ein ort, an dem es sich einst leben liess ...

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monoduo

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ich war mal wieder in einem alten gemäuer auf tour:

ein ort, in /an/auf dem es sich leben liess, da man ja jemanden hatte, der ihn baute und den man schlecht oder gar nicht zahlte, der das feuerholz schlug, den hopfen pflanzte und die schweine mästete, der auch die mägde stellte ..

ich fange mal an mit dem wesentlichen raum einer jeden burg:

dem sudhaus im barocken gewölbe
DSC_b1749cr.jpg


dann geht es weiter mit dem ort, wo snacks in form von gänsen und schweindlern am spiess gedreht wurden, bis die heilige ritterschaft nach essen gröhlte: der alten küche
DSC_b1745SW.jpg


und nochmal zurück: schliesslich macht das grosse fressen ja doch wieder durst
DSC_b1742cr.jpg


heute könnte man damit noch kochen, wenn auch unter schweiss und tränen
DSC_b1769.jpg


gegessen wurde wohl auch schon immer gerne in der schlosskirche
DSC_b1781CSW.jpg
,

chill out mit volen wänsten hingegen fand dann statt gepflegt im blauen salon nach höfischem ritual ( in dieser ausformung/farbgestaltung noch im 19. jahrhundert - denn was sich bewährt, kann man ja weiternutzen)
DSC_b1794.jpg


während es die wohl letzten nutzer der liegenschaften dann deutlich bunter liebten
DSC_b1838.jpg


und sich liebten kunterbunt (das waren die so farb-wie sinnenfrohen 1960er und 70er jahre)
aber macht mal selbst ein bild:
DSC_b1850.jpg

-man tuschelt hinter vorgehaltener hand:
das älteste gewerbe der welt -das, wo sich manchmal der horizont weitet- hätte dazumal besitz ergriffen von den altehrwürdigen mauern

mir jedenfalls wurde es zu bunt und ich zog weiter:
ins licht
DSC_b1795.jpg


( die burg ist echt, die story auch, die bilder sind nicht gefakt, und ja, es war der deutsche orden-der nicht nur die burg erbaute)
ralf
 
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Ralf, tolle Serie, man mag ja kaum glauben, wenn ich's nicht selbst woanders schon gesehen hätte, daß man so alte Gemäuer dermaßen verschandeln kann. Andererseits find ich eine alternativere, volksnahere Nutzung prinzipiell nicht schlecht. :)

Gruß Erik
 
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Hallo Ralf
Klasse Serie
Mich wundert, dass es noch nicht touristisch erschlossen ist.
Weiter, dass Du su einfach da foten konntset.
Kompliment.;)
 
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monoduo schrieb:
ein ort, in /an/auf dem es sich leben liess, da man ja jemanden hatte, der ihn baute und den man schlecht oder gar nicht zahlte, der das feuerholz schlug, den hopfen pflanzte und die schweine mästete, der auch die mägde stellte ..

dann geht es weiter mit dem ort, wo snacks in form von gänsen und schweindlern am spiess gedreht wurden, bis die heilige ritterschaft nach essen gröhlte: der alten küche

und nochmal zurück: schliesslich macht das grosse fressen ja doch wieder durst

chill out mit volen wänsten hingegen fand dann statt gepflegt im blauen salon nach höfischem ritual ( in dieser ausformung/farbgestaltung noch im 19. jahrhundert - denn was sich bewährt, kann man ja weiternutzen)

( die burg ist echt, die story auch, die bilder sind nicht gefakt, und ja, es war der deutsche orden-der nicht nur die burg erbaute)
ralf


Hallo,

Wirklich schöne Reihe und dazu ein interessanter Ort, wenngleich deine Vorstellung vom typischen Ritter ein bisschen sehr klischeehaft rüberkommt. 90 Prozent von denen hatten genausowenig zu fressen wie der Rest.


Gruß

Christoph
 
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imlime schrieb:
Hi, wäre interessant, wo diese Burg ist und ...?
Gruss

das glaub ich dir! :)
sie will aber lieber inkognito bleiben, die burg

... wenngleich deine Vorstellung vom typischen Ritter ein bisschen sehr klischeehaft rüberkommt. 90 Prozent von denen hatten genausowenig zu fressen wie der Rest.
naja, ich denke, das relativiert sich dann doch, wenn man weiss, welche rolle der deutsch ritterorden in der vergangenheit gespielt hat und welche rolle ihm jeweils zugewiesen worden war - ich denke, man könnte ihn nach den heutigen massstäben gemessen als schnelle eingreiftruppe und/oder besatzungstruppen verstehen, besser als dem rest gings denen wohl.

Mich wundert, dass es noch nicht touristisch erschlossen ist.
man gibt sich alle mühe- aber eben nicht in der ganzen burg

Andererseits find ich eine alternativere, volksnahere Nutzung prinzipiell nicht schlecht.
daran wird gearbeitet :) allerdings sind die nutzungsvorstellungen zum glück heute andere als in den 60er und 70er jahren des vorigen jahrhunderts, man wird sehen ...

gruesse ralf
 
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monoduo schrieb:
ich denke, man könnte ihn nach den heutigen massstäben gemessen als schnelle eingreiftruppe und/oder besatzungstruppen verstehen,

gruesse ralf


Eben, das ist ja das Problem: Dass diese Zeit immer nach heutigen Maßstäben gemessen wird.

Aber ich geb dir soweit Recht, als dass die Jungs damals sicherlich kein Verein aus Heiligen waren.

Die Bilder sind, wie gesagt, schön.

Gruß

Christoph
 
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und noch eines:
SW-bearbeitung
um die bodenzeichnung des holzfussbodens
in den lichtern herauszuarbeiten
und um in die landschaft gucken zu können

DSC_b1794--III-SW.jpg


ralf
 
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