Flüchtlingshilfe - Hattinger Bürger helfen den neuen Nachbarn

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lesitzki

Sehr aktives NF Mitglied
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Ich begleite die Hattinger Flüchtlingshilfe seit drei Monaten. Begonnen hat alles bei facebook. Es gibt hier sehr aktive Gruppen und daraus bildete sich die Flüchtlingshilfe.

Die Bilder sind alle in SW, weil Reportage ist SW - Farbe würde beschönigen und ablenken. SW zwingt den Betrachter sich zu beschäftigen. Die Bildaussage ist direkter und treffender. Es sind keine technischen Meisterwerke. Es sind Bilder die versuchen Geschichten zu erzählen. Geschichten von Fremden die zu Freunden werden. Geschichten über eine unglaublich Solidarität und Hilfsbereitschaft. Ob es mir gelingt sehen wir später ...

Es begann mit einen ersten Treffen der ehrenamtlichen Helfern. Es wurden die Räumlichkeiten der alten Feuerwache besichtigt.

#1

Treffen Feuerwache 1
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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Ein paar Tage nach dieser ersten Begegnung fand eine Bürgeranhörung in einer Kirche statt. Hier stand die zuständige der Stadt Rede und Antwort. Die Kirche und der dazugehörige Stadtteil wurde in den 50ern Jahren von Flüchtlingen für Flüchtlinge gebaut. Passender konnte der Ort nicht gewählt werden.
Es wurden auch über die Probleme der Stadt gesprochen. Da bekommt die Stadt eine Nachricht - morgen kommen 10 junge Männer aus Eritrea ... aus dem Bus steigen 9 Männer und eine Frau. Alles was vorbereitet wurde kann man dann vergessen. Man kann die eine Frau nicht mit neun Männer in einen Schlafsaal unterbringen auch nicht kurzfristig.

#6

Bürgeranhörung Uhlandstr. 4
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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Die ersten Spenden. In der Feuerwache werden Sachspenden angenommen - Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und Hausrat. Die Müllsäcke werden ausgepackt und die Spenden sortiert. Sommer- und Winterkleidung, Frauen-, Männer und Kinderkleidung, dann noch die ganzen Größen. Eine unglaubliche Arbeit.
Die Flüchtliche bekommen von der Stadt ein Handtuch, ein Bettbezug mit Kissenbezug und Laken. Ein Teller, ein Messer, eine Gabel, ein Löffel und ein Topf in KODI Qualität. Die meisten haben eine zwei Jahre lange Flucht hinter sich und haben ihren gesamten besitz in einer Plastiktüte. Sie aber sehr froh endlich angekommen zu sein und keine Angst mehr vor Bomben, Attentaten oder Scharfschützen haben zu müssen.

Der erste Spendentag. Das war noch übersichtlich.

#8

erste Spenden 3
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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... jedes Teil wird überprüft. Ist es in Ordnung? Kann man es herausgeben? ist es für die Flüchtlinge geeignet? Einige Sachen, die unbrauchbar waren, werden von einen Verwerter gekauft. Von den Einnahmen werden Regale und Kleiderständer gekauft. Die Caritas und das rote Kreuz hatte kein Interesse an die von uns aussortierte Kleidung.

#11

erste Spenden 6
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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In vielen Orten in Deutschland bilden sich ehrenamtliche Organisationen auch mit Unterstützung der Kirchen. Dass du das dokumentierst, finde ich sehr wichtig!
Dir und den engagierten Helferinnen und Helfern gebührt ein großes Dankeschön!
 
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ich finde es klasse dass Du diese Arbeit dokumentierst :up::up::up:

Ich finde es wichtig und richtig dass ein so reiches Land wie Deutschland ärmere unterstützt. Gerade im hinblick auf die derzeit stattfindenden Vorkommnisse in bestimmten Teilen unseres doch sehr reichen Landes.
 
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Nette Fotos von einer Reise mitbringen ist ja ganz nett. Aber sie dümpeln nur auf der Festplatte rum. Ich habe mich immer öfters gefragt, was soll das? Warum machst du das?
Da ich viele Helfer von Facebook kenne, war es leicht einen Zugang zu finden. Die anfängliche Angst vor der Kamera hat sich auch gelegt, weil sie merken, dass es keine Fotos gibt, auf den jemand unvorteilhaft abgelichtet wurde. Es macht großen Spaß dabei zu sein. Zu sehen wie sich das Projekt entwickelt. Wie einfach es sein kann, unlösbare Probleme einfach zu lösen. Jede Woche gibt es etwas neues. Bisher kann ich nicht behaupten, das es langweilig wird oder das Routine einkehrt.

Die Spenden rollen an ...
#13

erste Spenden 4
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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... aber die anderen Räume waren voll mit sortierten Spenden. Einige voll geladene Transporter sind schon abgeholt worden und zur Ausgabestelle gebracht worden. Wir sind mit Spenden überflutet worden. Nach nur 14 Tagen haben wir einen Annahmestopp verhängt und die nächste Spendenannahme um sechs Wochen verschoben. Die Presse spielte sehr gut mit und die Nachricht kam auch bei den Hattingern an.

Wir brauchten Regale, viele Regale. Alles was man bei der Stadt und privaten Spendern auftreiben konnte, hatten wir schon. Wenn es transportprobleme gab sprang der städtische Fuhrpark ein. Es klappte einfach alles völlig unkompliziert.

... wo 9 Tage zuvor alles nur auf den Boden stand ist nun schon alles hoch gebaut ...

#15

Spendenflut 10
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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... wir entwickeln uns zu Textilprofis. Die Modetrends der letzten 30 Jahre liegen auf Lager. Es kommt auch wirklich Müll an aber das meiste ist wirklich sehr gut. Es kamen auch Kartonweise Neuware noch mit Preisschilder versehen an. Den Geschmack müssen wir noch ein wenig trainieren. Wo wir sagen würden das geht gar nicht wir uns von Afrikanerinnen aus den Händen gerissen. Die welt ist bei uns zu Gast. Aber jetzt habe ich schon vorgegriffen.

#19

Spendenflut 14
by Holger Grosz Fotojournalist, on Flickr
 
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