gewisser intellektueller hintergrund nötig?

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ted37783926

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eine kleine amüsante anekdote vorweg:
ein freund von mir hatte sich auch die d300 gekauft und wunderte sich darüber, dass er im "A" - wie "Automatik"-Modus, immer verwackelte bilder bekam... mit aperture priority konnte er nichts anfangen...
was ich meine ist: hätte er sich nur kurz mit den grundlegenden einstellungen der kamera - die auf das bedienkonzept eigentlich jeder höherwertigen slr zutreffen - auseinandergesetzt, wäre ihm dieser fehler nicht unterlaufen...
denkt ihr, dass man für "bessere" bilder grundsätzlich ein interesse an der technik mitbringen muss, sei es die kamera oder die darauf folgende evtl. bearbeitung mit cs3 oder ähnlichem?
oder genügt der blick fürs wesentliche, dh zusammenstellung des bildausschnitts, abwarten der richtigen situation. danke für eure antwort,

christoph
 
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Hallo,

denkt ihr, dass man für "bessere" bilder grundsätzlich ein interesse an der technik mitbringen muss,
es ist eine Tendenz zu beobachten, dass alle (wirklich alle) technischen Geräte immer komplexer werden und ihre Bedienung entsprechend anspruchsvoller. Wenn man für gute Bilder Interesse an der Technik mitbringen muss, dann muss man das auch für einen guten Toast, um zu verhindern, dass sich der Toaster ein Firmware-Update aus dem Internet zieht, gerade wenn man hunger hat.

Für gute Bilder ist heute wie vor hundert Jahren lediglich gutes Licht erforderlich, ein Auge für das Motiv und viel Inspiration. Zusätzlich muss heute noch das Problem überwunden werden, dass das Werkzeug für die Bilderstellung sich nicht quer stellt. Ansonsten hat sich für ein gutes Bild IMO kaum etwas geändert. Ich höre zumindest immer: "Boah, was für ein/e Licht / Augenblick / Anmutung / Stimmung" etc. und nicht: "Boah, was für Signal-Rausch-Abstand / Framerate / Firmwareversion."

Ciao
HaPe
 
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Es ist wohl definitv beides: Man muss natürlich erst einmal den richtugen Blick für´s Motiv haben, aber wenn man es interessant ablichten will, muss man natürlich auch wissen, wie das Bild durch die technischen Prozesse beeinflusst wird. Bildbearbeitung setzt ja sowieso ein Minimum an technischem Verständnis voraus.
Wenn man nur einen guten Blick hat, kann man höchstens "nette" Bilder erzeugen, wohl kaum gute.
Hat man nur Ahnung von der Technik, wird man vielleicht interessante Effekte erzeugen können, aber kaum "gute" Bilder....
 
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Hallo,


es ist eine Tendenz zu beobachten, dass alle (wirklich alle) technischen Geräte immer komplexer werden und ihre Bedienung entsprechend anspruchsvoller. Wenn man für gute Bilder Interesse an der Technik mitbringen muss, dann muss man das auch für einen guten Toast, um zu verhindern, dass sich der Toaster ein Firmware-Update aus dem Internet zieht, gerade wenn man hunger hat.
Es wird aber auch ein vielfaches an Funktionalität dafür geboten! Der Quotient aus Bedienungskomplexität zu funktionaler Komplexität wird garantiert kleiner.
Mit anderen Worten: 10x so viele Funktionen aber nur 2x so schwer zu bedienen.
Siehe Auto, siehe MP3 Player, siehe ....


Für gute Bilder ist heute wie vor hundert Jahren lediglich gutes Licht erforderlich, ein Auge für das Motiv und viel Inspiration. Zusätzlich muss heute noch das Problem überwunden werden, dass das Werkzeug für die Bilderstellung sich nicht quer stellt. Ansonsten hat sich für ein gutes Bild IMO kaum etwas geändert. Ich höre zumindest immer: "Boah, was für ein/e Licht / Augenblick / Anmutung / Stimmung" etc. und nicht: "Boah, was für Signal-Rausch-Abstand / Framerate / Firmwareversion."

Ciao
HaPe

Und vor 100 Jahren musste man das Werkzeug:
Aufstellen, Platten einsetzen, die belichting schätzen. An der Kamera alles Manuelle einstellen. Platten Raus, Entwickeln in Dunkelkammenr, usw.
Das war noch nicht einfacher, oder?
 
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Man muss nur aufpassen, dass dieser Hintergrund nicht zu sehr in den Vordergrund gerät!
 
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ein freund von mir hatte sich auch die d300 gekauft und wunderte sich

Ich würde es zwar nicht "intellektueller Hintergrund" nennen, aber ohne ein Mindestmaß von Lernbereitschaft kommt wohl niemand bei der Beherrschung von heutigen HiTec-Geräten aus. Betonung liegt natürlich auf "Beherrschung" - andernfalls kehren sich eben die Machtverhältnisse um. ;)
 
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Und vor 100 Jahren musste man das Werkzeug:
Aufstellen, Platten einsetzen, die belichting schätzen. An der Kamera alles Manuelle einstellen. Platten Raus, Entwickeln in Dunkelkammenr, usw.
Das war noch nicht einfacher, oder?

Vor 100 Jahren konnte sich noch nicht jeder so einen Zauberkasten kaufen, was die Anzahl der potentiellen Fehlbediener schon recht klein ausfallen ließ.

Wenigstens wurde der Handbuchverweigerer durch die D300 daran gehindert, aus 2 Kilometern Entfernung den Eiffelturm mit dem internen Blitz aufzuhellen, wie es die Kompaktkameraden machen.

Stefan
 
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denkt ihr, dass man für "bessere" bilder grundsätzlich ein interesse an der technik mitbringen muss...

Meistens würde die Bereitschaft, auch mal in die Bedienungsanleitung zu blicken, schon reichen. Dazu bedarf es keines "intellektuellen Hintergrunds" und noch nicht mal besonderer Intelligenz. Wer glaubt, er müsse nur genug Geld ausgeben, damit die Technik alles für ihn erledigt, hat von Fotografie leider gar nichts verstanden.
 
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Man muss nur aufpassen, dass dieser Hintergrund nicht zu sehr in den Vordergrund gerät!
Oder mit anderen Worten: Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache die Hauptsache ist :).

Und die ist immer noch, wie Hans-Peter auch schon schön geschrieben hat: Licht, Bildaufbau, Augenblick, .... daran wird auch keine Technik etwas ändern können (außer, die Motivklingel wird mal mit dem Auslöser gekoppelt werden können :D).

Dass manche Bilder nur mit bestimmter Technik gemacht werden können bleibt unbenommen.
 
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Hmh, zum Autofahren brauche ich sogar einen Führerschein und muss auch die Theorie beherrschen. Deshalb ist Grundwissen imho ein Muss.
 
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Ich denke, man sollte Interesse an Fotografie mitbringen. Und damit auch die Motivation sich mit der Fototechnik, wie auch der Bildgestaltung, zu beschäftigen.

Was mir auffällt: Kameras sind heute mehr denn je zu einem "technischen Spielzeug" (neben PC, etc.) für jedermann geworden.

In analogen Zeiten hat sich (neben den Profis) in der Regel nur der interessierte Fotoamateur mit komplizierteren und teureren Kameras beschäftigt. Ich glaube heute steigen viele fotografisch Unbedarfte in kurzer Zeit von einer Kompaktknipse, über eine Einsteiger DSLR zu einer Semi-Profi-DSLR (weil man eben gleich das vermeintlich beste haben will) auf und sind dann mit dem Gerät überfordert.

Grüße,
Chris.
 
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Wenn man angachiert Photographieren möchte muß man zuerst mal das Fundament aufbauen. Dieses basiert, meiner Meinung nach, erst mal auf der grundsätzlichen Technik der Fotographie. Hierzu zähle ich das Zusammenspiel z.B. Blende/Belichtungszeit als auch deren Auswirkungen z.B. Tiefenschärfe/Bewegungsunschärfe usw. Dies hat sich meiner Meinung nach wenig zur Analogen Zeit verändert. Man könnte auch sagen, daß Handwerk zu beherrschen.

Denn es nutzt mir nichts, wenn ich mir noch so einen schönen Bildaufbau vorstellen kann, aber es mir nicht möglich ist diesen so abzubilden.
Wenn man das Fundament hat, sollte auch die oben beschriebene Funktionalität von Zeitautomatik leicht zu verstehen sein. Auch gab es diese schon zu Zeiten der Analogenfotografie.

Die Zeitautomatik ist schon eine „Technik“, welches einem das Photographieren in bestimmten Situationen erleichtert. Und so sehe ich es mit den weiteren Funktionen, die heute z.B. eine D300 mitbringt. Ich muß nicht alles kennen, aber mit der Zeit und ein paar Shoot’s weiter werden die Ansprüche höher und dann bin ich froh, wenn die eine oder andere Funktion mich unterstützt meine Vorstellungen abzubilden.

D.h. ohne ein Verständnis für die „Basistechnik“ der Fotografie kann man in 99% der Fälle den gewünschten Bildaufbau nicht abbilden und dies hat aus meiner Sicht nichts mit den Funktionen der heutigen Digital was zu tun.

Konkret auf die oberer Frage, ich glaube es hat weniger mit einem „intellektuellen Hintergrund“ zu tun als der Frage, was möchte ich Abbilden und wieviel Energie stecke ich dort hinein um dies zu erreichen. Wenn diese Frage geklärt ist, kann man sich das richtige Handwerkszeug beschaffen, ob Vollautomatik mit „Lachkontrolle“ oder eben eine D300 in welcher ich die Möglichkeit habe mit mehr Aufwand die Funktionen auf meine Bedürfnisse abzustimmen.

Viele Grüße
Uli
 
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Ich mache öfters die Erfahrung, dass mich Freunde oder Bekannte fragen, ob sie mal eben ein paar Bilder mit meiner D300 machen dürfen. Meistens stimme ich zu und grinse mir heimlich einen, wenn wirklich nur Schrott rauskommt und sie dann noch meckern, dass ja selbst ihre Kompaktknipse noch bessere Bilder machen würde. :D

Hmh, zum Autofahren brauche ich sogar einen Führerschein und muss auch die Theorie beherrschen. Deshalb ist Grundwissen imho ein Muss.

Der Vergleich hinkt mMn ein wenig, da Autofahren ja eher kein kreativer Prozess ist (bzw. sein sollte), sondern das Auto bei richtiger Bedienung (inkl. Beachtung der Verkehrsregeln) jeden einfach nur von A nach B bringt (und meistens wieder zurück).
 
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Ich bin einer derjenigen, die über diverse Kompaktknipsen über eine D40x zu einer D200 gekommen sind. Ich lerne immer noch, muss immer noch überlegen, wo ich jetzt noch gleich was einstellen kann, und knipse viel viel Ausschuss. Es macht mir dabei aber einen Heidenspaß und ich bin froh, dass die D200 noch einiges an technischen Feinheiten für mich bereithält, für die ich momentan eben noch nicht bereit bin.

Mit der D40x habe ich auf Anhieb im Auto-Modus bessere Fotos gemacht als mit meinen Kompakten, bei der D200 hat es etwas gedauert, bis ich das erste Mal einigermaßen zufrieden war und ich musste mich viel mehr mit der Kamera selbst beschäftigen.

Was sich aber auf alle Fälle geändert hat, ist mein Blick. Wenn es mir heute passiert, dass jemand fragt "was knipstn da, da ist doch nix?" ist das fast schon ein Kompliment - auch wenn wirklich nix Tolles dabei rauskommen sollte.

Daher kann ich für mich ganz klar sagen: es gehört beides dazu, die Begeisterungsfähigkeit für die Materie und die Technik sowie der Blick für das Besondere, um besondere Bilder zu schießen!
 
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Auch die D200 oder D300 kann eine Kompaktknipse emulieren. Mein 5-jähriger Sohn will auch immer mit Papas schöner D200 fotografieren. Ich stelle ihm die dann auf P, ISO 400 oder 800, AF-Aktivierung am Auslöser, AF-C, Schärfeprio und AF-Mode= weißes Rechteck. Viel Ausschuss, aber seitdem gibt´s ab und an auch mal Fotos vom Papa :) Das einzige, was ich meist machen muss, ist den Horizont gerade rücken.
+
Grüße
Oliver
 
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"A" - wie "Automatik"
Ich finde den Gedanken -- wenn man die Nichtkenntnis des Handbuchs bedenkt -- absolut naheliegend und zeigt,dass er darüber nachgedacht hat, was mir nahelegt, dass ein hinreichender intellektueller Hintergrund gegeben ist.
Dass nun gerade P für Automatik steht ist schon etwas weit hergeholt, vielleicht würde man dahinter eher Plende oder Plümchenmodus verstehen. :hehe:

aber im Ernst:
denkt ihr, dass man für "bessere" bilder grundsätzlich ein interesse an der technik mitbringen muss[...]
oder genügt der blick fürs wesentliche, dh zusammenstellung des bildausschnitts, abwarten der richtigen situation.
Beides braucht man wohl. An technischem Interesse mindestens ein gewisses Verständnis über die physikalischen Vorgänge.

sei es die kamera oder die darauf folgende evtl. bearbeitung mit cs3 oder ähnlichem?
Das wiederum würde ich nicht in einen Topf werfen. Denn die eigene Bearbeitung ist ja in der Tat nicht notwendig um zu Bildern zu kommen, die durchaus ansehnlich sind. Ein Teilnehmer unseres Stammtischs, der keinen Computer besitzt, arbeitet dennoch sehr erfolgreich mit seiner D300. Die Bilder werden direkt entwickelt, die Dateien archiviert der Sohn. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. "EBV-Kenntnisse" beschränken sich bestenfalls auf die Optimierungseinstellung der Kamera, was aber natürlich einen anderen Bedienungscharakter als EBV am PC hat.
 
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Hmm, also ich sehe in den modernen Kameras eher eine Erleichterung. Wenn man sich mit den Grundlagen auskennt und die Beziehung im "Dreieck des Lichts" (Blende <> Empfindlichkeit <> Belichtungszeit) versteht, ist vermutlich schon viel geholfen. Dann muss man das Wissen nur noch auf die Kamera übertragen. Und genau da denke ich, ist uns Nikon schon gehörig entgegengekommen...

Wie gesagt: Durch Verständnis für die Sache resultiert hier meiner Meinung nach auch die leichte Bedienung des Hilfsmittels Kamera...

Michael
 
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Zum Stichwort>intellektueller Hintergrund<:
Ich meine,daß bei ernsthafterAuseinandersetzung mit Fotografie als solcher und der Technik dazu,der intellektuelle Hintergrund entwickelt wird,-sprich,das Verständniß der Materie nimmt zu.
Es ist ein Prozess des Lernens und selbstverständlich will ein gutes Werkzeug auch gut beherrscht sein.
Mit freundlichen Grüßen,-kumgang!:)
 
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die meisten Fotografen, die mich "digital" umhauen, haben "analog" gelernt und sehr schnell die (Mehr-) Möglichkeiten des "Digitalen" verinnerlicht. Das betrifft sowohl gewisse Möglichkeiten der DSLR, wie auch die der EBV.

Gruß Saffetti
 
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