Im Jahr 2010 nahm ich zusammen mit einigen anderen Fotografie-Begeisterten an einer Fotoreise in die Wüste Sahara teil. Unter Leitung des Fotografen und Wüstenkenners Dionys Moser bereisten wir die sogenannte «Weisse Wüste» im Zentrum Ägyptens.
Der Reisebericht mit einigen Bildern aus dieser einzigartigen und spektakulären Gegend habe ich von meiner eigenen Website für dieses Forum aufbereitet und möchte ihn in den nächsten Tagen hier einstellen. Ich hoffe, dass ihr daran Gefallen findet und freue mich natürlich über Eure Kommentare.
Alle Bilder entstanden noch in meiner Vor-Nikon-Zeit mit einer Sony Alpha 850 und diversen uralten Minolta-Objektiven.
Es geht los! (2. Oktober 2010)
Kairo am Abend
Sandgelbe, prallgefüllte Reisetaschen, unpraktische Foto-Rucksäcke mit angeschnallten Dreibein-Stativen; die zwölf Teilnehmer der Fotoreise «Weisse Wüste» sind schnell identifiziert. Ebenso unser Organisator, Reiseleiter, Foto- und Wüstenexperte Dionys Moser; er schleppt noch zusätzliches Material in alten Armeekisten mit sich. Unter anderem «Schwiizer-Müesli», wie er uns verrät. Das in Ägypten erhältliche trage meist noch Lebewesen in sich - somit nichts für Vegetarier.
Der Gruppen-Check-in in Zürich sowie der Direktflug nach Kairo ist pünktlich und verläuft problemlos. Ebenso die Einreise und die Gepäckübernahme, nachdem die beiden ominösen Kisten schlussendlich auch noch aufgetaucht sind. Eine Wüstenreise ohne Schwiizer-Müesli: undenkbar.
Der Bus des lokalen Reiseveranstalters bringt uns zum Hotel, mitten in der Stadt und direkt am Nil. Auf die (unsinnige) Frage, wie lange die Fahrt denn dauere, antwortet der Fahrer mit einem fatalistischen «Kommt auf den Verkehr an - zwischen 45 Minuten und 3 Stunden». Inschallah - So Gott will. Es dauert dann nur eine gnädige Stunde. Alhamdulillah - Gott sei Dank.
Nach dem Einchecken in die schönen Zimmer des ****-Hotels «Helnan Shepheard» mit direktem Blick auf den altehrwürdigen Nil und das abendliche Kairo geht's zum gemeinsamen Nachtessen in ein typisch ägyptisches Lokal in der Innenstadt. Das Essen ist vorzüglich: Viele verschiedene Vorspeisen, Falafel, Obst, Salate, Fetakäse sowie verschiedenste Saucen mit Sesam, Kichererbsen und vielem anderem mehr. Es schmeckt hervorragend und ist ein ausgezeichneter Auftakt zu unserer Reise.
Nach einem abschliessenden Bier (lokales Stella, aber zu westlichen Preisen) auf der Hotel-Terrasse geht's ab ins Bett, denn Tagwache ist auf 05:30 Uhr angesagt, damit wir um 06:30 Uhr die lange Fahrt in die Wüste vor dem morgendlichen Stossverkehr antreten können.
Ein frommer Wunsch, denn in Kairo herrscht immer Stossverkehr.
Morgen geht's weiter mit dem 2. Tag. Ich hoffe, dass mein Reisebericht auf Euer Interesse stösst und freue mich natürlich über alle Eure Kommentare.
Fortsetzung folgt mit dem 2. Tag «Die Oase Baharya»
Beste Grüsse, Hans Jörg
Die Libysche Wüste
Die Libysche Wüste; Bild: Andrei Stroe; Wiki Commons;
License: CC BY-SA 3.0
Der Nationalpark Weisse Wüste ist ein Teil der Libyschen Wüste und liegt zwischen den Oasen Bahariya und Farafra. Sie umfasst etwa ein Gebiet von 3'000 km2. Das ist etwa so gross wie die Kantone Zürich und Aargau zusammen. Das ganze Gebiet wurde 2002 unter Schutz gestellt, vor allem wegen der einmaligen Kalkstein-Formationen. Bei den Kalkstein-Monolithen handelt es sich um sedimentiertes und kalzifiziertes Plankton aus dem Ende der Kreidezeit von vor 80 Mio. Jahren, als das heutige Mittelmeer noch die Wüste bedeckte, die später durch Wind und Wetter und die extremen Temperaturunterschiede erodiert sind und ihre individuelle Form erhalten haben. Zu erkennen sind Pilze, ein Huhn unter einem Baum, ein Sphinxkopf, Menschenköpfe und ähnliches.
Originale oder fossilierte Muscheln, Schnecken, Ammoniten, Korallen, Tierknochen und versteinerte Zweige finden sich in der Weißen Wüste. Sehenswürdig sind drei bekanntere Quellen, die von Palmen und anderer Vegetation umgeben sind und die heimische Fauna (Fennek, Gazelle, Kleinnager) und Reisende mit Wasser versorgen.
Der Zugang und das Reisen in der Weissen Wüste ist nur mit geländegängigen Fahrzeugen unter Berücksichtigung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen (Nie allein, genügend Vorräte, Notrufmöglichkeit) möglich.
Die Libysche Wüste (aus politischen Gründen auch Westliche Wüste - Western Desert genannt) liegt am östlichen Sahara-Rand. Sie erstreckt sich vom Mittelmeer bis zum Wadi Huwar im nördlichen Sudan und vom Niltal im Osten bis ungefähr zur libyschen Grenze im Westen. Der grosse Teil (ca. 75 %) liegt in Ägypten und nur ein kleiner Teil in Libyen selber.
Mitten durch die Libysche Wüste führt die durch tiefe Depressionen gekennzeichnete Oasenkette Siwa - Bahariya - Farafra - Dakhla - Kharga.
Die Geomorphologie der Libyschen Wüste wird von großen Plateaus dominiert, beispielsweise sind hier das ägyptische Kalksteinplateau, Gilf Kabir, das Abu-Ras-Plateau sowie das Abu-Said-Plateau zu nennen. Zwischen den Plateaus liegen große Niederungen, deren Höhe bis auf Meeresniveau abfallen kann. Ihr Ursprung liegt in alten Fließgewässer, die hier ihren Lauf hatten. Einige der Niederungen liegen nahe des Grundwasserspiegels, hier können sich Oasen bilden, eine der bekanntesten ist die Oase Siwa im Nordosten.
(Quelle: Wikipedia)
Fotoausrüstung
Folgende Ausrüstung begleitete mich auf meiner Fotoreise in die «Weisse Wüste»:
Reise-Utensilien
Nebst der Fotoausrüstung braucht's natürlich noch einige andere nützliche und notwendige Dinge:
Der Reisebericht mit einigen Bildern aus dieser einzigartigen und spektakulären Gegend habe ich von meiner eigenen Website für dieses Forum aufbereitet und möchte ihn in den nächsten Tagen hier einstellen. Ich hoffe, dass ihr daran Gefallen findet und freue mich natürlich über Eure Kommentare.
Alle Bilder entstanden noch in meiner Vor-Nikon-Zeit mit einer Sony Alpha 850 und diversen uralten Minolta-Objektiven.
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Es geht los! (2. Oktober 2010)
Kairo am Abend
Sandgelbe, prallgefüllte Reisetaschen, unpraktische Foto-Rucksäcke mit angeschnallten Dreibein-Stativen; die zwölf Teilnehmer der Fotoreise «Weisse Wüste» sind schnell identifiziert. Ebenso unser Organisator, Reiseleiter, Foto- und Wüstenexperte Dionys Moser; er schleppt noch zusätzliches Material in alten Armeekisten mit sich. Unter anderem «Schwiizer-Müesli», wie er uns verrät. Das in Ägypten erhältliche trage meist noch Lebewesen in sich - somit nichts für Vegetarier.
Der Gruppen-Check-in in Zürich sowie der Direktflug nach Kairo ist pünktlich und verläuft problemlos. Ebenso die Einreise und die Gepäckübernahme, nachdem die beiden ominösen Kisten schlussendlich auch noch aufgetaucht sind. Eine Wüstenreise ohne Schwiizer-Müesli: undenkbar.
Der Bus des lokalen Reiseveranstalters bringt uns zum Hotel, mitten in der Stadt und direkt am Nil. Auf die (unsinnige) Frage, wie lange die Fahrt denn dauere, antwortet der Fahrer mit einem fatalistischen «Kommt auf den Verkehr an - zwischen 45 Minuten und 3 Stunden». Inschallah - So Gott will. Es dauert dann nur eine gnädige Stunde. Alhamdulillah - Gott sei Dank.
Nach dem Einchecken in die schönen Zimmer des ****-Hotels «Helnan Shepheard» mit direktem Blick auf den altehrwürdigen Nil und das abendliche Kairo geht's zum gemeinsamen Nachtessen in ein typisch ägyptisches Lokal in der Innenstadt. Das Essen ist vorzüglich: Viele verschiedene Vorspeisen, Falafel, Obst, Salate, Fetakäse sowie verschiedenste Saucen mit Sesam, Kichererbsen und vielem anderem mehr. Es schmeckt hervorragend und ist ein ausgezeichneter Auftakt zu unserer Reise.
Nach einem abschliessenden Bier (lokales Stella, aber zu westlichen Preisen) auf der Hotel-Terrasse geht's ab ins Bett, denn Tagwache ist auf 05:30 Uhr angesagt, damit wir um 06:30 Uhr die lange Fahrt in die Wüste vor dem morgendlichen Stossverkehr antreten können.
Ein frommer Wunsch, denn in Kairo herrscht immer Stossverkehr.
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Morgen geht's weiter mit dem 2. Tag. Ich hoffe, dass mein Reisebericht auf Euer Interesse stösst und freue mich natürlich über alle Eure Kommentare.
Fortsetzung folgt mit dem 2. Tag «Die Oase Baharya»
Beste Grüsse, Hans Jörg
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Die Libysche Wüste
Die Libysche Wüste; Bild: Andrei Stroe; Wiki Commons;
License: CC BY-SA 3.0
Der Nationalpark Weisse Wüste ist ein Teil der Libyschen Wüste und liegt zwischen den Oasen Bahariya und Farafra. Sie umfasst etwa ein Gebiet von 3'000 km2. Das ist etwa so gross wie die Kantone Zürich und Aargau zusammen. Das ganze Gebiet wurde 2002 unter Schutz gestellt, vor allem wegen der einmaligen Kalkstein-Formationen. Bei den Kalkstein-Monolithen handelt es sich um sedimentiertes und kalzifiziertes Plankton aus dem Ende der Kreidezeit von vor 80 Mio. Jahren, als das heutige Mittelmeer noch die Wüste bedeckte, die später durch Wind und Wetter und die extremen Temperaturunterschiede erodiert sind und ihre individuelle Form erhalten haben. Zu erkennen sind Pilze, ein Huhn unter einem Baum, ein Sphinxkopf, Menschenköpfe und ähnliches.
Originale oder fossilierte Muscheln, Schnecken, Ammoniten, Korallen, Tierknochen und versteinerte Zweige finden sich in der Weißen Wüste. Sehenswürdig sind drei bekanntere Quellen, die von Palmen und anderer Vegetation umgeben sind und die heimische Fauna (Fennek, Gazelle, Kleinnager) und Reisende mit Wasser versorgen.
Der Zugang und das Reisen in der Weissen Wüste ist nur mit geländegängigen Fahrzeugen unter Berücksichtigung der üblichen Sicherheitsvorkehrungen (Nie allein, genügend Vorräte, Notrufmöglichkeit) möglich.
Die Libysche Wüste (aus politischen Gründen auch Westliche Wüste - Western Desert genannt) liegt am östlichen Sahara-Rand. Sie erstreckt sich vom Mittelmeer bis zum Wadi Huwar im nördlichen Sudan und vom Niltal im Osten bis ungefähr zur libyschen Grenze im Westen. Der grosse Teil (ca. 75 %) liegt in Ägypten und nur ein kleiner Teil in Libyen selber.
Mitten durch die Libysche Wüste führt die durch tiefe Depressionen gekennzeichnete Oasenkette Siwa - Bahariya - Farafra - Dakhla - Kharga.
Die Geomorphologie der Libyschen Wüste wird von großen Plateaus dominiert, beispielsweise sind hier das ägyptische Kalksteinplateau, Gilf Kabir, das Abu-Ras-Plateau sowie das Abu-Said-Plateau zu nennen. Zwischen den Plateaus liegen große Niederungen, deren Höhe bis auf Meeresniveau abfallen kann. Ihr Ursprung liegt in alten Fließgewässer, die hier ihren Lauf hatten. Einige der Niederungen liegen nahe des Grundwasserspiegels, hier können sich Oasen bilden, eine der bekanntesten ist die Oase Siwa im Nordosten.
(Quelle: Wikipedia)
Fotoausrüstung
Folgende Ausrüstung begleitete mich auf meiner Fotoreise in die «Weisse Wüste»:
- KATA Fotorucksack R-103 (max. Gewicht: 8 kg)
- Manfrotto Karbon-Stativ 190CXPRO4 mit Kugelkopf 498RC2
- DSLR Kamera Sony Alpha 850
- 2 Reserve Akkus mit Ladegerät und Kabel
- DSLR Kamera Konica Minolta 7d (Reserve, mit Ladegerät)
- Objektiv Konica Minolta AF Zoom 1:2.8 - 4, 17 - 35 mm D
- Objektiv Konica Minolta AF Zoom 1:2.8, 28 - 75 mm D
- Objektiv Minolta AF Zoom 1:4, 70 - 210 mm
- Blitz Konica Minolta 3600 HS D mit Reservebatterien
- CF Speicherkarten 42 GByte (ca. 1300 RAW-Aufnahmen)
- Hyperdrive Space Bildertank 320 GByte mit Ladegerät
- (für ca. 10'000 RAW-Aufnahmen)
- 3 UV-Filter Hoya 55, 67, 77 mm
- 1 Polarisations-Filter 67 mm Hoya
- 1 Fernauslöser Sony/Minolta
- 1 Winkelsucher Sony/Minolta
- 1 Wasserwaage für Panoramas
- GPS Sony CS3 mit Reservebatterien
- je 1 Putzpinsel, Blasebalg, Brillentuch
- diverse Plastiksäcke für Kameras und Objektive
Reise-Utensilien
Nebst der Fotoausrüstung braucht's natürlich noch einige andere nützliche und notwendige Dinge:
- Reisetasche 140 l (Max. Gewicht 18 kg)
- Bauchtasche
- Wanderschuhe
- Sandaletten
- Kopfbedeckung (Sonnenhut)
- Halstuch
- Langarmhemden
- Lange Trekkinghosen
- Pullover
- Windjacke
- Unterwäsche
- Socken, Wandersocken
- Trainer
- Badetuch (?)
- Badehose (?)
- Toilettenpapier (!)
- Feuchttüchlein
- Sonnencreme
- Deodorant (!)
- Reisekissen
- Sonnenbrille
- Ersatzbrillen
- Taschenlampe mit Ersatzbatterien
- Stirnlampe mit Ersatzbatterien
- Feuerzeug
- Taschenmesser
- Schnur
- Plastiksäcke versch. Grössen
- Medikamente
- Schreibzeug
- Reisetagebuch
- Notizbuch
- Pass mit Kopien
- Flugticket mit Kopien
- Kreditkarten mit Kopien
- Krankenkassenausweis
- Rega-Ausweis
- Bargeld (EUR, CHF)