Vielleich noch ergänzend:
die Gegenlichblende/Geli/Sonnenblende dient ursprünglich der Abschattung des Objektivs vor schräger Sonneneinstrahlung, die Reflektionen auf den Linsen verursacht, die als farbige Flecken in den Bildern sichtbar sind. Obwohl das manchmal ganz nett aussieht, ist es nicht immer gewünscht.
Neuere, beschichtete Objektive sind nicht mehr so empfindlich gegen diese Reflektionen, sinnvoll ist der Geli trotzdem.
Hinzu kommt der zweite Effekt: Der Schutz der Frontlinse. Mit aufgesetztem Geli ist diese vor mechanischen Schäden durch Anstoßen usw. geschützt.
Da kommen auch schon die Filter ins Spiel. Es gibt heftige Diskussionen, ob man Filter als Objektivschutz einsetzen kann, oder nicht. Da ich noch keine "vom Filter verdorbene" Aufnahmen hatte, nutze ich keine Linse ohne Filter. Als Schutzfilter eignet sich natürlich nur eines, das optisch hochwertig und das Bild so wenig wie möglich beeinflusst. Grundsätzlich ist die gefahr bei billigen Filtern höher, dass sie die Abbildungsleistung verschlechtern, als bei hochwertigen.
Ich empfehle daher immer die B+W UV-Filter 010 mit MRC Vergütung. Alternativen sind vergütete (!) Hoya oder Heliopan UV Filter. Pol-Filter als Objektivschutz sind nicht zu empfehlen, da sie zum einen stark abdunkeln, zum anderen durch die variable Wirkung immer richtig "hingedreht" werden müssen.
Filter und Geli beeinträchtigen sich prinzipiell (optisch) nicht, da beide unterschiedliches Bewirken. Einzige Außnahme sind hier ältere Objektive, wo die Geli am Filtergewinde angesetzt wird (häufig Festbrennweiten). Dort kann (!) es bei gleichzeitiger Nutzung beider zu Abschattungen am Rand kommen.
Außerdem ist die Bedienung von Polfiltern bei aufgesetzter Geli stark beeinträchtigt, da man das Polfiter dann von vorn bedienen und in die Geli reingreifen muss. Das ist nicht besonders ergonomisch...
Michael