Fragen zur D750

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Bremenfrosch

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Moin zusammen,

bei einem hiesigen Fotogeschäft konnte ich mir über die Feiertage eine D750 ausleihen, meine FX-Objektive sind zwar beschränkt (50-1.4 / Tamron 90-2.8 Makro / Tamron 70-300), waren aber ausreichend zum umfangreichen Testshooting (Fotos woanders gezeigt).

Als D90-Fotograf sind mir dabei natürlich einige Fragen gekommen, die ich leider schon erfolglos gestellt hatte. Daher hier nochmal, vielleicht hat ja der eine oder andere D750/FX-Fotograf Lust, mich aufzuklären.

1.) Sternenkranz um Lichter
Mit der D90 habe ich mich mit allen meinen Objektiven schon abgemüht, schöne Sterne um Punktlichter zu bekommen. So ca. ab f16 konnte man leichte Ansätze erkennen. Die D750 mit dem Nikkor 50 1.4D versehen, losgelaufen Richtung Weihnachtsmarkt und gleich einen wunderschönen Stern um Straßenlampen. Dabei unfassbar für mich: f2.8. Woran liegt das? Foto ist sonst Müll - erster Knips.

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2.) Unschärfe
FX ist wirklich wunderbar geeignet für DOF-Aufnahmen (mit dem Nachteil, im Makrobereich weiter zusammenkneifen zu müssen). Aber warum sind die Lichtpunkte im Bokeh so viel exakter und eckiger mit FX als DX?

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3.) WiFi - was technisches
Alle haben gejubelt, WiFi an einer FX. Wenn ich die Anleitung lese, ist WiFi zur Verbindung der Kamera mit mobilen Geräten (Tablet, Smartphone) vorgesehen - befindet sich beides nicht in diesem Haushalt :)D). Fehlgeschlagen ist mein Versuch, die Kamera in das heimische WLAN-Netz einzubinden. Angeblich bildet die D750 einen eigenen Access-Point, habe also meinen PC mit der Kamera (statt Router) verbunden, über Eingabe des Zahlencodes bin ich aber nicht hinausgekommen.
Wie schafft man es, die Kamera kabellos mit dem PC zu verbinden, um Fotos zu übertragen? Die Kartenentnahme an der D750 ist zwar problemlos, aber es wäre schon bequemer.

4.) Fehlbelichtungen
Die D90 "verzeiht" trotz Matrixmessung nach meiner Erfahrung, wenn man etwas vor hellem Hintergrund fotografiert. Im dunklen Vordergrund ist auch ohne manuelle Korrektur meist noch eine Zeichnung zu erkennen.
Die D750 ist da gnadenlos. Ohne manuelle Korrektur oder Spotmessung wären einige Fotos total fehlbelichtet. Da muss ich mich erst an alte Fotoregeln erinnern ("Kopf einschalten!").
Hat die D750 ein größeres Messfeld für Matrixmessung? Wie messt Ihr die Belichtung? Korrigiert Ihr manuell nach oder nutzt Ihr die Spotmessung?

5.) 24 MP FX sind empfindlich
Ich habe aus alten Tagen noch die Regel "maximale Belichtungszeit = 1/Brennweite" im Kopf. So habe ich die ISO-Automatik beim Nikkor 50 dann auch mutig auf 1/40s eingestellt (bei D90 geht da nichts schief) und erhielt -wenn ich nicht superstill gehalten habe- leichte Verwackler bei 100 % Ansicht. Bei 1:2 (ca. D90-Format) waren die Unschärfen nicht mehr zu erkennen.
O.k., 1:1 bei 24MP ist schon extrem, aber meine Frage: ist das nur bei FX so oder hätte ich den gleichen Effekt mit einer DX-Kamera wie der D7200 (mit einem 35mm Objektiv)?

Ansonsten: Tolle Kamera, tolle Haptik, einfaches Bedienkonzept, Rauschen bis ISO 3200 mit LR einfach beherrschbar, Ergebnisse sind auch bei einfacheren Objektiven (wie dem Nikkor 50) exzellent. Nachteil bleibt der Preis von ca. TE 2,4 mit ordentlichem Glas (mir schwebt das Sigma 24-105 4.0 vor).

Träumen erlaubt ... :rolleyes:

Vielen Dank!

Holger
 
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Moin zusammen,

1.) Sternenkranz um Lichter


2.) Unschärfe

3.) WiFi - was technisches
Alle haben gejubelt, WiFi an einer FX. Wenn ich die Anleitung lese, ist WiFi zur Verbindung der Kamera mit mobilen Geräten (Tablet, Smartphone) vorgesehen - befindet sich beides nicht in diesem Haushalt :)D). Fehlgeschlagen ist mein Versuch, die Kamera in das heimische WLAN-Netz einzubinden. Angeblich bildet die D750 einen eigenen Access-Point, habe also meinen PC mit der Kamera (statt Router) verbunden, über Eingabe des Zahlencodes bin ich aber nicht hinausgekommen.
Wie schafft man es, die Kamera kabellos mit dem PC zu verbinden, um Fotos zu übertragen? Die Kartenentnahme an der D750 ist zwar problemlos, aber es wäre schon bequemer.

4.) Fehlbelichtungen


5.) 24 MP FX sind empfindlich
Ich habe aus alten Tagen noch die Regel "maximale Belichtungszeit = 1/Brennweite" im Kopf. So habe ich die ISO-Automatik beim Nikkor 50 dann auch mutig auf 1/40s eingestellt (bei D90 geht da nichts schief) und erhielt -wenn ich nicht superstill gehalten habe- leichte Verwackler bei 100 % Ansicht. Bei 1:2 (ca. D90-Format) waren die Unschärfen nicht mehr zu erkennen.
O.k., 1:1 bei 24MP ist schon extrem, aber meine Frage: ist das nur bei FX so oder hätte ich den gleichen Effekt mit einer DX-Kamera wie der D7200 (mit einem 35mm Objektiv)?


Vielen Dank!

Holger

Hallo Holger,

zu 1 und 2 kann ich nichts sagen, fehlt mir der Vergleich und ich habe nie besonders darauf geachtet...

zu 3: Der Ansatz die Kamera als Accesspoint zu verwenden und sich damit zu verbinden ist erstmal richtig. Ich habe mir dazu einen zusätzlichen WLAN-Stick für den PC zugelegt, um Router und D750 Netz parallel zu haben.
Zur Bildübertragung/Kamerasteuerung brauchst Du spezielle Software. Ich verwende das beliebte qDslrDashboard.

zu 4: Auch hier fehlt mir der Vergleich, ich verwende in solchen Fällen i.d.R. Spotmessung oder drehe die Belichtung rauf.

5: Stimmt, an die 24MP muss man sich gewöhnen, wenn man von "geringer" Auflösung kommt, bei 1:1 sieht man schnell mal Unschärfen, wo man früher nichts sah, sollte meine ich bei äquivalentem DX nicht anders sein, hängt also an der Sensorauflösung und weniger am FX. Zusätzlich muss man sich bei FX von DX kommend dran gewöhnen, daß man bei gleicher Blendenwahl weniger DOF hat und mit Offenblende schneller Unschärfen sieht, wenn die Fokusebene nicht exakt sitzt, insbesondere wenn man dann noch auf 1:1 zoomt.
Darüber hinaus "tobt" die eine oder andere Diskussion, inwieweit der mechanisch größere Spiegel und Verschluss in Verbindung mit hoher Geschwindigkeit leichtem Body und hoher Auflösung Effekte wie Vibrationen durch Spiegelschlag/Verschlussbewegung bei gewissen Verschlusszeiten schneller sichtbar werden lassen als man das von "früher" kennt. Man darf da auch nicht zum extrem-Pixelpeeper werden sondern muss die Bilder in der Größe beurteilen, die man braucht. Und wenn man die hohe Auflösung wirklich ausreizen will, ist natürlich immer sehr sauberes Arbeiten und gute Optik gefragt.
 
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Die D90 verzeiht weniger Fehler bei der Belichtung, als die D750? Das ist eher andersrum. Gewöhne Dich an die Belichtungsmessung der Neuen, versuche sie zu verstehen und Du wirst den höheren Dynamikumfang der D750 erkennen.

Das Bild mit den Stopschildern ist nicht mit Offenblende entstanden, nehme ich an. Ich glaube nicht, dass es bei der D90 anders aussieht, es sei denn, die Lichter fressen aus,
 
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Zu Frage 1 & 5 kann ich vielleicht etwas sagen.

zu 1: Das AF-D 1.4/50 macht bei korrekter Belichtung eigentlich immer schöne Blendensterne um punktförmige Lichtquellen. Ähnlich gut kenne ich den Effekt sonst nur vom AF-S 2.8/24-70. Das hat etwas mit der ungeraden Zahl an Blendenelementen zu tuen (dann tauchen genau doppelt so viele Strahlen auf) und damit, wie gut das Objektiv punktförmige Lichtquellen abbilden kann, ohne dass ein störender Lichthof darum entsteht. Den gleichen Effekt kann ich aber mit DX-Kameras (z.B. D200 oder D300) genauso erzielen. Wichtig ist, dass auf die Lichter belichtet wird, so dass der Bereich um die helle Lichtquelle nicht großflächig ausfrisst. Eine geschlossene Blende unterstützt/verstärkt den Effekt, ist aber bei perfekt sitzendem Fokus nicht zwingend notwendig.
Hast Du mit der D750 mit der lichterorientierten Spotmessung gearbeitet (die vierte, neue Belichtungsmessmethode)? Damit geht das besonders einfach.

zu 5: Das hat mit FX oder DX nichts zu tuen. Je höher die Auflösung des Sensors ist, desto eher siehst Du Unschärfen in der 100%-Ansicht. Für die hochauflösenden Sensoren mit 24 oder gar 36 MPx musst Du bei unstabilisierten Objektiven eher 1/doppelten Wert der Äquivalentbrennweite nehmen. Für das 50er an der D750 heißt das statt min 1/50s eher 1/100s, bei der D7200 bei gleicher Linse sogar 1/150s (da 75 mm Brennweitenäquivalent). Das hängt natürlich auch stark davon ab, wie ruhig Deine Hand ist.
 
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Die D90 verzeiht weniger Fehler bei der Belichtung, als die D750? Das ist eher andersrum. Gewöhne Dich an die Belichtungsmessung der Neuen, versuche sie zu verstehen und Du wirst den höheren Dynamikumfang der D750 erkennen.

Das Bild mit den Stopschildern ist nicht mit Offenblende entstanden, nehme ich an. Ich glaube nicht, dass es bei der D90 anders aussieht, es sei denn, die Lichter fressen aus,

Ich danke Dir für die Antwort.
Vermutlich ist es so, dass die D90 nicht so exakt die Belichtung misst wie die D750 (logisch) und man dadurch auch mal "daneben misst" und die Aufnahme dadurch "zufällig" passt. Es hat mich einfach an der D750 überrascht, wie exakt man mit ihr arbeiten muss (wiederhole mich: Birne einschalten!).
Bei dem unscharfen Foto mit den Weihnachtssternen (f:2.0) meinte ich, wie genau der Blendenausschnitt dargestellt wird. Habe ich bei der D90 nie gesehen, muss ich wohl nochmal testen.
[MENTION=53643]bueffel[/MENTION]
Auch Dir lieben Dank. Insbesondere Dein WiFi-Hinweis hat mir geholfen. Mit den 24MP habe ich mir das ja schon gedacht.

VG Holger
 
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Vermutlich ist es so, dass die D90 nicht so exakt die Belichtung misst wie die D750 (logisch) und man dadurch auch mal "daneben misst" und die Aufnahme dadurch "zufällig" passt.

Die D90 misst im wesentlichen genauso exakt wie die D750. Es hat sich nur der Algorithmus zur Belichtung geändert.
Ab der D80 wurde bei den Consumermodellen die Betonung auf die Schatten gelegt, da die Dynamik noch nicht so viel Reserven hatte, um die Schatten hochzuziehen und gerade im Einsteigerbereich ist der Umgang mit Belichtungskorrektur noch nicht selbstverständlich. Da gab es auch unzählige Threads, dass D80 und D90 überbelichten weil die Lichter im Gegenzug ausgefressen sind. ADL war dann der Ansatz zur in-camera Lösung des EBV-Problems insbesondere für jpg-User.
Inzwischen besitzen die Cams alle reichlich Dynamik, so dass man sich getrost auf die Lichter konzentrieren kann und sich um die Schatten nachher kümmert (grob gesagt;)).
 
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