Fotos vom "Überseetransportbegleiter" - Seelotse

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Hubschrauber mit "dicker Nase"

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Anfang letzten Jahres bei der Vorstellung des neuen Hubschraubers und gleichzeitigem Training für die Lotsversetzung mit selbigem.

Gruß Marc
 
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Abfahrt ESTELLE MAERSK

Vor ein paar Tagen durfte ich die ESTELLE MAERSK morgens von Bremerhaven direkt nach Wilhelmshaven lotsen. Links im Hintergrund sieht man die ersten zwei neuen Containerbrücken, die demnächst an die Kaikante geschoben werden und dann in Dienst gehen.

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Gruß Marc
 
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Radarberatung

Am Sonntag war es auf See noch so stürmisch, das unser Lotsenstationsschiff auf Innenposition Schutz suchte. Damit die Schiffe aber weiterhin einlaufen können, werden Schiffe bis 170m Länge von uns per Radar und UKW - Funk soweit in die Flüsse beraten, bis ein Kollege sicher an Bord gehen kann.
Am Sonntag habe ich in Wilhelmshaven in der Verkehrszentrale unseren Beratungsplatz nutzen dürfen, um die VISNES (mittlerer Schirm, Echo mit Vektor) bis hinter Minsener Oog zu beraten. Dort ist einer meiner Hafenkollegen an Bord gegangen und hat den Kapitän bis und durch die Schleuse in den Hafen von Wilhelmshaven beraten.


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Linker Bildschirm / Funkkanäle / Wetter-, Sicht- und Pegeldaten, die anderen beiden Bildschirme zeigen das Radarbild mit hinterlegter elektronischer Seekarte. Das iPad ist meine PPU, die ich für zusätzliche Informationen und Reiseplanung benutze. Handy für Kommunikation mit den Hafenbehörden, Festmachern, etc. Das Mikrofon für den UKW - Funk steht dort auch, und ganz "oldschool" mein Notizbuch, um Daten, Zeiten, an den Kapitän gegebene Kurse, Lotsenleiter-Arrangement, etc. mitzuschreiben, damit nichts vergessen und an alles gedacht wird.

Gruß Marc
 
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Radarberatung

Am Sonntag war es auf See noch so stürmisch, das unser Lotsenstationsschiff auf Innenposition Schutz suchte. Damit die Schiffe aber weiterhin einlaufen können, werden Schiffe bis 170m Länge von uns per Radar und UKW - Funk soweit in die Flüsse beraten, bis ein Kollege sicher an Bord gehen kann...

In den Fluss beraten... Das klingt irgendwie wie in Anführungszeichen.
Sprecht Ihr wirklich von Radarberatung und jemanden irgendwohin beraten, oder ist das eine Überstzung, die Eure Aufgabe uns Landratten verständlicher machen soll?
 
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In den Fluss beraten... Das klingt irgendwie wie in Anführungszeichen.
Sprecht Ihr wirklich von Radarberatung und jemanden irgendwohin beraten, oder ist das eine Überstzung, die Eure Aufgabe uns Landratten verständlicher machen soll?

Es ist schon tatsächlich so, dass wir „beraten“. Entweder direkt an Bord oder per Radar von Land.

Wir sind schifffahrts- und ortskundige Berater des Kapitäns und beraten ihn in seiner Schiffsführung. In der Realität übernehmen wir aber meist de facto die Schiffsführung, die rechtlich gesehen beim Kapitän bleibt. Wir sind daher auch nicht Teil der Besatzung.

Gruß Marc
 
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Mondnacht

Vorgestern habe auch ein wenig vom "Blue Moon" profitiert und auf dem Weg nach Bremerhaven durch Nacht versucht ein bisschen die Lichtstimmung festzuhalten.

Blick nach Vorne auf der EMERALD LEADER (Car Carrier / RoRo Schiff). Die Lichter links oben sind vom Windpark Nordergründe. Das Schiff liegt ein wenig auf der Seite, da der Wind etwa kräftiger war.

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Der Blick nach achtern von der Stb. Brückennock

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Und noch ein Eindruck von der Bb. Brückennock

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Viele Grüße von der Küste
Marc
 
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Der Hafenlotse

Die EMERALD LEADER sollte in Bremerhaven durch die Kaiserschleuse in den Hafen gelangen. Nach der Durchschleusung machte das Schiff noch eine kleine "Hafenrundfahrt", um durch die alte Drehbrücke in den Nordhafen zu gelangen, wo sie an der ehemaligen Erzpier anlegen sollte. Ich selber habe aber das Schiff in der Schleuse verlassen.


Nachdem ich das Schiff an die zwei Bremerhavener Hafenlotsen übergeben habe, wurden vorn und achtern die Schlepper festgemacht und es ging rückwärts in die Kaiserschleuse.

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Ein Hafenkollege fährt dabei das Schiff mit dem Kapitän von einer Brückennock aus, während der zweite Hafenkollege auf der anderen Seite aufpasst, dass das Schiff nirgends "aneckt".

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Gruß Marc
 
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Wie weit geht sowas bei schwerer See?

Mir ist aufgefallen daß auf Deinen meisten Bildern mit Monitoren die
Monitore lose auf dem Tisch stehen.

"Schaukeln" die Schiffe nicht so weit in der Dünung, daß die runterrutschen könnten?

Das sieht nur so aus. Die Monitore an Bord sind entweder in den Fahrpulten fest eingelassen und verbaut oder, sollten es einzelne Monitore sein, dann wird der Fuß in der Regel mit Schrauben oder anderen Hilfsmitteln gelascht. Hein Seemann ist da recht phantasievoll ;)

Meine PPU / iPad ist mit einer Hülle geschützt, die auch eine Tastatur hat. Da die Verbindung zwischen iPad und Tastatur per Magnet läuft, gibt es auch eine Magnetwirkung nach unten, zum in der Regel aus Metall bestehenden Fahrpult. => also rutschfest

Ansonsten gibt es Antirutsch-Unterlagen (individuell zuschneidbar) auf allen Schiffen, die hier helfen und vor allem die Kaffeetasse sichern.

Wie sehr die Schiffe krängen hängt vom Beladungszustand ab und wie stark der Schwell / Seegang ist. Da wir aber ja in der Regel im Bereich der Flussmündung an Bord gehen und den Fluss aufwärts fahren wird es dann auch nach relativ kurzer Strecke ruhig, da durch Sandbänke geschützt. Sonst würde ich ja seekrank :fahne:

Gruß Marc
 
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MILAN MAERSK

Vor ein paar Tagen lag mal wieder eine „Triple-E Klasse“ der zweiten Generation in Bremerhaven. Die Aufbauten sind noch etwas weiter zu den Enden gerückt und somit können noch mehr Container bei rund 400m Länge und 60m Breite geladen werden.

Im Moment liegen Schiffe dieser Klasse bei ca. 22.000 20 Fuß Containern Stellplatzkapazität, je nach Gewicht und Verteilung im Schiff.

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Auf dem Rückweg mit EMERALD LEADER dann auch noch einmal bei Nacht. Man beachte die Brückenhöhe des Schiffes.

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Gruß Marc
 
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Hallo Marc
Schöne Bilder. Da kommen wieder Erinnerungen hoch. Auch ich bin zwischen 1970 - 1980 zur See gefahren.
Allerdings waren das andere Zeiten. Eine Zeit fuhr ich Staaten Linie, NewYork - Baltimore - Norfolk und nach Bilbao - Lissabon
aber unser Schiff ( Hardford Express ), hatte grade mal 5000 Ladetonnen. Bei Oskar Wehr Hamburg.
Undenkbar heute, da sind die Zubringer grösser.
Gruss Willi
 
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Schiffsdetails

Ich habe mal auf zwei Schiffen etwas anders fotografiert, wenn ich ich während der Lotsung etwas Zeit erübrigen konnte.

Auf den Car Carrier haben wir meist einen guten Blick auf den Vormast, da die Brücke da in der Regel vorne ist.
Wir überholen gerade ein Kümo, kurz vor Leuchtturm Hohlweg.

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Nach achtern gesehen der hintere Mast mit der Flagge "Hotel" für "Habe Lotsen an Bord". Gut zu sehen auch diverse Lüfterköpfe mit Brandschutzklappen, einen Teil der Heckrampe und unscharf den Leuchtturm Mellumplate.

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Weiterer Blick nach achtern mit Decksbeleuchtung an den Aufbauten.

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Gleich geht es mit den Details vom zweiten Schiff weiter.

Gruß Marc
 
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Schiffsdetails 2. Teil

Gestern bin ich vor Wangerooge um 10:35 auf der MSC SANDRA an Bord gegangen, um das Schiff nach Bremerhaven zu lotsen.
Ein von Hyundai / Korea gebautes Containerschiff, das auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. So zeigen die Fotos teils älter anmutende Details und / oder Patina.

Zunächst der Maschinentelegraf, der schon über "Voll Voraus" steht. "Manöver Voll" ist die Maschinenumdrehung, bei der jederzeit am Hebel gezogen werden kann. Um gegen die Tide das Schiff etwas schneller fahren zu lassen (der Hafen wartete auf das Schiff) haben wir ein wenig "Notice" draufgepackt. Das heißt, dass die Maschine mehr Umdrehungen macht, diese aber nur langsam per Computer wieder heruntergefahren werden, damit keine Wärmespannungen in der Schiffsmaschine zu Schäden führen. Das können bis zu eineinhalb Stunden sein, bei uns allerdings max. 20 Minuten. Im Notfall gibt es aber einen Knopf, der gedrückt werden kann und der Computer wird umgangen. Hat aber zur Folge, dass ein böser Chief Engineer auf die Brücke kommt :fahne:

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Tableau mit den Schaltern für die Laderaumbeleuchtung

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Telefone, die teils auch bei Stromausfall noch funktionieren

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PPU / Blick nach vorne, mit Pilot Card, Lotszettel und Glas Wasser

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"Bedienelement" für Sonnenschutzrollos

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Peildiopter auf einer Kreiselkompasstochter

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Scheibenwischerbefestigung

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"Certified Wheel House"

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Klarsichtscheibe

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Noch eine Klarsichtscheibe

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Gruß Marc
 
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Schiffsdetails 2. Teil
...
Zunächst der Maschinentelegraf, der schon über "Voll Voraus" steht. "Manöver Voll" ist die Maschinenumdrehung, bei der jederzeit am Hebel gezogen werden kann. Um gegen die Tide das Schiff etwas schneller fahren zu lassen (der Hafen wartete auf das Schiff) haben wir ein wenig "Notice" draufgepackt. Das heißt, dass die Maschine mehr Umdrehungen macht, diese aber nur langsam per Computer wieder heruntergefahren werden, damit keine Wärmespannungen in der Schiffsmaschine zu Schäden führen. Das können bis zu eineinhalb Stunden sein, bei uns allerdings max. 20 Minuten. Im Notfall gibt es aber einen Knopf, der gedrückt werden kann und der Computer wird umgangen. Hat aber zur Folge, dass ein böser Chief Engineer auf die Brücke kommt :fahne:
...
Gruß Marc

Bedeutet das, dass Du kaum etwas machen kannst, wenn Dir jemand quer vor den Bug kommt - ausweichen ist schwierig, oder geht nicht, bremsen dauert zu lange,
abschiessen und versenken ist auch nicht erlaubt.

Was macht man da in der Praxis : Kontrolliert auf Grund setzen, draufhalten, oder kommt das gar nicht vor ?
 
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Bedeutet das, dass Du kaum etwas machen kannst, wenn Dir jemand quer vor den Bug kommt - ausweichen ist schwierig, oder geht nicht, bremsen dauert zu lange,
abschiessen und versenken ist auch nicht erlaubt.

Was macht man da in der Praxis : Kontrolliert auf Grund setzen, draufhalten, oder kommt das gar nicht vor ?

Ja Kay,

so ist das grob gesagt. Die schnellste Art etwas zu machen ist eine Kursänderung, denn wenn wir den Fahrthebel zurück ziehen, da haben wir in der Regel nur einen langsamen Fahrtabbau. Kursänderung zum Ausweichen ist auf dem Revier mit großen, bzw. tiefgehenden Schiffen meist nicht wirklich möglich, da wir ja in einem gebaggerten Graben von 300 / 220 Metern Breite fahren. Da ist und das Land nach unten gesehen sehr nahe.

Sollte die Sportschifffahrt quer laufen, was sie zumeist nicht darf, aber trotzdem hin und wieder tut, dann wird das Typhon genutzt.
Ich habe aber auch schon mit einem 295m Schiff im Rahmen meiner Möglichkeiten ein Ausweichmanöver gefahren, da der Segler den Mittelstreifen nutzte.

Es ist wie im Straßenverkehr, da fährt man eigentlich auch nicht auf dem Mittelstreifen, quert nicht eine Hauptverkehrsstraße, wenn dort Verkehr ist und fährt auch nicht einfach so aus einer Parklücke oder Nebenstraße, ............ eigentlich ;)

Also vorausschauend fahren und mit den Fehlern anderer rechnen.

Gruß Marc
 
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"Dann wird das Typhon genutzt".
Unter Siphon hätte ich mir was vorstellen können, auch wenn es mich überrascht hätte, wenn die Elbe einen hätte [emoji15]
Aber Typhon, ihr habt doch keinen Riesenventilator an Bord um die Fahrrinne frei zu blasen [emoji3]

Gruß
Thomas

Ps.: Danke für die interessanten Einblicke.


Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.
– Ansel Adams –
 
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