F100 Belichtung

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ncave

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Hallo zusammen,

nachdem ich mir vor 14 Monaten eine D80 zugelegt habe, bin ich ein eifriger (stiller) Mitleser hier im Forum.

Nach ersten Ergebnissen mit der D80, habe ich mich schnell analog diversifiziert. Canon F1 .... nach ca. 25 Jahren Urlaubs- und Partyknipserei mit einer AV1.

Die Beiträge hier sind 'Mitschuld' dass ich mir vor kurzem eine F100, eine F3 HP und eine F5 (noch auf dem Postweg) ersteigert habe.

Aber nun zu meiner Frage: die ersten beiden Filme, die ich mit der F100 verknipst habe (Agfa APX100), sind recht dunkel geworden. Ich habe mit Blendenautomatik gearbeitet. Objektiv war ein Sigma 17-70 von meiner D80.

Muss ich bei den Automatikprogrammen irgend was beachten, anders einstellen, oder ist das mit der Belichtung einfach so ok????

Hier die neuesten 8 Bilder http://ncavee.deviantart.com/gallery/
 
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Guten Abend ncave (heisst Du wirklich so?),

ich hab ja deutlich mehr als 8 Bilder unter dem Link entdeckt, von daher fällt mir eine Einschätzung schwer, aber................

Bei SW kommt es neben der auf die Filmschachtel aufgedruckte ASA-Zahl sehr auf die Entwicklung an, will heißen; i.d.R. erreichen die Filme ihre Nennempfindlichkeit NICHT.

das von dir verwendete Sigma 17-70mm ist m. E. ein sog. DX-Objektiv, zeichnet also den Bildkreis, der für ein KB-Negativ notwendig wäre nicht aus, was eben zu dunklen Ecken (Vignettierung) führt.

Ich besitze 4 Analog-Kameras, FE und F801s sind "Genau", F100 erfordert +1/3 LW Korrektur. FE2 erfordert +2/3 LW Korrektur; will sagen, die muß man für seine eigene Arbeitumgebung "eineichen"

lg
Axel
 
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Hallo,

hast du die SW-Filme selber entwickelt? Erst mal sollten Entwicklungsfehler ausgeschlossen werden.
Die Ergebnisse bei der SW-Entwicklung sind natürlich auch vom verwendeten Entwickler abhängig. Einige Entwickler erreichen mit den meisten Filmen recht gut die Nennempfindlichkeit, andere jedoch nicht.

Zur Überprüfung deiner F100 ist es am besten, wenn du mal Belichtungsreihen auf Diafilm aufnimmst. Mit Diafilm siehst du eventuelle Abweichungen sehr gut.

Gruß,
Jo
 
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Ja, mit Diafilm mekrt man es besser.

Wenn der Unterschied zur D80 nicht gross, aber doch sichtbar ist, dann ist irgendwie auch die D80 schuld. Ich hab zuerts nur den Titel in der Fredliste gelesen, dann schon gedacht: jetzt steht da bestimmt im Beitrag "Meine D80.....". Und? Volltreffer!
Die D80 ist die erste Kamera von Nikon gewesen, die anders misst, als das was Nikon die letzen 10 Jahre (und vermutlich länger) gebaut hat. Nikon Kameras haben immer knapp belichtet, haben immer besonders darauf Rücksicht genommen, dass die Lichter gut dargestellt werden. Beides ist bei der D80 anders: Eher viel belichtet und nimtm eher Rücksicht auf die Schatten. Dieses Verhalten hat bei mir dazu geführt, die D80 wieder zu verkaufen. Nicht, weil es falsch wäre (man muss sich einfach nur daran gewöhnen, du hast es längst getan). Sondern weil ich 6 Nikon Kameras hab, die etwa gleich belichten, also was will ich mit einer, die alles anders macht? Hab dann 'ne günstige DSLR gefunden, die sich etwa wie meine Nikon Kameras verhält (steht aber nicht Nikon auf dieser DSLR).

Grüsse,
Sebastian
 
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welche Meßcharakteristika hast du eingestellt ?

Die Matrixmessung der F100 ist zwar bei 95% super, aber bei Gegenlicht nicht so gut geeignet.
 
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Danke für die Antworten.

Die ersten 8 Bilder in o.g. link sind mit der F100 gemacht.

Das mit den Belichtungsreihen muss ich dann wohl mal ausprobieren. Aber warum sieht man die Unterschiede auf Diafilm besser?

Die Filme lasse ich in einem Labor entwickeln. Ich entwickle nicht selbst.

Das mit dem DX-Objektiv habe ich mir auch schon sagen lassen. Kann hier jemand bestätigen, dass die Vignettierung ab 30-40mm verschwinden soll?

Beim knipsen hatte ich Matrixmessung eingestellt.

Zur D80: die 'Über'-Belichtung hat mich anfangs oft zur Verzweiflung gebracht. Aber im manuellen Modus und mit ein paar Testbildern war das dann kein Problem mehr.
 
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Hallo,

das mit den Ecken ist so ein Problem bei Objektiven die für DX-Sensoren gerechnet wurden.

Bei meinem Nikon 18-70mm DX verschwindet nix da bleibt es immer dunkel in den Ecken. Bei dem Tokina 12-24mm DX ist von 19-24mm nichts zu sehen obwohl es auch für "kleine Sensoren" gebaut wurde.

Ich sehe aber bei meiner F65 die dunklen Ecken recht deutlich im Sucher obwohl die F65 nur ca. 89% des Bildes im Sucher anzeigt.

Deshalb habe ich mit für gleines Geld ein Nikon 28-70mm 3,5-4,5 D geholt. Klein, preisgünstig, nicht sehr Lichtschwach und recht gut, auch auf der digitalen.

Viel Spaß noch mit Film.

Gruss

Patrick
 
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Hallo ncave,

willkommen in der analogen Welt. Du wirst sie lieben.

Das mit den schlecht ausgeleuchteten (schwarzen) Ecken liegt am DX-Objektiv. Das verschwindet auch nicht unbedingt ab bestimmten Brennweiten sondern muss man einfach ausprobieren.

Die Abdunkelung der Ecken im Sucher hängt mit den physikalischen Eigenschaften der fresnell-Linse im Sucher zusammen, die man gemeinhin als Mattscheibe beschimpft... Das muss nicht unbedingt eine Abdunbkelung auf dem späteren Bild bedeuten. Auch hier heisst es testen und ausprobieren.

Die Abdunkelungen in deinen Bildern finde ich persönlich übrigens nicht störend sondern fügen sich harmonisch ins Motiv mit ein. aber das ist Geschmacksache.

Die Abweichung der Dichte der negative zu den von Dir erwarteten Resultaten kann viele Ursachen haben. Nicht zuletzt der scan der Negative zum präsentieren im Internet kommt da in Frage. Um für Dich einen Vergleich zu ermöglichen und die erforderliche Belichtungskorrektur zu ermitteln brauchst Du Laborbedingungen, bei denen Du so viele störende (weil unkalulierbare) Faktoren wie möglich ausschaltest. Dazu gehört eigentlich auch, dass man nur bei Kunstlicht experimentieren sollte, um die Situation nachstellen zu können. Aber zumindest nimmt man Dia-Material, um den Umkopiervorgang auszulassen und so die Belichtungsmessung des Vergrößerers im Labor als mögliche fehlerquelle zu eleminieren.

Hast Du mal versucht, die Belichtung mit einem anderen Belichtungsmesser zu messen und die ergebnisse mit denen Deiner F100 zu vergleichen? funktioniert vielleicht die DX-Erkennung der Filmempfindlichkeit nicht richtig, hast du die ASA/ISO mal von Hand eingestellt?

gruß
arno.
 
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Hallo Patrick,
ich muss einfach mal alles austesten :)


Hallo Arno,
analog bin ich schon lange unterwegs. Ernsthaft und mit Ambitionen allerdings erst seit ca. einem Jahr. Meine vollanaloge(n) Canon F1(en) mit den dazugehörigen Objektiven habe ich (mehr oder weniger) im Griff.
Neu für mich ist analog mit viel Elektronik (F100) und dann noch ein AF-Objektiv dran.
Wie Du schon sagst, der schwarze Rand auf den Bildern stört nicht unbedingt. Sonst hätte ich sie auch nicht ins Internet gestellt.
Scannen tue ich immer die Papierbilder. Auf dem Papier sind die o.g. Bilder genauso dunkel. Beim Scannen verlieren sie an Brillianz und an Schärfe, aber nicht an 'Licht'. Kunstlicht und Dia werde ich mal versuchen.

DX-Erkennung habe ich nach einlegen der Filme immer geprüft. Die war korrekt.

Gruß
Mauro
 
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Für so eine Testreihe zum Thema Belichtung würde ich dringend von einem DX-Objektiv abraten! Zumindest in Kombination mit der Matrixmessung können die schwarzen Ecken das Ergebnis da schon deutlich beeinflußen.

Gruß
Dirk
 
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Das mit den Belichtungsreihen muss ich dann wohl mal ausprobieren. Aber warum sieht man die Unterschiede auf Diafilm besser?

Ganz einfach, weil kein Bearbeitungschritt mehr zwischengeschaltet ist. Die Ergebnisse beim Dia kommen direkt so auf den Film, wie er belichtet wurde.

Beim Negativfilm ist jeweils noch die Vergrößerung zwischengeschaltet, ein Bearbeitungsschritt, bei dem sehr viel Einflussnahme auf das Endergebnis, den Abzug, möglich ist. Gerade bei SW-Vergrößerungen. Hier können allein durch Wahl der Belichtungszeit und der Gradation aus ein und demselben Negativ ganz unterschiedliche Positive erstellt werden.
Dass deine Ergebnisse dir zu dunkel erscheinen, kann also sehr gut auch an den Abzügen liegen, also der Positiverstellung.

Ferner hat Negativfilm einen sehr viel größeren Belichtungsspielraum als Diafilm. Abweichungen des Belichtungsmessers von der Norm werden von Negativfilm meist vollkommen absorbiert und wirken sich nicht, oder nur kaum aus.
Diafilm erfordert schon eine korrekte Belichtung. Erfreut dann aber auch mit einer beispiellosen Farbbrillanz und Schärfe. Dias sind einfach nur geil...:D:D.

Die Filme lasse ich in einem Labor entwickeln. Ich entwickle nicht selbst.

Wenn du gern SW magst, solltest du die Filme selbst entwickeln. Dadurch lassen sich am besten Top-Ergebnisse erzielen. Die eigene SW-Entwicklung zu Hause ist sehr einfach und extrem billig, deutlich weniger als ein Euro pro Film. Für die Filmentwicklung brauchst du kein Labor (nur für Vergrößerungen), es reicht ein Wechselsack für wenige Euro.

Gruß,
Jo
 
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welche Meßcharakteristika hast du eingestellt ?

Die Matrixmessung der F100 ist zwar bei 95% super, aber bei Gegenlicht nicht so gut geeignet.

Das spigelt genau meine Erfahrung wieder. Insgesamt belichtet meine F-100 etwas knapp, für Dia ist das aber vollkommen ok.

Wenn's dir zu dunkel vorkommt: ab und zu gibt's in vielen deutschen Städten ein kostenloses Check&Clean bei Hausmessen u.ä. Dort kannst du den Belichtungsmesser der Kamera mal durchmessen lassen...

ncave schrieb:
Objektiv war ein Sigma 17-70 von meiner D80.

Mein Tipp: Besorg dir zur F100 noch ein AF-D 28-105 oder ein AF-D 24-85. Mit beiden habe ich super Erfahrungen an der F100, und auch an meiner D200 sind beide erste Sahne, mit (für Zoom-Objektive) tollem Markro-Bereich.
 
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Für so eine Testreihe zum Thema Belichtung würde ich dringend von einem DX-Objektiv abraten! Zumindest in Kombination mit der Matrixmessung können die schwarzen Ecken das Ergebnis da schon deutlich beeinflußen.

Gruß
Dirk

jetzt hab ich mal eine theorie:

Deine Belichtungsmessung funzt 100% richtig, alle anderen Faktoren sind richtig aufeinander abgestimmt. Das gezeigte unterbelichtungsergebnis liegt daran, dass die matrixmessung den dunklen Motivrand mit der klassischen Situation "Urlaubsfoto - Sehenswürdigkeit oder Platz durch einen Torbogen" im standartmotivkatalog interpretiert hat. Dabei hat der beli die Belichtung am schwarzen Rand orientiert, um hier gerade noch so Strukturen durchzuzeichnen ohne das Motiv im Rahmen überzubelichten. Da dort aber keine Strukturen zum durchzeichnen waren (ausser der perfekt gezeichneten vignettierung z.B. im oberen linken Bereich von diesem Bild: http://ncavee.deviantart.com/art/over-the-top-74474062) sondern einfach das Ausleuchtungsende der optik erreicht war, passte das Belichtungsprogramm nicht zum Motiv -bzw. bei dem von mir in Bezug genommenen Bild passt die Belichtung sogar genau auf den Punkt. vorausgesetzt, du wolltest kein Passfoto der Person machen :)

Probier doch mal eine mittenbetonte Messung mit dem DX-Objektiv und zum Vergleich Matrixmessungen mit non-DX Optiken. musst ja nicht auslösen, Belichtungswerte vergleichen reicht ja fürs erste.

aber man möge mich korrigieren, falls ich irre. ist nur eine gewagte theorie.

Gruß arno.
 
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hey Leute, ihr seid klasse .... so viele Tipps und Informationen ... ich bin echt begeistert :)


@arno_hymen: deine Theorie ist gewagt, aber was absolut dafür spricht ..... ich habe heute meinen 3. Film mit der F100 abgeholt. Die ersten beiden Filme, wie schon erwähnt F100, Sigma DX 17-70, Agfa APX 100. Und der 3. Film F100, Nikon MF 180 2.8, Macophot 25. Hier ist die Belichtung genau so wie ich sie erwartet hätte!!! Nicht zu dunkel und auch nicht zu hell.
Die These mit dem dunklen 'Torbogen', der in die Belichtung mit einbezogen wird, ist anhand meiner Bilder absolut nachvollziehbar. Kompliment.
 
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Hallo ncave,

ich will ja deine Begeisterung nicht bremsen und auch Arno`s Fehlersuch-Verdienste nicht schmälern, aber:

Du schreibst, du entwickelst nicht selber sondern läßt die Abzüge (und die Filmentwicklung) in einem Labor machen; der verwendete Film ist ziemlich exotisch (schön, daß es trotzdem gut geklappt hat) und er ist eben ein Negativfilm, d. h. gewisse Unzulänglichkeiten in der Belichtung können durch den Positivprozess ausgeglichen werden - alles bestens, aber denkbar ungeeignet, um die Belichtungsgenauigkeit einer Kamera zu überprüfen, allenfalls ein Test deines Labors (das anscheinend gute Arbeit abliefert).

lg
Axel
 
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