Indien - unterwegs in Himachal Pradesh

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Matze_D800

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Hallo,

ich möchte euch heute von meiner diesjährigen Reise nach Indien berichten. Vor zwei Jahren war ich das erste mal in diesem schönen Land und es war Liebe auf den ersten Blick. Nachdem wir im letzten Jahr den Süden besucht hatten, waren wir in diesem Jahr im Norden unterwegs. Mit meinen Fotos möchte ich euch davon berichten. Ich hoffe, sie gefallen euch.

#1​



Am ersten Tag in Indien´s Hauptstadt Delhi haben wir unsere Freizeit im Sikh Tempel Bangla Sahib verbracht. Da wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt bereits auf unsere ersten Reise gesehen hatten, wollten wir dieses Mal tiefer in den religösen Alltag eintauchen.

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Wir haben uns also einfach zu den anderen gesetzt und die Leute beobachtet. Seltsamerweise gefällt es den Indern, sich mit uns Weißen/Ausländern zu fotografieren. Da bekamen wir schon mal ein Baby auf den Arm gelegt und waren Fotomodel.

#4​



Am Abend fuhren wir dann mit dem Zug von Delhi nach Amritsar. Die Fahrt sollte sechs Stunden dauern. Erwartet hatte ich überfüllte Züge mit Schwarzfahrern auf dem Dach. Bekommen haben wir 1. Klasse, Beinfreiheit ohne Ende, funktionierende Klimaanlage, genügend Stauraum für das Gepäck, Pünktlichkeit, und vor allem ein 3-Gang-Menü plus Mineralwasser, Tee/Kaffee. Die Fahrt hat umgerechnet ca. EUR12,- pro Person gekostet.

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Am 2.Tag stand Amritsar auf dem Proramm. Der Grund, warum man hierher kommt, ist der Goldene Tempel der Sikh.

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In dem Goldenen Tempel liegt das Heilige Buch der Sikh. Jeden Abend wird es zum Schlafen in ein Gebäude gegenüber gebracht. Leider hat sich die Zeremonie an diesem Tag um mehrere Stunden verzögert, so dass wir sie nicht miterleben konnten. Aber so hatte ich wenigstens Zeit für eine Langzeitbelichtung:



 
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Am Abend ging es dann zur Indisch-Pakistanischen Grenze bei Wagah. Hier findet allabendlich eine Schließungs-Zeremonie der besonderen Art statt. Bei Bollywood-Musik feiern die angereisten Inder frenetisch die Schließung des Grenzüberganges. Auf youtube gibts da sicher Videos.





Das Interesse der Inder an diesem Ereignis ist riesengroß. Tausende Besucher strömten von den Parkplätzen zum Einlaß. Für ausländische Touristen und V.I.P.´s war der Weg dorthin extra auf der linken Straßenseite frei gehalten, während die Einheimischen auf der rechten Straßenseite abgesperrt auf den Einlaß wartetet. Danach gab es einen Run auf die besten Plätze. Für die Touristen und V.I.P.´s gibt es eine extra Tribüne ganz nah am Geschehen. Während für den Außenstehenden das Ganze eher wie ein Folklore-Festival anmutet, sind die Inder mächtig stolz darauf. Das merkte ich vor allem auf dem Rückweg zum Bus, als mich ein Inder ansprach und frug, wie es mir gefallen hat. Da sah ich sein Leuchten in den Augen.
 
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Guten Morgen! Von Amritsar geht es heute mit dem Reisebus nach Dalhousie, eine ehemalige Hill-Station der Briten auf ca. 2.000m Höhe über NN. Hill-Stations nannten die Briten die Orte, in die sie sich während der heißen Sommermonate zurück zogen. Heute sind es beliebte Ferienorte für Inder, die es sich leisten können.







Auf einem abendlichen Spaziergang mal ohne Reisegruppe, sprach uns ein junger Tibeter, der hier lebt, an. Überhaupt wird man als Tourist überall freundlich angesprochen und gefragt, woher man komme, wie man heisst, und ob es uns hier gefällt. Meist wird dann noch ein gemeinsames Foto mit dem Handy geschossen. Egal ob Kinder oder Männer.



Er zeigte uns eine der ältesten Kirchen Indiens, den Markt und das herrliche Panorama auf die Umgebung, die wir am nächsten Tag sehen sollten.









 
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Wunderschön.:up::up::up:

Die Qualität + Farben sind der Hammer.

Liegt sicher auch an der Kamera.;)


Ironie on
("Herr Paul Bocuse, das Essen war vorzüglich, was haben sie für Töpfe")
Ironie off
 
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So, alle da? Weiter geht´s.

Am nächsten Tag fuhren wir mit Jeeps ab Dalhousie auf das Hochplateau Khajjiar, ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.






Dieses Fleckchen Erde wird auch Little Switzerland genannt, da dieser Talkessel viel in seinem großen Vorbild ähnelt. Als wir dort ankamen, hörte ich schon von Weitem diese Kinder:


Da musste ich hin. Der Direktor dieser kleinen Grundschule bat mich und eine Mitreisende, die ebenfalls schon da war, herein. Wir unterhielten uns, und erfuhren so einiges über diese Schule, in der die Kinder bis zur 5. Klasse unterrichtet werden. Wir tranken frisches Quellwasser und die Köchein der Schule kochte uns noch einen leckeren Chai. Im Klassenzimmer spielte ich dann noch kurz den neuen Lehrer. Dabei hatten wir alle sehr viel Spaß. Es war ein schönes Erlebnis, an das ich mich sehr gerne zurück erinnere.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Fotostopp bei den Straßenbauarbeiten, die wir schon auf dem Hinweg sahen.


Bei laufendem Betrieb wurde die Straßendecke erneuert. Sperrung und Umleitung war nicht möglich, und die Straße eigentlich nur breit genug für ein Fahrzeug. Am Anfang der Baustelle wurde das Teer in Fässern gekocht, mit dem Eimer dann zu den weiteren Pfannen gebracht, wo das Teer mit dem Split vermischt wurde. An einem anderen Tag sahen wir noch einmal so eine Baustelle und wie durch den frisch gelegten Belag eine Kuhherde stapfte. :dizzy:
 
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Das Mittagessen in den Restaurants unterwegs war immer lecker und vor allem immer frisch zubereitet. Keine Tiefkühlkost oder vorbereitetes Essen, das in der Mikrowelle aufgewärmt wird. Das dauert dann zwar etwas länger, aber ich habe es gern in Kauf genommen. Schließlich waren wir ja nicht auf der Flucht. ;-)


Danach ging es weiter im Tal des Ravi Richtung Chamba.






Angekommen in Chamba:


Das Zentrum des Ortes ist eine große Grünfläche, wo sich die Bewohner zum Cricket-Spiel und Quatschen treffen. Finde ich ´ne gute Idee. Vermisse ich oft in deutschen Städten.

Tempelkomplex in Chamba:




ein klassischer Männerberuf:


Und wieder geht ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Und wenn ihr weiter mit dabei sein wollt, schaut immer mal wieder hier rein. Ihr könnt mir gern auch eure Meinung zu den Fotos sagen. Oder wenn ihr Fragen habt: immer her damit.

Viele Grüße.

Matthias
 
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Über die higjehnischen Verhältnisse hört man Unterschiedliches.

Trifft das zu ?

MfG Hermann

Also Leitungswasser sollten wir nicht trinken. In den Hotels war immer alles sauber und ordentlich. Wenn es Mängel gab, brauchten wir es dem Personal nur zu sagen, und sie versuchten sofort zu helfen. Selbst in den Lokalen unterwegs konnten wir essen, ohne krank zu werden. Sicherlich gibt es da auch Unterschiede. Unser Reiseleiter war da sehr hilfreich.

Klar gibt es auf den Straßen viel Müll. Aber das ist regional unterschiedlich und liegt vor allem an der fehlenden Entsorgungsindustrie. Überall konnten wir sehen, wie die Händler ihre Stände sauber und aufgeräumt hielten. Der Schmutz wird zusammen gefegt und am Strassenrand abgelegt.

In den südlichen Staaten Kerala und Tamil Nadu, wo wir im vergangenen Jahr waren, sahen wir zumindest schon mal Sammelbehälter für Abfall am Rande der Ortschaften. Im Bundesstaat Himachal Pradesh sind Plastikbeutel verboten. Ein Anfang ist also gemacht.

Wenn man also etwas aufpasst, sollten die hygienischen Zustände kein Hinderungsgrund sein, um in dieses schöne Land zu reisen.

"Peel it, cook it or forget it!"
 
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Von Dalhousie sind wir weiter nach Dharamsala gefahren. Die Heimat vieler Exil-Tibeter und des Dalai Lama. Unterwegs begegneten wir immer wieder den Gujjari, einem Nomadenvolk, das mit und von ihren Kuhherden im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße lebt.






Das Fort Kangra, erbaut um 400 n.Chr. ist das Vorbild aller nachfolgenden Maharaja-Paläste. Man hat von oben eine herrliche Rundum-Sicht und sieht quasi am Mittwoch schon, wer am Samstag zu Besuch kommt. ;-)






Angekommen in Dharamsala hatten wir unser erstes und letztes Unwetter. Leider hatten die Damen der Gruppe dadurch keine Zeit zum Shoppen. :heul:




Aber auf jeden Regen folgt wieder Sonnenschein.

 
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In Dharamsala ist nicht nur der Wohnsitz des Dalai Lama und ein Tempel direkt vor seinem Haus, den wir zwar besichtigen aber nicht fotografieren durften. Es gibt hier außerdem ein Norbulingka-Institut, wie ich es schon in Lhasa gesehen hatte. Hier werden u.a. die alten Handwerkskünste weiter gelehrt.








Es gibt auch ein Museum, in dem u.a. die verschiedenen Volksgruppen der Tibeter in ihren Trachten dargestellt werden. Hier sind es Mönche des Gelbmützen-Ordens, dem auch der Dalai Lama angehört.


Für die Kinder der Eltern, die im Norbulingka-Institut arbeiten oder lernen gibt es ein eigenes Kinderdorf mit Kinderkrippe, Kindergarten und Grundschule.

 
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Von Dharamsala ging es dann mit einer Übernachtung in Mandi weiter nach Manali im Kulu-Tal. Trekking, Rafting, Bergsteigen...

Unterwegs nach Manali:










Es gibt wohl keine zwei Trucks, die gleich aussehen.




In Manali:








Der Berg ganz links auf dem Foto ist übrigens knapp über 6.000 Meter hoch.
 
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Die letzte Station unserer Reise war Shimla, jetzige Hauptstadt des Bundesstaates Himachal Pradesh und früher Sitz des britischen Vizekönigs.






















Oberhalb von Shimla gibt es einen Tempel zu Ehren des Affengottes Hanuman. Die große Statue ist übrigens 33 Meter hoch und seine Armee wartet doch noch heute auf seine Rückkehr. Sagt man.







 
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Von Shimla ging es ein Stück mit der Kalka-Shimla-Railways-Bahn über Chandigarh zurück nach Delhi und mit dem Flieger dann nach Hause.




Bleibt mir nur noch zu sagen:


und zu hoffen, dass es euch auch gefallen hat. Also ich komme wieder mal nach Indien!

P.S. Selfie
 
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