Grundsatzfrage HDR und RAW

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saubua

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Hallo,

leider darf ich in diesem Forum nicht nach "HDR" suchen, deshalb gleich vorweg Pardon, falls dieses Thema schon behandelt wurde...

Wenn ich es recht verstehe, braucht man für HDR-Fotos ja Belichtungsreihen und hat hinterher das Problem mit bewegten Objekten im Bild (Zweige, Personen, etc.). Von der Bearbeitungszeit gar nicht zu reden.

Nun liefert aber doch das RAW-Format (zumindest bei meiner D50) bereits 36Bit pro Pixel gegenüber 24 im JPG, das sind nach meiner Rechnung 12 Belichtungsstufen in einem Bild. Wenn man pro Farbkanal rechnet, sind es immer noch 4 Stufen.

Liegt es da nicht nahe, die RAWs mit CaptureNX zu bearbeiten, um einfach die dunklen Bereiche aufzuhellen bzw. helle abzudunkeln?

Oder mache ich da einen Denkfehler?
 
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Wieso solltest du hier nicht nach HDR suchen dürfen? Wahrscheinlich hast du die Buchstaben HDR ohne die Anführungszeichen in die Suchmaske eingegeben.

Versuchs mal mit ("HDR" oder "HDRI") und du bekommst jede Menge Ergebnisse.
 
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Nein, machst Du nicht. Safetti (ein Mitglied) liefert auf diese Weise hier regelmäßig atemberaubende Bilder. Ich habe gerade kein Posting parat, aber er hat schon einmal sehr gut beschrieben wie sein Ablauf hier aussieht.

Gruß, Bernd
 
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Du kannst Raws nutzen, um den Tonwert darin zu spreizen. Bei einem einzigen Bild kannst du mehrere Entwicklungen übereinander legen und ausmaskieren. Das bringt aber maximal +/- eine Blendenstufe ohne Qualitätsverluste. Bei Nachtaufnahmen liegen aber Dynamikkontraste von mehreren Blendenstufen (bis zu 12) vor. Das kriegt man nur mit Belichtungsreihen in den Griff.
 
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Also danke für die ganzen Antworten, die haben mir wirklich sehr geholfen!

Das mit der Suche mit Anführungszeichen ist zwar alle andere als einleuchtend, aber ich werde es mir merken.

Frohe Rest-Ostern noch
saubua
 
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Hallo,

Oder mache ich da einen Denkfehler?
um mal damit anzufangen: Ja, da gibts einige kleinere Denkfehler, aber die bekommen wir locker gerade gebogen ;)

Nun liefert aber doch das RAW-Format (zumindest bei meiner D50) bereits 36Bit pro Pixel gegenüber 24 im JPG, das sind nach meiner Rechnung 12 Belichtungsstufen in einem Bild. Wenn man pro Farbkanal rechnet, sind es immer noch 4 Stufen.

Liegt es da nicht nahe, die RAWs mit CaptureNX zu bearbeiten, um einfach die dunklen Bereiche aufzuhellen bzw. helle abzudunkeln?
1. Das RAW-Format Deiner D50 liefert nicht 36 Bit an Farbinformationen, sondern es liefert 12 Bit an monochromen Informationen, die (außerhalb der Kamera) im RAW-Konverter zu farbigen Pixel gerechnet werden.

2. Der Dynamikumfang, der von einer Kamera aufgenommen werden kann hängt nur ganz unwesentlich von der Bittiefe ab, mit der die Pixel abgespeichert werden. Er hängt ganz wesentlich vom Verhältnis des größten Kontrastes zum kleinsten Kontrast im Bild ab. Mehr Bittiefe bei der Auflösung bedeutet letztendlich lediglich, dass die Rauschinformationen immer präziser aufgezeichnet werden, am kleinsten Nutzkontrast ändert sich dabei nichts und damit auch immer weniger am Dynamikumfang.

3. Du kann davon ausgehen, dass Deine D50 bei der niedrigsten ISO-Zahl einen Dynamikumfang im Motiv von etwa 10 Blendenstufen aufzeichnen kann.

4. Da sich der Dynamikumfang ganz wesentlich am Luminanzkontrast des Bildes festmacht und nicht an den einzelnen Farbkanälen, darf man natürlich den Dynamikumfang nicht durch die Anzahl durch der Farbkanäle dividieren :dizzy:. Das macht so gar keinen Sinn.

5. Indem Du die 12 vorhandenen Bit pro Pixel im RAW-Konverter ... oder auch später als 16-Bit TIFF in Photoshop nutzt, hast Du tatsächlich einen Vorteil - allerdings leider nicht so sehr beim Dynamikumfang, da sich der Dynamikumfang des NEF-Files und des zugehörigen JPEG-Files nicht so sehr unterscheiden (ca. 1 Blendenstufe ... die Bittiefe ist hier keine relevante Messgröße).

Ciao
HaPe
 
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5. Indem Du die 12 vorhandenen Bit pro Pixel im RAW-Konverter ... oder auch später als 16-Bit TIFF in Photoshop nutzt, hast Du tatsächlich einen Vorteil - allerdings leider nicht so sehr beim Dynamikumfang, da sich der Dynamikumfang des NEF-Files und des zugehörigen JPEG-Files nicht so sehr unterscheiden (ca. 1 Blendenstufe ... die Bittiefe ist hier keine relevante Messgröße).
Der Vorteil im Dynamikumfang eines RAWs gegenüber einem JEPEG ist schon deutlich höher als nur eine Blendenstufe, allerdings ist der Vorteil mehr in den Schatten als in den Lichtern zu finden. Ich hatte dazu mal einen Vergleich gemacht, hier zu finden.

Martin
 
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Hallo Martin,

Der Vorteil im Dynamikumfang eines RAWs gegenüber einem JEPEG ist schon deutlich höher als nur eine Blendenstufe, allerdings ist der Vorteil mehr in den Schatten als in den Lichtern zu finden. Ich hatte dazu mal einen Vergleich gemacht,
Deine Testreihe kenne ich, wir hatten ja schon mal an anderer Stelle einen kleinen Diskurs darüber ;)

Das sich eine erweitete Dynamik in einem (!) System bei der Unterscheidung von RAW und JPEG in den Schatten abspielen muss ist schon klar. Man stelle sich die fatale Situation vor, dass große Signale in JPEG schneller in die Sättigung gehen als bei RAW-Files. In diesem Fall müßte man die Belichtung an das Datenformat anpassen :dizzy: ... das wäre fatal.

Ich muß mir heute Abend noch mal in aller Ruhe Deine Testreihe anschauen. Wenn da tatsächlich deutlich mehr als eine Blendenstufe Differenz in der Dynamik für NEF und JPEG heraus gekommen ist, müßte man noch mal drüber nachdenken.

Ciao
HaPe
 
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