Ein Plädoyer ....

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Naja, das liegt doch an jedem selbst, ob er sich da kirre machen lässt, weil schnell Neues auf den Markt kommt.

Fotografiere doch einfach mit dem, was du hast. Ist doch egal, was oder wie schnell/wie viel Neues kommt.

Stellst du dann irgendwann fest, dass du aus irgend einem Grund eine andere Kamera haben willst oder ein anderes Objektiv (weil du auf einmal Wildlife fotografieren willst; weil dein altes kaputt gegangen ist,; weil deine bisherige Ausrüstung zu schwer geworden ist; ...), dann schaust du dich eben mal auf dem Markt um, was es denn gerade so neu und gebraucht gibt, suchst dir was aus und gut is.

Ich mach das so. Und habe gar keinen Stress damit, dass es viele Neuerungen gibt. Keiner verlangt, dass ich mir etwas kaufe, bloß weil es das jetzt gibt. Ich muss mich nicht einmal überhaupt damit beschäftigen, was es Neues gibt.
Ich habe aber auch nicht das Haben-Wollen-Virus, zumindest nicht im Bereich der Fotografie.

Das Einzige, was mich bei schnellen Produkt-Neuerungen richtig nervt, ist, wenn darunter die Qualität der Produkte selbst leidet - weil nicht genug Zeit bleibt, die Dinge wirklich ausgiebig zu testen und zu optimieren.


Entspannte Grüße,
Sylvia
 
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Ich denke, dass Nikon den Trend wohl verstanden hat, denn in den neuen Prospekten die ich in Tokyo letzten August sah war kein einziges knallbuntes bearbeitetes Werbesujet zu finden. Alle Fotos sahen aus wie out of cam, was mich zugegebener Maßen sehr verwundert hat. Was aber die Entwicklungszyklen der Kameras anbelangt geht es Nikon wohl so wie allen anderen Kameraherstellern. Der Markt diktiert die Geschwindligkeit längst

LG
Wolfgang
 
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Was aber die Entwicklungszyklen der Kameras anbelangt geht es Nikon wohl so wie allen anderen Kameraherstellern. Der Markt diktiert die Geschwindligkeit längst

LG
Wolfgang

Moin
so isset
die D5 ist noch nicht ganz ausgepackt bzw. der Akku ist gerade ins Ladegerät geschoben
kommt schon die Frage : kann schon einer was sagen wann denn die D5x kommt
 
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....ein guter Hinweis, Roland. Ich meine insbesondere die Bildgestaltung ....

Dann sind die beiden Entwicklung (technische und fotografische) meiner Meinung nach völlig unabhängig voneinander.

In der Bildgestaltung und im Sehen kann man sich nur selbst weiterentwickeln. Je nach Sujet ist da die Technik eine Unterstützung oder auch ein Hinderniss.
 
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Und es bleibt für mich die Frage, ob sich die Menge der Neuentwicklungen fotografisch in der Qualität auch wirklich niederschlägt ...

Das glaube ich nicht. Guck dir doch die Fotos an, die bekannt werden und bleiben. Egal ob es Cartier-Bresson von früher ist oder aktuelle World-Press-Fotos.
Wie und womit die entstanden sind, danach kräht kein Hahn und es ist auch völlig egal. Es kann eine Pocketknipse sein oder eine D0,5. Auf das Foto und seine
tiefgreifende Wirkung, durch die es im Gedächtnis bleibt, hat das keinen Einfluß.

Und das ständige höher / schneller / weiter dient mit Sicherheit in erster Linie dem Geschäft. Das ist nämlich schnellebiger geworden: Es muß immer
rascher gehen, es muß immer gleich Profit herausspringen, es hat nicht noch ein Jahr Zeit, bis die Anteilseigner Geld sehen, der Kredit muß in 24 Monaten
zurückgezahlt sein und nicht erst in 48 Monaten....

Zum Stichwort Privileg und "Haus am See": Es sollte und dürfte kein Privileg geben, das Ufer eines öffentlichen Sees besetzen/besitzen dürfen. In
Schwerin gibt es auch Seegrundstücke - die sind aber, vernünftigerweise, durch einen öffentlichen Weg vom Wasser getrennt. Im Wasser haben manche
Seegrundstücksbesitzer dann noch ein Bootshaus, und natürlich eine Pforte im Zaun, um zum See gelangen zu können. Völlig zugebaute Seen wie in Bayern
am Ammersee, wo man als Normalo den See nur erahnen kann, das finde ich unmöglich.

Sorry für OT.


Gruß, Christian
 
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Danke allen für die Beiträge. Ich schätze es sehr, wenn diese kontrovers diskutiert werden. Es gibt auch mir immer wieder Anstösse und Sichtweisen, etwas zu überdenken oder mir einen anderen Zugang zu einem Thema zu verschaffen ...

Die Irritation betreffend der Geschwindigkeit von "Neuem" bleibt, ohne aber dass ich mich genötigt oder gedrängt fühle diesem Tempo zu unterliegen ...

Um so mehr geniesse ich das, was ich habe und freue mich jeden Tag, mit einer Kamera an der Schulter meinen Motiven und mir selbst nach zu gehen ...
 
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Ich fotografiere digital nicht anders als früher analog - nur die Grenzen sind nicht mehr so eng gesteckt.
ISO 6400 ist heute besser als ISO 800 aus einem Fuji Superia, und wenn man das bei Kunstlicht macht
dann verliert man eben keine zwei Blenden mehr durch den 80A/B-Filter.

Technische Perfektion und gute Gestaltung schliessen sich keineswegs gegenseitig aus,
auch wenn das gerne und oft postuliert wird.

Jeden Tag (gefühlt) gibt es neue Kameras.... ja und? Muss man die alle kennen?
Wenn ich einen Bedarf habe, dann gucke ich was es aktuell gibt und kaufe das.
Danach verschwende ich meine Zeit bis zum nächsten Kauf nicht zwingend mit
Marktbeobachtung. Wenn es etwas revulotionäres neues gibt, werden die Spatzen
das so laut von den Dächern zwitschern daß ich das sicher mitbekommen werde.

Wenn man keine Angst hat was zu verpassen, dann entschleunigt sich das von selbst.
 
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Diese technische Entwicklung war schon immer den älteren Menschen wenig verständlich.

Als ich meine erste Stereoanlage mit 2x8 Watt nach Hause brachte, verstand meine Mutter damals nicht, dass das Steuergerät ohne Boxen noch keine Musik machte ( "aber das ist doch ein Radio").
Mein Vater kaufte eine Contarex als Wertanlage.

Jetzt staune ich als alter Seppel, mit welcher Geschwindigkeit die "jungen Leute" in ihre Geräte tippen, von denen ich manchmal kaum weiß, ob es ein Handy, Tablett, oder sonst etwas ist.

Wer kein Internet hat, wird nicht mehr benachrichtigt. In ein paar Jahren wird ein Jugendlicher nicht mehr wissen, was ein Füllfederhalter ist und auch damit kaum noch schreiben können.

Als alter Mann denke ich viel, manchmal hören mir die jüngeren Menschen zu, oft möchte ich wenigstens etwas jünger sein und dann kaufe ich mir eine neue Knipse
und freue mich, den Anschluß nicht völlig verpasst zu haben.

Einst gab es den Beruf der Schneiderin, die Tochter studiert (!) jetzt "Textildesign", was soll´s ???

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Unser Geld sollten wir nicht (nur) für den immer neuen Fortschritt ausgeben, sondern für Reisen - egal, wo hin !




... und Hugo meint, auch die Gedanken können reisen ...

 
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Um so mehr geniesse ich das, was ich habe und freue mich jeden Tag, mit einer Kamera an der Schulter meinen Motiven und mir selbst nach zu gehen ...

Hi Sam,
ich kenne ja nun deine Art zu fotografieren, und ich finde, dass die D4 genau die richtige Kamera für dich ist.

Ich habe ja eine Df, die so ziemlich genau mit demselben Sensor ausgestattet ist.

Der Sensor hat zwar nur 16 MP und bildet nicht genau so scharf ab wie der einer 24MP oder gar 36 oder 42 MP Kamera.
Wenn ich hier Vergleiche ziehe - z.B. zu Fotos aus meiner Sony Alpha 7 - dann habe ich den Eindruck, dass der 16MP-Sensor Bilder erzeugt, die wie mit einem leichten Schleier überzogen sind.
Auch die Kräftigkeit der Farben stellt sich hier nicht so sehr ein.

Aber: Du willst ja keine extrem scharfen und "bunten" Bilder - du willst eher "fine art" Fotos mit feinen Tonabstufungen machen.

Und von daher rate ich dir: Bleib bei dem, was du hast, und erfreue uns weiterhin mit Fotos in deinem persönlichen Stil.

Gruß
Hans
 
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Ich hab mit den digitalen DSLRs wieder angefangen zu fotografieren nach 20 Jahren Auszeit.

Dunkelkammer, Film, entwickeln, nicht mehr mein Ding.

Technik ist fuer mich Mittel zum Zweck.

Ich bin begeistert was ich mit LR und PS machen kann, Dinge fuer die ich frueher stundenlang in der Dunkelkammer stand und die Zeit hab ich heute einfach nicht mehr.
Zudem muesste ich die Bilder alle Scanne fuer die Online Medien.

Auch die direkte Bildkontrolle im Display die mir hilft besser zu werden mit jedem Bild, unmittelbar nach dem das Foto entstanden ist find ich klasse.

Nostalgie ist was schoenes und legitimes aber Orientierung setzt ja voraus man will wohin.

Das kann ich aus deinem Beitrag nicht heraus lesen, daran ist nichts auszusetzen, aber mir ist das ein zu negativer Blick.
 
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Ganz im Gegenteil der Markt fuer Bilder wird wachsen aber komplett anders aussehen.
Vermutlich wird ein All-in-One Geraet Dinge koennen die eine D500 obsolet machen.
Gerade das WWW will Bilder ob Selfies oder anderes.
Also die Nachfrage nach guten Bildern sinkt nicht sondern steigt.
Das zeigt ganz klar die Anzahl der Follower von richtig guten Fotografen auf Flickr, Instagramm und Co.
 
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Nichts ist so beständig wie der Wandel - und das nicht nur bei der Entwicklung der Fotografie.
Bei mir ist fotografieren ein Hobby. Angefangen analog mit Diafilmen. Oft reichte ein Film für Wochen, weil es "nichts" zu fotografieren gab. Außerdem war Geld knapp.
Sehr viel später kam dann die erste F 50, dann die F 90X, danach brach das "Digitalzeitalter" an mit der D 50 etc.
Nachfrage wird durch Marketing beeinfusst - und auch ich bin dafür empfänglich. Fachzeitschriften, Testberichte, dieses Forum - überall wird über neue Entwicklungen berichtet, was sie können und was sie nicht können.

Ich kann mich einfach nicht von vielen alten Dingen trennen. Deshalb geniesse ich den Luxus, aus dem Fundus der vergangenen 25 Jahre zu schöpfen. Analog oder digital, Festbrennweite oder Zoom, Non-AF oder AF mit VC...
Und irgendetwas wird es auch künftig geben, was man unbedingt noch haben muß...
 
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Interessant.
Da bin ich genau anders gestrickt, meine Objektive verkaufe ich in aller Regel sobald es was wirklich besseres gibt, dann bekomm ich auch noch was dafuer.
Ich schaue gerne nach vorne und weniger zurueck.
Liegt wohl auch daran, das der Blick nach hinten so verdammt lang wird, echt erschreckend.
In der verbliebenen ueberschaubaren Restlaufzeit will ich Neues ausprobieren.
 
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Das älteste Objektiv in meiner Sammlung, das non ai Nikkor-S.C Auto 50mm f/1:1.4 kann bald seinen fünfzigsten "Geburtstag" feiern.

Dieses Objektiv werde ich nicht mehr hergeben, denn es ist - spaßhaft gesagt - so schlecht, dass es schon wieder gut ist.

Ich schätze an diesem Objektiv im Vergleich zu modernen 50ern, dass es eine besondere plastische Bildwirkung und auch ein besonders cremiges Bokeh erzeugen kann.

Und zu meiner Df passt dieses schwarz-silberne Berg-und-Tal-Objektiv auch vom Stil her sehr schön.

Gruß
Hans
 
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der Markt fuer Bilder wird wachsen

Ich sprach vom Kameramarkt.

Aber wir können auch gerne vom Bildermarkt reden: wie Dir jeder Berufsfotograf bestätigen wird, befindet sich dieser Markt in einer gewaltigen Krise. Die Menge der gebrauchten Bilder steigt, gleichzeitig sinkt der Preis.
 
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Ist der Kameramarkt denn abgekoppelt vom Bildermarkt?
Die Menge der Bilder steigt - mit irgendwas muessen die ja gemacht werden.

Und wo ist die Krise und fuer wen?
Die Menge der Bilder steigt, da ist es ganz normal das die Preise sinken.
Das ist bei jedem Produkt irgendwann so.

Die Krise liegt dann wohl eher bei den Fotografen die halt 08/15 so weitermachen wollen wie vor 20 Jahren - und das funktioniert halt nicht mehr.

Ideen sind dann gefragt, wenn es Menschen gibt wie Ken Rockwell die mit einer recht einfach gestrickten Webseite davon leben koennen dann muss sich der Berufsfotograf halt auch was einfallen lassen wenn der Markt im WWW ist und nicht mehr auf dem Papierabzug.
 
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das lässt sich doch pauschal überhaupt nicht beantworten. Besonders die Fotografie ist so vielfältig, deckt soviel Bereiche ab, da kann es nicht schaden, wenn eine Vielfalt herrscht. Wenn ich im Sportbereich tätig bin, ist ein noch schnellerer AF mit entsprechenden Optiken nur von Vorteil. Da hilft Technik einfach weiter. Oder die Streetfotografen, die kleine und fast geräuschlose Kameras bevorzugen.

Beim Portraitfotografen z.B. liegen die Ansprüche unter Umständen ganz anders. Sicher ist es etwas merkwürdig, das heute alle paar Monate neue Kameras oder Objektive vorgestellt werden, aber als mündige Verbraucher steht es uns frei das zu kaufen, was ich brauche.

Wer unbedingt immer das neue Pixelmonster haben möchte und damit glücklich ist, bitte schön. Jeder wie er mag. Nur muss man sich darüber im Klaren sein, das man damit nicht unbedingt bessere Fotos macht. Auch nicht mit einer alten analogen Kamera, denn dutzende DIA Filme durch eine Kamera jagen, ohne irgendeine Ahnung zu haben was ich da mache, konnte ich vor Jahren auch sehr gut.

Grundsätzlich würde ich mir wünschen das in der Fotografie einfach weniger über Technik geredet wird. Die Frage "wie gemacht" ist immer noch spannender als "womit gemacht".
 
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Naja, wenn ich mir den Vergleich ansehe und die mittleren Bilder ohne Beschnitt, dann sind das zwei Linsen da sieht die Hecke dahinter Bokeh maessig grauenvoll aus.
Also moderne Linsen koennen wohl doch schon ein bischen was besser.
 
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