Erste Eindrücke zu Data Becker CNX Buch

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Weil dort schon einige Punkte angesprochen werden, die man im Programm verbessern / verändern / abstellen kann.
 
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ich war auch der Meinung, dass ein Buch nicht alles vom Benutzerhandbuch wiederholen sollte.
Trotzdem werde ich in der 2. Auflage (die ca. im Sommer kommen soll) weitere Infos aus dem Handbuch aufnehmen.
Man sollte nicht unbedingt in zwei Büchern hin und her blättern müssen.

Speziell bei Data Becker ist es vorgekommen, daß in einem Buch nicht erkennbar war, was nicht aus Handbüchern abgeschrieben oder mehr oder weniger leidlich umformuliert worden ist. Nach dem Motto: nimm vier Handbücher, mach ein Buch daraus und verlange 40 € dafür. Auf solche Bücher mit Redundanz von 100 % kann ich verzichten.

Gruß
Suermel
 
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Hallo Suermel,

das gilt für jene DataBecker Bücher, die sehr kurzfristig auf den Markt kommen.
In diesem Fall hat sich DataBecker 1,5 Jahre Zeit gelassen (CNX gibt es seit 07/2006)
und hatte zusätzlich die Möglichkeit, aus dem dpunkt Buch Infos zu übernehmen. (was sicherlich legitim ist)

Es ist sicherlich nicht optimal, nur ein Handbuch umzuschreiben. In diesem Sinne stimme ich dir daher 100%ig zu.
Das andere Extrem, Infos aus dem Handbuch wegzulassen, ist jedoch auch nicht hilfreich.
Ich halte es für das beste, wenn ein Buch das Handbuch ersetzen kann, und wesentliche Zusatzinfos liefert.

Im CNX Handbuch vermisse ich unter anderem folgende Infos.
1.) Wie binde ich CNX optimal in meinen Workflow ein.
2.) Welche Funktionen in CNX sind alternativ einsetzbar. (Siehe Kapitel 2.5.3 im dpunkt Buch)
3.) Welche Funktionen in CNX sind weniger brauchbar (siehe CNX Filter "Kontrast Farbumfang" oder auch Posting von Gabriel)
4.) Welche Funktionen fehlen in CNX und wie kann ich mir behelfen. (siehe "Umreihen von Schritten" oder "Bildstellen ausbessern" als Ersatz für den Stempel)

Ich beurteile ein Buch daher nicht danach, wieviel Info aus dem Handbuch wiederholt wird,
sondern danach, wie viele Fragen, die nach dem Lesen des Handbuches offen blieben, durch das Buch beantwortet sind.

Ich übrigen würde ich einen Verlag nicht generell beurteilen. Es gibt in jedem Verlag bessere und weniger gute Bücher.
Wer z.B. schon mal ein Buch von Uwe Steinmüller mit meinem Erstlingswerk verglichen hat, wird das sicher bestätigen können.

Walter
 
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Im CNX Handbuch vermisse ich unter anderem folgende Infos.
1.) Wie binde ich CNX optimal in meinen Workflow ein.
2.) Welche Funktionen in CNX sind alternativ einsetzbar. (Siehe Kapitel 2.5.3 im dpunkt Buch)
3.) Welche Funktionen in CNX sind weniger brauchbar (siehe CNX Filter "Kontrast Farbumfang" oder auch Posting von Gabriel)
4.) Welche Funktionen fehlen in CNX und wie kann ich mir behelfen. (siehe "Umreihen von Schritten" oder "Bildstellen ausbessern" als Ersatz für den Stempel)

Um es vorweg zu sagen, Walter: Dein Buch ist mir nicht mehr so in Erinnerung. Daher musst Du mich korrigieren, wenn ich jetzt Quatsch schreibe:

1) Die Frage kann Dir kein Autor beantworten. Die Ansprüche sind zu unterschiedlich. Der eine korrigiert nur die Helligkeit seiner Bilder und gut. Nur für den Print setzt er sie in JPG um. Der andere macht aufwändigere Korrekturen, kompensiert fehlende optische Filter mit denen von CNX. Andere machen für ihre Verhältnisse Vollbearbeitungen der Bilder. Workflow-Einbindung hat in einem Buch über ein Programm keine Berechtigung. Schreibst Du ein Buch über Workflow, dann ja.

2) Teilweise mag ich das nachvollziehen, teilweise nicht. Denn: wenn jemand die Bearbeitungsschritte verfolgt, kommt er eigentlich erst von den einfachen Sachen (D-Lighting) zu den komplizierten (LCH und Tonwerte). Wenn er mit den ersten Schritten zum Ziel kommt, macht er sich keine Sorgen mehr um die Ersetzbarkeit mit anderen Funktionen.

3) Kann man von einem Handbuch wohl nicht erwarten: "Wir haben die Funktion X eingebaut, wobei wir gestehen müssen, dass Y viel leistungsfähiger ist. Wir raten daher von X ab." Das darf nur ein Buchautor.

4) Bildstellen ausbessern? Stempel? Habe ich eine Funktion übersehen? Wie kann ich einen Stempel kompensieren?
 
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Wer z.B. schon mal ein Buch von Uwe Steinmüller mit meinem Erstlingswerk verglichen hat, wird das sicher bestätigen können.

Da stellst du dein Licht aber unnötig in den Schatten, finde dein Erstlingswerk durchaus gelungen. War übrigens das zweite Buch nach der 'Digitalen Dunkelkammer' von Steinmüller, dass ich mir zum Thema EBV gekauft habe.

Peter
 
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Workflow-Einbindung hat in einem Buch über ein Programm keine Berechtigung.

Einspruch. Gerade bei CNX ist das mMn enorm wichtig.

Es tauchen hier immer wieder Fragen in diesem Zusammenhang auf, weil offensichtlich nicht jedem klar ist, in welch besonderer Weise CNX die Änderungen wieder in eine NEF Datei schreibt. Da wird dann beispielsweise versucht, das Ergebnis als NEF nach PS zu übertragen, was auf den ersten Blick ja auch gar nicht so abwegig ist.
 
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Da wird dann beispielsweise versucht, das Ergebnis als NEF nach PS zu übertragen, was auf den ersten Blick ja auch gar nicht so abwegig ist.

Das wird in zwei Absätzen abgehandelt, wie man PS oder ein anderes Programm einbindet. Dann sind wir zusammen, Volker. Mehr (Bilddatenbanken, Imageviewer was weiß ich nicht) und ganze Kapitel (Buch von Walter) hätte in der Schule eine miese Note bekommen: Thema verfehlt.
 
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Hallo Suermel,

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Es ist sicherlich nicht optimal, nur ein Handbuch umzuschreiben. In diesem Sinne stimme ich dir daher 100%ig zu.
Das andere Extrem, Infos aus dem Handbuch wegzulassen, ist jedoch auch nicht hilfreich.
Ich halte es für das beste, wenn ein Buch das Handbuch ersetzen kann, und wesentliche Zusatzinfos liefert.

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Ich beurteile ein Buch daher nicht danach, wieviel Info aus dem Handbuch wiederholt wird,
sondern danach, wie viele Fragen, die nach dem Lesen des Handbuches offen blieben, durch das Buch beantwortet sind.

Hallo Walter,

wir haben Qualitätsansprüche an Benutzerhandbücher beispielsweise über Capture NX und an Bücher, die beispielsweise über CNX zusätzlich veröffentlicht werden. Im vorliegenden Fall ist das Benutzerhandbuch pädagogisch/didaktisch und inhaltlich eine Katastrophe. Ich würde mich wundern, wenn wir bei der Beurteilung auseinanderliegen würden. Für einen Benutzer ist es schwierig, allein mit den Informationen aus dem Benutzerhandbuch das Programm sinnvoll zu bedienen. Wichtige Sachverhalte fehlen teilweise ganz.

Für ein Buch auf dem freien Markt zum gleichen Thema ist die Ausgangsbasis ein gefundenes Fressen. Die schlechte Qualität des Benutzerhandbuchs weckt quasi den Bedarf dafür, einen angemessenen Zugang zum Thema präsentiert zu bekommen. Dafür ist der Kunde dann auch bereit, 30 oder 40
€ auszugeben und ist durchaus zufrieden, wenn wenigstens nach dieser Lektüre sein Informationsbedürfnis gestillt ist.

Ich übrigen würde ich einen Verlag nicht generell beurteilen. Es gibt in jedem Verlag bessere und weniger gute Bücher.

Darum ging es mir nicht. Ich wollte auch nicht sämtliche Erzeugnisse eines Verlags beurteilen. Vielmehr habe ich nunmehr mehrere Bücher von Data Becker zum Thema Fotografie gelesen und dabei festgestellt, daß von Verlagsseite aus meiner Sicht unentschuldbare Fehler gemacht worden sind. Als Referenz dafür mochte ich das "Werk" "Nikon Creativ (sic!) Lighting System" anführen. Da hat es der Verlag nicht mal geschafft, den Titel orthografisch korrekt auf die Frontseite des Buches zu bringen. Zu diesem Buch hatte ich hier im Forum bereits Folgendes geschrieben:

"· Megapeinlich: das erste Klöpschen befindet sich bereits im Titel auf dem Buchdeckel. Bei „Creative“ wurde das zweite e vergessen. Immerhin haben sie „Lighting“ geschrieben und nicht „Lightning“.
· Rechtschreibfehler und Stilblüten, z.B. „Präsens“ statt „Präsenz“.
· Mehrere Bildunterschriften sind den falschen Bildern zugeordnet.
· Manche Aussagen über Histogramme sind fehlerhaft.
· Der Hammer: bei den Aussagen zum internen Blitzgerät beziehen sich für die D80 der Text und bezüglich der D200 Text und Tabellen eindeutig auf die D70. Das ist deshalb offensichtlich, weil von kleinster ISO 200 und einer kürzesten Blitzsynchronzeit von 1/500 s die Rede ist.
· Insgesamt fallen in dem Buch Redundanzen und die nicht immer stringente Verfolgung des „roten Fadens“ auf.
· Viele der vorgestellten Beispielbilder halte ich für nichtssagend und teilweise für überblitzt. Das sind aber persönliche Präferenzen.

Das Buch konzentriert sich ausschließlich auf die Technik der Anwendung der besprochenen Blitze sowie auf die technischen Daten dazu. Ich habe die systematische Erarbeitung von bestimmten problematischen Blitzsituationen und den dazugehörigen Lösungsansatz vermisst. Die Frage der Lichtführung beim Einsatz von mehreren Blitzen bleibt völlig im Dunkeln.

Der Autor hat diverse Klöpse eingebaut und wohl sein Skript vor der Drucklegung nicht Korrektur gelesen. Die meisten Informationen scheinen aus Nikon-Handbüchern zusammengetragen. Für zwei der besprochenen Kameras kann ich das nachvollziehen. Zusätzlich vermitteltes Wissen ist dünn gesät.

Der Verlag hat das Buch schlecht lektoriert und einen suboptimalen Autor ausgewählt, denn nicht jeder erfolgreiche Seminarleiter ist auch unbedingt ein begnadeter Buchautor. Immerhin ist das Buch in einer Reihe „Digital ProLine“ erschienen, da hätte man sich möglicherweise einen besseren Autor erhoffen dürfen. Aufmachung und Preis (39,95 €) lassen mehr erwarten.

Hat mir das Buch etwas gebracht? Da geht es mir ähnlich wie dem Sprayer, der vor 30 Jahren in Freiburg an die Uni schrieb: „Ich hatte schlechte Lehrer, das war eine gute Schule.“ Das Buch hat mich trotz seiner nicht wenigen Mängel dazu gebracht, mich systematisch mit dem Blitzen auseinander zu setzen. Die Lektüre habe ich zum Anlaß genommen, auch die Nikon-Handbücher wieder zur Hand zu nehmen, im Netz zu recherchieren und vor allem, die ganzen beschriebenen Situationen in der Praxis auszuprobieren. Davon bin ich nicht dümmer geworden."

Ähnliche Klöpse mußte ich bedauerlicherweise eben auch in anderen Büchern von Data Becker feststellen. Aufmachung und Preis erwecken im Käufer, jedenfalls bei mir, andere Erwartungen.

Gruß
Suermel
 
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Hallo Suermel,

ich wollte mich eigentlich erst wieder äußern, wenn ich das ganze Buch durch habe, aber ich vergebe auch schon nach der Hälfte ein sehr positives Gesamturteil.

Deine Kritik an den von Dir zitierten Data-Becker-Büchern ist für mich nachvollziehbar und erscheint mir deshalb auch berechtigt.

Dieses Data-Becker-Machwerk hält jedoch, was der Klappentext verspricht und ist aus meiner ganz subjektiven Sicht seinen Preis wert (verglichen mit den inzwischen allgemein üblichen Buchpreisen).

Sobald ich mich durch das ganze Buch geackert habe, werde ich ein abschließendes "Anfänger-Fazit" ziehen und meine Wunschliste an Walter schicken...;)

Viele Grüße
Andrea
 
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Hallo,
hier bin ich wieder. Es hat aus verschiedenen Gründen (Job, Urlaubsplanung, andere Fotobücher etc.) gedauert, bis ich heute die letzten Seiten endlich gelesen habe. Auch wenn das Buch schon häufiger positive Erwähnung gefunden hat, so will ich dennoch auch noch das versprochene Anfängerfazit ziehen.

Pauschal hat sich mein positiver Gesamteindruck bis zum Ende bestätigt, auch wenn für mich als Anfänger das Buch noch einige Fragen und Unklarheiten offen lässt. Daraus ergeben sich zugleich die Wünsche an Walters nächstes Buch:

- Standard-Workflow für Dummies im Stile eines Flussdiagramms und entsprechenden Wenn-dann-Verzweigungen
- Umgang mit "Grundlegende Anpassungen"...
- Bezeichnung + Erklärung von Schaltflächen Histogramm/Gradationskurven/Werkzeuge so, dass diese auch ohne Hinzuziehung anderer Quellen Anfängern verständlich werden
- Wann und wie genau Ankerpunkte setzen
- Rauschreduzierung der Kamera wirklich nutzen (S. 135)
- Konkrete Empfehlung für die Wahl des Farbraums (sRGB?!)
- 12 oder 14 bit
- Umgang mit U-Points für Anfänger
- Anlage und Bearbeitung verschiedener Bildversionen gelingt mir nicht
- Bidbeispiele und Bearbeitungsschritte möglichst ohne dass umgeblättert werden muss
- Insgesamt übersichtlicheres Layout mit eindeutiger und nicht häufig wechselnder Leserichtung

Dennoch halte ich das Buch für sehr empfehlenswert und wenn Walter auf dieser Grundlage sein nächstes Buch weiter entwickelt, dann werde ich vielleicht auch irgendwann ein gutes Gefühl im Umgang mit CNX bekommen...;)

Grüße Andrea
 
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Hallo Andrea,

vielen Dank für die zahlreichen Hinweise.
Einige davon habe ich in den Entwurf für die 2. Auflage bereits eingearbeitet,
bezüglich der restlichen Punkte werde ich dich ev. noch kontaktieren,
um konkrete offene Fragen zu klären.
Dafür möchte ich mich auch mit einem Freiexemplar revanchieren.

Walter
 
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