Ich war mal wieder am Weiher 4.0

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Och man Axel, so schlechte Nachrichten passen irgendwie nicht zu den wunderschönen Bildern.
Aber so ist das Leben immer wieder.
Grade erfreut man sich noch an was Schönen und plötzlich schlägt die Grausamkeit mit aller härte zu :frown1:
Das Leute am Weiher Brot füttern, solange die Tierchen es fressen, finde ich eigentlich nicht schlimm. Doch es gibt zuviel merkwürdige Zeitgenossen, die ihr zum Teil verschimmeltes Zeugs einfach Tütenweise entsorgen usw........
Das muss nicht sein :mad:
 
Kommentar
Anzeigen
Tut mir sehr leid, Axel ... "dein Weiher" mit den wunderschönen Vögeln und den wunderbaren Bilder sind für mich immer ein Highlight gewesen ....

Und ich hoffe sehr, dass die Vögel wieder zurückkehren ...
 
Kommentar
...
Das Leute am Weiher Brot füttern, solange die Tierchen es fressen, finde ich eigentlich nicht schlimm. Doch es gibt zuviel merkwürdige Zeitgenossen, die ihr zum Teil verschimmeltes Zeugs einfach Tütenweise entsorgen usw........
Das muss nicht sein :mad:

Nein, Paul, auch das ist bereits ein Problem! Die Vögel brauchen das nicht und sie fressen auch nie immer alles und genau da fängt das Problem an!
Gruß Axel
 
Kommentar
Nein, Paul, auch das ist bereits ein Problem! Die Vögel brauchen das nicht und sie fressen auch nie immer alles und genau da fängt das Problem an!
Gruß Axel
Streng genommen ja, das stimmt schon.
War nur meine Meinung dazu.
Möchte das hier auch nicht weiter ausführen, denn es gibt noch so einiges was aus falsch gemeinter liebe so alles gemacht wird..........
 
Kommentar
Moin,

mmh, ich bin mir da nicht 100%ig sicher, aber grundsätzlich ist Clostridium botulinum ein obligat anaerob lebender Keim, eng verwandt mit dem Gasbrand- und dem Tetanus-Erreger. Diese Gruppe von Keimen wird durch Sauerstoff abgetötet bzw. kann nur in einer Sauerstoff-freien Umgebung gedeihen und ihr Gift, was im Falle des Botulismus-Toxin zum stärksten gehört was es auf Mutter Erde an Giftstoffen gibt, produzieren. Was ich damit sagen will ist, dass die herabsinkenden Nahrungspartikel nur dann einen Nährboden für dieses Bakterium abgeben können, wenn am Seegrund bereits eine sauerstoffreie Zone existiert, d.h. mit dem Weiher aus anderen Gründen etwas nicht stimmt, denn meines Wissens ist ein solcher Zustand in einem sich in normalem biologisch einwandfreien Gleichgewicht befindlichen Gewässer nicht vorhanden und auch nicht wünschenswert. Schon deshalb nicht, weil u.a. am Seegrund überwinternde Fische genauso wie alle anderen Organismen die Sauerstoff benötigen, ebenfalls zugrunde gehen würden, auch wenn an der Oberfläche noch das Leben blüht. Auch gilt in einer solchen Situation, das jede Art organischen Materials von den Gärprozessen der Clostridien umgesetzt wird, nicht nur "Brot und Butter" sondern auch beispielsweise absinkendes Pflanzenmaterial, Kot usw.

Wie oben schon geschrieben, bin ich mir nicht sicher ob ich da richtig liege, aber ich bin andererseits immer sehr skeptisch wenn Journalisten wissenschaftliche Themen in der Tageszeitung beackern. Da ist oft die Schlagzeile und die schnelle "Wahrheitsfindung" wichtiger als wissenschaftlich korrekte - und damit im Sinne der Publikumswirksamkeit oft langweilige - Erklärungen. Überdies ist der Fingerzeig auf eine (unangebrachte) Fütterung einfacher - nicht zuletzt billiger-, als einer womöglich komplizierteren Sachlage mit Hilfe von aufwändigen Untersuchungen und Maßnahmen auf den Grund zu gehen. Wenn ich so daran denke, an wie vielen (oftmals ziemlich dreckigen) Teichen Omas mit Enkeln die Enten füttern ... und das seit Jahrzehnten, ganz ohne dass das Teichgeflügel ausstirbt ...

Freundliche Grüße

Wolfgang
 
Kommentar
Moin,

mmh, ich bin mir da nicht 100%ig sicher, aber grundsätzlich ist Clostridium botulinum ein obligat anaerob lebender Keim, eng verwandt mit dem Gasbrand- und dem Tetanus-Erreger. Diese Gruppe von Keimen wird durch Sauerstoff abgetötet bzw. kann nur in einer Sauerstoff-freien Umgebung gedeihen und ihr Gift, was im Falle des Botulismus-Toxin zum stärksten gehört was es auf Mutter Erde an Giftstoffen gibt, produzieren. Was ich damit sagen will ist, dass die herabsinkenden Nahrungspartikel nur dann einen Nährboden für dieses Bakterium abgeben können, wenn am Seegrund bereits eine sauerstoffreie Zone existiert, d.h. mit dem Weiher aus anderen Gründen etwas nicht stimmt, denn meines Wissens ist ein solcher Zustand in einem sich in normalem biologisch einwandfreien Gleichgewicht befindlichen Gewässer nicht wünschenswert. Schon deshalb nicht, weil u.a. am Seegrund überwinternde Fische genauso wie alle anderen Organismen die Sauerstoff benötigen, ebenfalls zugrunde gehen würden, auch wenn an der Oberfläche noch das Leben blüht. Auch gilt in einer solchen Situation, das jede Art organischen Materials von den Gärprozessen der Clostridien umgesetzt wird, nicht nur "Brot und Butter" sondern auch beispielsweise absinkendes Pflanzenmaterial, Kot usw.

[...]

Freundliche Grüße

Wolfgang

Ähnliches wollte ich auch gerade schreiben. Es ist der Sauerstoffmangel am Grund, der das Problem ist. Das bisschen organische Material, das durch Fütterung eingebracht wird, kann das Problem nur marginal verschlimmern. Man will es ja oft nicht wissen, aber ein großer Teil der Teiche und Weiher sind in den unteren Wasserschichten schon umgekippt und nur noch eine lebensfeindliche Kloake. Auch wenn sie oben schön aussehen und von zahlreichen Tieren bewohnt werden.
Hier in Freiburg gibt es einen kleine See, der von einem größeren Baggersee abgetrennt wurde und deshalb umzukippen drohte. Durch technische Massnahmen zur Durchmischung der Wasserschichten und der Belüftung des Wassers konnte der Zustand des Sees in einem akzeptablen Zustand gehalten werden.
 
Kommentar
Ich bin natürlich auch kein Experte auf dem Gebiet und auf das angewiesen, was ich in der Zeitung lese und damit, was die Presse schreibt.
Anscheinend "bilden sich bei warmem Wetter in den Faulschlammbereichen nahe der Ufer massenhaft Botulismus-Bakterien, die von den Vögeln beim Gründeln aufgenommen werden" (das sagt offensichtlich das Ordnungsamt Nürnberg).
Gruß Axel
 
Kommentar
Meine Tochter ist Diplombiologin und analysiert solche Sauereien.
Arbeitet für Ämter und bekommt laufend Proben aus solchen Tümpeln, Badegewässer,Kläranlagen, Talsperren usw.
Hab sie grade mal dazu mit Axels Text befragt. I Mail .
Antwort:
Das Botox Gift müssten die Vögel ja irgendwie fressen über pflanzen etc.
Botox machen Clostridien die sind in wirklich jedem Tümpel oder Brunnen unten wo kein Sauerstoff ist
Diesen Zeitungsartikel würde ich mal gern sehen... Füttern ist nie gut Ansonsten käme auch ne Grippe in frage
Wir haben aber auch August. Warm kein Wind wenig Regen. Wenig Umwälzung vom warmen Wasser Klar vermehren sich dann Clostridien am Grund. Aber die ernähren sich von allem. Brot/tote Tiere. Sind halt Verwesungskeime
Aber dann müssten auch alle fische tot sein, Oder sehr viele .....
Ansonsten muss das GA immer untersuchen lassen woran die Viecher sterben.
 
Kommentar
Offensichtlich sind die Ursachen der Vergiftung komplexer als es scheint. Mit Axel habe ich so manche Stunde an diesem Weiher verbracht und tolle Fotos mit nach Hause genommen. Man muß auch wissen, dass der Weiher ziemlich flach ist. Im Winter wird das Wasser abgelassen. Ob dann kontaminierter Schlamm abgetragen wird, weiß ich nicht. Wohl eher nicht, weil das Geld kostet. Nur an ein parr Brotbrocken kann es sicher nicht liegen, dass es jetzt zu dieser Katastrophe für die Tiere gekommen ist.
Sehr schade diese Entwicklung.
 
Kommentar
Offensichtlich sind die Ursachen der Vergiftung komplexer als es scheint. Mit Axel habe ich so manche Stunde an diesem Weiher verbracht und tolle Fotos mit nach Hause genommen. Man muß auch wissen, dass der Weiher ziemlich flach ist. Im Winter wird das Wasser abgelassen. Ob dann kontaminierter Schlamm abgetragen wird, weiß ich nicht. Wohl eher nicht, weil das Geld kostet. Nur an ein parr Brotbrocken kann es sicher nicht liegen, dass es jetzt zu dieser Katastrophe für die Tiere gekommen ist.
Sehr schade diese Entwicklung.

Wenn der Teich flach ist, wird die Sache nach meinem Verständnis nicht verständlicher, denn im Flachwasser sollte auch am Teichgrund noch genügend Licht für Photosynthese treibende Algen und vielleicht sogar höhere Pflanzen und damit Sauerstoff vorhanden sein.

Klar, Clostridien sind überall, auch im heimischen Gartenboden ist ab einer Tiefe von 10-12cm immer mit Tetanus-oder Gasbranderregern zu rechnen und ich habe sowas sogar schon im Blumentopf gefunden. Wenn man eine Pflanze entfernt, deren Wurzel angefault ist und Wurzelreste und Erde darin nicht moderig riechen, sondern nach Fäkalien stinken ist unbedingt davon auszugehen und tunlichst zu vermeiden, dass man davon womöglich etwas in offene Wunden bekommt. Darum ist ja auch eine Tetanus-Impfung nicht unwichtig. Ich kann mich an einen allerdings inzwischen wohl bald 25 Jahre zurückliegenden Todesfall entsinnen, der nachweislich auf Clostridium perfringens (Gasbrand-Erreger) aus der Gartenerde zurückzuführen war. Allerdings war die betreffende Person gesundheitlich vorbelastet, also körperlich geschwächt und hat sich erst spät an einen Arzt gewandt. Also, damit ist nicht zu spaßen. Das erklärt aber trotzdem nicht die Umstände des Vogelsterbens, denn dann müsste mindestens eine ganz erhebliche Bakterienblüte stattgefunden und haben und da sehe ich die Voraussetzung eines großflächigen Sauerstoffabschlusses in einem ansonsten gesunden, offenen Gewässer nicht als gegeben an. War wohl mal wieder ein journalistischer Schuss aus der Hüfte.
 
Kommentar
Wenn ich mir das letzte Schwanenbild (AB13) so anschaue, würde ich eher auf Blaualgen, also Cyanobakterien tippen.
Ich war letzte Woche an der Mosel zum Campen, dort wurde wegen Blaualgen vom Baden und dem Verzehr von Moselfischen dringend abgeraten. Was in einem so großen Fluß schon für Probleme sorgt, muß in einem kleinen Weiher verheerend sein.

Grüße
Matthes
 
Kommentar
Wenn ich mir das letzte Schwanenbild (AB13) so anschaue, würde ich eher auf Blaualgen, also Cyanobakterien tippen...

Ich kann Dir das auch nicht genau sagen: für den Nachbarweiher wurde Badeverbot ausgesprochen,da dort Blaualgen sind, andererseits schreibt die Zeitung halt, dass die verendeten Wasservögel lt. Ordnungsamt an Botulismus gestorben seien.
Sei es wie es ist, dramatisch ist die Situation allemal, egal, was das jetzt genau ausgelöst haben mag...
Gruß Axel
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten