gewisser intellektueller hintergrund nötig?

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Ich denke nicht, dass die vielen Möglichkeiten der digitalen Welt unbedingt das Gelbe vom Ei sind. Als ich mir vor vielen Jahren meinen ersten DVD-Recorder gekauft hat war ich eigentlich begeistert, dass ich überall meine Finger im Spiel haben kann, alles mögliche und unmögliche steuern kann, und das Gerät bis zum gehtnicht "verhunzen" kann. Es war wohl früher auch notwendig. Heute kommen auch Spitzengeräte mit ein paar Taste aus.
Nach vielen und viele Jahren der Entwicklung war ein analoger Film so weit, das er so gut wie alle Bereiche mit ein paar Spezifikationen abdecken konnte.
Die digitale Fotografie ist meiner Meinung nach jetzt an der Stelle wo es heißt "alles was gemacht werden kann wird auch gemacht". Denn auch die Spitzengeräte der Analogzeit haben auf keinen Fall solche Möglichkeiten wie z.B. eine D300, und trotzdem hat man damit erstklassige Ergebnisse erzielt. Woran mag es wohl liegen?
 
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Hallo,

das halte ich für einseitig betrachtet. Bei analogen Film fand der große Teil der Entwicklung außerhalb der Kamera statt. Das hat sich zu großen Teilen in diese bewegt, da immer noch der größte Teil seine Bilder schon "sehr" fertig out of Cam haben will.
Die Verwirrung über Entwicklung von Film und Papier, nebst Belichtung und Entwicklung hat ganz erheblich andere Anforderungen an Anwender gestellt! Dazu war ein "Knipser" nicht einmal ansatzweise in der Lage....

Ganz vergessen sollte man aber nicht, daß die Klassen der Kameras auch Anwenderprofelen entsprechen: von Knips-fertig, über Motivauswahlen mit leichtem Engriff bis " Du willst viel also mach viel" ist alles dabei. Es heißt nicht ganz umsonst Handwerkszeug

Viele Grüße
Kai
 
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An der Entwicklung Kompakt-zu-DSLR sehe ich nichts Schlimmes. Eigentlich zeigt es ja nur, dass da jemand mit den Fotos seiner Kompakten nicht zufrieden ist. Bedenklich wird es nur, wenn derjenige sich dann nicht schlau macht, sondern einfach eine DSLR kauft im Glauben, dass damit automatisch tolle Fotos (jaja, ich gehörte auch dazu, habe mich dann aber zwangsweise mit der Materie befasst und nu lässt mich der Virus nicht mehr los). Von dieser Kategorie sind mir jedoch nur sehr sehr wenige Leute bisher bekannt. Dahingegen werde ich immer wieder von gefrusteten Kompaktknipsern gefragt, welche Einsteiger-DSLR ich empfehlen kann und warum. Alle bekommen immer große Augen, wenn ich ihnen erzähle, dass es meistens nicht mit dem Kauf eines Sets für x00 EUR beim Multimedia-Discounter um die Ecke getan ist. Einige lassen sich davon abschrecken, andere nicht. Aber die wissen dann, was auf sie zukommt. Ist doch fast sowas wie eine natürliche Auslese, oder?

Übrigens habe ich auch nicht den Eindruck, dass der Aufsteiger zur Semi-pro-DSLR überfordert ist. Ausnahmen mögen hier die Regel bestätigen. Aber die meisten kennen sich wohl doch gut genug aus, um damit nicht überfordert zu sein. Oder wenn, dann gibt sich das in kürzester Zeit.
 
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Wenn es "auf beiden Seiten stimmt", die Kamera ergonomisch gut konzipiert ist und der Benutzer Bereitschaft und Geduld zur Beschäftigung mit der Technik mitbringt, braucht es keine besondere Intelligenz um zum guten Bild zu kommen.

Aus meinen Erfahrungen mit Olympus, Casio und Nikon weiß ich, daß schon ein durchdachtes Menükonzept und eine "griffgünstige" Gehäusegestaltung die halbe Miete sind. Aber auch bei mir muß ein gewisses Talent vorhanden sein, mit dem Fotoapparat umgehen zu können.

Insgesamt bin ich eher etwas mehr mit der Technik beschäftigt als zu analogen Zeiten - und das passt so. Meine Ausschußquote ist gesunken, die Bilder sind besser geworden.

Ok, die D50 ist technisch schlicht. Doch als ich von einem guten Bekannten während der "Kölner Lichter" seine D300 in die Hand gedrückt bekam und 5 Aufnahmen gemacht hatte, fühlte ich mich direkt wohl. Man muß kein Nikon-Fan sein und ebenso nicht überdurchschnittlich intelligent, um damit klar zu kommen.

LG

Stefan
 
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