Hallo!
Habe mich nun zu der Lösung mit dem SATA Quickport pro entschlossen, auf Grund der höheren Übertragungsgeschwindigkeit.
Frage dazu:
Das Teil ist generell nur zu verwenden, wenn der Netzschalter eingeschalten ist? HALT....keine Idiotenfrage, es geht weiter!
Wenn ich nun den SD-Schacht nutzen möchte, aber keine Daten auf die FP schreiben will, muß ich auch einschalten?
Werden dann auch die Daten der Karte mit der hohen SATA-Geschwindigkeit übertragen? Das wäre ein sinnvoller, zusätzlicher Aspekt für die pro-Variante.
Wie ist es weiterhin min den USB-Hub. Dazu muß auch Spannung anliegen oder wird das Signal nur durchgeschleift?
Wenn ich diese Funktionen also oft mitnutzen will, muß das Gerät aktiv sein?
Dreht sich da die FP auch ständig? oder nur bei zugriff?
Um das Gerät mittels Verbindungskabel an meinen PC anzuschließen muß ich mir noch einen eSATA-Slot zulegen.
Diesen (das Kabel natürlich) einfach auf einen der freien SATA II Steckplätze des Mainboard stecken und fertig?
Vieleicht meldet sich mal noch einer von Euch EDV-Cracks mit einer kurzen Hilfestellung. Danke schon mal im voraus!!
Jörg,
da hast du eine ganze Menge Fragen in Deinen beiden Posts aufgeworfen.
Im Prinzip ist es ganz einfach: Es sind 2 unterschiedliche Bussysteme in einem Gehäuse.
USB
Der USB Port Deines Motherboards kann 500mA liefern, hängen mehrere Geräte an dem gleichen Bus (durch den Hub möglich) würde die Stromversorgung pro Port unter die 500mA fallen. Viele geräte haben damit kein Problem (zBsp USB Sticks), da sie weit unter dieser Grenze sind, für andere stellt es doch eines dar, da sie knapp an der 500mA Grenze sind (zBSP USB Festplatten). Das ist auch der Grund, warum externe 2,5 Zoll USB Festplatten von Seatgate einen doppelten USB anschluß haben (Y- Kabel), da der Stromverbrauch nicht von einem USB Port geliefert werden kann.
Einer der USB Ports im QuickPort wird für den Festplattensteckplatz verwendet, die anderen für die Card Reader und den externen USB Stecker.
Wenn der Quickport NUR ein USB Kabel zum Rechner hat, werden die Daten innerhalb des Gerätes von SATA (dem Interface der Platten) auf das USB Protokoll umgewandelt. Genau so wie es in Millionen von externen USB Platten passiert. Eine 3,5 Zoll Festplatte braucht dzt. immer mehr als die 500mA, daher ist die externe Stromversorgung dafür notwendig.
Findet das Gerät eine SATA Verbindung zum Rechner, erspart es sich die Umwandlung des SATA Datenstroms von der Festplatte und schickt den gleich durch die eSATA Verbindung weiter. Der Quickport hat keine interne Logik um andere USB Datenquellen auf SATA umzuwandeln - was auch sinnlos wäre, da der Engpass sowieso im USB Teil bestehen bleibt.
Zum Backup mit der Festplatte: Stell dir konzeptionell die Platte als Magnetband vor, daß nur eingelegt wird, wenn tatsächlich Daten gesichert werden. Ist das erledigt, wird die Platte einfach wieder aus dem QuickPort genommen und weggelegt. Sonst führt sich das Konzept Backup ad absurdum (Bedienfehler, SW Fehler, Viren, usw. ... können auch Schaden anrichten)
Hast Du hingegen vor, den Plattenplatz deines Rechners zu vergrößern, ist das mit dem QuickPort prinzipiell auch möglich, geht aber an der Intention vorbei, schnell und einfach SATA Platten im laufenden Betrieb reinzustecken und rauszunehmen. Da sind aus meiner Sicht im Rechner fix eingebaute SATA Platten die Lösung mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis.
Fall Dein Motherboard keinen eSATA Port aufweist kannst Du das mit einer 5 Euro Investition durch eine eSata Leiste einfach lösen. Intern die beiden SATA Stecker in die vorhanden SATA Ports stecken und extern die beiden eSATA Ports nutzen. Die größeren Händler hab das üblicherweise auf Lager. Das sieht so aus:
http://www.com-tra.de/shop/de_de/pr...otblende_2-Port_incl_Anschlusskabel_30cm.html
Softwaremäßig gibt es bei modernen Betriebsystemen nichts zu installieren.
Ich habe einen Berg nackter SATA Platten (500,750,1000 GB) die - wie früher Magnetbänder - beschriftet sind und mache damit mein Backup. Man könnte fast sagen, der QuickPort ist ein modernes sehr günstiges TapeLaufwerk.
Ich habe früher noch mit Tapes gesichert, aber mittlerweile sind die Preise von Platten mit denen von Tapes vergleichbar - vom Laufwerk ganz zu schweigen.
Beispiel: Ein Tapesystem, daß ähnliche Geschwindigkeit und Kapazität hat, ist das LTO-4 System, bei dem pro Band 800GB unkomprimiert gespeichert werden kann. Ein Bandlaufwerk kostet ab 2.000 Euro (oft wesentlich mehr) und ein Magnetband kostet 80 Euro. Da ist der Quickport für mich zu Hause eine wesentlich günstigere Variante (30 Euro) und Samsung's 750 GB Festplatten kosten auch 80 Euro.
Sichern auf optische Medien ist aus meiner Sicht unbrauchbar geworden - zu groß ist der Gap zwischen Plattenkapazitäten und optische Medien. Wer hat schon Lust für eine 1TB Platte die 120 Euro kostet, 200 DVDs zu brennen.
Also ist meine Empfehlung:
- Brauchst Du laufend mehr Speicherplatz, steck in Deinen Rechner einfach eine weitere Platte rein.
- Willst Du Daten sichern, ist der QuickPort aus meiner Sicht sehr praktisch.
- Brauchst Du eine mobile Festplatte, nimm dir eine 2,5 Zoll Festplatte, die du überall mitnehmen und anstecken kannst .
LG, Andy