Hallo allerseits,
da ich die Idee des aufsteckbaren GPS noch nicht ganz aufgegeben habe habe ich jetzt untersucht, in wie weit es Sinn macht, eine Erweiterungsmöglichkeit zur Erfassung der Kompass-Richtung, die glücklicherweise ja jetzt bei der D300 auch unterstützt wird, mit zu integrieren.
Aufgrund eigentlich positiver Erfahrungen bei einem Vorab-Test mit einem alten Garmin mit elektronischem Kompass habe ich aus den USA ein recht kostspieliges (u.a. weil die Lage keine Rolle spielt) fertiges kleines Kompass-Modul für weitere Tests importiert.
Das vorläufige Ergebnis: weder die Kamera selbst noch die elektrische Aktivität (welche zwangsläufig Magnetfelder erzeugt) stören ein direkt an der Kamera angebrachtes Kompassmodul nennenswert (weniger als 10 Grad Nicht-Linearität). Mit angesetzten Objektiven gab es bei 4 von meinen 5 Objektiven auch keine zusätzlichen Probleme - leider aber eine schwerwiegende Ausnahme! Das 18-200 VR verfälscht den Kompass bis zu 180 Grad, macht also die Richtungsmessung völlig unbrauchbar
Dabei ist nicht mal das VR Schuld sondern der AF-Motor erzeugt (ohne Betrieb) ein starkes Magnetfeld (wie billigste Elektromotoren). Der Motor des Sigma 70-200/2.8 macht dagegen z.B. keinerlei Probleme. Verschärft wird das Problem dadurch, dass die Kompass-Ablenkung abhängig vom Zoom ist (eingezoomt im Weitwinkel-Bereich schirmt offenbar innen der Tubus den Motor ab), d.h. die theoretisch mögliche Kalibrierung (und Kompensation dann für dieses eine Objektiv) wird so unmöglich. Ich hab das VR-Objektiv sogar auseinander genommen um zu sehen, ob es möglich wäre, direkt den Motor mit Mumetall-Blech magnetisch abzuschirmen. Aber der Platz dürfte doch nicht reichen so dass ein Versuch noch wäre, das ganze Objektiv mit einer Abschirm-Blechröhre zu umgeben. Aber so wirklich toll wäre das auch nicht
Eine Alternative statt der Anbringung des Magnetfeldsensors an der Kamera an einer anderen Stelle ist nicht wirklich sinnvoll, allenfalls käme vielleicht auf dem Kopf in Frage, damit die Richtung wenigstens einigermaßen stimmt
Vorläufiger Schluss: das 18-200 VR ist wirklich nicht das überteuerte Geld wert und vielleicht ist der Dauermagnetismus ein weiterer Grund, dieses Objektiv zu ersetzen. Aber es dürfte erst mal interessant sein, ob das Magnetismus-Problem nicht genauso auch bei vielleicht noch teureren Objektiven auftritt. Vielleicht finden sich ja welche, die ggf. mit einfachem üblichen Kompass mal untersuchen, inwieweit andere Objektive mit Motor bzw. VR die Kompassnadel ablenken.
Werner
da ich die Idee des aufsteckbaren GPS noch nicht ganz aufgegeben habe habe ich jetzt untersucht, in wie weit es Sinn macht, eine Erweiterungsmöglichkeit zur Erfassung der Kompass-Richtung, die glücklicherweise ja jetzt bei der D300 auch unterstützt wird, mit zu integrieren.
Aufgrund eigentlich positiver Erfahrungen bei einem Vorab-Test mit einem alten Garmin mit elektronischem Kompass habe ich aus den USA ein recht kostspieliges (u.a. weil die Lage keine Rolle spielt) fertiges kleines Kompass-Modul für weitere Tests importiert.
Das vorläufige Ergebnis: weder die Kamera selbst noch die elektrische Aktivität (welche zwangsläufig Magnetfelder erzeugt) stören ein direkt an der Kamera angebrachtes Kompassmodul nennenswert (weniger als 10 Grad Nicht-Linearität). Mit angesetzten Objektiven gab es bei 4 von meinen 5 Objektiven auch keine zusätzlichen Probleme - leider aber eine schwerwiegende Ausnahme! Das 18-200 VR verfälscht den Kompass bis zu 180 Grad, macht also die Richtungsmessung völlig unbrauchbar
Dabei ist nicht mal das VR Schuld sondern der AF-Motor erzeugt (ohne Betrieb) ein starkes Magnetfeld (wie billigste Elektromotoren). Der Motor des Sigma 70-200/2.8 macht dagegen z.B. keinerlei Probleme. Verschärft wird das Problem dadurch, dass die Kompass-Ablenkung abhängig vom Zoom ist (eingezoomt im Weitwinkel-Bereich schirmt offenbar innen der Tubus den Motor ab), d.h. die theoretisch mögliche Kalibrierung (und Kompensation dann für dieses eine Objektiv) wird so unmöglich. Ich hab das VR-Objektiv sogar auseinander genommen um zu sehen, ob es möglich wäre, direkt den Motor mit Mumetall-Blech magnetisch abzuschirmen. Aber der Platz dürfte doch nicht reichen so dass ein Versuch noch wäre, das ganze Objektiv mit einer Abschirm-Blechröhre zu umgeben. Aber so wirklich toll wäre das auch nicht

Eine Alternative statt der Anbringung des Magnetfeldsensors an der Kamera an einer anderen Stelle ist nicht wirklich sinnvoll, allenfalls käme vielleicht auf dem Kopf in Frage, damit die Richtung wenigstens einigermaßen stimmt

Vorläufiger Schluss: das 18-200 VR ist wirklich nicht das überteuerte Geld wert und vielleicht ist der Dauermagnetismus ein weiterer Grund, dieses Objektiv zu ersetzen. Aber es dürfte erst mal interessant sein, ob das Magnetismus-Problem nicht genauso auch bei vielleicht noch teureren Objektiven auftritt. Vielleicht finden sich ja welche, die ggf. mit einfachem üblichen Kompass mal untersuchen, inwieweit andere Objektive mit Motor bzw. VR die Kompassnadel ablenken.
Werner




