AnjaC

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Bearbeitungen, Bewertungen, Stichwörter, Sammlungen: Beim Wechsel der Fotosoftware kommt nicht automatisch alles mit. In unserem neuen Artikel schauen wir uns an, wo diese Arbeit gespeichert ist und was bei einem Wechsel damit passiert.

👉 Fotosoftware wechseln: Was passiert mit Bearbeitungen, Bewertungen und Stichwörtern?

Jetzt möchte ich wissen: Wie war das bei euch? Von welcher Software seid ihr zu welcher gewechselt? Was konntet ihr problemlos mitnehmen und was ging verloren oder musste neu angelegt werden? Was sollte ich im Artikel noch ergänzen? Bin gespannt auf euer Feedback :)
 
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Ich selbst bevorzuge eine weitgehend andere Arbeitsweise.

Über Jahre hinweg habe ich eine Software geschrieben, die als komplettes Frontend für mich funktioniert. Die erlaubt mir vom Culling über die Bildanalyse und Umbenennung bis zur Vergabe von Farben und Sternen sowie die Stichwortvergabe einfach alles, ohne dass ich an einen Katalog gebunden bin. Wenn ich die Bilder woanders hin kopiere, sind die Informationen ebenfalls dort.

Wie geht das?

Nun, die Software speichert alle oben genannten Markierungen direkt in den Metadaten. Dazu HABEN Bilddateien, auch RAWs, nämlich einen standardisierten Bereich für Metadaten, der nicht nur von der Kamera selbst für diverse Informationen benutzt wird, sondern auch von anderen Programmen erweiterbar ist. (Die sogenannten Sidecar-Dateien, wie .XMP, .ON1 und Ähnliches, sind hierfür überhaupt nicht erforderlich, aber die Hersteller speichern in ihnen gern weitere, nicht in den Metadaten vorgesehene Bearbeitungsinformationen, auch wenn niemand sonst mit denen etwas anfangen kann.) Somit ist diese Information immer drin und wird von den meisten Bearbeitungsprogrammen (leider nicht allen - da gibt es einigen Murks) auch beim Umwandeln in TIFF, JPEG oder sonstige Formate drin belassen.

Das bekannte ExifTool des Kanadiers Phil Harvey, seit weit über 25 Jahren immer wieder weiterentwickelt, kann das ganz wunderbar und ist natürlich auch bei mir unter der Haube. Es hat umfangreiche Prüfmechanismen, die dafür sorgen, dass die Bilddatei keinen Schaden nehmen kann.

Danach benutze ich diverse Bildbearbeitungen, je nach Aufgabe. Meist erstmal DxO zum Entrauschen und der Bildkorrektur, danach nach Bedarf Lightroom (meistens), Photoshop, ON1 (in Zukunft evtl. öfter - Version 2027 sieht sehr interessant aus), Luminar, diverse Topaz-Programme, etc. Allen ist eins gemeinsam: der Katalog ist mir völlig wumpe. Klar, mit LR kann ich ohne Katalog gar nicht arbeiten, aber mich interessiert lediglich das Ausgangsprodukt (RAW) und das Endprodukt (JPEG) der Bearbeitung. Der Bearbeitungsweg ist mir nach getaner Arbeit egal; der Katalog kann somit gern gelöscht werden. Das spart Einiges an Speicherplatz, der mittlerweile richtig Geld kostet, wenn er schnell sein soll (sprich: SSD). Weder Kataloge noch Zwischenformate wie PSDs oder DNGs müssen bei meiner Methodik aufgehoben werden .

Wenn ich nach Jahren mal ältere Bilder neu bearbeiten möchte, fange ich ohnehin wieder fast von vorn an. Das Entrauschen sollte immer einer der ersten Arbeitsschritte sein, und gerade in dem Bereich entwickelt sich die Software permanent weiter. Auch andere Werkzeuge werden immer mächtiger, zum Beispiel bei der Maskierung. Daher stütze ich mich bei der Überarbeitung ohnehin nicht auf ältere Vorgehensweisen, sondern editiere das Bild bei Bedarf lieber komplett neu.

Hat auch den großen Vorteil, dass ich meine Bilder organisieren und auch um-organisieren kann, wie es mir beliebt, ohne fürchten zu müssen, dass dann irgendwelche Software zickt. ;)
 
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Bei mir laufen die Programme alle ohne zusätzliches Programm für die Bilder.
Ich habe mir mein eigenes Ordnersystem eingerichtet und mit dem Mac Finder lassen sich die Bilder meistens auch ganz einfach wiederfinden – über den Bildnamen, Datum und Uhrzeit oder über Stichwörter, die ich den Bildern mitgegeben habe.
Zusätzlich habe ich für jedes Jahr an der Kamera die ersten drei Buchstaben des Bildnamens neu eingerichtet und das Zählwerk wieder auf 0 gesetzt. So kann ich die Bilder auch später noch schnell dem jeweiligen Jahr zuordnen.
 
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