Größe des RAW-Formats in D3 im Vergleich zu D2X

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derpate

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Mir ist aufgefallen, dass die RAW-Dateien der D3 gut 50 Prozent größer sind als die der D2X trotz ungefähr gleicher Pixelzahl. Ich arbeite stets mit der verlustfreien RAW-Komprimierung. Die D2X generierte so im Schnitt 10 MB-Dateien, die D3 jetzt ca. 15 MB. Woran liegt das?
 
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Meine D2X erzeugt komprimierte NEF von ~10-12MB, unkomprimierte NEF sind ~20MB groß.
Die Kompression der D2X ist aber nicht verlustfrei, sondern nur "visuell verlustfrei".
Die tatsächlich völlig verlustfreie Kompression gibt es erst bei der D3.
 
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... und als weiteren Parameter sollte man nicht ausser acht lassen:

12 bit <=> 14 bit Farbtiefe

Michael
 
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Erst mal vielen Dank für diesen Beitrag!

Ich habe nämlich deswegen mal das Handbuch der Kamera genommen und festgestellt, dass es erstens einen Menüpunkt gibt, der ein Umschalten zwischen 12 Bit und 14 Bit im RAW-Modus gestattet und zweitens, dass die Werkseinstellung nicht etwa 14 Bit ist wie ich angenommen hatte, sondern 12 Bit.

Prima.

Warum setzt Nikon eigentlich nicht gleich die D3-Werkseinstellung auf DX-Format/3 Megapixel/JPEG-Basic?

Hätte ich also den Hinweis ernst nehmen sollen: "Fassen Sie die Kamera nicht an, bevor sie das Handbuch auswendig kennen." oder so ähnlich.

Ich habe hier 1.711 Stück D3-12-Bit-Nefs gerade griffbereit, alle "verlustfrei komprimiert", zusammen sind sie 19,1 Gigabyte groß, der Durchschnittswert liegt also bei 11,16 Megabyte.

Das kleinste ist 9.363 Kilobyte, das größte ist 16.738 Kilobyte groß

Melde mich wieder, wenn ich 14-Bit-RAWs gesammelt habe.

Herzlich

Frank
 
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Ich habe hier 1.711 Stück D3-12-Bit-Nefs gerade griffbereit, alle "verlustfrei komprimiert", zusammen sind sie 19,1 Gigabyte groß, der Durchschnittswert liegt also bei 11,16 Megabyte.

Genau: die 12-Bit-Dateien der D2X waren genau so groß im Durchschnitt, um die 11 MB. Die Vergrößerung auf durchschnittlich 15 MB für verlustfrei komprimierte RAW-Dateien bei der D3 kommen also eindeutig von den 2 BIT mehr, wenn man mit 14 Bit fotografiert.

Die Werkseinstellungen sollte man tunlichst genau prüfen! Beim Farbraum war früher z.B. immer sRGB als Standard eingestellt und nicht Adobe RGB. Sowas kann tötlich sein, weil man die Bilddateien so freiwillig "kastriert", denn sRGB ist ja für die WEB-Darstellung optimiert. Tja, manchmal ist das nicht nachvollziehbar ...
 
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Die Vergrößerung auf durchschnittlich 15 MB für verlustfrei komprimierte RAW-Dateien bei der D3 kommen also eindeutig von den 2 BIT mehr, wenn man mit 14 Bit fotografiert.

Das sind aber dann zwei Änderungen:
12-> 14 bit und verlustfreie Komprimierung anstatt der verlustbehafteten Komprimierung. Beides kann man unabhängig voneinander einstellen und beides trägt (zu etwa gleichen Teilen) zu der größeren Datei bei.

Welche Dateigröße sich in welcher Kombination ergibt, steht im Handbuch der D3 auf Seite 423.

NEF (RAW), Verlustfrei komprimieren, 12 Bit — 13,3 MB
NEF (RAW), Verlustfrei komprimieren, 14 Bit — 16,3 MB
NEF (RAW), Komprimieren, 12 Bit — 11,0 MB
NEF (RAW), Komprimieren, 14 Bit — 13,8 MB
 
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Die Werkseinstellungen sollte man tunlichst genau prüfen! Beim Farbraum war früher z.B. immer sRGB als Standard eingestellt und nicht Adobe RGB. Sowas kann tötlich sein, weil man die Bilddateien so freiwillig "kastriert", denn sRGB ist ja für die WEB-Darstellung optimiert. Tja, manchmal ist das nicht nachvollziehbar ...


Für meine Zwecke ist sRGB oft die bessere Wahl.

Da ich aber ohnehin kaum JPEGs fotografiere, sondern RAWs, kommt es doch wohl mehr auf die Einbettung des richtigen Profils in den RAW-Konverter an, oder?

Ein RAW ist doch bloß eine Liste mit Helligkeitswerten und der Information zu Lage der Bayer-Matrix, oder?

Im NEF ist wohl zusätzlich ein JPEG eingebettet und eine lange Liste von Metadaten als EXIF und XMP/IPTC, dazu noch verschlüsselter Code wegen der Image Authetication.

Was mich mal interessieren würde: Was sind an der D3 die besten Einstellungen für JPEG/Sport?

Frank
 
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Da ich aber ohnehin kaum JPEGs fotografiere, sondern RAWs, kommt es doch wohl mehr auf die Einbettung des richtigen Profils in den RAW-Konverter an, oder?

Ich dachte bisher immer, das eingestellte Farbprofil wird z.B. in Photoshop übernommen, wenn man in Photoshop selbst nicht andere Einstellungen vorgenommen hat. Ich konvertiere immer automatisch in ECI-RGB als Arbeitsfarbraum. Wenn man in Photoshop einstellt, dass man das voreingestellte Kamera-Farbprofil beibehalten will, würde eben bei der Kameraeinstellung "sRGB" automatisch in diesem Profil weitergearbeitet. Natürlich kann es auch sinnvoll sein, gleich in sRGB zu arbeiten, aber dieser Farbraum ist natürlich wesentlich kleiner.

Die Frage ist, was passiert jetzt, wenn ich jeweils "sRGB" oder "Adobe RGB" an der Kamera eingestellt habe und ich lasse beim Öffnen in Photoshop automatisch in ECI-RGB konvertieren (immer mit RAW-Dateien). Arbeite ich dann mit einer ursprünglich beschnittenen sRGB-Datei oder mit dem größeren Farbraum von Adobe RGB? Ein kleinerer Farbraum wird ja beim Konvertieren in einen größeren nicht wieder größer?

Oder verstehe ich das jetzt grundlegend falsch? Und: sorry! Ist thematisch jetzt wohl auch nicht mehr das richtige Unterforum ...
 
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Warum setzt Nikon eigentlich nicht gleich die D3-Werkseinstellung auf DX-Format/3 Megapixel/JPEG-Basic?

Wirklich skandalös. "Warum setzt Nikon nicht die ganzen Einstellungen gleich passend so, wie ich sie brauche? Wer hat schon Zeit, ein Handbuch zu lesen, oder auch nur die Einstellungen mal durch zu gehen. Die Zeit brauche ich, um den Kaufpreis wieder rein zu holen..."

Maik
 
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Die Frage ist, was passiert jetzt, wenn ich jeweils "sRGB" oder "Adobe RGB" an der Kamera eingestellt habe und ich lasse beim Öffnen in Photoshop automatisch in ECI-RGB konvertieren (immer mit RAW-Dateien). Arbeite ich dann mit einer ursprünglich beschnittenen sRGB-Datei oder mit dem größeren Farbraum von Adobe RGB? Ein kleinerer Farbraum wird ja beim Konvertieren in einen größeren nicht wieder größer?

Ein RAW hat noch gar keinen Standard-Farbraum, das sind nur monochrome Sensordaten. Den Farbraum definiert erst der RAW-Konverter.
 
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Hinweis:
Bei RAW ist der Farbraum zum Zeitpunkt der Aufnahme egal.
Das Profil wird nur verlinkt und kann jederzeit geändert werden (ist ein sog. Input-Profile).
 
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Noch mal zur Klarstellung: die RAW-Datei bleibt natürlich immer unbeeindruckt vom Farbprofil, das man an der Kamera eingestellt hat. Aber: wenn ich z.B. sRGB an der D3 als werkseitig voreingestellte Standardeinstellung behalte, wird diese Info quasi "durchgeschleift" - das passiert ganz automatisch:

1) Farbraum in D3 eingestellt auf "sRGB" (statt "Adobe RGB")
2) Fotografiermodus "RAW"
3) Dateien auf Computer übertragen und in Bridge/Photoshop öffnen
4) Photoshop-Farbeinstellungen für RGB auf "Eingebettete Profile beibehalten" eingestellt (statt "In RGB-Arbeitsfarbraum konvertieren" - dieser kann z.B. ECI-RGB sein)
5) RAW-Konvertierung in JPG, PSD oder TIFF und - siehe da: Dokumentprofil ist "sRGB"

Wie gesagt, hier wird die Kameraeinstellung "durchgeschleift", auch wenn ich mit RAW arbeite, aber vergessen habe, in Photoshop "In Arbeitsfarbraum konvertieren" (in meinem Fall ECI-RGB) einzustellen.

Das Ganze ist natürlich sehr theoretisch und eigentlich sollte man sich ja soweit auskennen und in Photoshop die richtigen Voreinstellungen eingestellt haben. Sicherer ist es aber, an der Kamera "Adobe RGB" gewählt zu haben, weil der Farbraum größer ist und ECI-RGB ähnelt, sRGB ist auf jeden Fall nur eingeschränkter zu verwenden: "Über geeignete RGB-Farbräume wird unter Anwendern häufig diskutiert. sRGB wird teils wegen seines kleinen Gamut kritisiert. Einige vom Auge sichtbare Farben, die etwa in CMYK noch darstellbar sind, sind hier nicht darstellbar. Von Bildverarbeitungs-Experten wird daher meist Adobe RGB oder das streng genormte ECI-RGB bevorzugt." (Quelle: Wikipedia)
 
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