhnliche fotografische Nähe nachhaltig beeindruckt. Michaela Kramer hat die stolzen Steinböcke in den Schweizer Alpen über Jahre hinweg und durch alle Jahreszeiten begleitet.
Wer schon einmal in den Bergen fotografiert hat, weiß, was das bedeutet: Schleppen von schwerem Equipment in schwindelerregende Höhen, extreme Wetterwechsel und unzählige Stunden des Wartens.
Das Ergebnis sind uninszenierte, zutiefst respektvolle Wildlifefotografien voller Authentizität, die uns die majestätische Präsenz der Tiere hautnah spüren lassen.
Die CALVENDO Jurypreise 2026 in den Fachkategorien

1. Natur: Wo der Wald träumt
Fotografin: Natalja MaibachWie bricht man aus klassischen Mustern der Landschafts- und Naturfotografie aus? Natalja Maibach zeigt es uns. Sie nutzt Wasseroberflächen als zentrale Bildfläche und verfremdet die gespiegelten Waldszenen ganz bewusst durch Kräuselungen, Blätter und gezielte Farbgestaltung.
So entsteht eine zutiefst meditative, malerische Bildwirkung. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus einem Naturmotiv durch eine künstlerisch-experimentelle Interpretation echte Poesie auf Papier wird.

2. Tiere: Papageitaucher - charmante Clowns
Fotografin: Judith KuhnAn den windgepeitschten Klippen Islands braucht man vor allem eins: Geduld und ein Gespür für den perfekten Moment. Die ambitionierte Hobbyfotografin Judith Kuhn fängt das Leben der Papageitaucher im harten nordischen Licht ein.
Vom Fischfang über die Gefiederpflege bis hin zu intimen Momenten in der Mitternachtssonne – die Bilder balancieren perfekt zwischen der rauen Wildheit des Lebensraums und dem zarten Charakter der Vögel.

3. Regional: Wernigerode - Mittelalterliches Flair am Rande des Harzes
Fotografischer Blick: Thomas BugdollArchitektur- und Stadtfotografie lebt von Licht und Perspektive. Thomas Bugdoll verzichtet komplett auf künstliche Bildinhalte und setzt auf ehrliche, authentische Fotografie.
Seine Aufnahmen von Wernigerode bestechen durch eine frische, sonnige Farbigkeit und spannende Sichtachsen durch die historischen Gassen. Neben den weiten Ansichten verliert er nie den Blick für die feinen Details der Fachwerkfassaden – handwerklich hervorragend umgesetzt.

4. Produktfotografie: Orgel Giganten
Fotograf: Bodo SchmidtKircheninnenräume gehören wegen der extremen Kontraste zu den schwierigsten Locations überhaupt. Bodo Schmidt beweist hier hervorragende Lichtführung. Er holt die monumentalen, komplexen Musikinstrumente aus der Dunkelheit der Kirchenschiffe und setzt die glänzenden Orgelpfeifen perfekt in Szene.
Seine fotografische Erfahrung reicht von der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie über Lochkamera-Techniken bis zur modernen Digitaltechnik – und diese intensive Auseinandersetzung mit der Fotografie sieht man jedem einzelnen Kalenderblatt an.

5. Mobilität: Bella Macchina
Fotografen: Frank Kremer & Richard KieferHistorische Mopeds aus den 70er und 80er Jahren als filigrane Kunstwerke: Frank Kremer und Richard Kiefer inszenieren die liebevoll restaurierten italienischen Zweirad-Klassiker in perfekt arrangierten Stillleben.
Für uns Fotograf:innen ist dieses Kalenderdesign eine Lehrstunde in Sachen Ausleuchtung, Komposition und dem gezielten Wecken von Emotionen und Nostalgie durch Details.

6. Menschen: Menschen in Nepal
Fotograf: Stefan PreissGute Porträtfotografie baut Distanz ab und transportiert Würde und Respekt. Auf seinen Reisen nach Nepal hat Stefan Preiss Feldarbeiterinnen, Mönche, Kinder und heilige Männer fotografiert.
Seine Bilder leben von den kleinen Gesten – einem neugierigen Blick, einem feinen Lächeln. Ein inspirierendes Werk, das demonstriert, wie man sich Menschen fotografisch nähert, ohne voyeuristisch zu wirken.

7. Reise: Discover the West
Fotografin: Nicolette BernsDer amerikanische Westen wurde schon millionenfach fotografiert. Die Herausforderung: Bekannte Ikonen wie das Monument Valley, den Antelope Canyon oder den Yosemite-Nationalpark neu und spannend zu zeigen.
Nicolette Berns gelingt das über eine cineastische Bildsprache, die sofort Assoziationen an große Hollywood-Western oder moderne Blockbuster weckt. Die Landschaften wirken dadurch erstaunlich frisch und packend.

8. Architektur: Treppenhauspoesie – Architektur im Aufstieg
Fotograf: Karsten RahnDer Kieler Fotograf Karsten Rahn hat den Blick für das vermeintlich Unscheinbare. Seine Arbeiten zeigen Treppenhäuser abseits ihrer reinen Funktion als Kunstwerke aus Beton, Holz und Metall.
Durch extreme Perspektiven – von oben nach unten, spiralförmig oder minimalistisch-geometrisch – fängt er die klare Formensprache der Architektur ein. Ein toller Anreiz, beim nächsten Fotowalk mal wieder nach oben zu schauen!

9. Foodfotografie: Vegetarisch - leicht und lecker
Fotograf & Creator: Martin RettenbergerKnackiger Salat, strahlend weißer Feta, frische Kräuter: Martin Rettenberger kombiniert erstklassige, appetitanregende Food-Fotografie mit alltagstauglichen Rezepten.
Als Digital-Expert verbindet er dabei Technologie und kreatives Handwerk, um Emotionen direkt auf den Geschmackssinn zu übertragen. Ein Kalender, der beweist, wie wichtig Styling und Farbkontraste in der Objektfotografie sind.

10. Humor: Großes Katzenkino
Künstlerin: Kerstin WaurickFotografie darf Spaß machen – und manchmal verlässt sie die Grenzen der Kamera komplett! Dass die eigentlichen Herrscher unseres Alltags unsere Katzen sind, ist kein Geheimnis. Doch wie sähen die großen Filmklassiker aus, wenn Samtpfoten die Hauptrollen übernehmen würden?
Kerstin Waurick hat diese Idee auf eine ganz besondere Weise umgesetzt: Sie nutzt die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, um humorvolle Kinoplakate im charmanten Stil alter japanischer Filmplakate zum Leben zu erwecken. Von augenzwinkernden Anspielungen wie „Cat Bond“ bis zu „CUTEzilla“ verbindet dieser Kalender eine große Portion Humor mit moderner, generativer Bildgestaltung und zeigt, wie vielseitig das Thema "Bildkreation" heute gedacht werden kann.

11. Kunst & Illustration: Magische Welt der Bücher
Künstlerin: Anja FrostDass moderne Bildgestaltung heute auch neue technologische Wege geht, verdeutlicht Anja Frost. Sie nutzt KI-Illustrationen, um literarische Fantasiewelten mit enormer Liebe zum Detail visuell erfahrbar zu machen.
Für uns Kreative ein spannender Blick über den Tellerrand der klassischen Fotografie hinaus in den Bereich des digitalen Artworks.

12. Idee und Umsetzung: Soulful Days - Dein Selfcare-Kalender
Kreativer Kopf: Fred SchimakDie Jury lobte hier besonders die Liebe zum Detail und den innovativen Ansatz. Fred Schimak kreiert eine ganz eigenständige Bildsprache: Ein Mix aus moderner Technologie und einem handgemachten, illustrativen Stil.
Ein Kalender, der nicht nur optisch durch seine aufwendige Gestaltung (wie das September-Blatt) besticht, sondern auch konzeptionell als täglicher Begleiter für mehr Achtsamkeit funktioniert.
Fazit: Inspiration für das eigene Kalenderprojekt
Die CALVENDO Jurypreise 2026 zeigen vor allem eines: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, um visuelle Geschichten zu erzählen. Ob du nun jahrelang Steinböcken in den Alpen folgst, die Geometrie von Treppenhäusern entschlüsselst oder mittels künstlicher Intelligenz ganz neue, humorvolle Welten erschaffst – entscheidend sind die kreative Idee und der Mut zur Umsetzung.Vielleicht liegt genau darin die größte Inspiration der CALVENDO Jurypreise 2026: Nicht das perfekte Genre entscheidet, sondern die eigene fotografische Handschrift. Welche Ideen würdest du selbst gern einmal als eigenen Fotokalender gestalten? Zeig es uns in der Community!
Hier geht es zur Übersicht der Preisträger bei CALVENDO: