Frage Für und Wider kamerainternes HDR !?

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Didgeridoo

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Mit einem einzigen Druck auf den Auslöser liefert so manche Digi ein fertiges HDR im Output. Mehr Eingriffsmöglichkeiten bietet wohl die klassische Methode mit Belichtungsreihe und Nachgang am PC. Dennoch und zumindest nach dem Pareto-Prinzip, lohnt sich in der Praxis die immer häufiger anzutreffende kamerainterne Lösung?

In der Hoffnung auf eine rege Diskussion ...
 
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In der Regel liefert die kamerainterne HDR-Technik eine JPG-Datei, die ist zumeist sehr gut bis hervorragend. Mir ist aber lieber ich habe drei bis sieben RAW-Einzelbilder, die ich selbst zusammenfügen kann und erhalte immer noch eine .dng oder tif (16-Bit-Datei). Die nachfolgende Bearbeitung kann durchaus vergleichbar aber auch besser werden.
 
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Ich mag einfach keine HDR-Bilder mehr sehen !
Wohl kaum eine technische Möglichkeit in der Fotografie wird derart überstrapaziert wie HDR.
Aber das ist ja glücklicherweise Geschmacksache. :fahne: Ich aber finds einfach grausam hässlich und unnatürlich. Gleichgültig ob Kameraintern oder mittels EBV.
 
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Eingebautes HDR habe ich einige wenige Male ausprobiert. Ansonsten, wenn HDR, gilt bei mir "Selbermachen".
 
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Keine Frage, dass postume Verarbeitung ungeachtet des Mehraufwandes mehr Spielraum bietet. Wie jedoch pmwtastro zuvor vermerkte, könnte der direkte Output systemabhängig durchaus OK sein. Beispiele wären deshalb recht hilfreich, denn bildliche Ergebnisse lassen sich nunmal schlecht in Worte fassen. Noch interessanter wären direkte Gegenüberstellungen - idealerweise in der Form ohne und mit internem/externem HDR.

PS: Fraglos, dass HDR lange nicht HDR ist. Von simpler Erweiterung des Dynamikumfangs im Sinne von DRI bis zur Schaffung totaler Kunstartefakte ist schließlich alles möglich, aber dieses Thema sollte über die Jahre eigentlich ausdiskutiert sein, zumal der persönliche Geschmack hierbei eine nicht unwesentliche Rolle spielt. :fahne:
 
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Ich habe bei meinen Bildern festgestellt, daß sich RAW-Datein in LR bis zu 3 Blendenstufen durchaus sehenswert strecken lassen, sodaß ich auf HDR zumeist verzichten kann. Und wenn doch, dann macht es auch bei manchen, aber wirklich nur bei manchen, Bildern Sinn sich mit HDR zu beschäftigen z.B. (Lost Places). Aber es gibt sicherlich noch mehr Beispiele.
 
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Die kamerainterne HDR-Funktion nutze ich nicht, weil das Ergebnis von der D800 zwar als Tiff, aber nur in 8 Bit Farbtiefe ausgegeben wird. Das ist mir zu wenig Spielraum für die Weiterverarbeitung. Wegen der sehr natürlichen Anmutung der Ergebnisse setze ich dagegen sehr gerne das Exposure Blending in Photomatix ein. Auch nicht zu verachten ist die Überblendfunktion von Raw-Dateien in der Bildbearbeitung der D800, weil das Ergebnis selbst wieder ein Raw ist.

Herzliche Grüße Nic
 
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Aus der Kamera, also direkt, kommt kein hdr, sondern ein bereits "heruntergerechnetes" ldr.
Somit verschenkt man die sehr sinnvolle Möglichkeit, eine große Eingangsdynamik in der Art und Weise zu verarbeiten, wie es das Motiv erfordert.
Es ist aus meiner Sicht eine nette Spielerei, ähnlich wie eingebaute Effekt-Filter.

Wenn ich bei den vielen 360 Grad Bildern, die ich hauptberuflich produziere, irgendeine interne hdr Funktion nutzen würde.... Neee, geht gar nicht ;-)
 
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HDR ist für mich ein aus mehreren Aufnahmen zusammengerechnetes Ergebnis.

Das was die Kameras intern machen ist doch überwiegend eine Einzelaufnahme bei der die Tiefen angehoben wurden. Ist für mich kein HDR und nur dann sinnvoll wenn man ein JPG direkt aus der Kamera braucht, was bei mir praktisch nicht vorkommt.
 
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Also eher im Sinne einer Lichter-/Schattenrettung, was Dritten nur im direkten Vergleich ins Auge sticht, oder?
Selbstverständlich ist die Licht/Dunkeldarstellung im Bild eine Möglichkeit für HDR, aber auch die Erzeugung eines besonderen HDR-Looks der Bilder.
Bei letzterem besteht durch die Überlegung von mehreren Bildern auch die Möglichkeit das Rauschen zu minimieren. Nur sind sowohl die Nikons als auch mindere Software sehr gut i der Lage das zu beherrschen. Manchmal aber ... eben dann doch HDR, wenn`s unbedingt sein muß/soll.
 
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HDR ist für mich ein aus mehreren Aufnahmen zusammengerechnetes Ergebnis.
Das was die Kameras intern machen ist doch überwiegend eine Einzelaufnahme bei der die Tiefen angehoben wurden. Ist für mich kein HDR und nur dann sinnvoll wenn man ein JPG direkt aus der Kamera braucht, was bei mir praktisch nicht vorkommt.
Die D7200 rechnet 2 Serienbilder (ohne Spiegelschlag dazwischdn) zusammen. Ich habe das mal ausprobiert, aber in interessanter Stärke hat man gruselige Halos an Kontrastkanten, so dass das eher zum Abgewöhnen ist. Guten HDR-Aufnahmen sieht man ihr HDR-Sein nicht an, sondern man ist eher beeindruckt ob der Plastizität durch den sehr großen Kontrastumfang. Man kann aus dem RAW einer aktuellen Kamera bereits enorm viel rausholen, oft sogar ohne erhebliche sichtbare Qualitätseinbuße aus dem JPG, und wenn man dann noch 2 RAWs kombiniert, ist das Ergebnis mitunter faszinierend - oder eben gruselig, wenn da jemand in Photomatix & Co. ekstatisch an den Reglern herumgerissen hat...

CB
 
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Wenn es eine Kamera gibt, die aus 3 oder 5 Aufnahmen mit +/-2LW Abstand ein echtes HDR Bild berechnen und in einem echten HDR Format speichern kann, dann wäre das ev. schon recht praktisch.
Vor allem, wenn diese Serienbilder ohne Spiegelschlag dazwischen in rascher Folge entstanden sind.
Ich kenne aber keine Kamera, die HDR-Bilder in einem HDR-Format speichern kann.
Es hat sich ja leider noch nicht einmal ein einheitliches Format für HDR durchgesetzt.

Walter
 
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Da ich lediglich über eine D700 bzw. X100 verfüge, fehlt mir der Vergleich zu einer aktuellen HDR-tauglichen DSLR oder DSLM. Deshalb greife ich vergleichweise auf meine Kompakte von Casio zurück.

OOC:
37263701895_92e0e7754f_o.jpg


Internes HDR:
36448913963_71562088f9_o.jpg


Beide OOC-JPEGs sind das Resultat einer einzigen Auslösung, da beide Varianten per Default parallel gespeichert werden. Motivabhängig tätigt hierbei die Cam eine Belichtungsreihe von bis zu geschätzten 9 Einzelaufnahmen, die in der Summe max. 0.5s benötigen. Letzteres nur bei wenig Licht (s.o.), ansonsten geht die Sache mit bis zu 30fps über die Bühne und ist somit für den Anwender bis auf eine längere Verarbeitungszeit praktisch nicht wahrnehmbar.
 
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Gestern bin ich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung in der dunklen Jahreszeit nachgegangen und ohne Stativ durch nächtliche Gassen gezogen. Die Ergebnisse der X100 gingen mehr oder weniger direkt in die Tonne. Die Grenzen der Dynamik plus High-ISO Rauschen brachten es trotz aller RAW-Tricksereien nicht. Zudem setzte der fehlende Stabi weitere Grenzen. Ganz anders hingegen die internen HDR-JPEGs der kleinen Casio trotz Minisensor.

ohne HDR und mit internem HDR:
37132549041_c5bfcf4bc0_o.jpg


36437681154_2682f942b7_o.jpg



wie zuvor:
36460764593_0b5fc5d2ab_o.jpg


37132548441_77c3c83bbd_o.jpg


PS: Alle OOC-JPEGs lediglich mit Faststone verkleinert und sonst nichts.
 
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Ok und nun zurück zu Nikon. Aktuelle DSLR-HDR Techik müsste doch hier selbst ohne RAW locker eins drauflegen können, oder?
 
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DRI und HDR auseinander zu halten ist bereits ein Kapitel für sich, aber was soll jetzt LDR sein?
Das was bei jedem jpg rauskommt, also ein Bild mit geringer Dynamik (Low Dynamik Range).
Ein HDR Bild (HDRI) ist eine Bilddatei, die einen sehr hohen Eingangskontrast ("High Dynamik Range") speichern kann.
Aus diesem HDRI kann durch das Tonemapping ein LDR Bild gerechnet werden, welches dann z.B. als 8bit jpg ausgegeben werden kann.

Der Begriff HDR wird seit etlichen Jahren als "allgemeiner Überbegriff" für diverse "Dynamikspielereien" genutzt und für "tonemapping", als auch "exposure fusion" Techniken verwendet.

HDR = "High Dynamik Range", wird aber als "allgemeiner Überbegriff" (statt DRI) verwendet.

DRI = "Dynamik Range Increase", das wäre eher der korrekte Überbegriff für die allgemeine Technik der Dynamik-Steigerung in der Bilddarstellung.

HDRI = Definition der (i.d.R.) 32bit Bilddatei (versch. Dateiformate möglich, tif, hdr, exr, psd, ...)

LDR = (meist) 8bit Bilddatei, die im Gegensatz zur "echten" HDRI Datei nur einen geringeren Kontrastumfang (Dynamik) speichern kann, da eben etliche "bit" fehlen.
 
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