Relevant für mich ist: Gleich Blende = Gleiche Belichtungszeit, egal ob DX oder FX, egal ob 110er- oder 6x9-Film.Retina schrieb:....an der Formulierung in photographisch wenig relevanten Begriffen?
Retina schrieb:Volker, die Antworten auf Deine Fragen kannst Du in jedem Buch über technische Optik nachlesen, vermute ich ´mal. Damit müssen wir hier an so fortgeschrittener Stelle im Thread niemand mehr langweilen.
Retina schrieb:Was mich nur wundert ist, warum Du an solchen theoretischen Teilaspekten Interesse hast bzw. an der Formulierung in photographisch wenig relevanten Begriffen?
Retina schrieb:... Ich halte Parameter wie Auflösung, Schärfentiefe, Bildausschnitt und Tonwerteumfang für photographisch wesentlich relevanter als Brennweite, Blendenwert, ... die nur im Kontext einer spezifischen Kamerakonstruktion photographisch interpretierbar sind ...
Gruß,
Burkhard
limpias schrieb:Genau, aber das Licht das innen ankommt ist PROPORTIONAL zur Fläche!!
Damit kommt beim 85mm f/1,4 fast fünf mal mehr Licht am Sensor an als beim 50mm f/1,8.
Fand ich einfach irrwitzig.
Viele Grüße
Andreas
limpias schrieb:...müsste eigentlich auch proportional sein. Je mehr Licht, je kürzer die Belichtung: fünf mal mehr Licht, fünf mal kürzere Belichtungszeit!
Also bei 50mm 1,8 = 1/100 sec
bei 85mm 1,4 = 1/500 sec
Retina schrieb:Nehmen wir ´mal an wir betreiben die 50mm Objektive an einer fiktiven Kamera mit 12MP und Crop-Faktor 1,7 und die 85er an einer FX-Kamera mit ebenfalls 12MP. Dann nehmen wir in allen vier Fällen den gleichen Bildausschnitt auf. Jedes Pixel an gleicher Position in der Bayer-Matrix bildet dann genau das Gleiche ab. Jedes Pixel bekommt dann beim Vergleich der vier Varianten bei gleicher Belichtungszeit eine Lichtmenge ab, die proportional der von Dir berechneten Offenblendenfläche ist.
tengris schrieb:In Wahrheit beträgt der Unterschied aber nur eine halbe Blende, eben von 1.8 auf 1.4.
Zunächst eine formale Bemerkung: Was Du "Leuchtdichte" nennst, heißt eigentlich Beleuchtungsstärke. Die Leuchtdichte definiert, photographisch gesprochen, die photometrischen Eigenschaften des Motivs.tengris schrieb:In beiden Fällen fällt exakt die gleiche Menge des vom Motiv reflektierten Lichtes in das Objektiv ein, da ja die Eintrittsöffnung gleich groß ist. Wenn wir jetzt nur das Hauptmotiv betrachten, ist klar ersichtlich, dass bei der doppelten Brennweite das Motiv auf Mattscheibe/Film/Sensor die vierfache Fläche (doppelt so hoch und doppelt so breit) ausfüllt. Da vorne die gleiche Lichtmenge rein kommt und sich dieselbe auf die vierfache Fläche aufteilt, ist logischerweise die Leuchtdichte, also die pro Quadratmillimeter auf den Sensor auftreffende Lichtmenge, nur ein Viertel. Die ominösen 2 Blenden Unterschied in der Lichtstärke.
Nicht bei gleicher Pixelzahl, da die Pixel dann viermal so groß wären. Das ist der entscheidende Punkt. Er muss also genauso lang belichtet werden! (q.e.d.) Nun dient der Pixel hier eigentlich auch wieder nur als Hilfsobjekt. Man kann es auch ohne das Wort "Pixel" ausdrücken (siehe unten).tengris schrieb:Damit müsste der Sensor viermal so lange (2 Zeitstufen) belichtet werden, um pro Pixel die gleiche Lichtmenge einzusammeln.
tengris schrieb:Oder anders herum, um die gleiche Leuchtdichte zu erzeugen und damit die gleiche Belichtungszeit zu haben, müsste die Lichteintrittspupille die vierfache Fläche haben, also der Durchmesser derselben doppelt so groß sein. Ergibt dann vierfache einfallende Lichtmenge aufgeteilt auf vierfache Fläche, also gleiche Leuchtdichte pro Quadratmillimeter. Damit haben wir mal abgehakt, warum die Lichteintrittspupille mit steigender Brennweite bei gleicher Lichtstärke immer größer wird. Da wird nichts "geschluckt", es verteilt sich nur auf eine immer größere Fläche.
Ich hatte dafür ja schon eine entsprechende Formulierung: Gleichen Bildausschnitten steht pro Zeiteinheit eine Lichtmenge zur Verfügung, die proportional zur Eintrittspupillenfläche ist.tengris schrieb:Was wollte uns nun Burkhard sagen:
...
Das Ganze übersetzt in Laiensprache:
Auch wenn ich Probleme mit dem Begriff "Lichtstärke" in diesem Zusammenhang habe, glaube ich zu verstehen, was Du meinst. Ja, genau so isses. Letztlich verlagert ein kleinerer Sensor das Problem der Lichtempfindlichkeit des gesamten Systems darauf, bei gleicher Eintrittspupille stärker gekrümmte Linsen verwenden zu müssen. Genau an diesem Punkt waren wir vor etwa einem Jahr bei einer der vielen Vollformatsdiskussionen angelangt. Erinnert sich noch jemand?tengris schrieb:Wenn ich beim rechten Bild einen Sensor verwende, dessen Pixel doppelt so breit und doppelt so hoch sind wie beim linken, dann sammelt jedes dieser Pixel die gleiche Lichtmenge auf wie im linken Bild. Ich erhalte auch die gleiche Abbildungsgröße, weil durch die halbe Auflösung bei doppelter Brennweite das Motiv in der Ausgabedatei die gleiche Größe hat. Allerdings ist damit limpias' obige Annahme mit der kürzeren Belichtungszeit definitiv nicht bestätigt. Selbst wenn ich mal mehr als gewagt interpolieren würde "auf Grund der vierfachen Fläche pro Pixel ist der große Chip viermal so lichtempfindlich", dann wären die Belichtungszeiten nicht kürzer, sondern der Chip würde nur mit seiner höheren Empfindlichkeit die Lichtschwäche des längerbrennweitigen Objektives ausgleichen. Es wäre also von der technischen Seite ein Nullsummenspiel, vom Standpunkt der Produktionskosten für den größeren Chip (er müsste ja doppelt so lang und so breit sein, um die gleiche Pixelzahl zu haben, es könnte also bei Standard-Wafergrößen eine entsprechend geringere Anzahl Chips aus einer Siliziumscheibe geschnitten werden) ein Verlustgeschäft. Würde ich nun für den größeren Chip ein Objektiv längerer oder kürzerer Brennweite verwenden, wären die Verhältnisse wieder die gleichen, das heisst egal wie groß oder wie klein und wie hoch oder niedrigauflösend und wie hoch oder wie niedrigempfindlich der Chip oder Film ist, die Lichtstärke wäre in allen Fällen Brennweite / Eintrittspupille.
Nicht korrigieren, nur präzisieren:JoJoSchla schrieb:lasse mich aber gerne korrigieren
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