Für die Techniker: Vergleich Brennweite / Blende / Fläche

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limpias

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Hallo zusammen,

es ist Sonntag Abend und mir ist langweilig. :hehe:

Da ich mir letzte Woche das Nikkor 85mm f/1,8 bestellt habe und ich aber viel lieber das f/1,4 geholt hätte (wenn es nicht über meinem verfügbaren Budget gewesen wäre) habe ich mal ein bisschen in Excel rumgespielt und folgendes herausgefunden.

Die Tabelle spricht glaube ich für sich (ich glaub ich geb das f/1,8 wieder zurück...:heul: )

Brennweite - Blende - Lichtöffnung Durchmesser - Fläche ---- Faktor
50mm ------ f/1,8 --- 28mm -------------------- 606mm2 -- 1,0
50mm ------ f/1,4 --- 36mm -------------------- 1002mm2 - 1,7
85mm ------ f/1,8 --- 47mm -------------------- 1751mm2 - 2,9
85mm ------ f/1,4 --- 61mm -------------------- 2895mm2 - 4,8

Bei Fragen bitte melden!

Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag Abend!

Andreas
 
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ich weiss nicht ob die Fläche eine gute Vergleichsgrösse ist.
Wichtiger ist doch die Menge an Licht.

Aber wir haben hier Experten...
 
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Genau, aber das Licht das innen ankommt ist PROPORTIONAL zur Fläche!!

Damit kommt beim 85mm f/1,4 fast fünf mal mehr Licht am Sensor an als beim 50mm f/1,8.

Fand ich einfach irrwitzig.

Viele Grüße

Andreas
 
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Wir könnten auch das Gewicht vergleichen.
Da gewinnt das 85/1.4 auch:D - Ich geb meines nicht mehr her.

Irgendwie erinnert mich das an meine Kindheit und Autoquartett:D oder den krampfhaften Versuch Argumente für das 85/1.4 zu suchen;)

Grüßle Michel
 
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limpias schrieb:
Genau, aber das Licht das innen ankommt ist PROPORTIONAL zur Fläche!!

Damit kommt beim 85mm f/1,4 fast fünf mal mehr Licht am Sensor an als beim 50mm f/1,8.

Fand ich einfach irrwitzig.

Viele Grüße

Andreas

Stimmt, ist ein interessanter Vergleich. Aber irgendwie witzlos. Will denn wirklich jemand die 1.8er haben? Kann ich mir kaum vorstellen. :scherz:
 
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...müsste eigentlich auch proportional sein. Je mehr Licht, je kürzer die Belichtung: fünf mal mehr Licht, fünf mal kürzere Belichtungszeit!

Also bei 50mm 1,8 = 1/100 sec
bei 85mm 1,4 = 1/500 sec

Hoffe mal, dass das stimmt. Falls es jemand besser weiss bitte melden!

Viele Grüße

Andreas
 
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limpias schrieb:
...müsste eigentlich auch proportional sein. Je mehr Licht, je kürzer die Belichtung: fünf mal mehr Licht, fünf mal kürzere Belichtungszeit!

Also bei 50mm 1,8 = 1/100 sec
bei 85mm 1,4 = 1/500 sec

Hoffe mal, dass das stimmt. Falls es jemand besser weiss bitte melden!

ich wills nicht besser wissen, aber bei 1,4 kommt ca. 50% mehr Licht durch als bei 1,8. Also anstelle 1/60sec 1/45sec.
 
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limpias schrieb:
...müsste eigentlich auch proportional sein. Je mehr Licht, je kürzer die Belichtung: fünf mal mehr Licht, fünf mal kürzere Belichtungszeit!

Also bei 50mm 1,8 = 1/100 sec
bei 85mm 1,4 = 1/500 sec

Hoffe mal, dass das stimmt. Falls es jemand besser weiss bitte melden!
Das stimmt sowas von überhaupt nicht.
Wenn du mit einem 1.4er Objektiv auf 1/500 sec (oder 1/160 sec) kommst, dann gibt das bei einem 1.8er Objekiv ca. 1/320 sec (oder 1/100 sec). Und die Brennweite hat mit dieser ganzen Rechnung gar nichts zu tun.
Höchstens das man - ca. ab Normalbrennweite - immer mehr Glas gebraucht um Lichtstärke zu realisieren, aber das ist eine andere Baustelle.
Gruß
Dirk
 
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limpias schrieb:
Genau, aber das Licht das innen ankommt ist PROPORTIONAL zur Fläche!!

Damit kommt beim 85mm f/1,4 fast fünf mal mehr Licht am Sensor an als beim 50mm f/1,8.

Da hast Du sicherlich Recht, Andreas. Ich frage mich aber gerade, ob auch das ganze Licht am Sensor ankommt. Mit anderen Worten: Wird die große Fläche des 1,4ers auch 1:1 auf dem Sensor abgebildet - Stichwort "Crop"? Oder mache ich da einen Denkfehler...:nixweiss:
 
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foxmulder schrieb:
Das stimmt sowas von überhaupt nicht.
[...] Und die Brennweite hat mit dieser ganzen Rechnung gar nichts zu tun.
[...]

Na klar doch! Die Blendenöffnung ist nicht konstant bei gleicher Blendenzahl (bspw. f/1,8) und unterschiedlicher Brennweite (Blendenzahl = Brennweite geteilt durch Blendenöffnung).

Und deshalb stimmts doch (sonntags darf man auch ruhig mal was besser wissen, oder??)!

Das hilft zwar nix wenn man bessere Fotos machen will - aber geschadet hats auch noch keinem :)

Viele Grüße

Andreas Nitzsche
 
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iMacMoritz schrieb:
Da hast Du sicherlich Recht, Andreas. Ich frage mich aber gerade, ob auch das ganze Licht am Sensor ankommt. Mit anderen Worten: Wird die große Fläche des 1,4ers auch 1:1 auf dem Sensor abgebildet - Stichwort "Crop"? Oder mache ich da einen Denkfehler...:nixweiss:

Das ist eine gute Frage, das weiss ich auch nicht. Da alle Objektive im Vergleich auf 35mm gerechnet sind, dürfte das nicht allzu viel ausmachen, wenn der Sensor auch immer gleich groß ist (gleiche Kamera oder so was).

Mmh..

Andreas
 
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limpias schrieb:
Damit kommt beim 85mm f/1,4 fast fünf mal mehr Licht am Sensor an als beim 50mm f/1,8.

Fand ich einfach irrwitzig.

Dass ist nicht irrwitzig, sondern ein Denkfehler von Grunde auf.
Richtig ist, dass die maximale Fläche, über die Licht ins Objektiv eintreten kann, bei gleicher Blende und verschiedenen Brennweiten unterschiedlich groß ist, und zunächst der Anschein ensteht, dass bei größeren Brennweiten folglich mehr Licht einfallen müßte. Aber, du berücksichtigst nicht, dass größere Brennweiten einen kleineren Bildwinkel haben und deshalb weniger Umgebungslicht sammeln, da der "Bildkegel" schmaler ist.
 
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CALYPTRA schrieb:
Dass ist nicht irrwitzig, sondern ein Denkfehler von Grunde auf.
Richtig ist, dass die maximale Fläche, über die Licht ins Objektiv eintreten kann, bei gleicher Blende und verschiedenen Brennweiten unterschiedlich groß ist, und zunächst der Anschein ensteht, dass bei größeren Brennweiten folglich mehr Licht einfallen müßte. Aber, du berücksichtigst nicht, dass größere Brennweiten einen kleineren Bildwinkel haben und deshalb weniger Umgebungslicht sammeln, da der "Bildkegel" schmaler ist.

Interessanter Aspekt. Ich glaube aber nicht, dass sich dies auf die Lichtmenge auswirkt, die unten am Sensor ankommt. Ich glaube eher, dass das einen Einfluss auf die Auflösung insgesamt hat, aber nicht auf die Lichtmenge (sonst müsste ja die "Lichtdichte" in der Blendenöffnung unterschiedlich sein, oder nicht??)

Viele Grüße

Andreas
 
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Mein 2.8/300er kommt nach der Rechnung auf eine Fläche von 9.000mm², macht einen Faktor von 15. Also komme ich mit einem 2.8er Objektiv auf eine 15-fach kürzere Belichtungszeit als mit einem 1.8er Objektiv. :dizzy: Jepp, das ist irrwitzig.
Was du berechnet hast ist die Fläche der Eintrittspupille, ist nicht strafbar das auszurechnen, aber der gezogene Schluß (Belichtungszeit verkürzt sich um den Faktor x) ist vollkommen und grundlegend falsch!
Und vergeßt bitte auch den Crop-Faktor, auch der hat mit dieser Geschichte nicht nichts, sonder gar nichts zu tun!

Gruß
Dirk
 
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Andreas, stelle dir mal ein Objektiv als eine Art Lupe vor. Längere Brennweiten haben eine größere Vergrößerung als kürzere, sprich, der Abbildungsmaßstab ist auch größer.
Nimmt man ein und das selbe Objekt auf, so wird es bei einer längeren Brennweite größer auf dem Sensor abgebildet, heißt aber auch, dass die Lichtmenge, die dieses Objekt ausstrahlt, auf einer größeren Fläche verteilt werden muss. Die Folge wären längere Belichtungszeiten. Um diesen Umstand zu kompensieren, muss man deshalb die Öffnung vorne am Objektiv wieder größer wählen, damit hinten die gleiche Lichtmenge auf den Sensor projeziert wird.
 
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foxmulder schrieb:
Mein 2.8/300er kommt nach der Rechnung auf eine Fläche von 9.000mm², macht einen Faktor von 60. Also komme ich mit einem 2.8er Objektiv auf eine 60-fach kürzere Belichtungszeit als mit einem 1.8er Objektiv. :dizzy: Jepp, das ist irrwitzig.
Was du berechnet hast ist die Fläche der Eintrittspupille, ist nicht strafbar das auszurechnen, aber der gezogene Schluß (Belichtungszeit verkürzt sich um den Faktor x) ist vollkommen und grundlegend falsch!
Und vergeßt bitte auch den Crop-Faktor, auch der hat mit dieser Geschichte nicht nichts sonder gar nichts zu tun!

Gruß
Dirk

Tut mir leid, immer den Besserwisser rauszuhängen. Aber zunächst mal komme ich auf eine Fläche von 9016 mm2 (107mm Durchmesser mal PI mal Durchmesser zum Quadrat geteilt durch 4). Damit ist der Faktor 14,8 im Vergleich zum 50mm 1,8, also eine 15-fach kürzere Belichtungszeit.

Damit wäre es nicht 1/100 sec wie beim 50 1,8 sondern 1/1500 sec.

Also ganz ehrlich, mich macht das auch ein bisschen skeptisch. Kann mir vielleicht einer erklären, was ich hier an der ganzen Rechnerei vergesse?? Vielleicht kommt doch nicht das ganze Licht unten an oder so was. Keine Ahnung!!

Viele Grüße

Andreas
 
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CALYPTRA schrieb:
Andreas, stelle dir mal ein Objektiv als eine Art Lupe vor. Längere Brennweiten haben eine größere Vergrößerung als kürzere, sprich, der Abbildungsmaßstab ist auch größer.
Nimmt man ein und das selbe Objekt auf, so wird es bei einer längeren Brennweite größer auf dem Sensor abgebildet, heißt aber auch, dass die Lichtmenge, die dieses Objekt ausstrahlt, auf einer größeren Fläche verteilt werden muss. Die Folge wären längere Belichtungszeiten. Um diesen Umstand zu kompensieren, muss man deshalb die Öffnung vorne am Objektiv wieder größer wählen, damit hinten die gleiche Lichtmenge auf den Sensor projeziert wird.

Wenn das so wäre, dann müsste ein Zoom Objektiv (Beispiel 18 - 200) am langen Ende doch sichtbar dunkler werden, oder? Meiner Erfahrung nach tuts das aber nicht.

Ich geb dir trotzdem Recht, irgendwas habe ich wohl bei der ganzen Sache vergessen, komm trotzdem nicht drauf, was!

Vielleicht sollte ich einfach nochmal eine Nacht drüber schlafen... :)

Viele Grüße

Andreas
 
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