Frage Einstieg in Wildlife, aber mit welcher Ausrüstung ?!

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rallyefan238

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Hallo zusammen.

In der Motorsport-Fotografie bin ich ein "alter Hase", aber was Wildlife angeht absolut unerfahren.
Möchte da mal bissel einsteigen und Fotos der Tierwelt machen - nicht im Zoo, sondern in freier Wildbahn.
Ich wohne sehr ländlich im Raum Kaiserslautern und entsprechend sind Wald und Wiesen nur wenige Meter entfernt. Habe also von Reh über Fuchs bis zu Vögel alles mehr oder weniger vor der Haustür.

Hier meine Fragen als Anfänger an die Experten.
1. Welche Brennweite ist empfehlenswert ? Zur Verfügung habe ich eine D500 mit dem "alten" 70-200 f 2.8 VR und einem 1.4er TC. Kommt man somit auf rund 420mm, reicht das ?
2. Tarnung. Ist diese für mich und Objektiv wirklich so wichtig ? Für Reh, Fuchs und Co, könnte ich mir Gesichtstarnung noch gut vorstellen, aber das schwarze Objektiv ?
3. Gibt es sonst irgendwelche Tricks/Besonderheiten die man unbedingt wissen sollte ? Dass man nicht direkt die Flinte ins Korn wirft.

Vielen Dank im Voraus.
 
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@rallyefan238: Gerade bei Wildlife kann man nie genug Brennweite (und Lichtstärke) haben. Will man beides zusammen, dann bist Du preislich schnell in der Region eines kleinen Mittelklasse-Autos.
An Vollformat sind selbst 600mm manchmal noch zu kurz (siehe auch Giantys Beispiel). Viele nutzen die D500 mit dem AF-S 200-500 von Nikon. Das entspräche dann dem Bildwinkel von 750mm an Vollformat. Wie stark man croppen kann oder möchte hängt auch davon ab, wie Du die Bilder verwenden willst. Für einen FHD-Monitor reichen ja auch 2MPx, für ein großformatiges Bild an der Wand braucht es deutlich mehr (da ist bei der D500 mit ca. 20MPx nicht mehr viel mit 'Croppen'!).

Wenn man sich in einem Tarnzelt versteckt, kann man vielleicht auch mit weniger Brennweite auskommen. Da fehlt mir persönlich aber die Erfahrung und Geduld. Das hängt natürlich auch davon ab, was Du fotografieren möchtest. Sind die Tiere an Menschen gewöhnt, kommst Du auch ohne Tarnung oft viel näher ran. Je nach Tier möchtest Du aber vielleicht auch selbst mehr Abstand haben.

Wenn die Motive geräuschempfindlich sind, wäre eine spiegellose Kamera von Vorteil oder eine geräuschdämmende Umhüllung der Kamera (sowas benutzte man früher bei der Set-Fotografie für Filmproduktionen).
 
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W
W.W. kommentierte
Bei der Ausrüstung von @M.E.C.Hammer bist Du aber definitiv im Bereich eines Mittelklasse-Autos. Für den Einstieg sicher etwas teuer. Nichts desto trotz sind seine Fotos grandios. Alternativ zum Tarnzelt kann man auch Fotoverstecke an manchen interessanten Stellen mieten (siehe @Robert Goppelt 's Bilder vom iberischen Luchs).
 
Frage 1 von @Gianty ist ganz wichtig. Du solltest etwas mehr erläutern.

Ist eben wichtig zu wissen, ob man "Kistenschießer" 😉 werden möchte, oder ob einem die zufälligen Begegnungen auf der Pirsch reichen. Tarnung bei Fuchs und Reh wird überbewertet. Das sind Bewegungsseher. Einem äsenden Reh, kann man sich durchaus ganz langsam bis auf 15 bis 20 m nähern, wenn der Jagddruck im Revier nicht zu hoch ist.

Aber wie gesagt, solltest du ein wenig zu ausführen.
 
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Ich bin ja ein gaanz junger Hase, was das Fotografieren angeht und überwiegend Wildlife unterwegs. Auf Tarnung verzichte ich, bin aber durchweg dunkel angezogen. Im Tarnzelt wären mir die Möglichkeiten zu begrenzt, ich ziehe gerne durch die Landschaft und hoffe auf zufällige Begegnungen, von denen ich inzwischen schon reichlich hatte. Wichtig ist für mich halt möglichst die Klappe halten, keine hektischen Bewegungen und laangsam anschleichen. Oft sind wir an Schilf- und Wasserflächen unterwegs und gerade Wasservögel scheucht man mitunter extrem schnell auf und wenn mal 1-200 Enten auffliegen ist die ganze Gegend gewarnt...

Ich habe an meiner Z 8 überwiegend das NIKKOR Z 180-600mm f/5.6-6.3 VR, weniger wäre mir zu wenig. Ich weiß, dass es da bessere (und meist wesentlich teurere) Objektive gibt, aber bis jetzt genügt es mir und ich bin mit meinen Aufnahmen recht zufrieden.
 
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@rallyefan238

Wir können ja mal zusammen nach Beeden. Ist ja für uns beide nicht weit. Dann kannst Du Dir mal das 600er an die Kamera flaschen.
 
3 Kommentare
DerFranz
DerFranz kommentierte
(y)Danke für den Tipp, ist von uns auch noch einigermaßen flott zu erreichen, mit einer Stunde Fahrt.
 
G
Gianty kommentierte
DerFranz
DerFranz kommentierte
Wenns vom Timing her klappt, gerne. Bin aber Renter, hab immer vielzuviele Termine :LOL:
 
1. Welche Brennweite ist empfehlenswert ? Zur Verfügung habe ich eine D500 mit dem "alten" 70-200 f 2.8 VR und einem 1.4er TC. Kommt man somit auf rund 420mm, reicht das ?
Nee, reicht nicht wirklich. Wie schon gesagt wurde, braucht man bei Vögeln und anderen Kleintieren oft sehr viel mehr.

Das 200-500 ist in der Tat gut, aber ein ziemlicher Klopper und ohne Übung schnell ermüdend, wenn du aus der Hand fotografierst. Falls es dein Budget erlaubt, würde ich nach einem gebrauchten 500 PF suchen. Damit macht die Wildtierfotografie wesentlich mehr Spaß.

2. Tarnung. Ist diese für mich und Objektiv wirklich so wichtig ? Für Reh, Fuchs und Co, könnte ich mir Gesichtstarnung noch gut vorstellen, aber das schwarze Objektiv ?
Zu Tarnzelten etc. wurde ja schon genug gesagt. Die Objektivtarnung halte ich bei schwarzen Objektiven nicht unbedingt für nötig. Ich benutze sie trotzdem, aber aus einem anderen Grund: Das Objektiv ist damit wesentlich besser geschützt.

(RolanPro, ein chinesischer Hersteller, macht ausgezeichnete Objektivhüllen. Gibt es zwar nur auf Alibaba zu kaufen, was ich eigentlich ablehne, in diesem Fall habe ich aber schon mehrfach sehr gute Erfahrungen gemacht.)

3. Gibt es sonst irgendwelche Tricks/Besonderheiten die man unbedingt wissen sollte ? Dass man nicht direkt die Flinte ins Korn wirft.
Speziell das Fotografieren von Kleinvögeln braucht Geduld und eine gute Hand-Auge-Koordination. Du hast zwar schon Erfahrung, aber bei langen Brennweiten braucht es trotzdem viel Übung, um den Vogel überhaupt schnell im Sucher zu finden.

Das kann man auch zuhause üben: mit langer Brennweite ein Ziel suchen, Kamera schnell hochnehmen und es im Sucher fixieren, wieder runternehmen, undsoweiter. Wenn das jedes Mal klappt, hat man es drauf. Früher tat ich mich da bei 500mm schwer, heute klappt das auch mit 800mm gut.
 
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Die Ausrüstung ist ja nur die halbe Miete! Wissen über die Lebensgewohnheiten der Tiere die andere m.M.n. wichtigere. Auch das Auto ist ein prima Tarnversteck...
Wissen über fotografische Hotspots hilft auch weiter, da kann man erstmal üben und sich austauschen:
1768895690739.jpeg
In Holland, der Veluwe um 16:00 kommen die Hirsche aus der Deckung: meins ist das nicht, zu viele Leute....
 
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Gianty kommentierte
@achim kostrzewa
Ist für mich wie im Fitnessraum einen Stuhl vors Laufband gestellt, die Füße mitlaufen lassen und abends in der Kneipe erzählt, man hätte 10km gejoggt.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Verstehe ich nicht, für Faule? Wie fotografierst Du denn Kraniche, wenn nicht aus einer Tarnung heraus? Hier redet offenbar der Blinde von der Farbe ???
 
Mauleselchen
Mauleselchen kommentierte
@achim kostrzewa - ich habe auch schon hinten mit offener Klappe im Kombi gesessen und die Kamera mit Stativ davor aufgebaut. Letztendlich entscheidet das Bild und nicht der Weg dahin!
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte

Was soll man davon halten, ich kenne im weiten Umkreis nirgends einen Platz wo man bequem mit dem Auto hinfahren darf, bei uns im Südwesten dürfen nur Land- und Forstwirtschaftliche Fahrzeuge abseits der Hauptstraßen unterwegs sein.
Man kann ja nur froh sein wenn nicht tausend Wildlife Fotografen auf einmal die Idee haben in die Natur zu fahren um Kraniche zu schießen.
Ich lass gut sein, war eh nicht die Frage hier, Ausrüstung gibt es zu Hauf und wie man sich in der Natur verhält muss jeder selbst wissen.
 
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Ich zähle hier im Kreis EU Kraniche auf dem Zug, sowie Steinkäuze und Greifvögel ehrenamtlich und professionell als Biologe. Verfügte über eine landesweite Ausnahmegenehmigung für Feld- und Forstwege in NRW. Fotos dienen eher der Doku, sind aber wichtig. Literatur z.B. :
Achim Kostrzewa & Gero Speer (2001):
Greifvögel in Deutschland –
Bestand, Situation, Schutz.
2.vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage.
AULA-Verlag. Wiebelsheim. 120 Seiten, zahlreiche
Tabellen und Grafiken, ausführliches Literaturver-
zeichnis. 19,80 Euro
Unter der Mitarbeit von 12 weiteren Artexperten legen
die Herausgeber nach nur fünf Jahren eine
vollständige Neufassung dieses Standardwerkes vor.
Vergriffen

Günter Nowald: Veränderte Zugwege - Neue Kranichwelten in Europa.
Der Falke 5/2017: 12-17.
Meine Frau und ich zählen seit 1984 Kraniche zwischen Nordspanien und Schweden entlang der Zugwege...
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, ich liebe Hotspots, da hocken sie mit Tarnanzug, die teure Festbrennweite im Tarnmäntelchen und Gimbal auf der der Bank am See und zwei Meter dahinter schiebt die Mutter den Kinderwagen vorbei. Da kommst du dir mit deinem 150-600 und Mittelklasse Kamera ohne entsprechender Tarnung wie ein Anfänger vor.
Zum Thema, ein gebrauchtes Tamron 150-600 G2 besorgen und loslegen, Geduld, Ausdauer und Fleiß sind das wichtigste, die Erfahrung kommt dann von selbst.
 
4 Kommentare
DerFranz
DerFranz kommentierte
Dafür schwitzen die oft wie die Affen in ihrer Tarnung und bekommen steife Glieder, während ich in Bewegung bleibe :p
 
G
Gianty kommentierte
In Afrika sitzen die Wildlife-Fotografen im Jeep und 2m dahinter laufen die Mamas mit ihren Kindern auf dem Rücken oder vorm Bauch umher.
 
dembi64
dembi64 kommentierte


Solange du im Fahreug bleibst stimmt das. Aber steigen mal aus, dann ändert sich das schnell und die Fluchfdistsnz wird größer. Irgend wer haut ab, entweder die Tiere fl0chten oder der ausgestiegen flüchtet, je nachdem welches Tier gerade ums Auto schleicht ;)
 
G
Gianty kommentierte
Noch ein Kleidungstipp: wenn es kälter ist, so ab Herbst bis in den Frühling ist eine "Lodenkotze oder Wetterfleck" mit Kapuze wirklich gut. Die Bewegungen werden unter der Kotze schön versteckt und wenn man still irgenwo sitzt verschmilzt man schön mit dem Hintergrund. Ich habe unter dem Teil schon einige Pilzsucher fast zu Tode erschreckt :)
 
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Ich mache es mal kurz und knapp, dafür einwenig zugespitzt! Das Equipment ist scheißegal!
Wie komme gerade ich auf diese Aussage. Nun ich saß am Wochenende in der Jury des Glanzlichter Fotowettbewerbs und habe viele tolle Fotos gesehen und entscheidend war immer das Licht, die Stimmung, der besondere Moment und/oder der Bildaufbau, damit es einen abgeholt hat.
 
2 Kommentare
F
fwolf15 kommentierte
wie? nicht das dabei angegebene Fotoequipment entscheidet über Sieg oder Niederlage ? ;) :unsure:
 
M.E.C.Hammer
M.E.C.Hammer kommentierte
Verrückt, aber tatsächlich nicht. :cool: :p Viele Fotos haben auch gar keine Angaben und sind natürlich auch anonym. Auch wenn man immer mal wieder weiß, von wem ein Bild stammt. Entweder weil man es schon gesehen hat, oder einfach die Bildsprache direkt erkennt.
 
Dann noch ein kleiner Nachtrag, es gibt Motive und Gegenden, da braucht es sehr gute Tarnung. Dann Wiederrum zeigen Tiere woanders, teils die gleiche Rasse, überhaupt keine Scheu und man kann von 400 mm bis runter auf 14 mm jede Brennweite nehmen.
Ich liebe mein Highend-Equipment, aber man unterschätzt oft, dass man auch mit deutlich günstigeren Alternativen ganz wunderbare Fotos machen kann, die denen des teuren Gegenübers kaum nachstehen. Erst in den echten Grenzsituationen wird der Unterschied dann immer deutlicher. So lange man Spaß und Freude an der Natur hat, wirft man aus meiner Sicht die Flinte auch nicht schnell ins Korn.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo,

an Deiner Stelle würde ich einfach mal mit dem anfangen, was Du hast.
Meine ersten Fotos von Vögeln entstanden mit dem einfachen 70-300mm. Mit Konverter und der DX D500 hast Du da ja schon Vorteile.
Wenn Du günstig upgraden wolltest, gibt es von Tamron und Sigma recht günstige 150-600mm Teles.
Und - wie bereits erwähnt: Tiere sind verschieden scheu. Und das ändert sich. Ich war an einem Donnerstag an einem wunderschönen See in meiner Nähe. Ich hatte sie noch gar nicht entdeckt, da sprangen schon Scharen von Fröschen ins Wasser. Dann kam ein verlängertes Wochenende mit Scharen von Erholungssuchenden, Wanderern,... Anfang der folgenden Woche war ich nochmal dort. Da waren die so tiefenentspannt, dass ich an der Naheinstellgrenze Portraits schießen konnte. Noch dichter wäre auch gegangen. Und die D700 ist nun eines wirklich nicht: leise.
Also: fang einfach an. Du wirst dann sehen, ob und was Dir fehlt.
 
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joerghey
joerghey kommentierte
Mit dem 70-300 habe ich auch angefangen, mit Konverter geht dieses Objektiv aber nicht. Das ältere Sigma 150-500 hat mir qualitativ wenig gefallen. Als das konvertertaugliche Sigma 100-400 OS erschien, hatte ich mit Konverter und Usb-Dock wesentlich bessere Möglichkeiten.
 
Das wichtigste ist über die Arten Bescheid zu wissen, die du fotografieren willst. Denn Brennweite ersetzt nicht Artenwissen. Ein beliebter Irrtum in der Wildlifefotografie.

Zum Einstieg würde ich ein Tamron 150-600 G2 empfehlen weil man ja nicht nur studieren sondern auch raus will und Fotos machen. Es ist das beste lange Telezoom mit F-Bajonett. Damit bist du jedenfalls mal flexibel bei den Motiven
 
T
Tom.S kommentierte


Das Tamron ist nicht so kopflastig und der Stabi ist besser.
 
L
lokatz kommentierte
Ich hoffe, mit 'Artenwissen' meinst du Kenntnisse über Lebensweise und typisches Verhalten der jeweiligen Art. Die Art zu bestimmen kann heutzutage jeder Depp mit Google Lens & Co.
 
W
W.W. kommentierte
Ich habe mein Sigma 60-600 weder an der D5 noch mit FTZ an der Z9 als kopflastig empfunden. Das Stabi war mir bisher immer gut genug.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Das Sigma ist auch 700g schwerer, macht bei freihand schon was aus.
 
joerghey
joerghey kommentierte
Ich hatte mich trotz des Gewichts von 3,3 kg mit Streulichtblende nach sichten div. Testberichten für das Sigma 150-600 OS Sports entschieden. Konverter und Sigma Usb-Dock hatte ich bereits, irgendwo angestützt oder auf'm Einbeinstativ läßt sich der Brocken für mich gut handhaben.
 
1. Welche Brennweite ist empfehlenswert ? Zur Verfügung habe ich eine D500 mit dem "alten" 70-200 f 2.8 VR und einem 1.4er TC. Kommt man somit auf rund 420mm, reicht das ?
Nein, besser als Brennweite ist noch mehr Brennweite.
2. Tarnung. Ist diese für mich und Objektiv wirklich so wichtig? Für Reh, Fuchs und Co, könnte ich mir Gesichtstarnung noch gut vorstellen,
Bei der Tarnung geht es darum, vor wem Du Dich tarnst - manche verwechseln das mit einer Modenschau.
Bei Tieren bspw. solltest Du nicht riechen und Dich nicht bewegen. Und selbst das ist schon eine unzulässige Verallgemeinerung. Du solltest also zu jedem Tier wissen, auf was genau es am ehesten reagiert.
aber das schwarze Objektiv?
Schwarze Objektive fressen nur selten Tiere, daher hat die Evolution da noch keine Schutzmechanismen geschaffen.
3. Gibt es sonst irgendwelche Tricks/Besonderheiten die man unbedingt wissen sollte ? Dass man nicht direkt die Flinte ins Korn wirft.
Geduld, wobei sich Geduld hierbei nicht nach Minuten und Stunden bemisst, sondern nach Wochen und Monaten, manchmal sogar nach Jahren.
 
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Nein, besser als Brennweite ist noch mehr Brennweite.

Dieses Argument kommt ja leider immer, wenn es um das Thema des richtigen Objektives für die Wildlifefotografie geht, wie das Amen in der Kirche. Ich sehe immer mehr wunderbare Wildlife-Fotos, die mit Brennweiten unter 200 mm entstanden sind. Insofern kommt es sehr darauf an, welche Motive man hauptsächlich fotografieren möchte und welche Bildsprache einem persönlich gefällt.
Kleine Singvögel möglichst formatfüllend, dann viel Brennweite. Ist es das Tier in seinem Lebensraum, dann braucht es eher weniger Brennweite.
 
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Ein ausgestopfter Eisvogel geht sicher auch noch mit weniger als 200mm und Elefanten oder Moschusochsen findet man höchstens noch im Zoo in unseren Breiten.
Selbst um einem Fuchs nahe zu kommem bedarf es einigem Aufwand, hier hat auch einer geschrieben, Rehe auf zwanzig Meter Entfernung, auch das wäre mehr als ein glücklicher Zufall.
Am besten der TO verlässt sich mehr auf sich selbst, dann weiß er was er braucht.
Meine Erfahrung, unter 600mm geht es nur mit croppen, oder aber man nimmt das MFT Format, da ist dann ein 400er ein 800 Kleinbild.
 
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Ein Extrem-Tele ist keine Garantie für Erfolge. Die teuerste Oberklassekamera lockt keine Füchse und Saurier an.
In zeitlich begrenzten Einmalversuchen stehen die Waldbewohner nicht sofort in Reih und Glied vor dir.
Versuche es doch ersteinmal mit "Trockenübung".
Nimm ein Fernglas und ein vorhandenes Tele mit und pirsche dich in deiner Umgebung an und sammel Erfahrungen.

Mehrmals!!!!

Erst wenn du dir sagst, oh Mist jetzt habe ich die letzten Male was verpasst, ein 600er 800er hätte ich bei mir haben sollen,
kannst du dein Vorhaben nochmals überdenken.
 
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