Hallo,
ich möchte ein Zitat von Susan Sontag aus dem laufenden Inside Amazon Thread hierhin ausgliedern, da es direkt um die kulturelle Bedeutung der Fotografie geht:
Es gibt natürlich noch weitere Quellen zu Susan Sontag im Netz, z.B. ein Interview im Stern relativ kurz vor ihrem Tod (2004): Keine Macht den Bildern (Stern.de)
Wenn man bedenkt, dass sie dies obigen Aussagen bereits Ende der siebziger Jahre getroffen hat und die Welle der digitalen allerwelts Fotografie noch nicht abzusehen war, bewundere ich ihre Voraussicht und kritische Haltung.
Ich muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich ihre Essays noch nicht gelesen habe, ich werde versuchen das nachzuholen (Google findet natürlich zuerst den Link zu Amazon
).
Ich frage mich aber bereits jetzt, ob die "Heile Welt - schöne Blümchen" Fotografie für mich persönlich dauerhaft befriedigend sein kann.
MfG Jürgen
ich möchte ein Zitat von Susan Sontag aus dem laufenden Inside Amazon Thread hierhin ausgliedern, da es direkt um die kulturelle Bedeutung der Fotografie geht:
Susan Sontag schrieb:“A capitalist society requires a culture based on images. It needs to furnish vast amounts of entertainment in order to stimulate buying and anesthetise the injuries of class, race, and sex. And it needs to gather unlimited amounts of information, the better to exploit natural resources, increase productivity, keep order, make war, give jobs to bureaucrats. The camera's twin capacities, to subjectivise reality and to objectify it, ideally serve these needs as strengthen them. Cameras define reality in the two ways essential to the workings of an advanced industrial society: as a spectacle (for masses) and as an object of surveillance (for rulers). The production of images also furnishes a ruling ideology. Social change is replaced by a change in images. The freedom to consume a plurality of images and goods is equated with freedom itself. The narrowing of free political choice to free economic consumption requires the unlimited production and consumption of images.”
Es gibt natürlich noch weitere Quellen zu Susan Sontag im Netz, z.B. ein Interview im Stern relativ kurz vor ihrem Tod (2004): Keine Macht den Bildern (Stern.de)
Wenn man bedenkt, dass sie dies obigen Aussagen bereits Ende der siebziger Jahre getroffen hat und die Welle der digitalen allerwelts Fotografie noch nicht abzusehen war, bewundere ich ihre Voraussicht und kritische Haltung.
Ich muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich ihre Essays noch nicht gelesen habe, ich werde versuchen das nachzuholen (Google findet natürlich zuerst den Link zu Amazon
Ich frage mich aber bereits jetzt, ob die "Heile Welt - schöne Blümchen" Fotografie für mich persönlich dauerhaft befriedigend sein kann.
MfG Jürgen