NF-Rezension Harald Franzen. Die Fotoschule in Bildern – Bildgestaltung

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AnjaC

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Eine Rezension unseres Community-Mitglieds Dieter Schuhmann

Interessantes für Einsteiger, wenig Neues für ambitionierte Hobbyfotografen

Hält man das Buch in Händen, will man wissen, welchen Nutzen man aus ihm ziehen kann. Also die Verpackungsfolie aufgerissen und erst mal blättern. Was sofort auffällt, sind die vielen Bilder, auf jeder Doppelseite mindestens ein Bild. Sogleich kommt man zum Buchthema „Bildgestaltung“. Schließlich hat man sich das Buch genau aus diesem Grund auch gekauft.

Nach dem Vorwort des Autos folgt das Inhaltsverzeichnis. Das Buch ist thematisch in 14 Blöcke mit mehreren Themen zu jedem Block unterteilt.

In wenigen kurzen Sätzen geht der Autor auf das jeweilige Thema ein und zeigt ein Bild dazu. Auch die technischen Daten sowie die Aufnahmeorte sind vermerkt. Für mein Dafürhalten sind die Beschreibungen zu den meisten Bildern zu knapp gehalten und nicht aussagekräftig genug. Auf den ersten Seiten, so zum Einstieg, mag das ok sein. Aber auf Dauer fehlt mir da etwas der Tiefgang. Manchmal denkt man, die Texte sind so gestaltet, dass sie gerade in den bildfreien Bereich der Doppelseite passen.

Neues konnte ich nur sehr wenig aus dem Buch erfahren. Jedenfalls nicht das, was ich mir vom Buch versprochen habe. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich schon viele Jahre selbst fotografiere und meinen eigenen Stil dabei entwickelt habe, also kein Neuling mehr in Sachen Fotografie bin?

Die Bilder passen durchweg zum angerissenen Thema und der Großteil davon sind gute ansprechende Bilder. Ein paar mehr Eyecatcher hätte ich mir allerdings gewünscht.

Immer dann, wenn der Autor Themen ausführlicher beschreibt, gewinnt das Buch für mich. So die Frage: Ist die Ausrüstung wichtig? Oder die Themen „Die Objektive und ihre Wirkung“, „Blende und Schärfentiefe“, „Belichtung und Histogramm“, auch „Verschlusszeit und Schärfe.“ Allerdings geschieht das nicht oft. Leider!

Was hat mir nicht gefallen?
Bei den fotografischen Daten und der Bearbeitung bin ich mir bei einigen Bildern nicht sicher, dass alle Angaben gemacht wurden. So sind z. B. einige Bilder mit sehr langer Belichtungszeit ohne die Angabe eines Stativs gemacht.

Bei vielen Beschreibungen ist als Schlusssatz angegeben „siehe dazu Kapitel XX auf Seite YY“. Das nötigt doch sehr zum Blättern.

Die Bilder sind rund um die Welt aufgenommen und somit für die allermeisten der Leser nicht reproduzierbar.

Was mir fehlt, sind mehr Beispiele von Bildern, bei denen die Bildgestaltung nicht gelungen ist und natürlich die Erklärung, warum und wie man es hätte besser machen können.

Einige der Bilder sind für mich nicht ansprechend. Andere hätte ich, wäre ich der Autor, erst gar nicht in die Auswahl genommen oder zumindest etwas bearbeitet.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Autor, der ein hohes Maß an Erfahrung hat, sein Wissen nicht so vermittelt, dass er beim Leser Begeisterungsstürme auslösen könnte.

Fazit
Für den fotografischen Einsteiger sicher ein interessantes Buch, in dem er einiges sehen und lernen kann. Für einen ambitionierten Hobbyfotografen ist meiner Meinung nach nicht viel Neues zu entdecken.

Inhalt ***
Lesbarkeit ****
Bilder ***
Kaufempfehlung ***
Allgemeine Bewertung ***

Die Daten
Harald Franzen. Die Fotoschule in Bildern – Bildgestaltung. Der visuelle Einstieg in die Bildgestaltung erschien am 27. Dezember 2016 im Rheinwerk Verlag. 2. Aktualisierte und überarbeitete Auflage 2017. 315 Seiten, broschiert, in stabiler Fadenheftung. Großes Schaubuchformat 21 x 24 cm. In Farbe gedruckt auf matt gestrichenem Bilderdruckpapier (135 g). Große, lesefreundliche Schrift (Linotype Syntax 9,75 Pt.). Spezielles Doppelseiten-Layout. Mit über 120 Originalfotografien, zusätzlichen Gut-schlecht-Beispielbildern und Skizzen. Auch als E-Book erhältlich.
ISBN: 978-3-8362-4463-3
Preis: 34,90 Euro (Buch) / 30,90 Euro (E-Book)
Hier geht es zur Leseprobe

Rezension: Dieter Schuhmann

Bewertung:


ISBN: 3836244632

 
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Eine Rezension unseres Community-Mitglieds Holger Pfromm

Viele hilfreiche Tipps

Harald Franzen zeigt der Leserschaft zunächst, was gute Bilder sind und warum man Bilder gestalten sollte. Anschließend behandelt er in rund 120 Abschnitten alle nur erdenklichen Bereiche der Bildgestaltung: Bilder können beispielsweise mit Formen, Linien, Farbe bzw. Schwarz/Weiß sowie mit vorhandenem und künstlichem Licht und gezieltem Kameraeinsatz bewusst gestaltet werden.

In kleinen Exkursen geht Harald Franzen auch auf technische Aspekte wie beispielsweise Objektive und ihre Wirkung sowie Blende und Schärfentiefe ein.

Ein gutes Foto macht nicht die Kamera, sondern der Mensch, der die Kamera bedient. Wie das geht und wie man das Beste aus seinen Motiven herausholen kann, zeigt Harald Franzen in vielen kleinen, überschaubaren Abschnitten. Jeder Abschnitt besteht aus einer Doppelseite, wobei eine Seite die Beispielbilder und die andere Seite den erklärenden Text umfasst. Diese Aufteilung ist das Grundkonzept dieser Buchreihe.

Franzen erklärt alles sehr leicht verständlich, professionell und auf den Punkt gebracht. Untermauert werden seine Erklärungen anhand von sehr gut ausgewählten Beispielbildern: Diese sind teilweise Gegenüberstellung von Positiv- und Negativbild, teilweise mit Skizzen versehen, um die Linienführung zu verdeutlichen.

Was mir besonders gefällt ist, dass Franzen die einzelnen Themen nicht abstrakt theoretisch, sondern praxisnah aufbereitet. So sind seine Beispielsbilder (fast immer) „Allerwelts-Motive“, die jeder von uns vor die Linse bekommt.

Es gibt leider auch etwas, was mir nicht so recht gefällt: Franzens Ausführungen zu Photoshop / Bildbearbeitung sind mir zu allgemein gehalten. Bei der von ihm vorgeschlagenen Nutzung von „Abwedeln“ und „Nachbelichten“ ist zu sagen, dass diese aus der Anfangszeit von Photoshop stammen, als man sich noch an der Analogfotografie und der Dunkelkammer orientierte. Heute nutzt man ausgefeiltere Methoden wie die Graduationskurve in Verbindung mit Inventieren und Maskieren.

Und so recht wollen mir seine Ausführungen über den Einsatz von Blitzlicht auch nicht zusagen. Der „richtige“ Gebrauch von Blitzlicht ist meiner Meinung komplex – viel zu vielschichtig, als dass man es in ein paar Abschnitten oberflächlich behandeln sollte. Gleichwohl stellen diese Abschnitte gute Anregungen und Motivationsmacher für das eigene Ausprobieren dar.

Die Zielgruppe sind ambitionierte Fotografen, die ihren Fotos den berühmten „Biss“ verleihen möchte.

Fazit
Aus den vorgenannten Gründen erhält das Buch von mir in den Kategorien

Inhalt: 4 Sterne
Lesbarkeit: 5 Sterne
Grafiken / Bilder: 5 Sterne
Kaufempfehlung : 5 Sterne
Allgemeiner Eindruck: 5 Sterne
Insgesamt ergibt dies 5 Sterne.

Die Daten
Harald Franzen. Die Fotoschule in Bildern – Bildgestaltung. Der visuelle Einstieg in die Bildgestaltung erschien am 27. Dezember 2016 im Rheinwerk Verlag. 2. Aktualisierte und überarbeitete Auflage 2017. 315 Seiten, broschiert, in stabiler Fadenheftung. Großes Schaubuchformat 21 x 24 cm. In Farbe gedruckt auf matt gestrichenem Bilderdruckpapier (135 g). Große, lesefreundliche Schrift (Linotype Syntax 9,75 Pt.). Spezielles Doppelseiten-Layout. Mit über 120 Originalfotografien, zusätzlichen Gut-schlecht-Beispielbildern und Skizzen. Auch als E-Book erhältlich.
ISBN: 978-3-8362-4463-3
Preis: 34,90 Euro (Buch) / 30,90 Euro (E-Book) / 39,90 Euro (Buch + E-Book im Bundle)
Hier geht es zur Leseprobe

Rezension: Holger Pfromm

Bewertung:


ISBN: 3836244632

 
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