Fotos von hellen beweglichen Objekten im Schnee

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Vugelbeerbaam

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Nun beginnt wieder die Zeit der Schneeaufnahmen und man möchte ja auch hier gut gerüstet dastehen.
Aus diesem Grunde habe ich nun eine Frage:
Stellt Euch folgende Situation vor. Schnee, Sonne und Ihr wollt rennende Hunde fotografieren.
Bis hierhin kein Problem, wenn die Hunde nicht gerade die weiße Farbe haben. Leider sind aber 50% meiner Greys genau in dieser Farbe. Ich frage mich deshalb, was bringt mir ein Polfilter, wie zum Beispiel der Hoya Polfilter Cirkular W-Slim auf meinen Nikon 70-300 ?
Meine Frage ist nun, was für Erfahrungen habt Ihr bei den Fotografieren von sehr hellen beweglichen Objekten im Schnee bei Sonnenschein ? Was bring in dieser Situation ein Polfilter ?

mfg
Burkhard
 
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Die schaun aber schnell aus!
Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung, schon aufgrund der Geschwindigkeit.
Eine äußerst interessante Aufgabe.
Dazu viel Erfolg!:up:

Mischi21158
 
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Ich verwende Irfanview, um mir einen schnellen Überblick über die Clippingsituation eines Bildes zu machen. "Bild" -> "Farben ändern..." und "Gamma-Korrektur" auf Null stellen. Dann sieht man, welche Farbkanäle den maximalen Helligkeitswert haben, weil der Chip auf Anschlag war und darüber liegende Helligkeiten abgeschnitten wurden.

Im Idealfall müsste das Bild völlig schwarz sein. Beim weissen Hund sieht das so aus:

picture.php


Während beim ersten Bild und auch bei den dunklen Hunden nur minimale Übersteuerungen durch Überschärfungsartefakte und Spitzlichter zu sehen sind, ist hier flächig Fellzeichung verloren gegangen.

Aus genau diesem Grund würde ich hier die Belichtung als kritischen Faktor sehen. Bei zu starker Belichtungskorrektur könnte hier erst recht unstrukturiertes Fell mit unstrukturiertem Schnee so zusammenlaufen, dass nur mehr Augen, Schnauze und Halsband verraten, wo der Hund ist. Und wenn man die Belichtung so hinkriegt, dass man die Struktur von weisem Fell und weissem Schnee möglichst vollständig rüber kreigt, dann ist auch die Abgrenzung am Besten. Speziell bei Sonne, wo durch Licht und Schatten die Strukturen gut raus kommen.
 
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Ich denke mit einer Überbelichtung von +2 wird es nicht gehen, anbei mal ein Foto, wo ich + 1.3 belichtet habe. Der Schnee ist leicht grau, die ersten Sonnenflecken in der Jacke überstrahlt.

picture.php


Ich denke du musst hier zwischen 0 und + 1,5 versuchen, je mehr Sonne einfluß nimmt und Schlagschatten vorhanden sind, je mehr Probleme wird es geben. Und der Polfilter kann helfen, denn der Schnee ist Wasser und jeder See spiegelt und kann mit Polfilter beeinflusst werden!

Ich bin auf deine ersten Bilder gespannt.
 
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Interessantes Problem :rolleyes:

Ich würde an die Sache etwas anderes herangehen (zumindest mit einer der 51-AF-Felder D's): Spotmessung und den AF-Punkt auf der hellsten Stelle des hellsten Hundes halten. Wenn mir dabei der Schnee zu dunkel würde, könnte ich ihn immer noch hinterher hochziehen, ist er überstrahlt, dann ists halt Schicksal.

Auf jeden Fall wäre mir die Belichtung des Tieres deutlich wichtiger als die des Schnees. Sollten wir dieses Jahr nochmals Schnee hier bekommen, steht mir sowas ähnliches mit einem weissen Pferd auch noch bevor :eek:
 
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Ein paar Tipps:
Schnee bei Sonne ist am leichtesten mit manueller Belichtungseinstellung "einzufangen".

Dazu zählt:
1) Die Kenntnis der "Sunny 16" Regel
2) Das korrekte "Lesen" des Histogramms
3) Am Display der Kamera die Spitzlichteranzeige einschalten und beachten

Nach einiger Eingewöhnung hast Du nach wenigen Testbildern die korrekte Belichtung. Die weißen Hunde irritieren dabei keine Automatik und der Aufnahmewinkel zur Sonne ist in weiten Bereichen auch egal.

Bsp:
large.jpg


large.jpg



LG, Andy
 
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Noch ist genug Zeit um Winterbekleidung für die Hunde zu stricken.
Bei der Farbgestaltung kannst Du Dich voll auf optimale Fotografierbarkeit bei Schnee konzentrieren.

Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Hunde frieren nicht, fotografieren ist ohne Probleme möglich!

Andy E. hat´s gleich richtig gemacht und und einen Hund genommen, der sich schön vom Schnee abhebt.
 
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das ist brilliant! es zeugt von bestechendem logischen denkvermögen und tiefem einblick in die geheimnisse der optik.

... danke für die Blumen, von einem so brillantem Schädel wie dir gelobt zu werden, bedeutet mir sehr viel. Mit viel Hingabe lese ich immer wieder Deine geistigen Ergüsse, basierend auf hervorragendem, theoretischem Wissen. Da fehlen nur noch die Bilder, die das untermauern. Oder vielleicht mal ein Besuch in den Bergen, um Bilder wie Andy zu erstellen. Dann nutzt du einen Polfilter und wirst Augen machen, welchen Einfluss der direkt/indirekt auf die Lichtverhältnisse hat.

Viel Spaß und einen schönen Urlaub. Ich freue mich auf auf deine Bilder, vor allem auf die Erklärung gemäß den Geheimnissen der Optik, warum ein Polfilter seltsamerweise das Himmelsblau kräftiger wirken lässt, der ist auch nicht aus Glas, oder? Ich nutze einen Polfilter im Winter eher als im Sommer, eventuell werden die Reflektionen aus anderen Gründen reduziert? Keine Ahnung, ich werde es im Winter jetzt mal ohne versuchen, Gelegenheit wird es ja wieder häufiger geben.

Kritik? Ja, die kann man wegstecken, sag doch einfach, das die Aussage von mir falsch war und mach das was Andy macht, bring Beispiele, hilf und versuch nicht mit arroganten, intellektuellen Sprüchen andere nieder zu machen. Dann lag ich halt falsch mit meinem Wissen, da ich das jedoch bis jetzt nicht wusste und nur nach meiner Erfahrung von etlichen Winterbildern ausgegangen bin, weiß ich es jetzt halt auch besser. Sorry, dann eben ohne Polfilter.
 
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dass polfilter in einem bestimmten winkel (um die 90°) zu sonne das himmelsblau dunkler erscheinen lassen, löst nicht das problem des to. es hat auch nichts mit deiner ableitung der wirksamkeit eines polfilters zu tun. diese aus der molekularen beschaffenheit ohne rücksicht auf den aggregatzustand abzuleiten ist dermaßen absurd, dass ich zunächst dachte, ein ausführliche stellungnahme dazu sei entbehrlich. ich will sie aber gerne nachliefern:

eine wirkung des polfilters ist es, reflexionen von nichtmetallischen oberflächen zu reduzieren, da diese einen hohen anteil polarisierten lichts aufweisen. lockerer schnee spiegelt aber praktisch nicht, sondern weist vielmehr eine matte, lichtstreuende oberfläche auf. wie deutlich bei andys schäferhund zu sehen ist, findet keine spiegelung statt und damit auch nichts, was mit einem polfilter zu korrigieren wäre. die probleme des to bestehen auch nicht in unerwünschten reflexionen, sondern wie bereits festgestellt darin, einen zu geringen kontrast zwischen motiv (weißer hund) und hellem hintergrund (schnee) beherrschen zu müssen. der hintergrund könnte genausogut aus weißem karton oder stoff bestehen, die probleme wären die gleichen und die wirksamkeit eines polfilters genauso wenig vorhanden.
 
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Ich möchte Schaedels Kopfgeburten noch insoferne ergänzen, dass - abgesehen vom sattsam bekannten Himmelsblau - beim Polfiltereinsatz auch noch ein Unterschied zwischen "wirksam" und "wünschenswert" besteht. Im Sommer (ja ich weiss, ist nicht die eingangs gestellte Frage) kann man an Blättern und Gräsern sehr deutliche Reflexionen haben, welche man - je nach Lichteinfall - per Polfilter sehr wirksam unterdrücken kann. Nur sieht das Ergebnis dann ziemlich bescheuert aus, weil eben diese Glanzeffekte Teil der natürlichen Lichtstimmung sind und deren Ausfilterung zu einem seltsamen, undifferenzierten grünen Einheitsbrei führt. Detto kann die Ausfilterung von Spiegelungen auf Wasseroberflächen dem Motiv nützen oder schaden.

Die "Diskussion" hat aber wohl einen anderen Hintergrund. Die Frage von Vugelbeerbaam kommt ja nicht von ungefähr. Es wird ja in Foren nur allzu schnell zum Polfilter geraten, ohne sich von Gesetzen der Physik ausser Tritt bringen zu lassen. So was wie ein Kurt'scher Universal-Machs-Besser-Filter, der auch gleich noch Pickel und Achselhaare entfernt und einem die lästige Steuererklärung abnimmt. Man kann daher weniger erfahrenen Fotografen nichts vorwerfen, wenn sie meinen, dass das genau das Ding ist, welches alle ihre Probleme löst.
 
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dass polfilter in einem bestimmten winkel (um die 90°) zu sonne das himmelsbau dunkler erscheinen lassen, löst nicht das problem des to. es hat auch nichts mit deiner ableitung der wirksamkeit eines polfilters zu tun. diese aus der molekularen beschaffenheit ohne rücksicht auf den aggregatzustand abzuleiten ist dermaßen absurd, dass ich zunächst dachte, ein ausführliche stellungnahme dazu sei entbehrlich. ich will sie aber gerne nachliefern:

eine wirkung des polfilters ist es, reflexionen von nichtmetallischen oberflächen zu reduzieren, da diese einen hohen anteil polarisierten lichts aufweisen. lockerer schnee spiegelt aber praktisch nicht, sondern weist vielmehr eine matte, lichtstreuende oberfläche auf. wie deutlich bei andys schäferhund zu sehen ist, findet keine spiegelung statt und damit auch nichts, was mit einem polfilter zu korrigieren wäre. die probleme des to bestehen auch nicht in unerwünschten reflexionen, sondern wie bereits festgestellt darin, einen zu geringen kontrast zwischen motiv (weißer hund) und hellem hintergrund (schnee) beherrschen zu müssen. der hintergrund könnte genausogut aus weißem karton oder stoff bestehen, die probleme wären die gleichen und die wirksamkeit eines polfilters genauso wenig vorhanden.

Na siehste, geht doch :) Deine Abqualifizierung hat mir nicht gefallen, ich will ja auch nicht recht haben. Wobei dein technisches Wissen ein wenig angenehmere Wortwahl vielleicht noch besser untermalen würde. Die Aussagen eines Anderen als "absurd" zu bezeichnen und nicht einfach als "technisch nicht zutreffend" oder einfach als "falsch" und dann belegen wäre doch vielleicht nicht schlecht, oder.

Aber zum Thread, dann fällt der Polfilter unten durch, ich denke es ist kaum lösbar, solange die Hunde vor hellem Hintergrund laufen, ich bin mal gespannt, wenn die ersten Versuche dann hier im Thread als Bild dokumentiert werden. Meine Sportbilder vom Skisport sind dagegen simpel, die Darsteller sind in der Regel sehr farbig :)
 
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Hmh, mein Rat ist wahrscheinlich etwas off Topic. Es hört sich für mich aber so an, als ob Du regelmäßig viele Bilder im Schnee machen wirst. Etwas teuere als ein Polfilter aber zur Zeit recht günstig ist die Fuji S5. Nicht nur geeignet für Hoczeitsfotografen. Wie schreibt Thom Hoogen über die S5: "Eskimo-like distinction for snow. Highlights and white come in so many flavors with the D-RANGE cranked up that you'll want to shoot brides on glaciers."
Gruß Jörg
 
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Es ist also doch ein Thema was man nicht so leicht beantworten kann. Ich habe mir heute einige Polfilter bestellt und werde da einmal etwas experimentieren und natürlich auch „OHNE“ Filter versuche starten.
Natürlich werde ich auch die Ergebnisse hier veröffentlichen und nicht nur die gelungenen Bilder zeigen. Fest steht, der Winter kann kommen ! :D


Greys047.jpg

dieses Bild ist aus dem Jahre 2003 mit meiner alten alten nicht SLR Kamera
 
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