Farbraum der Kamera

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Harbachoed Karl

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Guten Morgen, heute Freitag!
Nach meiner gestrigen Frage interessiert mich: Nikon-Kameras haben doch je nach Generation verschiedene interne Farbräume?
Sind die noch im exportierten RAW greifbar oder schon nach RGB oder sRGB verloren?

~ k.
 
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Glaub ich, dass du insgesamt eine breitere Sicht auf Qualität hast und einige Ansichten von früher abgeschliffen wurden - hab noch deine herrlichen Ausführungen zur Künstlerischen Fotografie im Gedächtnis.

Grüß Dich.
 
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Die Fachzeitschrift FOTOTEST veröffentlicht bei ihren Kameratests auch immer ein grafisch aufbereitetes Farbprofil, zudem werden auch Delta-E-Werte und anderes aufgezeigt.

Vielleicht kannst du dort fündig werden.

Gruß
Hans
 
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Markus, ich glaube, hier entspinnt sich ein Streit um Worte…

Weil Du als User das deinen Anforderungen gemäß so festlegst.

und
„Die Farbe kommt erst im RAW-Konverter hinzu, “ ----

erstens, was ist Farbe, und zweitens, dazukommen hieße für mich genau genommen, dass die RAW-Datei keinerlei Information dazu trägt. Dass alle Bits und Bytes gleichmässig grau sind.


Es KANN nur ein Missverständnis sein. Wie haschen schreibt, ist meine ursprüngliche Fragestellung nicht optimal.
 
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Bitte, Häschen. Der Fehler lag ganz bei mir, diesmal nicht beim Editor. Er wurde mir vollends bewußt, als ich eine alte Diskussion zum möglichen Farbstich der D800 las.
 
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dazukommen hieße für mich genau genommen, dass die RAW-Datei keinerlei Information dazu trägt. Dass alle Bits und Bytes gleichmässig grau sind.
Genau.

Der RAW-Konverter hat nun die Helligkeitswerte aus der RAW-Datei und die Information, dass Pixel Nr. 1 durch einen Rotfilter, Pixel Nr. 2 durch einen Grünfilter, Pixel Nr. 3 durch einen Blaufilter, Pixel Nr. 4 wieder durch einen Grünfilter (daher der Grünstich) usw. aufgenommen wurde.
Damit berechnet er nun mittels Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung die Farben für jedes einzelne Pixel. Das ganze nennt sich Demosaicing.
 
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Genau.

Der RAW-Konverter hat nun die Helligkeitswerte aus der RAW-Datei und die Information, dass Pixel Nr. 1 durch einen Rotfilter, Pixel Nr. 2 durch einen Grünfilter, Pixel Nr. 3 durch einen Blaufilter, Pixel Nr. 4 wieder durch einen Grünfilter (daher der Grünstich) usw. aufgenommen wurde.
Damit berechnet er nun mittels Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung die Farben für jedes einzelne Pixel. Das ganze nennt sich Demosaicing.

Mit der Frage nach dem Farbraum hat das nichts zu tun; sagen wir: mit dem Gamut. Sowas haben nur die Kanonen.
 
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Mit der Frage nach dem Farbraum hat das nichts zu tun; sagen wir: mit dem Gamut. Sowas haben nur die Kanonen.

Das hat genaus so viel mit der Frage nach dem Farbraum zu tun wie die RAW-Daten mit Farbe.

RAW-Daten enthalten nur Helligkeitsinformationen der einzelnen Sensorzellen, der RAW-Konverter kennt die Anordnung der Farbfilter vor den Sensorzellen und kann deshalb den einzelnen Helligkeitswerten Farben zuordnen. Wie stark diese Farben aufgelöst werden, d.h. welche Farbhelligkeiten der RAW-Konverter den einzelnen interpolierten Bildpixeln zuordnet, hängt vom vom Benutzer bestimmten Farbraum ab.
 
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Danke, Jörg, inzwischen kam ich durch emsige Befassung aufs Gleiche, (oder sehr Ähnliches). Entgegen meiner Auffassung vom RAW. Der Konverter muß den Aufbau der Datei kennen und tut dies auf Grund der Geheimniskrämerei oft nur durch Re-Enginieering.

Herzliche Grüße an alle Mitstreiter,
Karl (ich komme wieder)
 
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Hi Karl,

  • farbiges Licht (ein Mix aus allen spektralen Anteilen) wandert durch das Objektiv ...
  • und trifft zunächst auf das Bayer-Pattern. Hier werden alle spektralen Anteile des Lichts ausgefiltert, die nicht nahe an dem jeweiligen Transmissionsbereich des Pattern-Elements liegen.
  • Das so gefilterte Licht wandert in das Sensor-Element (Sensel) und wird dort (mit gewissen Verlusten in mehr oder weniger Elektronen/Zeiteinheit umgewandelt.
  • Die Elektronen können - Sensel für Sensel - analog verstärkt und als (analoge) Spannung gemessen werden. Das ist dann auch der Ort, an dem ISO Stufen realisiert werden.
  • Nach der AD-Wandlung (ein Prozess, mit einem völlig beliebig einstellbaren Wertebereich) haben wir (bei einem 24 MPixel Sensor 6 Mio digitalisierte Analogwerte, die nahe an einem vom Bayer-Pattern vorgegebenen spektralen Rotwert liegen, 6 Mio Werte liegen nahe an dem vorgegebenen Blauwert und 2 * 6 Mio Werte nahe an dem vogegeben Grünwert.
Eine Denksportaufgabe für zwischendurch: So ein digitalisierter Wert könnte beispielsweise lauten "10845". Frage: Welcher Farbe entspricht dieser Wert?

  • Die 24 Mio Zahlenwerte wandern in den RAW-Konverter. Dieser kennt das Bayer-Pattern sowie dessen die Anordnung und die spektralen Kennlinien der Einzelfilter.
  • Mit viel technischem Know How werden nur aus den einzelnen Sensel-Werten und den Informationen aus den umliegenden Sensel-Werten Pixel-Werte berechnet. Das ist der Zeitpunkt, an dem erstmalig von einem farbigen Bild - und damit auch von einem Farbraum gesprochen werden kann ... also einer Vereinbarung, welcher Zahlenwert mit welchem Farbwert assoziiert werden muss. Die Pixelwerte werden dann zwar immer noch als Zahlenwerte in einer Datei abgespeichert (und nicht als "Farben in der Erinnerung"), aber sie haben eine definierte Bedeutung 20/20/20 ist beispielsweise immer grau und nie weinrot oder kiwigrün.

Ciao
HaPe
 
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Zu Hans-Peter:
Das wird schon immer genauer und scheint mir auch (noch) allgemein gültig zu sein (solange es keine reine s/w Kamera ist - und nicht berücksichtigt wird, dass das auch Farben sind, und, grundlegend, Farben in Natur und Technik nicht zu finden sind).

Ein Punkt noch hierzu: Auch in der Kamera wird ein Bild nach verschiedenen Wellenlängen analysiert und aufs Display gebracht bzw als TIFF- oder JPEG-Datei exportiert, das dann den Sensor und den Bildprozessor nicht mehr zu kennen braucht. Oder?

Gruß, Karl
 
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Auch in der Kamera wird ein Bild nach verschiedenen Wellenlängen analysiert und aufs Display gebracht bzw als TIFF- oder JPEG-Datei exportiert, das dann den Sensor und den Bildprozessor nicht mehr zu kennen braucht. Oder?
Das hat Dir Markus schon vor einigen Tagen erklärt:

Für einige vielleicht etwas verwirrend, dass in einer Digitalkamera das Labor ins gleiche Kästchen wie die Kamera gezogen ist.

Will sagen:
der Expeed Prozessor der Kamera hat auch einen eingebauten RAW-Konverter im Kästchen, denn sonst könnte die Kamera ja nicht schon JPG Bilder direkt ausgeben.
 
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Hallo Karl,

Auch in der Kamera wird ein Bild nach verschiedenen Wellenlängen analysiert und aufs Display gebracht bzw als TIFF- oder JPEG-Datei exportiert, das dann den Sensor und den Bildprozessor nicht mehr zu kennen braucht. Oder?
hmm ... verstehe ich jetzt nicht ganz :fahne:

Sagen wir mal so: Auch in der Kamera gibt es einen RAW-Konverter, der im Prinzip genau das gleiche macht wie der externe RAW-Konverter. Wäre das nicht so, könnte man kein Bild auf dem Kamera-Display sehen und keine JPEGs abspeichern.

ABER: Die RAW-Dateien haben diesen internen Konverter noch nicht durchlaufen und haben demzufolge noch den kompletten (sehr viel größeren) Informationsgehalt als das fertige JPEG-Foto. Der wichtigste Vorteil des externen RAW-Konverters: Du kannst von der Datenfülle des RAW-Files genau denjenigen Teil für Dein Bild heraus suchen, der Dir am besten gefällt ... und Du kannst Deine Auswahl auch hinterher beliebig oft ändern. Beim internen RAW-Konverter wird genau der Teil der Datenfülle genommen, der den Nikon-Ingenieuren gefällt ... ohne Dein konkretes Bild je gesehen zu haben.

Ciao
HaPe
 
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