Hintergrund meiner Bilder "verschmiert"

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Deny

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Hallo zusammen

Ich hoffe ich nerve euch nicht mit einer Frage, die irgendwo im Forum bestimmt schon beantwortet wurde. Wie ihr auf dem angehängten Bild bestimmt erkennen könnt, ist der Hintergrund irgendwie "verschmiert". Leider finde ich kein besseres Wort dafür. Könnt ihr mir sagen, woran das liegt? Ich benutze ein Einbeinstativ, habe ich das Bild beim auslösen verwackelt? Ich habe den selben Effekt aber fast bei jedem Bild entdeckt, auch bei denen, die ich im Liegen auf meinen Rucksack aufgestützt geschossen habe.

Was kann ich tun um so etwas in Zukunft zu verhindern? Liegt der Fehler an den Einstellungen oder vielleicht doch an Kamera oder Objektiv?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Technische Daten: Nikon D5500, Tamron 150-600mm F/5.-6.3 G2 (auf 600mm ausgefahren), f/6.3, 1/125 Sek., ISO 100, Belichtung 0.7
Das Foto wurde in Lightroom bearbeitet (Belichtung, Kontrast, Tiefen) um das "Schmieren" etwas hervorzuheben.
 

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Erstmal herzlich willkommen hier im Forum

Aus meiner Sicht gibt es hier 4 Aspekte zu berücksichtigen:
1. Beim Verschmieren geht es eher um das oft gewünschte Bokeh.
2. Blende 6,3 und Brennweite 600 ist nicht zwingend durchgehend scharf.
3. Widerspruch Verschmieren versus beabsichtigtes Schmieren?
4. Das Bild kann mit einer besseren Qualität eingestellt werden: 1000 Kb.
Anleitung ist vorhanden; Link hab ich gerad nicht parat.

Viele Grüße, Raimund
 
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Also 600mm und Blende 6,3 - also "Offenblende". Also Tiefenschärfe relativ minimal. 1\125 sec ist trotz Einbein bei der Brennweite grenzwertig. Warum nicht eine kürzere Zeit?
Könnte das "Schmieren" die allgemeine Unschärfe des Hintergrundes sein.
Hast Du denn auch dort volle Schärfe erwartet.
Also Verschmieren vermag ich hier nicht zu erkennen.
 
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Hier noch die Anleitung.
 
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Hallo zusammen, danke für die raschen Antworten. Ich wollte den Hintergrund schon unscharf haben, also ein Bokeh war schon erwünscht. Mit verschmieren meine och eher so langgezogene Unschärfen. Am besten erkennt ihr es beim Schnee. Könnte es Banding sein? Ich finde das macht den Hintergrund sehr nervös, als sei man zu schnell aufgestanden.

@Belmondo Danke für die Anleitung :)
 
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@Deny

vermutlich meinst du die vertikal verlaufenden hellen Schlieren.

Die kommen ziemlich sicher nicht durch das fotografieren an sich. Entweder war da was vor der Linse, was jedoch in der Unschärfe nahezu komplett untergegangen ist, oder ein, wie ich eher vermute, verschmutzter Sensor. Wurde der schonmal gereinigt?

Was ich allerdings auch sagen muss, die Verschlussziet von 1/125 sec ist trotz Einbeinstativ für 600mm viel zu lang. Zumal 600mm am DX vom Bildwinkel wie 900mm an FX wirkt. Ich schätze mal dass das Bild nicht wirklich richtig scharf ist, was jedoch mit den Schlieren nichts zu tun hat.
 
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Hallo @dembi64

Danke vielmals, der Sensor wurde tatsächlich länger schon nicht mehr gereinigt.

Auch danke für den Hinweis, dass die Verschlusszeit zu zu lang ist, die werde ich beim nächsten Mal verkürzen.
 
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In der Vorschau sind diese Streifen tatsächlich schwer zu erkennen. Wenn man etwas vergrößert wird aber klar, was du meinst.
Ich kenne so etwas auch nur, wenn man z. B. durch ein Gitter oder hohe Gräser hindurch fotografiert. Also immer wenn etwas sehr nah am Objektiv oder am Sensor ist. Die Verschmutzung müsste schon ziemlich stark sein. Als wenn man den Sensor mal nass gereinigt hat und da nun Rückstände in Wischrichtung angetrocknet sind.
Das kann natürlich auch am Objektiv oder am Filter der Fall sein.
 
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Ich komme mal mit einer ganz anderen Theorie: Ich vermute, dass hier Hitzeflimmern, also durch Luftschichten verursachte Verzerrung, eine Rolle spielt. Solche 'Streifen' entstehen dabei nämlich oft.

Jetzt werden hier zwar Einige erstmal loslachen, weil man den Effekt eher von heißen Tagen kennt, aber das greift zu kurz. Grundsätzlich entstehen solche Verzerrungen immer dann, wenn man über längere Entfernungen durch Luftschichten unterschiedlicher Temperatur hindurch fotografiert. Typisch ist, dass der Vordergrund scharf ist und der Effekt immer stärker wird, je weiter weg man ist. Bei den im Bild erkennbaren einzelnen Schneestellen erscheint es mir naheliegend, dass diese die Luft lokal abkühlen und somit bodennah dieser Effekt entsteht.

Dagegen läßt sich dann allerdings garnichts tun. Hab mir schon viele Vogelbilder damit ruiniert.
 
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Ich habe neulich einen neuen UV-Filter zum Schutz aufs Objektiv geschraubt, dann könnte es auch an dem liegen?

Habe den von meinem Vater bekommen und ich denke, der Filter wird nicht der qualitativ beste sein. Wenn ich mir Bilder anschaue, die ich vor einer Woche ohne Filter geschossen habe, dann fehlen da die Streifen.

Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Testbilder schiessen. Noch einmal grosses Danke an alle!
 
1 Kommentar
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
UV-Filter kommen direkt aus der Hölle.
Den zu entfernen hat schon manches Objektiv "repariert".

Wenn man nicht glaubt eine Schutzbrille tragen zu müssen,
braucht man auch keinen "Schutzfilter". Die Frontlinse hält
mehr aus als Deine Hornhaut.
 
Was ich allerdings auch sagen muss, die Verschlussziet von 1/125 sec ist trotz Einbeinstativ für 600mm viel zu lang. Zumal 600mm am DX vom Bildwinkel wie 900mm an FX wirkt. Ich schätze mal dass das Bild nicht wirklich richtig scharf ist, was jedoch mit den Schlieren nichts zu tun hat.
Nach der Kehrwertregel müsste er freihand ohne Stabi 1/900 s, also glatt 1/1000 s haben. 1/125 s sind 3 Blendenstufen länger, was mit einem stabilisierten Tamron G2 auf einem Einbeinstativ überhaupt kein Thema ist. Das hält man mit normal ruhiger Hand und guter Atmung auch noch locker freihand!
 
2 Kommentare
dembi64
dembi64 kommentierte
Bei statischen Motiven bin ich bei Dir, bei bewegten Motiven reicht es nicht unbedingt, da sind dann schon mal kürzere Verschlusszeiten nötig um alles scharf zu bekommen.
Ist aber im aktuellen Fall nicht das Thema.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich bezog mich ausschließlich auf ein ruhendes Motiv, weil Du Brennweite und Verschlusszeit in Bezug setztest. In Bewegung kann auch 1/2000 s noch zu lang sein, ausser für Mitzieher.
 
Ich habe neulich einen neuen UV-Filter zum Schutz aufs Objektiv geschraubt, dann könnte es auch an dem liegen?
UV-Filter sind so ziemlich das Überflüssigste überhaupt - weg damit. Wenn man z.B. direkt am Meerwasser die Frontlinse gegen Salzgischt schützen will, ist ein hochwertiger (!) Klarglasfilter ein geeignetes Hilfsmittel. Im Wald sehe ich 0,0 Nutzen für Schutzfilter.
 
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Stimmt, UV-Filter sind nicht nur unnötig, bei den gut beschichteten Frontlinsen moderner Objekte schaden sie nur.
In stark sandigen und staubigen Umgebung können temporär eingesetzte Schutzfilter aus Klarglas hilfreich sein, ansonsten weg damit.
 
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Interessanter Artefakt, der tatsächlich wie ein Mitzieher in Richtung 2 Uhr aussieht.

Ich glaube nicht an UV Filter und auch nicht an störenden Vordergrund, denn die Gemse hat ja gar keine Artefakte. Glaube auch nicht an Luftflimmern.

Frage: bei den anderen Bildern mit dem Effekt, geht das in dieselbe Richtung? Noch eine Frage: welcher VR-Modus? 1, 2 oder 3? (Ich schätze 1)

Ich tippe auf den VR als Ursache des Effekts. Die Gemse in Bewegung wird ruhiggestellt auf Kosten des verzogenen HG. In gewisser Hinsicht kann man sogar sagen: „works as designed“. Bei Sportaufnahmen würde man sich denselben Effekt wünschen.
 
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Das könnten eventuell Artefakte sein, die durch eine Korrektur des Stabilisators gekommen sind ... die Streifen entstehen durch die schrittweise Korrektur des beweglichen Linsengliedes. Die Auslenkung wird intern so berechnet, dass die Schärfeebene entwackelt wird, bei weiter entfernten Objekten kann es dann (Strahlensatz aus der Geometrie) zu größeren Bildveränderungen kommen.

Ein wenig gerechnet: 4 Streifen sichtbar bei 1/125 Sekunde bedeutet 600 Hertz Korrekturrate des beweglichen Linsengliedes? Haut das hin?
 
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Frank und Mauleselchen haben sehr wahrscheinlich recht - das ist das Ergebnis, wenn auf einem Einbeinstativ, das zwar in der Höhe stabil ist, sich aber seitlich bewegen kann, der VC des Tamron das seitliche Zittern des Statives für den Schärfepunkt ausgleicht.
 
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Frank und Mauleselchen haben sehr wahrscheinlich recht - das ist das Ergebnis, wenn auf einem Einbeinstativ, das zwar in der Höhe stabil ist, sich aber seitlich bewegen kann, der VC des Tamron das seitliche Zittern des Statives für den Schärfepunkt ausgleicht.
Das würde letztlich dann bedeuten, dass der VC hier besser abgeschaltet worden wäre, oder?
 
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schneemann
schneemann kommentierte
Nicht zwingend.

Die o.g. Verschmierungen können durch den VR nur verursacht werden, wenn sich die Gemse (im Verhältnis zum Hintergrund) bewegt. Wenn Gemse und Hintergrund stillhalten müsste beides gar nicht oder gleich verschmiert sein. Gleiches gilt, falls ein 1/125 mit VR zu lang für 600mm an DX auf Einbeinstativ wären.

Hier ist die Hypothese, dass der VR kleine Bewegungen der Gemse ausgleicht. Ohne VR wäre demnach die Gemse unscharf (durch Bewegungsunschärfe) und der Hintergrund (abhängig von der Verschlusszeit auf Einbeinstativ) eher nicht verwischt.
 
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Thomas Ferber
Thomas Ferber kommentierte
Der VR wird ganz sicher keine Bewegung der Gemse ausgleichen - er wird von Sensoren (Gyroskop) und nicht von Pixeln auf dem Sensor gesteuert.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Das ist vielleicht zu kurz gesprungen, Thomas, die Steuerung kann durchaus komplexer sein!.
Was macht der VR bei Mitziehern?
Da müssten Mitzieher mit VR grundsätzlich immer misslingen, wenn nur blindlings dem Gyroskop vertraut wird.
 
Thomas Ferber
Thomas Ferber kommentierte
@Wuxi , beim Mitziehen werden die Infos zu der Mitziehrichtung deaktiviert. Wenn ich also horizontal mitziehe, wird nur noch vertikal ausgeglichen.
Es kommt ja eine D5500 zum Einsatz. Die hat keinerlei VR oder IBIS an Bord. Auch liefert der Sensor keinerlei Infos, solange der Verschluss zu ist. Es kommt nur der VR des Tamron zum Einsatz.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Genau deswegen haben viele Objektive mehrere VR-Modi - einer davon ist meist "das Objektiv befindet sich in horizontaler Bewegung".
 
Für mich sieht das aus, als wäre da etwas vor der Linse. Entweder Gräßer/Aste oder eben der UV-Filter.
Schmutz auf dem Sensor sollte schärfer sein und die typischen VR-Konturen wären im Gras zu sehen oder bei einem strukturierten Hintergrund, aber nicht mitten in der Luft.
 
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