Eure Erfahrung: benutzt man eine Festbrennweite überhaupt....

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Heng-Sten Berg

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Hallo Zusammen,
ich liebäugele mit einem NIKKOR 35f2.0 weil lichtstark, klein,leicht, scharf...

Die Vorteile von Festbrennweite i.V. zum Standardzoom sind mir schon klar und schon vielfach hier beantwortet worden.
(Auf die typische Frage: "...hallo ich bin neu hier, welches objektiv soll ich mir kaufen?...")

Ich frage mich aber, ob ich denn das NIKKOR 35f2.0 wirklich anhaltend und häufig benutzen würde, oder ob man nach kurzer Euphorie am Ende doch wieder meistens mit dem Standardzoom unterwegs ist weil vielseitiger.
Und ich bin erfahrungsgemäß ein Fauler, der nicht für jedes Motiv das Objektiv ein oder mehrmals wechselt.

Wie ist denn Da Eure Erfahrung aus dem täglichen Leben? Wenn man so ein 18-70 oder 18-135 mit F>4 hat und zusätzlich eine feste Normalbrennweite: benutzt man letztere häufig?
 
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Heng-Sten Berg schrieb:
...Im Vorgriff auf entspr. Tipps: Nein, ich kaufe keine Gebrauchtobjektive.

Wie willst Du dann sonst zu wirklich guten Festbrennweiten kommen?
Neu gibt es so etwas garnicht mehr ;~)

Grüße - Bernhard
 
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Also ich setze Festbrennweite nur ein, wenn es erforderlich ist. Ich habe mir das 50/1.8 für Portraits gekauft und nutze es auch vorwiegend dafür. Sonst nutze ich Zooms. ich habe damals Analog mit Festbrennweiten angefangen und mir zügig ein Zoom gekauft. Man kann sich den gewünschten Ausschnitt nicht immer erlaufen. Tedentiell bin ich aber auch mehr WW-Fan und fotografiere mit meinem 17-50 schon immer am unteren Limit. Das Sigma 10-20 steht schon ganz oben auf der Einkaufsliste.
 
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Hi,

in der beruflichen und privaten Foto-Praxis nutze ich Festbrennweiten nur, wenn ich sie brauche, also das Micro-Nikkor für den Makrobereich oder bei Repros etc. wegen der Schärfe (das 60er Micro-Nikkor ist im Nahbereich einfach schärfer als das 18-70 3,5-4,5).

Nur mit einem Zoom kann man Ausschnitt und Perspektive unabhängig voneinander festlegen. Ändert man bei Festbrennweitenbenutzung den Standort, um den Ausschnitt zu ändern (geht also näher ran oder weiter weg), ändert sich die Perspektive gleich mit. Die gerne angeführte "bewusstere Gestaltung" durch Festbrennweitenbenutzung ist ein Trugschluss. Bewusste Gestaltung findet im Kopf statt, nicht in den Füssen.

Grüße
Christian
 
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Heng-Sten Berg schrieb:
Wie ist denn Da Eure Erfahrung aus dem täglichen Leben? Wenn man so ein 18-70 oder 18-135 mit F>4 hat und zusätzlich eine feste Normalbrennweite: benutzt man letztere häufig?


Meiner Erfahrung des täglichen Lebens ist, dass ich nur Festbrennweiten benutze und zwar habe ich im Privatleben stets genau eine dabei, während ich beruflich einfach sämtliche Optiken dabei habe, auch das einzige Zoom, nämlich das 12-24mm von Tokina für das es keine festbrennweitige Entsprechung gibt.

Herzlich

Frank

PS: Ich gestehe zu, dass es auch möglich ist, mit Zooms gute Fotos zu machen, aber Zooms machen tendenziell faul und verderben die guten Sitten (ähnlich wie ein Abo des Verkehrsverbundes einen manchen Fußweg doch mit dem Bus machen lässt), außerdem sind sie schwerer, bei gleicher Lichtstärke wesentlich teurer und es gibt sie weder in 1:2.0 noch in 1:1.4. Komm mir jetzt keiner mit Olympus, die ein 1:2.0-Zoom mit winzigem 4/3-Bildkreis im Programm haben. Bei Kleinbild und DX ist bisher mit 1:2.8 Schluss und da Zooms ein Kompromiss sind ist eine Lichtstärke von 1:2.8 sinnvoll, denn wer will schon so viel Glas mit herumschleppen? Man stelle sich das wunderschöne Monster AFSVRG 2.0/200mm einmal als AFSVRG 2.0/70-200 vor, da bräuchte man dann ein Stativ mit Rädern drunter. Und fotografisch ergibt es wohl auch keinen Sinn mehr.

Mit Festbrennweiten wie dem 1,4/50mm und dem 1,4/35mm sind mir immer wieder sehr stimmungsvolle Bilder gelungen, wenn die Zoomer schon heftig am Bitzen waren und gar nicht mehr konnten:

http://farm1.static.flickr.com/30/61933097_441242802b.jpg
http://farm1.static.flickr.com/32/65830437_12389a9986.jpg
http://farm1.static.flickr.com/29/61932108_fe5448a216.jpg
http://farm1.static.flickr.com/33/61931876_5ffa1257b0.jpg
http://farm1.static.flickr.com/27/61932634_be4abe4d9d.jpg
http://farm1.static.flickr.com/33/61932264_3c0b762079.jpg

und so weiter und so fort
 
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Hallo Sten,

Festbrennweite ist einfach Geil.
wenn mir bei meiner 84mm /f1,4 der Weitwinkel fehlt ,

DANN EINFACH ZWEI SCHRITTE ZURÜCK

Hab sie mehr drauf als dir 28-70mm /f2,8

Liebe Grüsse
Sefa
 
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KrischanDO schrieb:
Die gerne angeführte "bewusstere Gestaltung" durch Festbrennweitenbenutzung ist ein Trugschluss.
Ja, das denke ich gehoert in den Bereich der Meinungs-Folklore.
Man muss nicht unbedingt fuer alles was einem Spass macht rationale Argumente (er-)finden und das andere schlecht machen.

Einfach selbst ausprobieren ist wahrscheinlich der beste Rat, den man hier geben kann.
 
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KrischanDO schrieb:
...Bewusste Gestaltung findet im Kopf statt, nicht in den Füssen....

Aha, daher kommt der Spruch "Was ich nicht im Kopf habe, muß in die Füße".

Grüße - Bernhard
 
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Der natürliche Feind der Festbrennweite ist das Zoom – und umgekehrt!

Bin auch immer zwiegespalten, welche Kombination ich mitnehmen soll.
Generell ist man halt eben flexibler mit den Zooms aber halt auch nur in Bezug auf den Bildausschnitt.

Durch FBs ist man aber viel flexibler was die Schärfe-/Unschärfegestaltung anbelangt. Außerdem hat man durch
entsprechende Lichtstärke länger die Möglichkeit unter ungünstigem Licht zu fotografieren.

VR hin oder her, bei entsprechender Lichtstärke benötige ich überhaupt keinen VR und außerdem ist man ja auch nicht immer an ASA100 gebunden.

Ich bin inzwischen soweit: Soviel wie möglich FBs, wenn nötig hochwertige Zooms und in speziellen Fällen ein Universalzoom!
 
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Ich hab das 18-70 und hab mir (einst noch zur D70) aus Neugier ein gebrauchtes 50/1.8 ersteigert.

Der Unterschied in der Bildqualität ist sehr krass und ich war sofort vom FB-Virus infiziert.

Also habe ich mir noch ein 35/2.0 ersteigert und nun paßt das auch mit dem Bildwinkel.
Dieses 35er ist mein Normalobjektiv geworden, es ist immer drauf und ich gehe auch mal *nur* mit dieser Linse aus dem Haus.

Wenn ich das 18-70 drauf habe und z.B. eine Landschaft im Brennweitenbereich um 35mm knipsen möchte, dann wechsle ich das Objektiv.

-----------
Neben den kleinen Abmessungen und dem geringen Gewicht freut mich am 35er hauptsächlich die gute Qualität (vor der Lichtstärke).
Ich könnte mir daher auch vorstellen, daß ich z.B. mit einem 17-35/2.8 genauso zufrieden wäre, WENN die Qualität stimmt.

Roland
 
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Hi,

KrischanDO schrieb:
Die gerne angeführte "bewusstere Gestaltung" durch Festbrennweitenbenutzung ist ein Trugschluss. Bewusste Gestaltung findet im Kopf statt, nicht in den Füssen.

das war jetzt aber ein bißchen hart

genauso könnte man schreiben: Bewusste Gestaltung findet im Kopf statt, nicht in den Fingern (beim zoomen).

Mal im Ernst: sicherlich ist Gestaltung etwas, das man im Kopf macht (wie fast alles beim Menschen übrigens). Die Frage ist nur, ob einem die Bequemlichkeit (des Zoomens) nicht dazu verleitet, das, was einem der Kopf sagt, zu ignorieren - das menschliche Leben ist voll von solchen Widersprüchen. Wie so oft gilt, den inneren Schweinehund zu überlisten. Gäbe es das nicht, würde niemand auf der Erde fett herumlaufen, niemand würde verhungern und der Weltfrieden wäre auch gesichert (ja - ich glaube an die Macht des Verstandes, nennt mich ruhig naiv ).

In diesem Sinne ist eine FB ein gutes Werkzeug, um Bilder. die bewußt im Kopf gestaltet wurden, auch wirklich so umzusetzen.


Sorry, wenn ich Dir widerspreche - das ist einer der Gründe, warum man üblicherweise mehr als eine FB braucht. Und gleichzeitig auch der Grund, warum eine FB weniger bequem und flexibel ist. Aber ganz sicher ist es nicht so, daß man manche Bilder (mit einer bestimmten Perspektive) nur mit einem Zomm würde machen können.
Umgekehrt wird eher ein Schuh draus - es gibt Bilder, die man nur mit einer FB machen kann - oder hast Du schon mal ein Zoom mit einer 1.4er Blende gesehen?

lg, stefan
 
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Wenn es Zooms gäbe mit der Leistung und Lichtstärke meiner Festbrennweiten, hätte ich keine Festbrennweiten.

Ich suche mir in der Regel zuerst den Standpunkt (sofern es eine Wahl gibt), überlege mir dann, welchen Ausschnitt ich haben will und daraus ergibt sich schlicht die Brennweite. Auf bestimmte Brennweiten festgelegt zu sein, ist dabei klar eine Einschränkung, denn dann muß ich entweder die Perspektive ändern (schlecht) oder zur nächstkürzeren Brennweite greifen und das Bild hinterher beschneiden (geht mit 10MP, aber suboptimal). Mit einem Zoom ist die Wahrscheinlichkeit einfach größer, daß ich dann die passende Brennweite schon drauf habe, oder überhaupt dabei habe.

Andererseits ist auch für mich das 30/1,4 praktisch das Immerdrauf. Es ist auch der wesentliche Grund, weshalb ich keinen Drang verspüre, mein ansonsten wirklich gutes 18-70 durch ein 17-55 zu ersetzen, denn wenn ich wirklich Lichtstärke brauche, dann bringt mich eine Blende mehr auch nicht weiter, im Vergleich zu drei Blenden.

Gäbe es allerdings zwei Zoom-Nikkors AF-S 17-40/2 sowie AF-S VR 35-135/2 mit einwandfreier Offenblendleistung, könnte ich schwach werden, damit meine 30/1,4, 50/1,4 und 85/1,4 Kombi abzulösen...

Maik
 
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rlechler schrieb:
...
Man muss nicht unbedingt fuer alles was einem Spass macht rationale Argumente (er-)finden und das andere schlecht machen.
...

Das ist eben der Unterschied Geldverdien-Fotograf / Hobby-Fotograf.
Der Hobby-Fotograf hat Spaß am Machen eines Bildes an sich.
Wenn das Ergebnis mal nicht das angepeilt ist, kann man sich ärgern und beim nächsten Mal weitermachen.

Der Geldverdien-Fotograf hat im glücklicheren Fall auch Spaß am Machen, muss aber ein Ergebnis bringen, mit dem der Kunde zufrieden oder besser glücklich ist. Bringt er das nicht, kann es schwierig werden.

Ich finde es völlig okay, wenn einer Spaß hat, mit Festbrennweiten zu fotografieren, aber zu sagen "Man gestaltet bewusster" unterstellt den Zoom-Benutzern weniger bewusst zu gestalten. Und das ist Tinnef.

Grüße
Christian
 
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Maik Musall schrieb:
...damit meine 30/1,4, 50/1,4 und 85/1,4 Kombi abzulösen...

Da hast du dich verschrieben Maik, es muß heißen: ...damit meine 30/1,4, 50/1,4, 85/1,4 und den Kombi abzulösen...
Denn der Preisrahmen für diese Kombi in der von uns allen gewünschten Qualität würde sich vermutlich deutlich in Richtung Kleinwagen bewegen.
Was aber nichts an der Tatsache ändert das du Recht hast, bzw. ich mich deiner Ansicht anschließe!

Gruß
Dirk
 
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Heng-Sten Berg schrieb:
Hallo Zusammen,
ich liebäugele mit einem NIKKOR 35f2.0 weil lichtstark, klein,leicht, scharf...

gute Wahl. das habe ich als immerdrauf Objektiv. Und dann kommt es auf die Situatuion an: wenn ich mit wenigen Objektiven zurechtkommen muß (z.B. Rucksackurlaub...) darfs auch mal ein (oder zwei) Zoom sein.


Thomas
 
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... ich habe mein 18-70 für das 35 f2 verkauft.
Ist aber z.Zt. bei Nikon wegen einer verölten Blende .
Ich habe aktuell auch nur ein Zoom, das Tokina 12-24.
Ansonsten 35 f2, 50 f1.4, VR105 f2.8 und 300 f4.
Als was zählt der TC 14E?
Übrigens quäle ich mich noch für den Bereich zwischen 105 und 300mm. Entweder ich bleibe meinen Festbrennweiten treu und kaufe das 180er oder tatsächlich das zweite Zoom 80 bzw. 70 - 200. Für das 70-200 spräche natürlich der Umstand, dass ich den TC weiter nutzen kann. Allerdings ist dann erst mal sparen angesagt.
 
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Viele interessante Beiträge und mehr Fans der Festbrennweiten, als ich vermutet hatte

Für spezielle Fotoaufgaben benutze ich gerne die passende Festbrennweite, aber immer dabei sind die Zooms. Ich packe gerade meine Tasche für eine Fotoreise: alles Zooms mit Ausnahme des 10,5 Fisheye. Davon erhoffe ich mir die qualitativ besten Ergebnisse im Rahmen dessen, was ich im Handgepäck transportieren kann.
 
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Wetten dass ich bei 99,99999 % aller Fotos nicht erkennen kann, ob sie mit FB oder Zoom gemacht worden sind.
 
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