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Anfertigung von Uniformkragen. Mir scheint, als wäre das allein schon damals kein wirklich tragfähiges Wirtschaftskonzept gewesen... Sofern es nicht entgegen dem Anschein doch nur eher neben den Reparaturen betrieben wurde ;).

Für letzteres spricht einiges. Das Schild dürfte beruflichsrechtliche Hintergründe haben, da das Handwerksrecht in deutschland stark reglementiert war und ist. Wer sich als vollwertiger Schneider niederlassen wollte/will (Damen- und Herrenschneider, "Maßschneider"), benötigt(e) den Meistertitel. Für den Reparaturschneider (Flickschneider, heute Änderungssschneider) gilt das nicht. Er durfte aber keine Kleidungsstücke selbstständig fertigen; vermutlich waren Steh- und Uniformkragen wegen der geringeren Anforderungen an das Entwerfen und Gestalten hiervon ausgenommen.

Heute gibt es selbstständige Berufsausbildungsordnungen für das Maßschneiderhandwerk (3jährige) und das Reparaturschneiderhandwerk (2jährige Berufsausbildung). Für letzteres gibt es keine Meisterprüfung, sondern nur für das (umfassende) Damen- und Herrenschneiderhandwerk.
 
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Oh ja, Dresden. Ich liebe Berlin, aber auch Dresden. Und deine Serie zeigt mir wieder einmal, dass ich Berlin besser kenne als Dresden....

Und ich finde, das sollte sich ändern....:)

Eine starke Serie! :up::up::up:
 
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Ich mag diese Serie, ich mag Dresden (Stadt meiner Vorfahren), ich mag auch den Blickwinkel mit 35 mm. Aber gerade dieses Viertel ist mir inzwischen deutlich überlaufen.

Wer weiß, ob du nicht Zeitzeugnisse aufgenommen hast, die bei der nächsten Fassadenrenovierung verschwinden?

Besonders sinnbildlich finde ich das Bild mit dem blitzblank polierten "Neo-Oldtimer" von Fiat im Vordergrund. :)
 
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Schon komisch, je älter ich werde, desto blöder finde ich diese sog. Jugendkultur des Bemalens. Aber hier in diesem sog. Szeneviertel ist das üblich. Es gibt kaum nicht beschriftete Häuser. Sind meine Eltern zu Besuch, sind diese nahezu empört, wie das hier aussieht. Dabei ist es eins der Viertel Dresdens mit den höchsten Mieten und trotzdem kaum Leerstand. An vielen Lichtmasten oder Haustüren hängen Wohnungsgesuche.

Geht mir eigentlich ähnlich.
Aber in diesem Fall passt es m.E. irgendwie zum "Stil" dieses Viertels - wozu es sich entwickelt hat. Wären die Häuser alle schmuck gestrichen, so könnte man auch nicht mehr die alten Beschriftungen bewundern, die du eingefangen hast.

War letztes Jahr das erste Mal in Berlin/ Prenzlauer Berg und ein wenig ähnelte sich das schon. Dort ist der Prozess nur schon weiter fortgeschritten. Der Wohlstand ist deutlich zu sehen, auch wenn er "alternativer" daher kommt. Dort habe ich das erste Mal ein Studio für Babyyoga (!) gesehen. Grafittis gibt es auch noch en masse, allerdings nur noch in Erdgeschosshöhe - darüber ist alles saniert und frisch gestrichen. Bin gespannt, ob die Bewohner in 10 Jahren vielleicht auch lieber uni-farbene Fassaden hätten... :fahne:
 
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Tolle Serie!

Da bin ich überall auch schon 20x langgelaufen, aber ich habe es noch nicht gesehen! Danke fürs Zeigen! Ist zwar nicht mein Viertel, aber bin immer gern zu Besuch da :)
 
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Bist wohl ein gern gesehener Gast am sogenannten Assi-Eck? ;) (Zum Nachlesen: Punkt 6. Hat sogar eine fb-Seite.)

So ungefähr... :D Aber nicht nur - wir haben Freunde, die da wohnen. Ab und zu ist man auch noch zur BRN, im Rosis oft, in der Schauburg, in den tollen Läden oder einfach nur zum Döner essen :D
Die Ecken sind halt einfach schön und das Nachtleben hat seinen eigenen Charme. Ich gucks mir gern an, schlender des Nachtens durch, aber wohnen wollte ich da nicht. Das ist ja aber Geschmackssache... Hat alles sein Für und Wider. Momentan wohne ich ja eh woanders, bin nur alle 1-2 Monate in der alten Heimat :)

Aber ich finde es nach wie vor immer wieder toll, was man da so entdeckt. Gerade auch, was du eingefangen hast. Da muss ich unbedingt beim nächsten Mal drauf achten. Es gibt viele Sachen, die man sieht und die offentsichtlich sind - aber schon genial, wie vielschichtig das Viertel ist.
 
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