Ich weiss, das es die meisten gerne wegargumentieren aber

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dhm

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es bestätigt auch meinen Ansatz, im Urlaub und bei Fotoprojekten doch lieber Land und Leute wahrzunehmen als in der kostbaren Zeit auch noch vor den digitalen Kisten zu hocken.
Gleiches gilt nach meine Beobachtungen auch bei vorab Input von guten Bildbänden und Reiseberichten, die meist erst einmal Enttäuschung produzieren weil die "Erwartungshaltung" nicht erfüllt wird vor Ort. Gute Bilder pflückt man halt nicht von den Bäumen.
Und den hundertsten Affen - warum? Ich habe mir sogar Reiseführer abgewöhnt, kennst du eine Kirche, kennst Du alle und diese überlaufenen Hotspots sind mir zuwieder. Was mich nicht abhält, sehenswertes zu erkunden aber ob es ein Bild wirklich Wert ist?
Mein Motto, was mir begegnen soll, das wird sich fügen und wird geschenkt und oft sind das Motivbereiche, die ganz andere Erfüllung beinhalten als "Ich war auch da ;) "
Und die "Nachlese" wieder zuhause... ist ebenfalls viel nachhaltiger, ein gemülicher Abend, ein Rückbesinnen, ein nochmaliges hervorrufen der Empfindungen des Erlebens, als alles schon "archivfertig" unterwegs zu bearbeiten um es nur noch abzulegen.


Heute rennen wir mit viel zu vel "Gepäck" mental und in Kilo rum, was uns mehr abhält als fördert. Über 10 Kilo von 14mm bis 600mm...
Nimm eine Zf und das 20mm und zieh los und mach das Beste drauß... es geht ;) und erschließt Bereiche, die motivierend sein können.

Oder wie seht ihr das?
 
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C
Christian B. kommentierte
@Robert Goppelt An Dich musste ich spontan denken, als ich den letzten Satz des Eingangspostings las. :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
Gerhard Kaspar
Gerhard Kaspar kommentierte
Robert nimmt die 20mm x 30 und schon kann man die Vögel sehen.
 
unsere nächste Reise steht an, in drei Wochen sind wir schon unterwegs.
Mit dabei ist natürlich die Fotoausrüstung, zuhause bleibt eine zu große Erwartungshaltung, der Reiseführer und die ganzen sozialen Medien.
Natürlich machen wir uns im Vorfeld ein Bild unseres Reiseziels, auch machen wir uns darüber Gedanken was man evtl. unternehmen kann.
Am Ende kommt es meistens doch ganz anders. Es wird spontan entschieden, die klassischen Anlaufpunkte werden nicht selten ausgelassen weil wir keine Lust haben mit gefühlt 1000 anderen in einer Schlange zu stehen. Man freut sich über spontane Erlebnisse und Kontakte. Die "Big Five" der jeweiligen Urlaubsländer sind meistens nicht dabei.
Wenn am Ende die Speicherkarten voll sind, sind natürlich auch viele Bilder dabei die schon tausend mal gemacht wurden, aber eben auch die Bilder die man in der Bildersuche nicht sofort findet.
Was am Ende nun besser ist kann ich nicht sagen, beides hat seine Berechtigung. Eine Reise die in Erinnerung bleibt war es praktisch immer.
 
dhm
dhm kommentierte
Es gibt ein ein Rom neben dem Rom ;)

Prag: Ameisenstrassen der Touristen und zweimal abgebogen - vollkommen allein und urtümlich...
 
C
Christian B. kommentierte
dhm
Richtig, siehe #4.3 letzter Satz.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich war 2015 in Rom und es war immer noch faszinierend. Wartezeit Petersdom: 5 Minuten - nachmittags gegen 16 Uhr. Gewusst, wie.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Ein prima Beispiel um den Eingangspost zu widerlegen. In einigen Monaten fegt man den Vatikan um 18 Uhr, und macht dann um 19 Uhr noch mal auf. Die Karten kann man lange im Voraus buchen. Bucht man passend, ist man bei denen die in den ersten 15 Minuten reinkommen. Normalerweise wird man im Kreis durch den Vatikan geführt und kommt am Ende durch die Sixtinische Kapelle. Wenn man jedoch eine Frau hat die gegooglet hat, dann biegt man anders herum ab und hat 5 Minuten in der sixtinischen Kapelle mit gerade mal 5 Leuten (wir waren drei, plus zwei anderen) bis überhaupt der erste Aufpasser nachkommt.

Und was das Collosseum angeht: Morgens um 8 Uhr bucht man die Kombikarte am Forum Romanum, da stehen vielleicht 15 Leute an. Und wenn man da in Ruhe durchgeschlendert ist, dann defiliert man am Colosseum huldvoll winkend an der 500m langen Schlange vorbei die erst noch ein Ticket kaufen muss und kommt nach vielleicht drei Minuten stehen rein.

Richtig: WENN man vor Ort ist, dann ist Gucken und Erleben angesagt, aber vorher googlen hilft enorm.
 
Kay
Kay kommentierte

In Rom war ich einst und habe weder das Colosseum noch den Vatikan gesehen.
Die Alhambra hab ich von weitem gesehen, die Akropolis aus der griechischen U-Bahn, . . .
. . . - - - . . . in der Nähe von Montreal habe ich einen Pferdezüchter kennen gelernt und frage mich gelegentlich,
warum ich nicht als "helfende Hand" dort in der Natur geblieben bin.
("Stadt" habe ich in Hamburg genug.)
 
Wenn ich fotografieren gehe, nutze ich nie mobiles Internet - wozu auch? Meine Kamera ist im Flugzeugmodus ohne Verbindung zum Smartphone. Das würde mich auch aus dem flow reißen, wenn er sich tatsächlich mal einstellt.
Zum anderen Thema Ausrüstung: ja es behindert mich häufig, wenn ich mich damit beschäftige, welches Objektiv jetzt das richtige ist; manchmal hat es mir aber auch schon den Tag gerettet, wenn ich eine bestimmte Brennweite dabei hatte. Ich glaube, hier gibt es nicht den einen, richtigen Weg.
Ich persönlich habe mir vorgenommen, in nächster Zeit öfter mit den analogen (F4s, FM2) loszuziehen, um zu sehen, ob ich auch noch ohne digitale Nachbearbeitung anständige Bilder hinbekomme, denn oft kann man aus mittelmässigem Material aus der digitalen Knipse im Nachgang noch was ganz ordentliches zurechtpfuschen. Ich habe das Gefühl, daß die fotografischen Fähigkeiten sehr stark darunter leiden, jedenfalls ist das bei mir der Fall. Ohne 100% Fokus bei der "Arbeit" läuft beim analogen jedenfalls nicht viel, zumal ich beim Dienstleister JPEGs scannen lasse und diese dann in der Regel nicht mehr nachbearbeite.
 
Kommentar
Worum geht es - um den Verzicht aufs Internet, oder weniger Gepäck?

Ich mache jedes Jahr 3-4-5 mehrtägige Fototouren - das Internet brauche ich für die Tagesvorbereitung, checken der Route, Verkehrsverbindungen, überprüfen der Öffnungszeiten, etc. Da ich kaum Landschafts- oder typische Städtefotografie mache, versuche ich auch nicht die typischen Fotos an Touristenspots zu kopieren. Bei der Streetfotografie ist immer sehr viel Zufall....

Für den jeweiligen Tag, bzw. Tageszeit stelle ich meine Ausrüstung zusammen, selten ist es mehr als 2 kg, die ich dann dabei habe...
(Eine A7CR (61MP) mit dem Tamron 20-40/2.8 liegt deutlich unter einem Kilo und ist trotzdem recht flexibel....)
 
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dhm
dhm kommentierte
Jupp, meine Liebste auch, sobald was ist, Handy und nachschlagen. Da ich ich mich früher auch nicht verirrt habe kann ich gut ohne diese Roboter klarkommen.
Mein Bruder fuhr mal eine halben Tag im Kreis um über die gesperrte Hunte Brücke zu kommen und stand immer wieder davor, bis er endlich mal anrief "Ich komm nicht über die Weser?¿" und wir es klären konnten, das es ganz anders war... (was davon zeugt, das diese Hilfen auch oft verblöden und räumliches Einordnen wenig trainieren.)
Und wenn ich bei einigen beobachte, wie lange sie an ihrer umfangereichen Ausrüstung rumfummeln - das "reduzieren 20mm" ist ja auch nur symbolisch gemeint.
Leichtes Gepäck ist auch leicht auf dem Weg.
Ich gehe auch davon aus, das "gestandene Fotografen:innen" absehen können was sie tun und was ggf. auf sie zukommt und bewußt planen.
Letztlich ist es mir auch egal, wie jeder seine Fotojagd gestaltet, muss ja jeder auch selber wissen.
Nach eingen Jahrzehnten fotografischer Tätigkeit mache ich mir trotzdem hin und wieder die Mühe mein Vorgehensweisen zu hinterfragen und zur Kenntnis zu nehmen wie andere so agieren oder zu schauen warum mich etwas nicht anfixt.
Und besondes, wenn ich hier im Forum viele durch das jahrelange Wahrnehmen ja mitbegleite und ihre "Ergebnisse" mit den Beiträgen einordnen kann.
 
dhm
Aber ich weiss genau was Du meinst.
z.B. Ende Mai möchte meine Frau nach Malaga zum Joga. Sie möchte unbedingt die Alhambra besuchen.
Also bekommt sie zum Geburtstag eine Z 6 II und ein 14-30mm dazu und von mir das 24-120mm.

Ich fahr zu der Zeit nach Masuren, allein in ein Forsthaus für die Woche, da gibt´s nichts weiter als meine Motive und keinerlei
Funknetz und kein Internet.
Aber 15kg Fotozeug habe ich dann doch mit. :)
 
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dembi64
dembi64 kommentierte
wobei ich die Alhambra durchaus als einen Interessanten Fotospot betrachten würde, ich war noch nie dort, würde sie aber schon gerne mal besuchen. Alleine schon die maurische Architektur, die feinen Mosaiken und Holzschnitzereien sind einen Besuch wert.
Wenn man allerdings die Besucherströme sieht vergeht einem die Lust. Man wünscht sich als Fotograf natürlich möglichst wenige Besucher, allenfalls Gleichgesinnte und bestes Licht. So etwas bleibt für die aller meisten natürlich nur ein Traum und letztendlich sollte man sich an solchen Hotspots immer im klaren sein, man ist selber auch nur einer von den vielen und Teil der Masse.
 
dhm
dhm kommentierte
Klar, wenn ich unterwegs bin habe ich auch vorgesorgt und mehr dabei für alle Fälle. Und ich stelle immer mehr fest, so gern man mache Menschen auch mag, aber am liebsten bin ich im Flow ohne jemanden, der einen immer wieder da rausholt auch wenn es vielleich interessant wäre.
 
N
Nicname kommentierte
Die "Gleichgesinnten in der Alhambra" suchen nach meinen Erfahrungen allzu oft jemanden, um ihre gesammelten fotografischen Lebensweisheiten in ewig langen Monologen abzuladen. Das empfinde ich als störend. Ich brauche das beim Fotografieren nicht, schon gar nicht an den für mich besonderen Orten, wo ich mich geistig in das Motiv versenken möchte. Da kann ich schon mal sehr kurz angebunden werden. Wenn es aber eine gemeinsame Wellenlänge gibt, dann gerne zum Austausch Abends bei einem Glas Wein oder einem Bierchen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Die Alhambra besucht man am Besten in der Minute in der das Tor geöffnet wird. Dann ist es noch nicht so heiss, und viele Terrorouristen sid noch nicht aus dem Bett gefallen. Wir hatten nicht viele Leute um uns herum, und niemand wollte uns auf den Sack gehen. Nur meine Tochter echauffierte sich ein wenig als sie merkte daß es auch eine Buslinie und einen Aufzug auf den Berg rauf gibt.....

Alhambra_8395.jpg
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Termin für Alhambra weit im Voraus buchen.
Wir waren 3 Tage vor Ort bei der Rundreise, und konnten keine Karten bekommen...
 
kennst du eine Kirche, kennst Du alle
Das halte ich für kunst- und geschichtsignorantes Geschwätz.
Nimm eine Zf und das 20mm und zieh los und mach das Beste drauß... es geht ;) und erschließt Bereiche, die motivierend sein können.
Wer eine Zf mit 20er als einziges Besteck mitnimmt, kann sich das Leben noch leichter machen und nur das Smartphone nutzen.
Oder wie seht ihr das?
Fundamental anders. Im Urlaub nehme ich mit, was ich am Ziel brauchen könnte, denn Urlaub ist für mich auch Fotografierzeit. Heißt: natürlich das Fisheye für Panoramen, aber auch das 200-500, falls Aussicht auf Wassersportler (Surfer, Kitesurfer) besteht. Bearbeitet wird allerdings konsequent zuhause, ausser mal schnell auf dem Smartphone für einen Gruß an die daheim.
 
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dhm
dhm kommentierte
Jupp man braucht auch garnicht zu fotografieren, geht auch.

Und im Urlaub mache ich das natürlich auch, auf Tour gehe ich aber mit dem, was für den Ausflug angemessen ist. Der Rest bleibt im Basislager.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
dhm
Letzteres mache ich natürlich genauso. Wenn ich an den Strand fahre, um (Kite-)Surfer zu fotografieren, sind dabei: 24-70 (Standard), 70-200, 200-500, TC, Klarglasfilter, 2 Akkus. Alles andere bleibt im Quartier.
 
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Ich benötige zum Beispiel überhaupt keine Bildbände, Reiseführer oder wirklich ferne Länder. Mehrere Auslandsflüge waren ok.
Mal gesehen und gut ist's. Abgehakt.
Mir reicht oft 'ne Postkarte zum anschauen von Sehenswürdigkeiten und bin satt. Ich muß keine Hotspots anfahren nur um auch einmal vor Ort gewesen zu sein.
Viele Jahre familiär in Berlin gewesen. Eine Stadt die mich aufgrund der geteilten Vergangenheit faszinierte, da ich diese Zeit mit Mauerblick selbst erleben durfte. Berlin hat sich in meinen Augen aber so negativ verändert. Nie wieder Berlin. Ich bin sowieso kein Städtertourist.
Heimat ist mein Sachsen, Deutschland, Tschechien und die gesamte Nord und Ostsee mit Dänemark.
Es gibt noch so viele Naturbereiche ohne Menschenauflauf. Satellitenansicht hilft dabei.
Sei es ein Tal, freie unbebaute Flächen, schlängelnder Bach, größere oder kleine Wälder, dort fühle ich mich wohl und wird als Ziel gesetzt.
Querfeldein gehts los. Am Ende des Tages verbinden die Bilder oft eigene Erlebnisse und Eindrücke welche ein neutraler Betrachter selbst nicht nachvollziehen kann.

Und die Schlepperei.... da bin ich sehr flexibel. Mal ganz wenig, mal ganz viel. Wie ich Bock habe.
Noch nie habe ich mich aber geärgert, zuwenig Glas im im Karton bei mir zu tragen. Es wurden immer Ergebnisse mit nach Hause gebracht.
Man kann auch mit "einem" Auge sehen............
 
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Das ganze Konzept von Urlaubsreisen ist nicht zeitgemäß und wird in den kommenden Jahrzehnten sicherlich umgestaltet.
Warum sollte man irgendwo hinfahren wo eigentlich andere Menschen leben und dann dort den Platz versperren?
Wenn das die ganzen Inder und Chinesen auch machen würden wäre das System eh schon kollabiert.

In 5 Jahren bringt die Meyer-Werft ihren 10.000-Personen DreamGlider heraus. Alle Fenster sind 3D-Bildschirme und wir können alle Häfen der Adria besuchen obwohl der Glider in einer klimatisierten Industriehalle in Papenburg steht.
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Einmal am Tag wird der DreamGlider ordentlich durchgeschüttelt,
damit die "Fahrgästge" nicht so viel am Buffet vertilgen.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
@Wuxi Deine vorgeschlagene Horrorvision könnte für die EU-Bürger tatsächlich zutreffen.

Klimaneutralität im GG bis 2045 ist da erst der Anfang, da das so generell nicht klappen wird, muss man dann auch noch den individuellen Klima-Fußabdruck berücksichtigen und entsprechend gegensteuern. - Letztendlich sitzt man dann in einer kleinen Wohnung und verreist nur noch mit der 3D-Brille auf der Nase. :cool:
 
C
Christian B. kommentierte
Bitte jetzt keine Fake-News verbreiten. Die Klimaneutralität bis 2045 ist nicht im Grundgesetz festgeschrieben, nur bei der Schuldenbremse gibt es eine Regel, dass bestimmte Gelder, die mit dem Ziel verwendet werden, 2045 klimaneutral zu sein, von der Schuldenbremse ausgenommen sind. Das ist ein Unterschied.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Arnie hat doch schon vorgemacht, wie es geht: Total Recall!
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Für die zukünftigen Generationen wird das ein zu berücksichtigender Faktor in der Lebensgestaltung. Sie können sich umweltfreundlich verhalten oder an ihrer eigenen Schei*e ersticken. China setzt da heute schon auf erneuerbare Energien, nicht aus "ideologischen Gründen", wie gewisse Kreise immer ihre Gegner diffamieren, sondern schlicht weil ihnen die Luft ausgeht.

Im Internetzeitalter gibt es ja auch keine Notwendigkeit, kreuz und quer durch die Welt zu reisen - wie noch zu Boomer-Zeiten, um neue Dinge zu sehen. Für Digital Natives ist es schlicht nicht mehr erforderlich, persönlich vor Ort zu sein.
 
es bestätigt auch meinen Ansatz, im Urlaub und bei Fotoprojekten doch lieber Land und Leute wahrzunehmen als in der kostbaren Zeit auch noch vor den digitalen Kisten zu hocken.
Bei unseren beiden letzten längeren Reisen durchs südliche Afrika gab es seitens des Veranstalters Rovos Rail sogar ein Handy- und Notebook-Verbot an Bord des Hotelzugs. Wir hatten das Notebook nur im Abteil zum Vorsortieren der täglichen Aufnahmen und Umkopieren auf einen Stick. Ähnlich war es bei unserer Schweiz-Tour 2023, bei der Hamburgtour unlängst hatten wir nur die Handys als Orientierungshilfe mit. Wenn wir was sehen, dann bitte live und in 3D, aber nicht virtuell.
 
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Ich unterscheide schon zwischen Familienurlaub und Fotoreise.
Aber Internet brauche ich eh nicht unterwegs, Apps schon gar nicht, es ist für mich ohne Bedeutung Fotos aufs Smartphone hochzuladen, GPS Daten interessieren mich auch nicht.
Mit der Familie hängt die Bridgekamera um und bei Fotoprojekten nehme das mit was ich brauche.

An den hinlänglichen Folklore Fotos von alten Leuten in entfernten Ländern habe ich mich satt gesehen, wir haben einen Kreuzfahrt Fan im Club, wenn die dann nach dem Anlegen an Land geschmissen und auf die Einheimischen losgelassen werden weiß man nicht ob die Fotografierten über das Geld das sie mit den Touris verdienen grinsen oder denken die sind bekloppt.
Ich kenne das von meiner Frau seit Jahrzehnten, sie kommt aus dem Land des Lächelns, was sie denken hat mit der zur Schau gestellten Art wenig zu tun.
Es ist eigentlich klar dass Touristen überall nett behandelt werden weil die Leute das Geld wollen.
Von daher fotografiere ich wenig Menschen im Urlaub und schon gar nicht fürs Web.
Wenn ein Smartphone mit Übersetzer oder Maps nicht so praktisch wäre hätte ich gar keins dabei.
 
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Es ist schon interessant, mit welcher Motivation oder gar keiner jeder Fotografierende seine Ausflüge macht und sich auch oft von unvorhergesehenen Motiven überraschen lässt. Ich meine, hier in der Mitnahme meiner Fotoausrüstung auch immer recht locker und flexibel zu sein - frei nach dem obigen Motto: "Leben und leben lassen"!:
Auf Städtetouren bin ich im Urlaub auch nur mit einem Z 24-120er Objektiv unterwegs und kann hier aber genauso den Touritenströmen entgehen, wenn man auf all die vielen Seitenstraßen und Gassen auweicht. Ebenso ist dies auch im Gebirge oder anderen Aussichtspunkten der Fall, wo man schnell sehr häufig fast alleine sein kann, wenn man sich nur ein wenig vom Touristenstrom entfernt, der massenhaft auf den Bergstationen aus der Seilbahn ausgeladen wird und dann oft zu faul ist, sich in die Weite der Landschaft zu bewegen.
Das Handy ist bei mir lediglich ein digitaler Ersatz als reine Orientierungshilfe für die früher übliche Straßenkarte. Hier reicht mir meistens das Z 24-120ger-Objektiv, wobei im Wohnmobil oder Hotelzimmer auch meine Tele- oder Superweitwinkelobjektive abrufbereit stehen, um in einem nachträglichen, 2. Anlauf dieses Motiv vielleicht doch nochmals zu besuchen, um mit einer optimaleren Brennweite jene gewünschte Aufnahme nachholen zu können, welche in meinem Kopf schon beim ersten Mal dort entstanden ist.
Oder wenn ich bewußt Aufnahmen plane von einer bestimmten Aussicht, Architektur oder Festivität. Dann ist natürlich gleich auch ein passendes Weitwinkel- oder Teleobjektiv mit dabei oder nun auch das herrliche PELA, muss dann alles aber nicht auf langen Wegen mitschleppen, sondern habe es griffbereit am Körper, wenn ich mal doch das Objektiv wechseln möchte. Dabei bewahre ich mir aber immer auch jene Verhältnismäßigkeit, so dass sich eine Motivsuche oder das Fotogafieren eben echt "gut anfühlt" a la @new_nik ! :giggle:
 
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Reiseführer benötige ich nicht zwingend.

Da es meistens Roadtrips sind, schaue ich mir aber im Vorfeld im Internet vergleichbare Touren anderer Reisebegeisterten und deren Kommentare und Fotos an. So stößt man doch auf Ziele, die man selbst nicht und auch Reiseführer nicht auf dem Schirm hat/haben.

Wenn die Tour steht, habe ich ein gutes Gefühl, dafür, was ich brauchen werde. Meistens passt es.

Ich lasse aber auch Dinge bei Wanderungen im Auto, so dass sich das Abschleppen in der Regel auf die An- und Abreise beschränkt.
 
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es bestätigt auch meinen Ansatz, im Urlaub und bei Fotoprojekten doch lieber Land und Leute wahrzunehmen als in der kostbaren Zeit auch noch vor den digitalen Kisten zu hocken.
Gleiches gilt nach meine Beobachtungen auch bei vorab Input von guten Bildbänden und Reiseberichten, die meist erst einmal Enttäuschung produzieren weil die "Erwartungshaltung" nicht erfüllt wird vor Ort. Gute Bilder pflückt man halt nicht von den Bäumen.
Und den hundertsten Affen - warum? Ich habe mir sogar Reiseführer abgewöhnt, kennst du eine Kirche, kennst Du alle und diese überlaufenen Hotspots sind mir zuwieder. Was mich nicht abhält, sehenswertes zu erkunden aber ob es ein Bild wirklich Wert ist?
Mein Motto, was mir begegnen soll, das wird sich fügen und wird geschenkt und oft sind das Motivbereiche, die ganz andere Erfüllung beinhalten als "Ich war auch da ;) "
Und die "Nachlese" wieder zuhause... ist ebenfalls viel nachhaltiger, ein gemülicher Abend, ein Rückbesinnen, ein nochmaliges hervorrufen der Empfindungen des Erlebens, als alles schon "archivfertig" unterwegs zu bearbeiten um es nur noch abzulegen.


Heute rennen wir mit viel zu vel "Gepäck" mental und in Kilo rum, was uns mehr abhält als fördert. Im Urlaub ist es besser, sich auf die Erlebnisse, die Menschen und die Natur zu konzentrieren, anstatt ständig perfekte Fotos machen oder die Erwartungen anderer übertreffen zu wollen. Ich finde das viel wichtiger, als Standards zu entsprechen und meine Fotos ständig mit denen anderer zu vergleichen. Wenn ich nach Hause komme und mir meine Fotos ansehe, erinnern sie mich oft an meine damaligen Gefühle, nicht nur an die technischen Aspekte. Und wenn mir langweilig ist, kann ich mich mit dem Bonus ohne Einzahlung auf https://casinoallianz.com/tests/gamblezen/ ablenken und neue Eindrücke sammeln. Das hilft mir auch, ein Gleichgewicht zwischen Kreativität und Entspannung zu finden. Über 10 Kilo von 14mm bis 600mm...
Nimm eine Zf und das 20mm und zieh los und mach das Beste drauß... es geht ;) und erschließt Bereiche, die motivierend sein können.

Oder wie seht ihr das?
Du musst das tun, was du für richtig hältst, und auf niemanden hören!
 
Kommentar
Moin,
ein guter Bekannter zu mir auf eine entsprechende Frage: Wer viel weiß, sieht auch viel.
Für mich ein sehr guter Lehrsatz. Ich habe meine Reisen sehr akribisch vorbereitet. Ich erarbeitete mir am PC die Route, die Campingplätze und die Sehenswürdigkeiten - das Gerüst. Mit im Gepäck: Reiseführer, meist zwei für das Gebiet. Die Reisen verliefen dann an Hand des Gerüsts - aber es gab immer die Option der kurzfristigen Veränderung. Pausen wurden auch dann eingelegt, wenn etwas zu sehen war, das nicht vorgesehen war, gesehen zu werden. Ich hatte keine Erwartungen, sondern wollte mit eigenen Sinnen das Objekt erkunden - auf meine Weise, mit meinen Schwerpunkten. Ein Smartphone habe ich nicht, ebensowenig einen schleppbaren PC.
So wurden die Reisen zu schönen erlebnissen, dokumentiert durch Bilder und kleinem Protokoll. Zuhause dann die Aufarbeitung mittels Aquasoft Video. So macht das Sich-Erinnern am TV richtig Spaß.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
@Kay .... sieht einfach nur anders. Oder eben nix! Der, der präpariert losgeht, kann natürlich auch Neues finden...
 
Frank2111
Frank2111 kommentierte


Yep, ein guter Bekannter steigt kaum aus seinem Auto, fotografiert mit dem Handy alles während der Fahrt - ist aber schon überall gewesen... 😉😂
 
Kay
Kay kommentierte

Warum ärgerlich: Meine Touren mit dem Campingwagen ohne Ziel und Planung waren für mich ein denkwürdiges Erlebnis.
Jeder "tickt" anders. - Mir macht es nichts aus, an für Reiseführer unbedeutenden Plätzen gewesen zu sein und Highlights "verpasst" zu haben.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Kay

Für Reiseführer unbedeutende Plätze können das Spannendste überhaupt sein,
Vorwissen hilft jedoch überhaupt zu merken daß man mitten in einem sehr spannenden Ort sitzt.
Das sind meist keineswegs "spektakuläre" oder "instagrammable" Dinge, aber viele kleine Details.
 
Kay
Kay kommentierte

Die für mich (!) spannenden Orte habe ich oft gefunden, indem ich mich irgendwo einfach nur "treiben" ließ:
Die Sehenswürdigkeiten von Alicante verpasst, dafür Crevillent gefunden; den Roller vom Wohnkasten und der Nase nach: Gitanos getroffen . . .
und ähnliche Erlebnisse - waren für mich wichtiger als am Nordkap gewesen zu sein.
 
Das Blöde an den Kulturgütern ersten Ranges ist, dass es viele Menschen gibt, die diese sehen wollen. Manche aus echtem Interesse, andere haken eine Bucketlist ab. Aber was will man machen, die Sixtinische Kapelle gibt es nur an einer Stelle zu sehen und sie entfaltet ihre Wirkung auch dann, wenn hundert andere Menschen im Raum sind. Die Sixtinische Kapelle finde ich nicht in einer Seitenstraße von Rom für mich alleine. Die ruhige Seitenstraße ist ein anderer, ein weiterer Aspekt einer Reise. Das fällt dann unter Alltag, Land und Leute.

Ja, ich mache auch an den Big Five meine eigenen Bilder. Ja, ich fotografiere Dinge, die andere Menschen schon besser abgebildet haben. Wenn ich das als Kriterium heranziehe, kann ich meine Ausrüstung verkaufen, Egal ob ich Pilze, Menschen, Landschaften oder Sehenswürdigkeiten ablichte, es war immer schon einer vor mir da, der das gleiche abgelichtet hat. Natürlich mache ich auch das erwartbare Foto, aber dann versuche ich noch eine eigene Sicht auf die Platte zu bannen. Mir macht das Freude und ich bilde mir ein, dass ich dadurch genauer hinsehe und nicht das Fotografierte erst nach Hause schleppe und dann sehe. Rom von 1970 war anders als heute und ich bin mir sicher, dass die Menschen damals geseufzt haben, dass Rom im Jahr 1950 viel besser war. Trotzdem ist Rom im Jahr 2025 oder 2026 eine Reise wert.

Ehrlich gesagt geht mir dieses elitäre „Ich-reise-ohne-Handy-und-Kamera-und-nur-so-erlebe-ich-intensiv-die-Welt-Gerede“ ziemlich auf die Nerven. Ich habe ein Smartphone dabei. In vielen Ländern bezahle ich nur damit. Viele Eintrittskarten und meine Tickets habe ich darauf. Wenn ich vor Ort etwas entdecke, was einer Erklärung bedarf, finde ich schnell eine Antwort. Aber ich inszeniere damit nicht mein Leben in sozialen Netzwerken. Das Smartphone ist ebenso wie die Kamera ein Werkzeug. Wenn ich eine Kamera in der Hand und Smartphone in der Tasche habe, kann ich trotzdem in einem Cafe in Rom den Menschen bei Ihrem Treiben zusehen.

Touristen sind immer die anderen.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Klasse Position. Unterschreibe alles.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Es kommt ja immer darauf an ob man eine Urlaubsreise mit der Familie macht oder eine gezielte Fotoreise. Wenn ich alleine eine Fotoreise machte war auch alles dabei mit dem Gefühl ja kein Motiv zu verpassen, aber jetzt ist mir die Zeit die ich noch mit meiner Familie verbringen kann viel wichtiger, das Leben ist kurz und irgendwelche Länder, Hotspots können einem das nicht ersetzen.
Urlaubsreisen sind bei vielen zum Selbstzweck geworden und sie können ohne irgendwelche Kicks oder vermeintliche Abenteuer nichts mit sich anfangen.
Es ist eh alles eine rethorische Frage der Wohlstandsgesellschaft die einem einbleut je mehr man reist um so besser ist es für einen.
Es gibt Milliarden Menschen auf der Welt für die stellt sich die Frage nicht wo die nächste Reise hingehen soll, die haben nicht zu viel Freizeit oder Geld.
Aber egal es ist Weihnachten und über Luxussorgen mache ich mir heute keine Gedanken mehr.
 
Ich glaube zu erahnen, was der TO meint, und diese Gesinnung finde ich grundsätzlich ok. Trotzdem sehe ich einige Aspekte anders und finde den Mix besonders reizvoll. Bekannte Touristen-Hotspots sind fotografisch manchmal schwierig. Das habe ich auf Kreta im Amphitheater von Aptera erlebt. Da war 2000 Jahre überhaupt niemand. Dann kam in dem Moment, als ich die Kamera hob, eine britische Touristin und packte genüsslich ihr Sandwich aus. Plötzlich kam ihre ganze Reisegruppe hinterher. Ich hätte die am liebsten alle eigenhändig rausgeworfen, musste mich damit aber irgendwie arrangieren.
Letztlich muss man sich als Tourist damit abfinden, dass man einen Teil Bilder macht, die vielleicht jeder so machen würde. Ich tröste mich dann damit, dass ich zumindest die technische Qualität für mich optimiere. Ansonsten hilft die Suche nach ungewöhnlichen Blickwinkeln. Einfach das Motiv völlig neu denken, vielleicht Details herauslösen. Und so wie Visual Pursuit schreibt, den richtigen Zeitpunkt abpassen.
Wenn man die Augen offen hält, bieten sich IMMER interessante Motive. Das ist vielleicht konzeptlos, aber im Urlaub muss auch das mal erlaubt sein. Es ist schon für sich ein Konzept, etwas zu erkunden und Neugier auszuleben.
Ob man sich die Sachen abends auf dem Laptop anschaut? Kann eh jeder handhaben wie er will. Ich fahre nie ohne mein Notebook weg.
 
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