Hamburg Cuxhafen- unterwegs auf einem Museumsfrachtschiff

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Jock-l

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Der Beginn zu dieser Reise liegt weit vor dem Januar diesen Jahres, als ich mein Ticket für eine Reise auf dem Museumsschiff Cap San Diego von Hamburg nach Cuxhafen buchte.

Es begab sich vor 29, 30 Jahren, als ich abgeschirmt vom Rest der Welt hinter dem eisernen Vorhang, der mehr steinerne Betonmauer war, sehr viel NDR 2 und Radio Niedersachsen hörte. (Berliner Sender, die geografisch näher standen, waren abgeschirmt oder durch Störsender so beeinflusst, daß ich z.B. RIAS nur über Mittelwelle hören konnte. Aber das heute einem Nachgeborenen erklären dürfte sehr schwer werden ...;) ) Unvergessen, was sonntagsvormittag in "Von Hamburg nach Tahiti" aus aller Welt erzählt wurde. Am Freitag nun war ich aufgebrochen, eine in Erinnerung gebliebene Folge annähernd nachzuerleben- keine Rundfahrt durch das riesige Hafengebiet, sondern von der alten Hafenstadt zur Elbmündung bei Cuxhafen.

Seemann ahoi- eine Landratte kommt an Bord ! Blitzbesuch in HH, früh hin, nachts zurück ... ;)

Einige Impressionen an Bord dieses schönen Schiffes ...

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Die Landratte ist motiviert, alles und jedes Detail fotografisch festzuhalten, allein das Licht und Wetter machen zu schaffen. Am Ende werde ich froh sein, daß es nur Wind und keine Regenschauer gab.

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Besitzerstolz- gekauft ! Nicht das Schiff, das Ticket für eine Überfahrt nach Cuxhafen und retour mit Busshuttle.

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Kurz vor Ablegen, die Brücke wird eingeholt und die Bolzen der Schlösser, die das Schiff an den Pfählen festhalten, herausgezogen.

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Das Schloß ist offen. Da die Maschine der Cap San Diego in diesen Minuten nur langsame Fahrt macht, kann sie anfänglich schwer steuern (wenig Wasser umströmt das Ruder) und benötigt ...

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... die Unterstützung eines Bugsierers, der das Schiff in eine günstigere Position schiebt. Am Bug entsprechend ein Schlepper, wie der Kapitän erläuterte, der stärkste im Hamburger Hafen verfügbare. Im Bildhintergrund die Neubauten der Hafencity.

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Vorbei geht es in langsamer Schleppfahrt an den Landungsbrücken.

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Abgekoppelt, die Schlepper scheren aus, die Cap San Diego nimmt Fahrt aus. Seitens der Maschine wären 20 Knoten möglich, aber aus Gründen des Erhaltes tuckern wir mit 6-8 Knoten die Elbe abwärts zur Mündung.

Nicht nur das, es wird getutet und zwar so ausgiebig, daß man glaubt die Hamburger verstehen mehr vom Signalhorn und Signalgeben als von der übrigen Seefahrt. Selbst die Vorbeifahrt an des Käpt'ns Lieblingsrestaurant wurde ausgiebig beschallt. Nunja, vielleicht haben die Leute sich nur in Vorfreude der abendlichen Schiffstaufe von "Mein Schiff" warmgelaufen ... ;) Ich hätte vor Schreck angesichts des Kraches beinahe die Kamera fallen lassen, mehrfach. Später fand ich es vorteilhafter, weniger auf dem Vordeck herumzuturnen und verzog mich Richtung Hinterdeck.

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Die aufgebaute Bühne für die Schiffstaufe des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff".

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Die San Diego verlässt Altstadt und Hafen.

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Seezeichen und Fahnen in Blankenese.

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Jedes Schiff, welches hier am Schulauer Fährhaus vorbeikommt, wird begrüßt und verabschiedet mit einem Ständchen, der jeweiligen Nationalhymne.

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Eien Strombrücke über den Fluß. Die Stahlgittertürme an den beiden Ufern bei Stader Sand und Haseldorf (Kreis Pinneberg) sollen 220 Meter Höhe aufweisen und je fast 500 Tonnen wiegen. (Aus: Hamburger Abendblatt)
 
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Interessant, mein Magen merkt gar nicht das wenig erkennbare Schwanken und Stampfen des Schiffes. Deutlicher dafür der Anblick der Segelboote, die durch die Wellen der Cap San Diego hin-und herkippen wie kleine Modellboote.

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Mittag, essen unter Deck. Die San Diego war ein Frachter, deshalb das improvisierte Ambiente eines Speisesaals.

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Bruckdorf und ein Kernkraftwerk in der Ansicht von der Flußseite aus.

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Ein auffrischender Wind sorgte von Anbeginn an, daß die Jacke hochverschlossen und die Mütze tief im Gesicht landete.Durch frühere Hamburgbesuche auf dem Schiff kannte ich das Innenleben etwas, deshalb sind hier weniger Aufnahmen vom Innenbereich zu sehen. Aber dieses hier- ich war versucht, den Hebel auszuprobieren ... ;)

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Nach getaner Arbeit- der Lotse erläutert seine Arbeit.

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Musikalische Umrahmung mir einer kleinen Jazzband, die an mehreren Orten auftauchte und spielte.

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Was sieht man auf einer solchen Reise ? Große und kleine Pötte, hier ein Vertreter der größeren Containerschiffe, wie man sie in den Häfen allgegenwärtig antrifft.

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Vorbeifahrt am Nord-Ostseekanal. Eine der am dichtesten befahrenen Passagen weltweit.

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Keiner über Bord gegangen ? Wir hatten eine rührige, ehrenamtliche Betreuertruppe um uns herum.

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Die Aufforderung des Kapitäns: "Schauen Sie bitte backbord voraus- das ist ein Schiff welches sogar wir gestandenen Seeleute nur selten zu Gesicht bekommen". Ein unter chin. Flagge fahrendes Großcontainerschiff- sagenhafte 350 Meter lang ? Wie lang dagegen ist ein ICE ? Ich hatte Mühe, mit meinem 17-55mm-Objektiv diesn Riesen halbwegs ordentlich abzulichten ...

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Schlepper voraus. Weil alle drei Schlepper im Hafen von Cuxhafen zeitgleich repariert werden mußten, kam ein Bugsierer von Hamburg mit.

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So, anschl. ging es in Cuxhafen an Land, später fuhr die Cap San Diego ohne Gäste (keine Zulassung für die Nordsee) weiter. Auf der Rückfahrt mit dem Busshuttle über Altes Land, vorbei an Airbus in Finkenwerder und über die Köhlbrandbrücke sahen wir noch die auf dem Weg befindliche "Mein Schiff" zum Ort der Schiffstaufe auslaufen ...

Nun steht es im Sinne des Mitlesenden zu erkennen, wieviel Seemannsgarn ich hier einwebte.

Schiff ahoi, bis bald- wir sehen uns wieder !
 
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Danke, eine schöne Reportage mit interessanten Bildern und so wie ich finde, einer sehr schönen Einleitung.

Habe auch schon einige Hafenbesuche hinter mir, meist mit Besuche von König der Löwen und habe die San Diego in guter Erinnerung.

Was mir immer aufgefallen ist, ihre elegante Linie läßt gar nicht vermuten, das sie ein Frachtschiff ist.

Insgesamt :up:
 
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Moin Jock-l,

als Hamburger habe ich bei manchem Wort geschmunzelt, aber schön, dass es Dir gut gefallen hat und schade, dass bei so einem Ausflug das Wetter nicht besser war.

Gruß vom
Kay
 
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Sehr schöner Reisebericht! Die Cap San Diego habe ich auch schon zweimal besichtet. Mitgefahren bin ich leider noch nicht. Schöne Impressionen aus meiner alten Heimat. :up:

Grüße
Sascha
 
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Eien Strombrücke über den Fluß. Die Stahlgittertürme an den beiden Ufern bei Stader Sand und Haseldorf (Kreis Pinneberg) sollen 220 Meter Höhe aufweisen und je fast 500 Tonnen wiegen. (Aus: Hamburger Abendblatt)

Die Dinger erlauben es Sportpiloten selbst im Vollsuff zurück nach Uetersen zu finden, einfach die Elbe runter und bei den Spargeln links ab. :hehe:


Dein KKW ist übrigens das berühmt berüchtigte Brokdorf nicht Bruckdorf ;)


Die Cosco Bejing läuft übrigens unter griechischer Flagge, gehört aber einer chinesischen Reederei. Übrigens sieht man die Wirtschaftskrise besonders schön an den dicken Asien-Umlauf-Pötten. Vor einem Jahr ist die nicht so leer (es passen 9500 Standardcontainer drauf) nach Hamburg gelaufen.
 
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Danke Dir- da kann man mal wieder sehen wohin das führt, wenn der Wind die Hälfte dessen, was der Kapitän erzählt, einfach davonträgt ... :D
 
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