Höhlenmalerei mal nachgefragt

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rsc-hh

Guest
Dieses Bild hatte ich schon einmal hier http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=81631 eingestellt. Die Überschrift "Höhlenmalerei?" war eigentlich nicht als Frage gedacht. Mich hat dieser abblätternde Putz (Bild ist ooC, nur nachgeschärft) an Höhlenmalerei erinnert. Er stammt von einem alten Haus am Hamburger Hafen und ich finde in dem Putz so etwas wie eine Landkarte der vergangenen hundert Jahre wieder. Struktur, in dem Vergangenes dokumentiert ist. Deswegen die Höhlenmalerei-Allegorie. Ich mag das Foto. Könnt ihr da auch etwas mit anfangen? Wenn nicht macht auch nix, aber dann würden mich die Gründe interessieren.


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Für mich hat das Bild einen minimalistischen Ansatz - also erstmal OK. Der Titel Höhlenmalerei im ersten fred kam bei mir nicht an. Raum zu individuellen Interpretation bietet die Aufnahme auf alle Fälle. Durch die verschiedenen Texturen und die Farben hat es was. Der Schnitt gefällt mir auch.
Gruß
Wolfgang
 
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Bei mir offenbar in der Masse an Threads untergegangen.
Als Darstellung von Verfall, Morbidität finde ich es sehr gelungen!
 
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Die Grundfarbe wurde mit einer Streichbürste aufgebracht. Das lässt darauf schließen, das hier eine mineralische Farbe aufgetragen wurde. Die oberen, abblätternde Schichten (hell beige und oliv-grün bis braun) sind aufgrund der Struktur wohl als Kunstharzdispersionsfarbe einzuordnen. Diese sind zunächst durch den Weichmacheranteil elastisch, verspröden jedoch unter UV Lichteinfluss.

Durch die Zunahme der Oberflächenspannung beginnt dann der Anstrichfilm zu reißen und sich vom Untergrund abzulösen. Begünstigt wird dies wahrscheinlich noch durch den Umstand, das die zuerst aufgetragene Mineralfarbe kreidet. In Bayern hätte ich auf eine Kalkfarbe getippt, jedoch gibt es ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle was die Verwendung von Kalkfarben betrifft. Insofern vermute ich, das der ursprüngliche Farbauftrag mit einer Zementfarbe gemacht wurde. Diese ist entweder zu schnell getrocknet (Sonne, Wind) oder bekam Frost vor dem vollständigen Abbinden. Die genannten Ursachen verhindern eine vollständige Hydratation des Zementes.

Anscheinend wurde dann bei der Renovierung nicht oder nur unzureichend grundiert.

Aber geiles Foto. Entschuldige bitte, aber heute musste ich den Malermeister einfach mal raushängen lassen;)
 
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Könnt ihr da auch etwas mit anfangen?

Siehe mein Thanks.

Ich mag diese reduzierten Bilder. Und ja, auch ich könnte eine historische Landkarte erkennen. Gefällt mir sehr. :up:

Gruß
Knut
 
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Mich erinnert es an ein Bild einer Landschaft vom Satelliten aufgenommen.
Gruß Rudi
 
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Die Grundfarbe wurde mit einer Streichbürste aufgebracht. Das lässt darauf schließen, das hier eine mineralische Farbe aufgetragen wurde. Die oberen, abblätternde Schichten (hell beige und oliv-grün bis braun) sind aufgrund der Struktur wohl als Kunstharzdispersionsfarbe einzuordnen. Diese sind zunächst durch den Weichmacheranteil elastisch, verspröden jedoch unter UV Lichteinfluss.

Durch die Zunahme der Oberflächenspannung beginnt dann der Anstrichfilm zu reißen und sich vom Untergrund abzulösen. Begünstigt wird dies wahrscheinlich noch durch den Umstand, das die zuerst aufgetragene Mineralfarbe kreidet. In Bayern hätte ich auf eine Kalkfarbe getippt, jedoch gibt es ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle was die Verwendung von Kalkfarben betrifft. Insofern vermute ich, das der ursprüngliche Farbauftrag mit einer Zementfarbe gemacht wurde. Diese ist entweder zu schnell getrocknet (Sonne, Wind) oder bekam Frost vor dem vollständigen Abbinden. Die genannten Ursachen verhindern eine vollständige Hydratation des Zementes.

Anscheinend wurde dann bei der Renovierung nicht oder nur unzureichend grundiert.

Aber geiles Foto. Entschuldige bitte, aber heute musste ich den Malermeister einfach mal raushängen lassen;)

Hallo HansMeinIgel,
da sieht man wieder jedes Ding hat zwei Seiten. Also einerseits eine ansprechende Gestaltung und anderseits ein Beweisfoto für eine schlechte Handwerksarbeit. Wenn das nicht rundum ein Volltreffer ist.
Mir gefällt das Bild wegen der interessanten Struktur und der reduzierten Farbwirkung.
 
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