Ein Kurztrip nach Venedig

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haribee

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Venedig im Winter, zumal außerhalb des Karnevals, hat seinen eigenen Reiz. Wenn sich die Sonne nicht zeigt, Nebel einfällt, die Menge der Touristen überschaubar bleibt und man sich von den touristischen Hotspots entfernt, kommt das Morbide, das für mich das besondere Flair dieser Stadt ausmacht, erst so richtig zur Geltung.
Ein paar Bilder mit Eindrücken aus den soeben dort verbrachten Tagen möchte ich hier zeigen, wobei ich mich bemühen werde, Klischeehaftes zu vermeiden.

Aber ein bißchen Klischee muss doch sein:



Mit dabei war die Z 8, die meisten Bilder wurden mit dem Z 24-120/4 gemacht.
 
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Wenn man schon mal an einem so ikonischen Ort ist, muss man auch Langzeitaufnahmen versuchen.



San Giorgio Maggiore


Auf den Turm sollte man unbedingt rauf (es gibt einen Lift), man hat da einen excellenten Rundblick - und wenn es keinen Nebel gibt und die Wintersonne vom klaren Himmel scheint, sieht man bis zu den schneebedeckten Bergen der Alpen.




Das Wetterhäuschen
 
2 Kommentare
Wuxi kommentierte
Boah, #2.1 ist ja gleich mal magisch.
 
Engagi kommentierte
Beide top.
 
Danke für den Beitrag, ich will seit drei Jahren außerhalb der Saison nach Venedig und du hast die Idee wieder in den Vordergrund geschupst. Tolle Bilder, vielen Dank dafür!
 
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Das Klima, Wind, Wetter und Meer nagen ständig an Venedigs Bauwerken


Kein Wunder, dass die steinerne Dame ihre Augen zum Himmel verdreht, wenn es untenaus so aussieht. Aber man muss auch erwähnen, dass viel restauriert, repariert und geflickt wird. Im Augenblick ist beispielsweise das Pflaster auf der Piazetta aufgerissen und wird neu verlegt.

Wenn wir schon bei Mauern sind. Venedig ist ideal, um Backsteinmauern zu fotografieren. Allerdings ...



sind sie meist etwas krumm. Ebenso krumm wie die Gondeln ...




 
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VisualPursuit kommentierte
Wenn die Gondeln nicht krumm wären, würden sie sich ständig in den Kanälen verkeilen.
Der krumme Kiel gleicht das einseitige Ruder aus.
 
haribee kommentierte
So isses!
 
Zur Winterszeit haben die Gondoliere mal auch "Stehzeit", da kann mal schon ein Video am Handy anschauen.




Ach ja, das Handy. Die Italiener habe dafür ein viel gefälligeres Wort, sie nennen das Ding "Telefonino". Auch in Venedig scheint es unverzichtbar zu sein.




Und wenn man nicht mit seinem Hund spazieren geht, so trinkt man einen Espresso oder gar einen Spritz, Gelegenheiten dazu gibts genügend.

 
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Diese Osteria ist schon lange kein Esslokal mehr. Auch in Venedig sperren viele für immer zu. Meine Lieblingsbar, die "Bar senza nome" (die namenlose Bar) gibt es nicht mehr; alles ausgeräumt bis auf die nackten Mauern. Von diesem traurigen Anblick habe ich kein Foto gemacht.

Aber sonst, wenn man sich abseits der Hauptwege mit den unzähligen (und teilweise unsäglichen) Souvenirgeschäften herumtreibt, findet man noch kleine Läden, die es bei uns kaum mehr gibt.










und neben frischem Gemüse und Obst gibt es noch dieses:

 
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Klingeltafeln und Briefschlitze sind in Venedig oft kunstvoll ausgeführt. Als Beispiel dafür am Eingang zur juridischen Fakultät der Uni.




Die Spitze des Fahnenmastes im Gheto nuovo




Gassen und Plätze sind gut erkennbar bezeichnet ...





aber die Adresse ist eine bis zu vierstellige Zahl im jeweiligen Sestiere ("Stadtsechstel").
Ja, es macht auch nichts aus, wenn man sich verläuft (ohne G-map ) - irgendwann stößt man immer aufs Meer und dann ist eine Vaporetto-Haltestelle nicht weit.

 
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Über die Rahmung kann man ja verschiedener Meinung sein. Die Bilder aber sind hervorragend.
 
1 Kommentar
haribee kommentierte
Ja, die Rahmen. In diesem Fall habe ich mich für ein weißes Passepartout entschieden, weil es wie eine Ausstellung wirken soll.
 
Die Tauben am Markusplatz werden immer weniger seit man dort das Füttern verboten hat. Die Möwen übernehmen den Luftraum, was für eine Stadt am Meer ja auch wohl angemessen ist. Sie sind überall und machen überall Mist.



Sior Carlo Goldoni ist über all dies erhaben und lächelt nur.


Jetzt sind wir aber den ganzen Tag lang schon kreuz und quer durch die Stadt gelaufen. Für diesen Venedigaufenthalt habe ich mir etwas besonderes vorgenommen.

Wir setzen uns ins Vaporetto und fahren damit zum Lido.





Leichter Nebel über der Lagune



Um diese Jahreszeit ist der Lido ziemlich ausgestorben; wir halten uns daher dort nicht auf, sondern steigen gleich in den Bus Nr. 11 um, der uns den Lido entlang weiter zu unserem Ziel bringen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
haribee kommentierte
Der Leuchtturm ist bei San Gorgio Maggiore, gegenüber dem Dogenpalast.
 
VisualPursuit kommentierte

Nee, Festland Richtung Jesolo ist schon richtig.
Ich bin vom Lido di Jesolo ausgegangen, Lido Venezia hatte ich nicht auf dem Schirm.
Wir sind früher jahrelang auf dem Campingplatz in Cavallino geblieben,
NSU Lido, früher Auto-Union Lido, heute Union Lido: https://www.unionlido.com/
Von da aus ist Punta Sabbioni die nächste Station von der aus man nach Venedig fahren kann.
Der Campingplatz hat einen eigenen Wasserturm.
 
VisualPursuit kommentierte
Capt. Forty kommentierte
Es gibt viele Leuchttürme in der Lagune und an den Einfahrten zur Lagune von Venedig. Der Älteste ist der Markusturm, auch bekannt als Campanile di San Marco - die Wenigsten wissen, das dies mal ein Leuchtturm war! Ein weiterer sehr alter Leuchtturm ist der von Murano und auch der von @haribee genannte auf San Giorgio Maggiore (auf Bild 2 von #16) ist ein sehr alter und bekannter. Weitere namhafte sind San Nicolò auf dem Lido, der Faro Alberoni sowie der Faro Spignon der kürzlich zum Verkauf stand...
Natürlich ist Punta Sabbioni auch ein sehr wichtiges Leuchtfeuer, weil er eine der beiden Hauptzufahrten zur Lagune von Venedig markiert.

...es gibt also nicht DEN Leuchtturm von Venedig bzw. wenn es einer wäre, dann der Markusturm, den niemand als Leuchtturm ansieht .
 
rollertilly kommentierte
auf diesen Steinen habe ich meine jugendlichen Sommer verbracht. Wir waren "Marina di Venezia"
 
Am südwestlichen Ende des Lido fährt der Bus auf eine Pendelfähre und setzt über nach Pellestrina, die Insel der Lagunenfischer.







Pellestrina ist eine ebenso langgestreckte Insel wie der Lido, aber viel schmäler. Dort gibt es vier kleine Orte, Santa Maria del Mare, San Pietro in Volta, Sant'Antonio di Pellestrina und Pellestrina, nach dem die ganze Insel heisst. Wir fahren bis an das gegenüberliegende Ende im Südwesten. Dort könnte man auf das Vaporetto nach Chioggia wechseln (wie Capt. Forty richtig bemerkt hat).
Wir bleiben in Pellestrina und spazieren der Kaimauer an der Lagune entlang. Es gibt dort kein eigentliches Hafenbecken, eben nur den Kai mit Holzbohlen im Wasser, um die Fischerboote zu vertäuen.



 
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Wuxi kommentierte
Genau mein Ding. Minimalistisch, melancholisch, ruhig.
 
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