Ein Einblick in die Wildlife Fotografie

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Gastartikel von Sebastian Haberkorn​

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Wir freuen uns sehr, dass wir euch in loser Reihe verschiedene Gastbeiträge von hervorragenden Fotograf:innen zu unterschiedlichen fotografischen Themen präsentieren können. In Kooperation mit unserem Partner SIGMA haben wir einige Erfahrungsberichte ausgesucht, die euch hoffentlich genauso gut gefallen wie uns.

Den Anfang macht der Bericht von Sebastian Haberkorn zur Wildlife-Fotografie. Der passionierte Automobil- und People-Fotograf aus München ist eigentlich im Bereich der Automotive Fotografie zuhause, in der er seine Leidenschaft zum Automobil verwirklichen kann. Sein Anliegen ist es, mit seinen Bildern die Emotionen eines Roadtrips mit Premium und Sportwagen erlebbar zu machen. Nun also Wildlife-Fotografie, ein neues Thema für einen sonst sehr erfahrenen Fotografen. Und gerade deshalb finden wir den folgenden Bericht so spannend und interessant. Lest selbst:

Wie funktioniert Wildlife Fotografie? Was gibt es zu beachten? Und welche Unterschiede gibt es zur Automotive Fotografie?​

All dies habe ich mich gefragt, als ich das SIGMA 100-400mm bei mir hatte. Ich hatte das Objektiv eigentlich für eine Motorsport Veranstaltung angefragt, diese wurde aber leider aufgrund von Corona abgesagt. So habe ich mich also entschieden, das Objektiv einfach einmal an ein paar Tieren zu testen.

Ich hatte Glück. Als ich das Objektiv bekommen habe, war es Frühling und viele Tiere waren draußen zu sehen. Junge Kaninchen, Vögel, Frösche und Schlangen, aber auch Insekten, die ich persönlich sehr spannend finde. Dafür habe ich nicht ausschließlich das 100-400m verwendet, sondern auch mein 70mm F2,8 Macro, 70-200mm F2,8 und 150-600mm Sports.

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100-400mm F5-6,3 DG DN OS – 315mm – F6,3 – 1/2.500s – ISO 1.000

Warum Wildlife?​

Aber wieso Wildlife, wenn ich doch hauptsächlich Fahrzeuge fotografiere? Tiere haben mich schon immer sehr fasziniert, speziell die kleinen, welche man nicht immer auf den ersten Blick entdeckt. Leider hatte ich bisher nicht immer die Muse, aber auch nicht die Zeit dafür. Als ich nun das 100-400mm zum Testen hatte, kam ich nicht mehr drumherum, SIGMA erwartet schließlich Bilder von meinem Test und daher musste ich es versuchen. Dabei habe ich für mich herausgefunden, es ist ein toller Ausgleich zur Arbeit und zur Automotive Fotografie, was mich super runterbringt.

Das leise Anschleichen, Tarnen, einen Ansitz bauen oder auch das Wetter beobachten spielt dabei eine wesentliche Rolle und machen einige der wichtigen Aspekte in der Wildlife Fotografie aus.

Dennoch war der Umstieg zur Wildlife Fotografie sehr krass. Beim Fotografieren von Autos habe ich Zeit, das Objekt aus allen Winkeln zu begutachten, zu entscheiden wie ich das Bild aufbauen will. Ich kann mir den Platz für die Bilder aussuchen oder spontan entscheiden, wenn ich an einem Spot vorbeifahre. Bei der Wildlife Fotografie ist dies nicht so, man legt sich auf die Lauer, an einem Spot den man vorher ausgekundschaftet hat und hofft, dass ein Tier erscheint. Oft liegt man stundenlang einfach nur da und wartet, das kann schon ziemlich langweilig werden. Vor allem aber fotografiere ich in niedrigem ISO Bereich, dazu aber später mehr.

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70mm F2,8 DG MACRO – F5 – 1/250s – ISO 400

Das Equipment ist nicht alles, aber ein wesentlicher Teil des Erfolgs.​

Aber was genau braucht man, um mit der Wildlife Fotografie anfangen zu können? Bitte beachtet, dass ich dies hier auch nur als Anfänger und nicht als Profi Wildlife Fotograf sage. Das ist meine Meinung und Erfahrung, die ich sammeln konnte.

Zum einen braucht ihr eine Kamera, die gut mit hohen ISO-Werten umgehen kann. Aber warum? In der Autofotografie bin ich max. im Bereich von ISO 1.000 unterwegs und war am Anfang etwas geschockt, dass dies im Wildlife bei weitem nicht reicht. Da die langen Brennweiten meist eine etwas größere Anfangsblende haben, müssen wir dies entsprechend kompensieren, entweder über die Verschlusszeit, was aber auch sehr limitiert ist, da wir hier Tiere fotografieren, die sich bewegen oder eben über den ISO, was aber ab einem gewissen Bereich zu Rauschen führt. Ich fotografiere hier mit meiner Canon EOS R3, mit der ich ohne große Probleme bis ISO 10.000 gehen kann. Klar kann sich nicht jeder eine 6.000€ Kamera leisten, aber auch die Canon EOS R6 – meine Ersatzkamera – ist hier absolut top.

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70mm F2,8 MACRO – F5 – 1/400s – ISO 640

Und dann kommt es drauf an, ob ihr eine lange Brennweite habt. Ich empfehle hier ab 400mm, alles andere ist in meinen Augen zu wenig und sorgt dafür, dass ihr näher an die Tiere müsst und somit meist in die Fluchtdistanz geratet. Daher braucht ihr eine lange Brennweite von mind. 400mm, solltet ihr eine geringere Brennweite von 200mm oder 300mm haben, dann benötigt ihr eine Kamera mit entsprechend Megapixeln, um das Bild zuschneiden zu können ohne großartig Qualität zu verlieren.

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70mm F2,8 MACRO – F2,8 – 1/60s – ISO 2.000

Ich persönliche fotografiere Wildlife mit den beiden erwähnten Canon Kameras und drei SIGMA Objektiven. Für kleine Insekten und Reptilien benutze ich meist mein 70mm F2,8 Macro. Für zutraulichere Tiere meist das 70-200mm F2,8 und für sehr scheue Tiere bzw. Tiere, bei denen ich Abstand halten möchte, das 150-600mm Sports.

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500mm Sports – F8 – 1/1.000s – ISO 1.000

Aber was bringt uns eine sehr teure Ausrüstung, wenn man sie nicht beherrscht? Deshalb gilt auch hier, lerne dein Equipment kennen und gehe so oft wie nur möglich raus. Merke wo deine wichtigen Knöpfe und Einstellungen liegen und in welche Situation du welche Einstellungen brauchst, denn nur dann bekommst du wirklich gute Bilder.

Dennoch gibt uns SIGMA mit den beiden 150-600mm Varianten zwei sehr gute Möglichkeiten Wildtiere auch auf längere Distanzen zu fotografieren. Hierbei ist jedoch die große Anfangsblende von F5-6,3 zu beachten, dies führt dazu, dass wir mit recht hohen ISO-Werten arbeiten müssen.

Der Traum eines jeden Wildlife Fotografen ist aber sicherlich eine Festbrennweite im Bereich 500mm, 600mm oder gar 800mm mit einer Blende F2,8 oder F4. Auch hier durfte ich schon das SIGMA 500mm F4 testen und glaubt mir, ich war beeindruckt! Hätte ich das nötige Kleingeld, wäre dieses Objektiv in meinem Bestand gelandet. Hinsichtlich Verarbeitung, Bildqualität, Schärfe und Autofokus hat mich dieses Objektiv an der Canon R Serie mit Adapter komplett überzeugt. Das Objektiv habe ich mir im Übrigen über den Leihservice von SIGMA ausgeliehen.

Der Weg zum Erfolg geht über die Tarnung und gutes Licht.​

Dies allein macht aber noch lange kein gutes Bild aus und sorgt erst recht nicht dafür, dass ihr überhaupt ein Bild bekommt. Je nachdem was Ihr fotografieren wollt, müsst ihr euch tarnen! Ja, richtig gelesen, tarnen. Das bedeutet mind. ein Tarnnetz, um euch vor den Tieren zu verstecken. Viele Wildtiere sind sehr scheu und verschwinden, sobald sie euch gesehen, gehört oder gerochen haben. Daher müsst ihr hier viel beachten, z.B. die Windrichtung, sodass euch der Fuchs nicht riecht. Heißt, der Wind muss euch ins Gesicht blasen und nicht in den Nacken. Rehe fliehen aber auch wenn sie euch sehen, daher solltet ihr euch mit einem Tarnnetz oder Tarnanzug tarnen.

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Ich arbeite meist mit einem Tarnanzug und einem Tarnnetz. Mit dem Tarnanzug versuche ich meine Konturen vor den Tieren zu verschleiern, mit dem zusätzlichen Tarnnetz versuche ich das auch für mein Kameraequipment wie Kamerabody, Objektiv und Stativ. Trotzdem tarne ich zusätzlich auch noch mein Objektiv mit einem sogenannten LensCoat, also einen Linsenüberzug in Tarnmuster. Das Stativ beklebe ich mit einem Tarnband.

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70mm F2,8 DG MACRO | Art – F2,8 – 1/1.250s – ISO 160

Aber natürlich kommt es nicht nur auf die Tarnung an, um ein gutes Bild zubekommen, sondern vor allem auf das richtige Licht.

Wie in der Automotive-Fotografie empfehle ich auch hier die frühen Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergangsstunden. Zu dieser Zeit sind die Tiere aktiv bzw. werden wieder aktiv. Besonders Reh, Fuchs, Hase oder Dachs werdet ihr zu diesen Zeiten sehen können.

Aber auch bei dem besten Licht und der besten Tarnung müsst ihr noch einen Punkt beachten. Ihr müsst euch ruhig verhalten. Nicht viel bewegen. Keine Musik hören oder telefonieren. Jede Bewegung und jedes Geräusch verringern die Chance, dass ihr ein Tier seht.

Das Tier sieht und hört euch meistens schon lange bevor ihr es seht. Daher versucht mind. 30 min. vor Sonnenaufgang am Platz zu sein und euch zu tarnen. Dann hat das Tier genügend Zeit sich zu beruhigen und euch zu vergessen.

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500mm F4 DG OS HSM | S – F8 – 1/1.600s – ISO 1.250

Hier ein paar grundsätzliche Regeln der Tarnung:​

  • Versuche immer etwas im Rücken zu haben, z.B. einen Baumstamm. So kannst du nicht von hinten überrascht werden.
  • Wie oben bereits erwähnt, achte auf den Wind. Dieser sollte dir ins Gesicht pusten.
  • Nutze natürliche Tarnung wie Äste, Blätter, etc. um deine künstliche Tarnung zu „verbessern“.
  • Lege dich grundsätzlich, solange es möglich ist, auf den Boden. Damit verschleierst du deine Konturen noch mehr. Positiver Nebeneffekt, Bilder auf Augenhöhe der Tiere wirken noch intensiver und interessanter.
Neben der richtigen Tarnung und dem richtigen Equipment gibt es noch weitere Punkte, auf die man bei der Wildlife Fotografie achten sollte.

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Du solltest deine Kamera blind beherrschen​

Es gibt doch nichts Schlimmeres, als einen Moment zu verpassen, weil man sich nicht mit seiner Kamera auskennt, oder? Daher möchte ich hier ein paar meiner Einstellungen mit euch teilen:
  • ISO: Die ISO stelle ich immer manuell ein, um auf die aktuellen Lichtsituationen eingehen zu können.
  • Auslöser: Ich habe mir den Auslöser weg von der Auslösetaste und auf den AF-On Button (bei Canon) gelegt oder auch Back-Button-Focus genannt. Zusätzlich kann ich an meiner Canon R3 noch eine zweite Taste, die *-Taste, mit einer Fokus Methode belegen und hier habe ich den Augen-AF daraufgelegt. Heißt, wenn ich ein Tier habe, welches beispielsweise still vor mir sitzt oder steht, benutze ich den Augen-AF und kann mir den Bildausschnitt damit viel schneller zurechtlegen, als den Fokuspunkt manuell zu verschieben.
  • Modus: In der Wildlife Fotografie kommt es meist auf jede Sekunde an, daher stelle ich meine Kamera immer in den Zeitautomatikmodus (A bzw. AV). So habt ihr die volle Kontrolle über die Blende und die Kamera stellt automatisch die richtige Verschlusszeit ein. Ist die Verschlusszeit zu lange, kannst du dann entsprechend mit der ISO nachjustieren.
  • Auslösemodus: Wenn möglich, sollte der Verschluss auf lautloses Auslösen eingestellt sein. So habt Ihr keine Verschlussgeräusche und könnt das Tier nicht erschrecken.
  • Bildaufnahme: Natürlich solltet ihr auch im Serienbildmodus fotografieren. So ist die Chance ein gutes und scharfes Bild zu bekommen wesentlich höher als im Singlebildmodus.
  • Autofokus: Der Autofokus sollte in der Wildlife Fotografie im Servo-Modus stehen. Dabei fokussiert die Kamera, wenn der Autofokus aktiviert wird, ständig neu. Bedeutet, der Fokuspunkt wird immer neu scharf gestellt, solange ihr die Fokustaste gedrückt haltet.
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70mm F2,8 MACRO – F2,8 – 1/640s – ISO 500

Egal bei welchem Bild, der Bildaufbau bestimmt über ein gutes Bild.​

Ein gutes Bild entsteht dann, wenn der Bildausschnitt stimmt. Heutzutage, mit den modernen Kameras mit teilweise über 50 Megapixeln, kann jeder ein Foto machen und es nachträglich zuschneiden. Das sollte aber meiner Meinung nach nicht das Ziel sein. Ziel sollte es sein, das Bild schon bei der Aufnahme entsprechend aufzubauen.

Es gibt doch nichts Besseres als ein Bild aufzunehmen und später beim Bearbeiten festzustellen, wie gut es doch geworden ist, ohne dass man es großartig zuschneiden muss. Dabei gibt es eine wesentliche Regel und das ist der sogenannte goldene Schnitt. Bei dieser Regel wirkt das Bild für unser menschliches Auge am ansehnlichsten und harmonischsten. Dabei ist es aber nicht einmal so wichtig, dass ihr den Schnitt immer zu 100% trefft, wichtig ist, dass es in die richtige Richtung geht. Bedeutet, versucht das Motiv, in unserem Fall das Tier, in das obere oder untere Drittel eines Bilds zubekommen. Hier einmal ein Beispiel anhand eines jungen Buntspechtes, welcher aus der Bruthöhle schaut:

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500mm F4 DG OS HSM | Sports – F8 – 1/500s – ISO 400

Aber wie alle Regeln, ist auch diese zum Brechen da. Ich persönlich finde es auch immer wieder sehr spannend, das Tier in die Mitte des Bilds zu setzen und es somit in den Spotlight zu bekommen. Am Ende müsst ihr das Bild so aufbauen, wie es euch am besten gefällt. Ich bin nämlich kein Freund davon, dass ich meine Fotos mache, damit sie anderen gefallen. Ich bin der Fotograf und mir müssen die Bilder gefallen. Nichtsdestotrotz solltest du bei jedem Bild auf den Hintergrund achten.
Hier sind zwei Bilder einer Amsel, beim ersten Bild ist der zweiteilige Hintergrund direkt hinter der Amsel und sorgt so für Unruhe. Ich habe daraufhin zwei Schritte nach rechts gemacht und konnte dies somit lösen. Jetzt ist nur noch das grüne Blätterwerk eines Baumes hinter der Amsel und wirkt dadurch nicht mehr störend.

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600mm – F6,3 – 1/500s – ISO 2.000

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600mm – F6,3 – 1/400s – ISO 2.500

Bildbearbeitung kann vieles retten, aber noch mehr kaputt machen.​

Du solltest dir auch immer bewusst sein, für was du deine Fotos erstellst. Willst du sie nur für dich und/oder Social Media machen? Oder möchtest du mit den Bildern irgendwann einmal bei einem Wettbewerb teilnehmen? Bei Zweiteren solltest du in der Nachbearbeitung auf folgende Punkte achten:
  • Nichts entfernen
  • Nichts hinzufügen (z.B. Sunflairs, Nebel, etc.)
  • Max. 5% Beschnitt
  • wenig Entrauschen
  • wenig Farbanpassungen
  • keine nachträglichen Filter
Wenn du der Meinung bist „Das Bild würde mit einem Sunflair aber noch spannender in Social Media wirken“, dann fertige lieber zwei Versionen an. Eine mit deinen Anpassungen und eine für Wettbewerbe. Damit bist du auf der sicheren Seite und ärgerst dich später nicht, wenn du an einem Wettbewerb teilnehmen möchtest und nur die Version mit den Anpassungen hast.

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190mm – F2,8 – 1/1.000s – ISO 4.000

Dies ist einmal ein kleiner Teil der Wildlife Fotografie, die ich mit euch in meinen ersten Schritten als angehender Wildlife Fotograf teilen wollte. In der Wildlife Fotografie gibt es aber noch so viel mehr zu lernen und zu teilen. Dies kommt vielleicht noch in einem weiteren Blogpost. Dies wäre z. B. der Ansitz, wie und wo findet man Tiere, was gibt es beim Anfüttern zu beachten, Verhalten in der Natur, etc..

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70mm F2,8 MACRO – F8 – 1/250s – ISO 1.000

Ganz wichtig!​

Das Wohl des Tieres steht immer über dem Bild! Kein Bild der Welt ist es wert, dass ein Tier dadurch zu Schaden kommt.
Ich sehe es oft, dass ein Fotograf beispielsweise eine Schlange/Blindschleiche hochhebt, um sie an einen besseren Platz zu legen. Dabei gähnt die Schlange dann und der Fotograf meint, dass dies süß sei. Dies ist aber ein Anzeichen dafür, dass die Schlange gestresst ist und kann dazu führen, dass die Schlange ihren Mageninhalt auswürgt. Bitte hebt nie ein Tier hoch und legt es an einen anderen Platz, nur um ein Bild zu bekommen.

Genauso solltet ihr drauf achten, wenn ihr euch getarnt habt und das Bild im Kasten ist, nicht ruckartig aufzustehen, wenn das Tier noch in der Nähe ist, speziell an einer Straße. Das Tier kann sich erschrecken und vor ein Auto laufen. Die Bilder von den Wildkaninchen sind bei mir an einer Autobahnausfahrt entstanden, hier sind im Minuten Takt Autos lang gedonnert. Wäre ich hier ruckartig aufgestanden, wären die Kaninchen mit Sicherheit vor ein Auto gelaufen. Hier sollte man sich langsam und ruhig nach hinten wegrobben und die Tiere somit nicht aufscheuchen.

Informiert euch bitte auch immer vor dem geplanten Shooting, was es bei dem Tier zu beachten gibt. Ist es geschützt? Wie weit darf ich mich dem Tier oder seinem Bau nähern? Etc.

Ich hoffe, der Beitrag konnte euch etwas weiterhelfen.

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70mm F2,8 MACRO – F2,8 – 1/160s – ISO 500

Verwendete Objektive:​

SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG DN OS | Contemporary
SIGMA 70mm F2,8 DG MACRO | Art
SIGMA 70-200mm F2,8 DG OS HSM | Sports
SIGMA 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM | Sports
SIGMA 500mm F4 DG OS HSM | Sports

Einige der im Beitrag genannten Objektive sind gerade Teil der großen SIGMA-Cashback-Aktion. Sie läuft noch bis zum 31.05.2023. Schaut doch mal rein:

Bildnachweis: ©Sebastian Haberkorn
 
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